Butzbach in alten Ansichten

Butzbach in alten Ansichten

Auteur
:   Erika Gillmann
Gemeente
:   Butzbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2877-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Butzbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Butzbach hat eine reiche Geschichte. Die Stadt liegt in der Wetterau am Schnittpunkt wichtiger Verkehrsund Handelsstraßen und an der Main-Weser-Bahn. Besiedelt seit zirka 6000 Jahren, haben die Römer (von 83·260 nach Christus) die markantesten Spuren hinterlassen. Nach Verleihung der Stadtrechte 1321 blühten die Gewerbe der Tuchmacher, Gerber und Töpfer. Später gesellten sich naturgemäß die Strumpfweber, Färber, Schuhmacher und Leimsieder hinzu. Die Gewerbe waren in Zünften zusanunengeschlossen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bildete die Landwirtschaft eine wichtige Ergänzung zum Beruf des Handwerkers.

Butzbach bietet auch heute noch das Bild einer deutschen Kleinstadt. Die bildliche Darstellung des sich im Laufe der Zeiten verändernden Erscheinungsbildes Butzbachs beschränkt sich auf einen relativ kurzen Zeitraum. Erst die Erfindung der Fotografie, die 1839 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ermöglichte ein realistisches Bewahren des alten Stadtbildes. Bis zu diesem Zeitpunkt gaben Stiche, Gemälde und zeitgenössische Zeichnungen Auskunft über ihre geographische Lage und das Aussehen der Städte.

Butzbach hatte erstaunlicherweise schon sehr früh einen 'stadteigenen' Fotografen, der aber auch Messerschmied, Landwirt und ab 1872 Uhrmacher war. 1859 eröffnete W. Burk in der Langgasse ein Fotoatelier. Ihm verdanken wir die ältesten Fotos der Stadt, die zum Teil schon 1861 entstanden sind. Vorausblickend hielt er Baudenkmäler fest, die kurze Zeit später abgerissen wurden. Es ist nicht beabsichtigt, die 'gute alte Zeit' zu verherrlichen, ihre Schattenseiten sind uns allenbekannt. Jedoch der Bliek zurück erweitert das Erlebnisvermögen und kann, auch bei der jüngeren Generation, einen Bezug zur Geschichte Butzbachs und eine Brücke zur Gegenwart herstellen. Die Dokumentation beschränkt sich nicht nur auf Gebäude und Straßen, mehr oder weniger bekannte Butzbacher Bürger bringen Leben in die Bilder und wecken viele Erinnerungen. Ohne das Entgegenkommen vieler Freunde und Bekannter, die gerne Bilder zur Verfügung stellten, wäre die umfangreiche Fotosammlung nicht zustande gekommen. An dieser Stelle sei allen herzlich dafür gedankt.

Erika Gillmann

1. Ein zeitgeschichtliches Dokument ist dieses Bild vom Amtsgericht, vermutlich von W. Burk. Weitblickend machte er mit seiner Kamera den nachfolgenden Generationen das alte Butzbach sichtbar. 1893 wurde die Stadtmauer am Amtsgericht durchbrochen, als der Schloßgartenweg angelegt wurde. Sehr anschaulich rechts im Bild das Leimsiederhaus von Kisselbach und Herbold. Auf langen Stangen wurden die Leim- ;l platten getrocknet und aus dem besonders kon- ~ struierten Dach ins Freie geschoben.

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2. Eine hervorragende Aufnahme der Wetzlarer Straße um 1903. Die Häuserzeile gehört zu der ältesten Bausubstanz Butzbachs und besitzt eine bemerkenswerte Giebe1front. Im Vordergrund der 'Mehlkasten'; hier waren seit zirka 1825 Johannes, Philipp und Heinrich Hadermann Bäcker und Wirte. Daran anschließend die Geschäfte von Wilhelm und Karl Hadermann: das Original besitzt Gisela Bohnaus, geborene Sparwasser.

3. Einen reizvollen Durchblick bietet diese Aufnahme von W. Burk. Die vollgepflasterte Griedelerstraße ohne Bürgersteige mn 1880. Im Hintergrund gut erkennbar der ehemalige Lustgarten des Landgräflichen Schlosses.

4. Der Marktplatz, um 1880, ebenfalls von W. Burk. Das Rathaus und die benachbarten Gebäude sind noch verputzt, erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts wurde das prachtvolle Fachwerk freigelegt. Die Familie Ferber war eine alte Butzbacher Familie, die über viele Generationen in diesem Haus das Sattler- und Tapeziererhandwerk betrieb.

5. Zu den schönsten Alltagsansichten des alten Butzbach zählt diese anschauliche Aufnahme, die 1886 entstand. Der Laternenputzer, das Publikum und die durstigen Benderschen Enten beleben die Szene. Das Haus Fülling ist noch giebelseitig, der Umbau erfolgte 1896.

6. Um 1900. Die WeiseIerstraße mit Bliek zum Markt. Die Spuren auf der Straße sind Hinterlassenschaften von Kühen und Pferden, die damals die Autos ersetzten.

7. Im Jahre 1901 wird das E-Werk durch das Maschinen- und Kesselhans neben dem Akkumulatorenraum erweitert. Der 1872 geborene Butzbacher Maurermeister Julius Braun (fünfter von links) war mit dem Bau beauftragt. An dieser Stelle stand das 1823 neu erbaute städtische Brauhaus, das bis 1850 benutzt wurde.

8. Sängerfest 1910. Die alte Geschäftsfront des Marktplatzes mit Einblick in die Weiselerstraße.

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