Celle in alten Ansichten

Celle in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ralf Busch
Gemeente
:   Celle
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3464-4
Pagina's
:   152
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Celle in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Auf der Schwelle eines Celler Fachwerkhauses finden wir folgende Inschrift:

WER NACH KVNST WILL HA VSER BA WEN OHNE TADEL IM ANSCHA WEN

DER MVS WOL EIN MEISTER SEIN

SCHLECHT UND RECHT GIBT KEINEN SCHEIN.

Celle darf sich glücklich schätzen, diese Meister gefunden zu haben, die es verstanden, Häuser zu errichten, die eine Zierde der Stadt darstellen, die sie in den Grenzen der ehemaligen Befestigungsanlagen zu einern Gesamtbaudenkmal werden ließen.

Natürlich entstand die Stadt in ihrem heutigen Gesicht in einern langen geschichtlichen Prozeß, Bauten verschiedener Jahrhunderte finden sich zusammen, denn eine Stadt ist ein lebendiger Organismus bis in unsere Zeit. Die Bilder, die hier ausgebreitet werden, eröffnen eine Erfahrung, die festzuhalten ist.

Das Gesicht der Stadt Celle hat sich in den letzten Jahrzehnten weniger gewandelt, als das andernorts oftmals der Fall war. Ein glücklicher Umstand hat diese Stadt im Zweiten Weltkrieg verschont, anders als in so vielen Stadten unseres Landes, wo die Vergangenheit nahezu vollständig ausgelöscht wurde. So ist Celle ein Kleinod unter den historisch gewachsenen Städten, entsprechend der hier üblichen Bauweise ein Denkmal für die Entwicklung niederdeutschen Fachwerkbaues.

Zwei Lernprozesse haben dennoch das Gesicht der Stadt verändert, zu ihrem Vorteil, wie wir meinen. Nach dem Ersten Weltkrieg entdeckte man die Möglichkeiten farbiger Gestaltung der Fassaden, Ende der sechziger Jahre erkannte man die Chancen der weitgehenden Umwandlung der Altstadt in einen Fußgängerbereich. Celle ist in beiden Fällen sich früh dieser Möglichkeiten bewußt geworden.

Als herzogliche Residenzstadt hatte Celle herausragende Entwicklungsmöglichkeiten. Die geschichtliche Entwicklung spiegelt sich auch im Stadtbild. Blieken wir zurück in die Geschichte der Stadt! 1292 wurde sie durch herzoglichen Willen im Schatten der Burg gegründet. Die Fesseln der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind in der Barockzeit gefallen, lassen sich aber am Stadtgrundriß noch heute erkennen. 1301 wurde das Stadtrecht verliehen, das für die Bürger dieser Stadt konzipiert war. Sie lebten vorher nach einern älteren der Vorgängerstadt, die wenige Kilometer stromaufwärts lag, neben dem Dorf Altencelle, das heute in die Stadt eingemeindet ist. Die Stadt ist also nicht nur neu begründet, sondern verlegt worden. Schon bald nach 1300 beginnt man mit dem Bau der Stadtkirche.

Die Anfänge der Residenz der Lüneburger Linie des Welfenhauses reichen in das Jahr 1378 zurück, endgultig ist Celle dann 1388 Residenzstadt geworden, was es bis 1705 blieb. In diesem Zeitraum haben die Herzöge die Geschicke der Stadt entscheidend geprägt, auch in baulicher Hinsicht. Daneben hat die Stadt sich als nicht unwichtiger Handelsort behaupten können, in der Erlangungen des Monopols der Kornschiffahrt auf der Aller im Jahre 1464 fand das unter anderem seinen Ausdruck.

Herzog Ernst der Bekenner (er regierte von 1522 bis 1546) hat durch eine Stadterweiterung und die Anlage einer neuen Befestigung mit Wall und Graben anstelle der alten Stadtmauer den Einwohnern bessere Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Sein Sohn Wilhelm der Jüngere ließ die Schloßkapelle neu gestalten, ein Schatzhaus kirchlicher Kunst, das in unseren Tagen durch eine gründliche Restaurierung in ursprünglicher Schönheit zurückgewonnen wird. Der

letzte regierende Herzog, Georg Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg, wandelte die Stadt in eine barocke Residenz urn, er ließ das Schloß neu gestalten und anschließend die Stadtkirche, begründete die Westeeller Vorstadt und ließ Gartenanlagen schaffen. Die schönen Künste wurden irn weitesten Sinne gefördert. Die von ihm gegebenen kulturellen Impulse wirken bis in unsere Zeit.

Vielfältige Aktivitäten Celler Bürger, unterstützt von der Stadtverwaltung, lassen in Celle auch heute der Kunst einen breiten Lebensraum. Bürgerinitiative hat hier immer einen Erfolg für das Gemeinwohl beinhaltet. Das Schloßtheater, das Born ann-Museum , ein Kunstverein, verschiedene Musikgesellschaften, sie alle sind undenkbar ohne die Einsatzfreudigkeit der Einwohner dieser Stadt.

Zahlreiche Behörden der Justiz, die weitgebend hier eingerichtet wurden, um der Stadt nach der Verlegung der Residenz von Cel1e nach Hannover neue Lebensmöglichkeiten zu erschließen, prägen die Stadt aber auch in ihrer gesellschaftlichen Struktur. Zweifelsohne hat Celle im 18. und 19. Jahrhundert unter dem Verlust der Residenz gelitten, dennoch hat sie Wege zu einer weiteren Entwicklung gefunden. Vor allem ist dies einigen speziellen Wirtschaftsbetrieben zu danken gewesen. Die älteste Tradition weist die noch heute bestehende Wachsbleich Guizetti auf, andere Betriebe kamen hinzu, die Zwieback- und Keksfabrik Trüller, die Erdölindustrie mit verwandten Bereichen ist hier fest verankert, die einzige deutsche Bohrmeisterschule besteht am Ort, ein Musikinstrumentenwerk, das sich auf alte Holzblasinstrumente spezialisiert hat genießt Weltruf. Das sind nur einige Beispiele, ohne mit dieser Auswahl eine Wertigkeit festzulegen. Diese und die nicht Genannten

bilden auch die Grundlagen für eine Weiterentwicklung der Stadt und schaffen damit die Voraussetzung für die Erhaltung der Altstadt.

Die hier ausgebreiteten Blätter wollen keine Stadtgeschichte schreiben. Sie möchten das Gesicht dieser Stadt umreißen, auf ihre Schönheiten hinweisen und zeigen, wie stark hier die historische Überlieferung lebendig ist. Wer tiefer in die Geschichte eindringen will, der wird eine reiche Literatur vorfinden, von Clemens Cassel, Otto von Boehn, Jürgen Ricklefs und vielen anderen. Er wird im Bom ann-Museum die urnfassende Überlieferung an Kulturgütern der Stadt und ihrem Umlandes sich selbst erschließen können. In den historischen Schloßräumen, die museal zugänglich sind, tritt er der höfischen Kultur gegenüber.

Der Verfasser dankt gerne Herrn Museumsdirektor Dr. Die ter-Jürgen Leister, daß er ihm die Bildbestände des Bomarm-Museums zur Verfügung gestellt hat. Wesentliche Teile der nachfolgenden Bildauswahl stammen aus dem Besitz des Bomann-Museums.

INHALTSVERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN

Gesamtansichten Schloß

Schloßplatz Bornann-Museum Stadtkirche Katholische Kirche Rathaus und Markt

Straßen, Platzen und Häuser Verschiedene Gebäude und Institutionen Personen

Stadtrand, Gärten und Denkmäler

1- 6 7- 22 23- 27 28- 33 34- 47

48 49- 55 56- 98 99-114

115-124 125-148

CELLE ~om Turm der Infanterie-Kaserne gesehen.

Kgi. Schloß

Museum.

Stadtkirche.

1. Die Gesamtansicht von Ce1le aus dem Jahr 1912 von Süden gesehen zeigt noch ein Stadtbild ohne den später errichteten Stadtkirchturm, der des Weichbild heute beherrscht. Die reizvolle Landschaft, die die Stadt urngiebt, ist auf dieser Aufnahme nur zu erahnen.

2. Der planmäßige Grundriß der Altstadt ist auf das Schloß ausgerichtet, auf das alle Hauptstraßen zuführen. Die breiten Hauptstraßen und die schmalen Quergassen teilen den Grundriß der Stadt schachbrettartig auf.

3. Das Schloß ist von einem natürlich gestalteten Park umgeben. Ursprünglich befanden sich an dessen Stelle die Befestigungsanlagen des Schlossen, die wir auf Abbildung 14 erkennen.

4. Um 1900 waren Karten wie dieser 'Gruß aus Celle' besonders beliebt , die meist verschiedene Motive boten, hier unter anderem das Postamt am Schloßplatz.

5. Dieser 'Gruß aus Celle' führt uns neben dem historischen Schloß und dem Rathaus vor allem die neueren Bauten der Stadt vor, die architektonisch meist nicht von hohem Rang sind, erfreulicherweise aber im Stadtbild kaum dominieren. Die Schönheit der Fachwerkbauten allerdings hatte man noch nicht entdeckt.

6. Auch Denkmäler bildete man gerne ab, hier das Denkmal für die dänische Königin Karotine Mathilde (vergleiche Abbildung 126) und das heute nicht mehr erhaltene Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71.

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Celle vor 50 tiahren.

Das königl. Schloss.

7. Das herzogliche Residenzschloß um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Unverändert bis heute blieb es in seiner parkartigen Umgebung erhalten.

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Bliek auf das Schloß

8. Besonders eindrucksvoll bietet sich das Schloß vom Turm der Stadtkirche dar. Die Entstehungsgeschichte des Schlosses ist eng mit der Stadtgründung von 1292 verbunden. Ursprünglich entwickelte sich aus einem Wehrturm ein Wasserburg, die durch weitere Ausbauten zu einem Schloß wurde.

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