Buxtehude in alten Ansichten

Buxtehude in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Margarete Schindler
Gemeente
:   Buxtehude
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3095-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buxtehude in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der Rahmen dieses Buches ist durch die Konzeption der Reihe, in der es erscheint, vom Verlag vorgegeben. Die Verfasserin möchte ihn ausfüllen mit einer einführenden Geschichte Buxtehudes, wie sie aus der unmittelbaren Anschauung heraus gewonnen werden kann. Damit verfolgt sie gleichzeitig die Absicht, einen möglichst breiten Leserkreis anzusprechen.

So sind denn hier die wichtigsten und am besten überlieferten Bilder bis etwa zum Zweiten Weltkrieg ausgewählt. Der jeweils hinzugefügte Text soll dabei nicht nur Einzelheiten verläßlich erläutern. Er versucht darüber hinaus, die vielen Mosaiksteine zusammenzufügen zu einem großen Ganzen.

Der Reigen beginnt mit dem nach Buxtehude lokalisierten Märchen vom Wettlauf und den Redensarten, die den Namen der Stadt in aller Welt bekannt gemacht haben. Dann tritt die geographische Lage ins Blickfeld, mitten im Moor des weiten niederelbischen Raumes, an der schiffbaren Este. Hier machte der Erzbischof Giselbert von Bremen zwischen 1280 und 1285 den Anfang mit dem Bau einer Stadtfestung. Deren wichtigste Teile mit Viver, Toren und Zwinger sind in Abbildungen ihres überkommenen Zustandes gut überliefert. Überhaupt dokumentieren die in diesem Bande zusammengetragenen Ansichten

großenteils das Aussehen der Stadt, wie es vor den tiefgehenden Eingriffen der Moderne durch Jahrhunderte Bestand gehabt hat.

Das neue Gemeinwesen erhielt schon früh Selbstverwaltungsrechte. Als Zentrum des bürgerlichen Stadtregimentes ist daher das Rathaus vorzustellen. Den geistlichen Mittelpunkt bildete, alles überragend, von Beginn an die Pfarrkirche St. Petri. Über weitere öffentliche Gebäude gelangt die Bildfolge dann zu Menschen und Gesichtern aus der Stadt. Diese, wie auch die meisten anderen Objekte, konnten zum ersten Male in der Wilhelminischen Zeit durch die Fotografie festgehalten werden.

Die anschließende Reihe von Fachwerkhäusern aus dem alten Buxtehude darf in einer Zeit des wiederbelebten Denkmalschutzes wohl besonderes Interesse beanspruchen. Viele dieser Abbildungen waren auch der Fachwelt bisher unbekannt, wie überhaupt ein Großteil der vorgelegten Reproduktionen hier zum ersten Male veröffentlicht wird. So ist denn das Buch gleichzeitig zu begreifen als eine Dokumentation im eigentlichen Wortsinne.

Petriplatz, Lange Straße, Markt und Breite Straße bildeten als die alten Zentren von Handel und Wandel noch um die Zeit der Jahrhundertwende eine weit-

gehend in sich geschlossene Welt. Erst der große Brand von 1911 riß hier eine ernpfindliche Lücke. An dem davon verschont gebliebenen Teil läßt sich auf jeden Fall eine reiche Stadtgeschichte ablesen:

Die erste- Siedlung auf dem Sandrücken unter und bei der Petrikirche, schon vor der Gründung Gise1berts. Das Straßenbild trägt hier durchaus eigene Züge. Der alte Flethhafen, geschützt gelegen, für den Güterumschlag. Er bildete den Mittelpunkt des überlokalen Handels aus dem weiten hansisohen Raum. In Randlage der Stavenort, welcher später auch den sozialen Aspekt sehr deutlich ins Blickfeld treten läßt. Schließlich der obrigkeitliche Bezirk des Amtshofes mit der Kählerschen Villa. Er ist in eine vorhergehende Bildgruppe aufgenommen.

Alles in allem zeigt diese historische Folge Buxtehude als den Typ einer kleinen Gründungs- und Hansestadt. So war es durch die Zeiten geprägt. So auch hat die Verfasserin Buxtehude in ihren wissenschaftlichen Veröffentlichungen als exemplarisch unter tausenden ähnlicher Gebilde herausstellen können.

Der Bliek vor die Tore richtet sich dann bald auf den Geestrand mit der vor-städtischen Siedlung von 959. Deren Entwicklung über Klosterdorf und Industrieort ist gesondert zu verfolgen bis zum Jahre 1931, das die

Zusammenlegung mit der Stadt Buxtehude brachte. Die gesamte Einwohnerzahl stieg damit auf fast 7 000 an. Die moderne Gebiets- und Verwaltungsreform gibt seit 1972 noch einmal Anlaß, über die früheren Grenzen hinwegzuschauen, insbesondere nach Neukloster. Gemeinsamkeiten mit dem alten Geestdorf an der Este werden dem Leser hier besonders leicht ins Auge fallen, so daß sich der Kreis zu den Anfängen hin schließt.

Die reproduzierten Bilder entstammen fast ausschließlich den Sammlungen des Buxtehuder Stadtarchives, welches die Verfasserin seit langern verwaltet. Dabei haben die ursprünglichen Aufnahmen zu einem guten Teil die ortsansässigen Fotografen Behning gefertigt. Ihnen ist wesentlich zu danken, daß der soziale Aspekt in diesem Buche gebührend berücksichtigt werden konnte. Denn sie hielten auch Alltägliches und sonst wenig Beachtetes auf ihren Platten fest.

Nur zwei Vorlagen kommen von auswärts: Das Bild der Mühle in Neuklaster aus der Kunsthalle und das des Dampfers 'Primus' aus dem Staatsarchiv Hamburg.

Dar i.5 lösenhaff fa verfellen wahr is't aber doch.

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1. Der Name Buxtehude gehört für viele noch immer in die Märchenwelt. Denn hier soll sich der berühmte Wettlauf zwischen Hasen und Igel zugetragen haben. Der alten Volksüberlieferung hat der Schriftsteller DL Wilhelm Schröder 1840 die heute bekannte Fassung gegeben. Das viel verwendete Motiv ist sogar für die Gestaltung von Postkarten benutzt worden.

2. Am häufigsten wird der Name Buxtehude in Verbindung gebracht mit der Redensart von den Hunden, die hier mit dem Schwanze bellen sollen. Die Ansichtskarte zeigt eines von diesen klugen Tieren. Es gibt auch eine volkstümliche 'Erklärung', wonach die 'Hunte', die Glocke, hier schon früh mit dem Seil geläutet, ge'bellt' worden sei. Nachweisbar ist ein solcher Sprachgebrauch allerdings nicht.

3. Zu den Schnurren und Schnäcken, die sich an den Namen Buxtehude knüpfen, gehört schließlich noch die Geschichte des Schmiedes mit seinen Wunderkuren. Auf diesem Bilde ist es wohl ein Hamburger Verein, der um 1900 aus Anlaß eines Sonntagsausfluges den heilkundigen Meister aufsucht.

4. Auf der obigen Fotografie wird die geographische Situation der Stadt sehr deutlich. Buxtehude liegt zwischen Geest und Marsch, mitten im Niederungsmoor. Durch die J ahrhunderte war dieses völlig unzugänglich. Der Bliek geht von Westen, von der Dammhauser Straße, auf die Stadt. Der Damm wurde erst vor etwa 150 Jahren aufgeschüttet.

5. Die Este als der Fluß, an dem Buxtehude gelegen ist, war als Verkehrsader bis in die neuere Zeit von entscheidender Bedeutung, Er stellte die Verbindung her zur Elbe und deren anderem Ufer bei Dockenhuden. Er führte aber auch über den Strom in die See hinaus, Hier sieht man von Norden auf das Flußbett, welches sich in Stadtnähe zum Hafen erweitert.

6. Diese Luftaufnahme der Altstadt läßt das Grundrißbild recht klar heraustreten. Es ist ein Fünfeck mit der nördlichen Spitze links am Bildrande. Man erkennt den breiten Schutzgraben, den Viver, welcher rings um die Stadt herumgeführt ist. Von den beiden tragenden Längsachsen ist die Flethanlage deutlich im Vordergrund sichtbar. Überragt wird alles von der St.-Petri-Kirche.

7. Die Moorfestung Buxtehude diente seit dem 13. Jahrhundert der Grenzsicherung für den Nordosten des Erzstiftes Bremen. Die hier abgebildete Lüneburger Schanze wurde erst viel später, um 1650, von der Gegenseite angelegt. Sie war zunächst nur ein kleines Wachthaus mit Krug, später Zollstation. Die Gastwirtschaft in dem alten Bauernhause findet noch heute Zuspruch.

8. Das Haupttor der Stadtfestung lag gegen Süden. Die Straße 'Am Geesttor' erinnert noch heute daran. Die gekonnte Federzeichnung von Louis Gurlitt (1829) zeigt den mächtigen Wehrbau, welchen man 1865 auf Abbruch verkauft hat. Davor erkennt man den breit schützenden Viver.

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