Calau in alten Ansichten Band 2

Calau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lothar Täubner
Gemeente
:   Calau
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6221-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calau in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Mit der Gestaltung eines zweiten Bandes 'Calau in alten Ansichten' habe ich mich bemüht, Bilder auszuwählen, die den Bürgern unserer Stadt und der Amtsgemeinden sowie den ehemaligen. [etzt in anderen Landschaften lebenden Calauern Erinnerungen wachrufen können.

Deshalb sind auch die erläuternden Texte bisweilen auf bestimmte weitere Ereignisse und Zusammenhänge ausgerichtet. Vieles wird unseren Mitbürgern, die gegenwärtig ein Alter zwischen 50 und 70 [ahren erreicht haben, Anregungen vermitteln, sich der Entwicklung unserer Heimat durch die vergangenen [ahrzehnte besser bewußt zu werden, Rückschau zu halten und somit auch ein größeresVerständnis für die Probleme unserer Gegenwart zu gewinnen.

Auch finden wir einen Bogen gespannt von der ersten überlieferten Stadtansicht bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Ich rneine, daß auch die Ereignisse vor fünfzig [ahren für unsere Stadt von so entscheidender Bedeutung waren, daß dazu einiges aufgenornmen werden mußte.

Manches wird narürlich nur andeutungsweise erkennbar, denn das Büchlein ist kein wissenschaftliches Geschichtswerk.

Ich habe insbesondere Wert darauf gelegt, nur dann Fakten anzuführen, wenn es zum besseren Verständnis notwendig und zur weiteren Information hilfreich sein könnte.

So hoffe ich abschließend, ein wenig mit dazu beitragen zu können, daß sich Betrachter und Leser sowohl derVergangenheit erinnern als auch Mut schöpfen für die Gestaltung der Gegenwart und Zukunft.

Lothar Tiiubner, Stadtchronist

1 Die älteste uns bekannte Ansicht Calaus nach der Chronik des [ohann Christian Edler von Schmidt aus dem [ahre 17 SS. Sie zeigt den ovalen Grundriß der typischen Kolonisationsstadt mit den beiden Türmen im Westen und Osten, mit dem Friedhof und dem Hospital, dem Schießhaus der Schützengûde, dem Siechenhaus und der Scharfrichterei östlich des CottbuserTores, mit dem Scheunenviertel und der Windmühle vor dem Luckauer Tor.

2 Calauer Postkatte um 1900. Seit der [ahrhundertwende wurden in zwei neuen Schuhfabriken Calaus dreibis vierrausend Paar Stiefel je Woche produziert und an Bergleute, Fischer und Bauern in ganz Deutschland verkauft. Die seit etwa 1848 vom Kladderadatsch -Redakteur Ernst Dohm in dieser politischen Satirezeitschrift verbreiteten Schnurren und Witze der Calauer Schuhmacher über Leute und Ereignisse der Stadt wurden als 'Kalauer' bekannt. Auch die wandernden Gesellen trugen sie weiter.

Ernst Dohm war in der Ferienzeit oft bei seinem Freund, dem jüdischen Woll-

händler Meier Ball, und er sammelte Informationen in den Schusterstuben.

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3 Die evangelische Stadtschule in der Lindenstraße. Sie wurde am 22. Oktober 1908 eingeweiht, und das prächtig ausgestattete Haus wurde als eine Zierde der Stadt gewürdigt. Der schöne Turm mit der ältesten Glocke Calaus aus dem Iahre 1659 konnte nach dem Brande 1945 nicht mehr aufgebaut werden.

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist aus der polytechnischen Oberschule die 1. städtische Grundschule geworden. Im Jahre 1995 erfolgte eine völlige Restaurierung von Dach und Fassade, so daß das Gebäude nun wieder als ein Schmuckstück Calaus gelten kann.

Ca/au Schule

4 Das Lehrerkollegium der evangelischen Stadtschule im Schuljahr 1922/23. Sitzend, von links: die Fräulein Dörflein, Harnisch, Krause, WeiBenfels. Jonas und Schmidt. Stehend, von links: die Herren Becker, Wiese, Rektor Gericke.lhlenfeldt,Schvvahe und Konrektor Klinkott.

Es sei noch erwähnt, daß zu dieser Zeit nur unverheiratete Darnen als Lehrerinnen zugelassen waren, Bei einerVerheiratung mußte sofort der Dienst quittiert werden.

5 Die berühmte, rund sechshundert Iahre alte Napoleonseiche finden wir am Sûdende der Lindenstraße. Sie hat eine mächtige ballonartige Krone, und ihr Stammumfang mißt rund 7,5 Meter. Sechs Personen sind zu ihrer Urnfassung notwendig. Daß Napoleon bei seiner Durchreise arn 21. Juli 1 81 3 in ihrem Schatten gerastet habe, das ist nur eine schöne Sage. Trotzdem nennt sich das

1 992 hier eröffnete beliebte Eiscafé Napoleon-Eiscafé. Napoleon harte, von Luckau kommend, mit seinem sechsspännigen Reisewagen am CottbuserTor zum Pferdewechsel gehalten und setzte

dann seine Fahrt in Richtung Altdöbern weiter nach Bautzen fort.

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An ~a~' Eiche

6 LuckauerTor und Spittelmarkt. Wenn man von der Straßenkreuzung am LuckauerTor auf den Stadteingang am Spittelmarkt zuging, bot sich ehemals ein malerisches Bild. Beherrschend war in der Mitte das schöne blaßgelb leuchtende Schöngartsche Fachwerkhaus und darüber im Hintergrund der gut gegliederte Turm der Stadtkirche mit dem dunkelgrün und blauglänzenden Kupferhelm. Einen Rahmen bildeten seitlich die alten kleinen Bürgerhäuser. 'Spittelmarkt' wurde die etwas erweiterte Straßenfläche nach dem alten Hospital benannt, das bis 1929 dort stand. Das alte Fachwerkhaus wurde leider ebenso wie die kleinen Bürgerhäuser abgeris-

sen, als die Stadtneugestaltung in Großplattenbauweise begonnen wurde.

7 Das Heimatmuseum in der Kirchstraße. Dieses gepflegte Fachwerkhaus aus dem Iahre 1789 bildet einen besonderen Blickpunkt der Stadt. Im 19. [ahrhundert als Mädchenschule genutzt, wurde es 1935 durch den beachtenswerten Einsatz des Lehrers Bernhard Menzel zum Calauer Heimatmuseum ausgestaltet. Nach den Plünderungen im April 1945 gelang es den Herren Fritz Natusch und Horst Senftleben, 1961

in diesem Gebäude wieder eine Heimatstube einzurichten, nachdem das Gebäude in den Nachkriegsjahren als Wohnhaus genutzt worden war. Seit 1969 konnte das ganze Haus für die neu gestalteten Sammlungen ver-

wendet werden, und seit

1 993 ist es offiziell wieder Heimatmuseum unter Leitung von Herrn Herbert Schulze, nun bedeutend saniert und verschönert.

8 Die Cottbuser Straße mit Blick zum Marktplatz. An der linken Seitenkante das große dreigeschossige Hotel Hecht, an der rechten Seite der Kastanienbaum vor dem Haus des jüdischen Wollhändlers Meier Ball. Die riesenbreite Straße wurde ehemals für die Viehmärkte mitbenutzt; in der Gegenwart als Fußgängerzone verandert, bietet sie bei den jahrmàrkten auch Platz für viele Verkaufsstände.

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