Cochem in alten Ansichten

Cochem in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Scherl
Gemeente
:   Cochem
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2244-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Cochem in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

'Cochem in alten Ansichten' - was hat man zu erwarten? Gewiß keine Chronologie, wenn auch geschichtliche Daten das Bild ergänzen und erweitern; frühe Lichtbilder und Ansichtskarten aus der zweiten Hälfte des vorigen bis zu den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts, Bilder, die Vergessenes und Verlorengegangenes in Erinnerung rufen sollen. Ein Buch für den Heimatfreund, den alteingesessenen und den, der durch Schicksal und Beruf Cochemer geworden ist. Es soll ein unterhaltsames Büchlein sein mit einem Text, der einiges von der Atrnosphäre des alten Städtchens vermitteln will. 76 Ansichtskarten beziehungsweise Fotos sollen zeigen, wie es in Cochem einmal ausgesehen hat - 'bie freher et waor'. Die Datierung der Bilder war nicht immer leicht. Wir haben uns an folgenden Schlüssel gehalten: 1900 = genaue Datierung, um 1900 = plus oder minus fünf Jahre, etwa 1900 = plus oder minus zehn Jahre.

Wir haben uns bemüht, den Begleittext, der ja die Bildaussage unterstützen soll, in einer auch das Gemüt ansprechenden Weise abzufassen. Ein wenig von dem Urbild einer weltvergessenen Kleinstadt aus pfalzgräflicher, kaiserlicher und kurfürstlicher Zeit mögen einzelne Bilder noch aufzeigen. Doch mit dem Beginn der preußischen Verwaltungszeit begarmen Handel und Wandel in Cochem sich mächtig zu regen. Mit dem Bau der Moselbahn, dem Ausbau der Moselstraße und dem Wiederaufbau der Reichsburg begann für Cochem eine neue Zeit. Das Städtchen hat sich aus seinem ihm nicht ganz zu Unrecht angedichteten

Krähwinklertum durch den strebsamen Sinn seiner Bürger zur Perle der Mosel (Wilhelm Neuendorf), zu einer Hochburg des Fremdenverkehrs entwickelt. Unsere Bilder sind Zeugen einer Vergangenheit, auf der sich das Neue aufbauen konnte.

Heute bietet Cochem seinen Bewohnern und Gästen einen mit viel Vorzügen ausgestatteten Lebens- und Erholungsraum: umgeben von Rebhängen in herbem Schiefergestein, von Wasser und weiten Wäldern die liebenswerte alte, junge Stadt, pulsierendes Leben in den engen Gassen, eine gepflegte Gastronomie, gemütliche Weinstuben und Cafés, prachtvolle Anlagen am Moselgestade, plätschernde Brunnen, der Fluß - ein Paradies für Wassersportier, gepflegte Wanderwege, ein modernes Freizeitzentrum mit Sportstadion, Minigolf-Anlage, beheiztem Freibad, Hallenwellenbad mit Sauna und Solarium. Und über allem das Wahrzeichen von Cochem, die Reichsburg mit Zinnen und Türmen. Fröhlichkeit und Heiterkeit überall. Cochem, ein Stell-dich-ein für Gäste aus aller Welt. Hier ist alle Tage Sonntag!

Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Büchleins beigetragen haben, sei es, daß sie Bilder zur Verfügung stellten oder durch Hinweise und Reminiszenzen die Bilddeutung ermöglichten. Für ergänzende oder berichtigende Hinweise sind wir dankbar und hoffen, sie bei einer folgenden Auflage verwenden zu können.

Peter Scherl

BILDQUELLENNACHWEIS

Dank all denen, die großzügig Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben (insbesondere auch der Firma Josef Kömmet für die Überlassung der Reproduktionsrechte).

Appelhans Heribert: 11, 12, 37, 53, 66, 69 Barden Joachim (Ernst): 33

Brixius Viktor: 13

Erbar Kurt: 14,23,36

Friderichs Alfons: 18, 24, 28, 50

Gräfen Ulrich: 25, 32

Hünerfeld Elisabeth: 16

Kaes Fritz: 63

Kahlhofen Amalie: 56

Katholisches Pfarramt Cochem: 54,75 Kelling José: 74

Knevels Paul: 19,22,41,71,72 Laux Anna: 55

Laux Adolf (Weinhexenkeller): 7 Lenz Leo (Landkern ) 26, 27, 47 Mockenhaupt Maria: 44

Neef Thekla: 67

Oehms Anni: 57

Ostermann Simon: 38

Postamt Cochem: 62

Schäfer Katharina: 58, 59

Schneider Maria (Weinhaus 'Elli'): 64, 70

Stadt Cochem: 1,2,3,4,5,6,8,9,10,15,20,21,29,30, 31,40,43,46,48,49,51,52,60,61,65

Thomas Katharina: 39, 42, 68

Wronka Klaus: 34, 35

1. Diese wohl älteste Aufnahme von Cochem aus dem Jahre 1865 zeigt zu Füßen der Burgruine das Urbild eines mittelalterlichen Städtchens: eng zusammengerückt die hochgiebeligen Häuser, überragt vom barocken Kirchturm von St. Martin. Am Rittweg entlang eine neugepflanzte Baumreihe, Vorläufer unserer heutigen Anlagen. Weit erstreckt sich das Moselgestade flußwärts. Das spätere 'Schloßhotel' unterhalb der Burg paßt sich noch bescheiden dem Bestehenden an. In wenigen Jahren wird aus den Burgruinen glanzvoll das neue 'Schloß' erstehen. Cochem wird aus seinem Dornröschenschlaf erwachen, und alle Welt trifft sich hier zum Stelldichein.

TRECKE OBLE1Z-TRIER.

2. Cochem um das Jahr 1875. Über der Stadt erhebt sich in neuem Glanze die wiederaufgebaute Burg. Die Eisenbahn ist noch im Ausbau, Auf dem Klosterberg das Gasthaus Steinbauer (später ein Teil des Krankenhauses), Die Ravenéstraße ist noch nicht ausgebaut. Der Schornstein rechts im Bilde (1935 abgerissen) gehört zum Eisenbahnbetriebswerk, Die hier eingerichtete Badeaustalt wurde von der Cochemer Bevölkerung eifrig benutzt. Dem Betriebswerk vorgelagert die 'Gasfabrik', 1863 erbaut, heute Rhenag. Hier hatte die Stadt 1813 einen Friedhof angelegt zur Bestattung der von Leipzig (Völkerschlacht) nach Cochem transportierten schwerverwundeten Soldaten der napoleonisohen Armee, die, im Kapuzinerkloster untergebracht, dort zum größten Teil starben.

3. Ein 'Gruss von der Mosel'. Eine Ansichtskarte aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Eine Phantasielandschaft mit dem Moseldampfer und einer üppigen 'Mosella', rebenbekränzt und ruderbewehrt. Flinke Fische streben nach dem belebenden Element. Damit der Lokalcharakter gewahrt bleibt, grüßt im Medaillon das 'Schloss',

4. Wesentlich realistischer als bei ihrer Vorgängerin erscheint auf dieser Grußkarte die MoseIlandschaft mit Fluß, Stadt und Burg (diese noch eigens in Vergrößerung gezeigt). Das Pärchen mit Sonnenschirm symbolisiert den kommenden Fremdenverkehr. So viele Dampfschiffe, Segelboote und Kähne auf einmal wird man in Cochem damals wohl nicht gesehen haben. Hier war gewiß künstlerische Freiheit am Werk. Entstehungsjahr dieser Karte etwa 1910.

Cochem von Cond çesehen

Dr. Trènklër CO.,lelpzi2:. 5334

S. Diese Aufnahme stammt aus der Zeit um 1890. Im Jahre 1834 wurde auf dem Klosterberg, dicht am Abhang nach dem Enderttor zu, ein Gebäude errichtet, das als Krankenhaus verwendet werden sollte. Der noch vorhandene keltische Turm der Feste Kempion wurde abgetragen. Zunächst aber wurde dort von Georg Koch eine Gastwirtschaft mit Garten, Kegelbahn und Tanzsaal eingerichtet. Zu Fasnacht und an den Kirmestagen ging es 'Auf'm Kloster' besonders hoch her. Nach dem Tode des Georg Koch f1.ihrte seine Witwe den Betrieb weiter. Später heiratete sie den Josef Steinbauer. Im Bilde oben rechts das Gasthaus 'Auf'm Kloster', das in den Jahren 1897/98 durch Erweiterung und Ausbau zum Krankenhaus umgestaltet wurde.

6. Der seltene Fall: eine Ansichtskarte vom Hersteller datiert, Bei dem Dampfschiff, das hier im Jahre 1905 flußabwärts fährt, handelt es sieh offensichtlich um die 'Mosel'. Im 19. Jahrhundert, nach Erfindung der Dampfmaschine, trat die Schiffahrt mit Treidelkahn, Pferden und Halfen immer mehr zurück. 1839 wurde die Moseldampfschiffahrtsgesellschaft in Trier gegründet. Seit 1841 fuhren die ersten Dampfschiffe 'Mosella' und 'Balduin' von Koblenz nach Trier. Hinzukamen um die Jahrhundertwende 'Prinz Heinrich', 'Mosel', 'Marienburg' und 'Ewald Beringhaus'. Die Schiffbarmachung der Mosel (1958-1964) bedeutete für das gesamte Moselland ein Schritt in eine neue Zeit.

7. Cochem um das Jahr 1908. Ein verträurntes Städtchen am schmalen Ufersaum des Flusses. Noch spielt der Weinbau eine beherrschende Rolle. Im Vordergrund reckt sich auf trutzigem Turm die Schwurhand. Nur eine Fähre verbindet das Dorf Cond, eine Handvoll Häuser geschart um den alten Kirchturm von St. Remaclus, mit der Stadt. Die Hausfrauen können das klare Moselwasser, das noch ungetrübt ist von den Industrieabwässern Lothringens und der Saar, zum Bleichen der Wäsche nutzen. Auf den Uferwiesen breitet sich das weiße Linnen aus. Der Hafendamm im Vordergrund ist nicht zu übersehen. Ein Bagger schaufelt den Moselkies, und vor dem 'Landsknecht' ankern die Lastkähne von Paul Nicolay, Auf der Straße kein Auto; noch hat der Fremdenverkehr Cochem nicht erobert.

Das Klos/er

8. Schon seit dem Pestjahr 1422 gab es in Cochem ein Hospital, Es war das spätere Salzmagazin an der Ecke Wenzelgasse-Burgfrieden, im Volksmund 'Spitälchen' genannt. Es brannte 1882 ab. Im Jahre 1896 wurde der Grundstein zu einern Erweiterungsbau der früheren Gastwirtschaft 'Auf'm Kloster' als Krankenhaus gelegt. Als Mittelbau wurde der Kapellentrakt angegliedert. Daran schloß sich - von der Mosel aus gesehen links - ein dem ursprünglichen Gebäude entsprechender Flügel an. Die Franziskanerinnen von Waldbreitbach (sie waren bereits seit 1867 in Cochem in der Krankenpflege tätig) übernahmen das neue Krankenhaus. Eine Luftmine beschädigte es am 1. Januar 1945 so sehr, daß es nicht mehr benutzt werden konnte. Aufnahme um 1910.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek