Calau in alten Ansichten Band 1

Calau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Fritz Jänchen
Gemeente
:   Calau
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5642-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calau in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Vorliegendes Buch 'Calau in alten Ansichten', herausgebracht vom Verlag Europäische Bibliothek ZaltbommellNiederlande, ist das Ergebnis einer lobenswerten Initiative genannten Verlages. Gern folgte ich der Idee, durch Reproduktionen alter Fotos und Ansichten zu zeigen, wie die ehrwürdige Stadt Cal au zu 'Großvaters Zeiten' , das heißt in der Zeitspanne zwischen 1875 und 1930, ausgesehen hat.

Es soll somit auch bestimmt kein Werk werden, was die ganze Geschichte durch die Jahrhunderte beschreibt oder in Wort und Bild Monumente und andere historische Stellen festhält. Zum besseren Verständnis habe ich wohl ab und an einen kleinen Bliek auf eine frühere oder auch spätere Periode, wie zum Beispiel auf die Festwoche des 700jährigen Stadtjubiläums im Jahre 1936, geworfen, doch sind

das nicht mehr oder weniger nur Hinweise auf zeitgeschichtliche Ereignisse,

Auf den Abbildungen soll der autochthone Einwohner Sachen finden, die er selbst noch kennt und von denen er sagt: 'Ach ja, so war es!' Für ihn dienen die Unterschriften eigentlich als eine Art 'Gedächtnisstütze'. Die jüngeren Einwohner und Neuankömmlinge werden in diesem Buch sehen können, wie ihr Wohnort vor mehr als fünfzig Jahren aussah und werden sich ein Bild machen können, von der Gesellschaft jener Tage, wobei sie oft Dinge sehen oder lesen können, über die sie von der älteren Generation so oft hören. Der geschichtlich Interessierte wird auf den Abbildungen Gebäude und Straßen finden, die inzwischen abgebrochen oder verändert worden sind, während er zu gleicher Zeit einen Eindruck von der Ortsentwicklung, der Straßenaufrna-

chung, der Mode, des Handel und Gewerbes, des Verkehrs und so weiter bekommt.

Aus hunderten von Fotos und Ansichtskarten habe ich für Sie die in diesem Buch enthaltenen Bilder ausgesucht. Diese Arbeit habe ich mir nicht leicht gemacht. Nur ungern stellte ich aus Platzgründen viele interessante Fotos zurück, zum Beispiel einige über Schulklassen, Gruppenbilder mit Prominenten, viele Mannschaftsfotos aus der umfangreichen Calauer Sportgeschichte, des traditionsreichen Junggesellenvereins, Schützenverein, Chöre usw. An dieser Stelle auch einen besonderen Dank an die Herren Günter Triems, Erich Rademacher und Wilhelm Heilemann, die mit Fotos, Rat und Tat mir hilfreich und uneigennützig zur Seite standen. So war es möglich, insofern es der Raum zuließ, eine Fülle von Daten, Namen, Tatsachen und Anekdo-

ten zu erwähnen. Aber auch für den geschätzten Besucher unserer Stadt kann 'Calau in alten Ansichten' eine lesenswerte Lektüre sein. Wenn er dann noch wie wir Freunde des 'Calauer Heimatvereins e. V.' das geschichtliche Antlitz der Stadt in ihrer historischen Einmaligkeit von Raum und Zeit, in ihrer eigenartigen Wechselbeziehung zwischen Wirtschaft und kleinstädtischer Eigenwüchsigkeit, als eine für Calau eigene Note in der Landesgeschichte der Niederlausitz - wenn auch nur fragmentarisch erkennt, wären alle Mühen reichlich belohnt.

Fritz Jänchen

Ortschronist und Mitglied des Calauer Heimatvereins.

1. Die Annahme des Stadtwappens gehört mit Sicherheit in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die frühesten datierten Siegel entstammen dem 15. Jahrhundert. Das Wappenbild auf ihnen stellt eine mit drei Zinnen gekrönte, gequaderte Stadtmauer mit offenem Tor dar, zu dessen beiden Seitenzwei runde, mit Umgang und Spitzdach versehene Türme die Mauer überragen (höchst wahrscheinlich dem Abbild des Cottbuser Tores, das 1574 noch zwei Türme hatte), zwischen ihnen schwebt der ileburgische Wappenschild. Die Form des Wappens war alte Überlieferung, nicht so die Farbe. Fallgatter in den Toren hatten keine heraldische Bedeutung. Für die farbige Wiedergabe des Wappens wurden die richtigen ileburgischen Farben gewählt, d.h. der schwarze Löwe in Gold und drei silberne Sterne in Blau.

2. Flugzeughavarie in der Lübbenauer Straße 5 (Brunsch). Während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) war es nicht nur für die Calauer eine Sensation, wenn der berühmte Kampfflieger Udet mit seiner roten Maschine öfters über Calau Loopings flog und dann in Saßleben landete, um dort die Familie Wertheim zu besuchen. Als einen begeisterten Calauer FlugsportIer kennen wir den Schlossermeister und Fahrlehrer Willi Kupke , Fliegerklub Cottbus. Am 16. September 1926 flog er zum ersten Mal waghalsige Kapriolen mit einem Sportflugzeug über Calau. Die hiesige Damenwelt erschauerte und ehrte den Helden der Lüfte mit größter Zuneigung. Doch einem Klubpiloten mißlang die Landung auf der Lübbenauer Straße, eine Windbö drückte das Flugzeug in den Vorgarten des Wohnhauses Brunsch. Der Pilot kam mit einem Schrecken davon, Flugzeug und Apfelbaum litten Totalschaden.

3. Zum guten Ton gehörte der Sonntagsausflug. Das Calauer Bürgertum wollte gesehen werden, schließlich zeigte man Schönheit und Reichtum. Auf dem Foto sehen wir die Familie des Schneidermeisters Carl Rademacher mit eigenem Einspänner bei der traditionellen Stadtrundfahrt, hier in der Schreibergasse im Jahre 1911. Schnelle Flitzer standen von jeher in der Gunst der sportbegeisterten Calauer Männlichkeit. So sei erwähnt, daß dieser Carl Rademacher der erste stolze Besitzer eines Motorrades in Calau war -leider auch der erste Unfalltote in Calau. Der Tod stoppte C. Rademachers Lebensfahrt 1927 in der Buckower Straße.

Ä1J.

Lindenstraße

4. Bliek in die Lindenstraße mit dem Eckgebäude Restaurant 'Zur Eiche' , bekannt als Arbeiterlokal. Gegenüber das Geschäft für Leder und Schuhmacherbedarf von Hermann Schaap. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieses Gebäude zerstört. Die 'Rote Kaserne' in der Lindenstraße 32133 wurde vom Volksmund so wegen der beim Bau verwendeten roten Backsteine benannt. Es war auch bekannt als Kammergebäude, da dieses Gebäude um 1900 als militärische Effektenkammer , also Lagerobjekt für Militärbekleidung und Ausrüstungen, gebaut wurde. Zuständige Einheit war das 1. Landwehr-Bataillon (Reservebataillon) des 12. GrenadierRegiments LübbeniRegierungsbezirk Frankfurt/Oder. Der Versorgungsauftrag galt für den Stab und vier Kompanien. Die technische Ausrüstung bestand aus vier Feldküchen, vier Patronenwagen und einen Schanzzeugwagen. Unter Militärverwaltung stand das Gebäude bis zum Jahre 1919, dann wurde es zum Wohnhaus umfunktioniert.

5. Ein über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Meisterbetrieb war die Möbeltischlerei Rudolf Höhne, gegründet im Jahr 1875. Die Fotos entstanden am 9. März 1925 anläßlich des 50jährigen Betriebsjubiläums. Im strengen Winter 1940 brannte die Tischlerei aus, der Wiederaufbau erfolgte ein Jahr danach. Heute besteht diese Tischlerei nicht mehr; der Tischlermeister wurde ein Opfer des Zweiten Weltkrieges,

6. Im Jahre 1924: Ankauf der 1. Automobilspritze vorn Typ LF 10. Durch die Opferwilligkeit der Bürger wurde es möglich, 24 000 Goldmark aufzubringen. Heute befindet sich dieses Löschfahrzeug im Feuerwehrmuseum des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.

7. Eine Calauer Schule wird urkundlich bereits 1367 belegt. Der Schulmeister war damals zugleich der Ratsschreiber. Erste Erwähnung der Mädchenschule war im Jahre 1683. Zum Bildungswesen berichten um 1600 die alten Chroniken, daß aus den Kreisen der Ackerbürger- und Handwerkerstadt Calau hunderte studierter Leute hervorgingen. Calauer studieren aufvielen Universitäten, allein in Leipzig finden wir zu dieser Zeit 47 Calauer, in Wittenberg 56, in Frankfurt 31, selbst in Prag, Krakau und Bologna studieren Calauer. In damaliger Zeit studierten innerhalb von zwanzig Jahren elf Calauer Söhne Theologie. Das Bild zeigt uns das erste städtische Schulgebäude.

8. Bernhard MenzeI, Lehrer an der Stadtschule Calau. Hier auf dem Klassenfoto der erste Unterrichtstag der Knaben des Einschulungsjahrganges 1925/26. Bernhard Menzel, ein verdienstvoller Lehrer und Begründer des Calauer Stadtmuseums. Durch eine verirrte Kugel bei den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Calau verlor er sein Leben.

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