Coswig (Anhalt) in alten Ansichten

Coswig (Anhalt) in alten Ansichten

Auteur
:   Heidemarie Grzech
Gemeente
:   Coswig (Anhalt)
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5229-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Coswig (Anhalt) in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Unsere Kleinstadt mit etwa 10 000 Einwohnern liegt geografisch zwischen Dessau und Wittenberg direkt an der Eibe, wirtschaftlich und politisch seit ihrer Gründung am Rand der jeweiligen Verwaltungsstruktur. Sie gehörte zum Herzogtum Anhalt. Die 'alten' Coswiger sind heute noch stolz, keine Sachsen oder Preußen zu sein! Alle Wechselfälle der Geschichte, Kriegszeiten und ruhige Jahre, Machtwechsel und wirtschaftlicher Aufschwung, wirkten sich auch aufCoswig aus. Begründet wurde die Stadt von Albrecht dem Bären, 1187 erstmalig erwähnt, aber schon lange vorher besiedelt. Die Voraussetzungen für gute Siedlungsmöglichkeiten waren gegeben mit den Wäldern ringsum, dem fruchtbaren Weideland,

Wasserläufen und der EIbe als natürlicher GrenzeimSüden.

Bis zur Reformationszeit hatten im Städtchen die Domherren des Coswiger Mariendomes und die Nonnen, zu deren Kloster die Nicolaikirche gehörte, das Sagen. 1527 wurden beide Einrichtungen von Fürst Wolfgang von Anhalt aufgelöst. Er führte dann den Ort zum ersten Aufschwung durch die großzügige Verleihung von Privilegien für die ortsansässigen Handwerker.

Aber der Schmalkaldische Krieg 1547/48 und später der Dreißigjährige Krieg 1618-1648 brachten die Stadt fast zum Erlöschen.

Der Fleiß seiner Bürger sorgte für neuen Auf-

schwung. Das Handwerk erstarkte wieder, der Handel blühte auf. Mit der Ansiedlung der Industrie im 19. Jahrhundert entwickelte sich Coswig dann sprunghaft. Es 'ging in die Breite'! Aber dennoch blieb die ruhige Atmosphäre bewahrt durch kleine Straßen und viele niedrige Häuser.

Der Name der Stadt hatte sehr unterschiedliche Schreibweisen z.B. Kosewiga, Kosswick. In den Bildtexten fand nur das heute gebräuchliche Coswig Verwendung. Die gezeigten Bilder erinnern an Jahre des Aufschwungs, die mit dem Ersten Weltkrieg endeten. Coswig war bekannt für seine sozialdemokratische Gesinnung. Dazu beigetragen haben vermutlich die vielen Fabrikarbeiter und die Nähe Preußens. Manche von Bismarcks Soziali-

stengesetz betroffenen Sozialdemokraten fanden in Anhalt neue Arbeit.

Es ist nur eine Auswahl, die nach zur Verfügung stehendem Material erfolgen mußte. leh hoffe aber, daß sie dem Betrachter gefällt, der sich entweder erinnern möchte an Stätten seiner Kindheit, oder neugierig ist auf die kleine Stadt an der EIbe. Unterstützt haben mich die Freunde des Heimatvereins und das Museum unserer Stadt. Bei allen möchte ich mich herzlich bedanken.

Den Betrachtern wünsche ich viel Vergnügen und gute Erinnerungen.

Som mer 1991

Heidemarie Grzech

1. Die wichtigsten Gebäude des alten Coswig waren die Kirche , das Amtshaus und das Rathaus. Im Amtshaus wohnte der herzogliche Amtmann, der die Domänen und Amtsgüter verwaltete. 1805 wurden die Äcker verpachtet oder verkauft, später die Frondienste abgeschafft, und so verlor das Amtshaus seine Bedeutung. 1858 wurde auf dem Gelände eine Papierfabrik errichtet.

2. Das Rathaus, wie es hier und im vorigen Bild zu sehen ist, entstand im 16. Jahrhundert nach der Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg. Es ist heute nur ein Teilgebäude der Stadtverwaltung. Den Marktplatz gab es nur wenige Jahre. Bis 1858 befand sich an der Stelle ein Brauhaus mit dazugehörigem Brauteich. Bei der Zuschüttung des Brauteiches sang der Adjuvantenverein, einer der ältesten deutschen Chöre, ein feierliches Abschiedslied.

Marktplatz, Kriegerdenkmal

3. Ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtete die Stadt in den zwanziger Jahren. Als es einem Feuerlöschteich weichen mußte, erhielten die Namen der Gefallenen in der Kirche einen Ehrenplatz.

4. Nach der Anlage des Feuerlöschteiches im Zweiten Weltkrieg verschwand auch das Markttreiben. Ein Jahrmarkt war in den kleinen Straßen noch zu finden. Jedoch das Ensemble der Häuser rings um den ehemaligen Marktplatz blieb unverändert.

5. Das Aussehen des Platzes wird wesentlich bestimmt von diesem alten Fachwerkhaus. Im Volksmund heißt es 'der alte Fritz', weil sein langjähriger Besitzer und Betreiber einer Bäckerei Friedrich hieß. Heute ist der weitere Verwendungszweck noch umstritten, aber erhalten werden sollte das Gebäude jedenfalls. Es steht unter Denkmalschutz.

6. Um die Jahrhundertwende reichten der Stadtverwaltung die Räume des alten Rathauses nicht mehr aus. Eine Erweiterung wurde notwendig. So kam es zu einem Anbau an der Ostseite und danach entstand noch der Südflügel, der dem alten Rathausteil ähnlich geschaffen wurde. Als Abschluß erhielt das neue Rathaus einen weithin sichtbaren Turm. Das war 1911.

7. Den Bau der St.-Nicolai-Kirche ließ Albrecht der Bär um 1150 beginnen. Erst 1350 war das Vorhaben beendet. Da auch die Kirche im Schmalkaldischen Krieg 1547 großen Schaden erlitt und im Stil jener Zeit wieder aufgebaut wurde, sind heute verschiedene Baustile nachzuweisen. Eine Besonderheit der Kirche, die auf der Abbildung gut zu erkennen ist, sind die vielen Türen. Neuester Teil der Kirche ist der Turm. Der alte, kleinere aus Holz fiel 1863 einem Brand zum Opfer. Erst nach der lahrhundertwende entstand dieser schöne Turm.

8. Das Innere der Kirche ist sehenswert durch das gotische Chorgestühl und die Emporen. Auch die Orgel ist beeindruckend. Den Taufstein entwarf Sirnonetti, der einige Jahre an Aufträgen der anhaltischen Fürsten in Coswig arbeitete.

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