Coswig in alten Ansichten Band 1

Coswig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Horst Kaiser
Gemeente
:   Coswig
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5200-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Coswig in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Mit der am 3. Oktober 1990 vollzogenen Deutschen Einheit ist das Interesse am Kennenlernen der östlichen Bundesländer erheblich gewachsen. Das ist auch der Anlaß, einen Bildband über die Industrie- und Gartenstadt Coswig herauszugeben, die an der Sächsischen Weinstraße zwischen Dresden und Meißen im schönen Elbtalliegt.

Mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Bibliothek in Zaltbommel wurde dieser Gedanke Realität. So ist es möglich, mit einer Auswahl von 76 Ansichten Coswig mit seinen Ortsteilen vorzustellen. Mit den Bildern, die einen Zeitraum von 1898 bis 1930 erfassen, werden Erinnerungen wach, man erlebt Unbekanntes und zieht Vergleiche zur Gegenwart. Vieles kennen nur noch die älteren Einwohner. Die Jüngeren und die Hinzugezogenen, die heute in unserer Stadt leben, soll mit diesem Band die Vergangenheit vertraut gemacht werden.

Der gesamte Coswiger Raum und seine nähere Umgebung bieten schon seit Jahrtausenden eine günstige Voraussetzung für eine menschliche Besiedlung. Die Frage nach dem Alter unserer Stadt wird durch die Sachzeugen der Vorgeschichte im Stadt- und Heimatmuseum beantwortet. Die ältesten Siedlungs- und Gräberfunde weisen nach, daß unser heutiges Stadtgebiet schon seit der Jungsteinzeit besiedelt ist.

Die Kriegszüge Heinrich 1. führten auch in unsere Gegend. Mit der Errichtung der Burg Meißen setzte gleichzeitig eine Wiederbesiedlung der Gebiete durch

die Deutschen ein. 1349 werden Coswig und Kötitz im Lehnbuch Friedrich III. erstmals als besondere markgräfliche Lehen aufgeführt.

Kleine Bauern- und Winzerdörfer waren es, genau wie das bereits 1013 genannte Broekwitz mit Clieben, das 1205 erstmals genannt wird, sowie das gleichfalls 1205 erwähnte und benachbarte Sörnewitz.

Ob nun das Adelsgeschlecht der Karrasse die ersten Grundherren von Coswig waren, läßt sich mit Bestimmtheit nicht nachvollziehen. Urkundlich erwähnt werden sie hier erstmalig 1421. Noch heute kann man die Mauerreste einer ehemaligen Wasserburganlage erkennen. Auch der schlichte Bau der 1497 errichteten Dorfkirche zeigt Spuren der Karrasse. Noch immer erkennen wir über dem Eingang dieses Gotteshauses das Wappen des Stifters, eine gekrümmte Karausche. Die seit Jahren geführten Verhandlungen zwischen dem Kurfürsten und den Karrassen wegen der Erweiterung der kurfürstlichen Jagd im Friedewald führten 1556 zum Verkauf des Nachbardorfes Kreyern und ein Jahr später von Coswig und Kötitz. Damit ging der gesamte Besitz der Karrasse an den Landesherrn Kurfürst August über.

Von dem wachsenden Wohlstand der sich in jener Zeit in den Städten ausbreitete, war in den Elbdörfern wenig zu spüren. Sie waren bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts unscheinbare Bauern- und Winzerdörfer, die von der Geschichte der nahegelegenen Städte Dresden und Meißen im wesentlichen unberührt blieben.

Mit dem Einsetzen der industriellen Entwicklung trat

hier eine Änderung ein. Industrieunternehmen siedeln sich in Coswig, Kötitz, Broekwitz und Sörnewitz an, während Neucoswig seinen Charakter als Weinbergsgeme inde noch beibehält. In dieser Zeit legen auch fleißige Gärtner den Grundstock zu einer Blumenkultur , die durch ihre Eriken-, Begonien-, Azaleen- und Orchideenzucht dazu beitrug, daß Coswig sich zu einem Industrie- und Gartenort entwickelte. Damit hatte der Gartenbau gleichzeitig den Erwerbverlust des einst in dieser Gegend vorhandenen Weinbaues, der in den Jahren um 1886 durch das Auftreten der Reblaus vernichtet wurde , wiederausgeglichen.

Mit dem 1. April 1920, dem Tag der Eingemeindung von Neucoswig, beginnt ein neuer Abschnitt der Entwicklung Coswigs. Die Zahl der Einwohner beträgt nun 5160.

Zu seiner schon bisher günstigen Bahnverbindung durch die Steeken Dresden-Leipzig und Berlin bekommt Coswig 1929 durch die Erweiterung des Dresdner Straßenbahnnetzes eine schnelle Verkehrsverbindung nach Dresden.

Am 1. April 1935 erfolgt der Anschluß der selbständigen Gemeinde Kötitz an Coswig. Damit erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 8 882 Bürger. Der Ort bleibt im ständigen Wachsen und erreichte am 3. Oktober 1938 die Zahl von 10 000 Bürgern. Damit hatte sich Coswig zu einer Großgemeinde entwiekelt. der am 21. September 1939 durch die sächsische Landesregierung das Stadtrecht verliehen wurde.

Der Zweite Weltkrieg hatte in unserer Stadt keinen wesentlichen materiellen Schaden angerichtet. Positives und Negatives mußte unsere Stadt in den Jahren nach 1945 erfahren. Mit der weiteren Eingemeindung der Nachbargemeinden Broekwitz und Sörnewitz 1950 stieg die Bevölkerungszahl erheblich. Heute zählt die Stadt mit den eingemeindeten Ortschaften und den Neubaugebieten über 27 000 Einwohner.

Plätze, Straßen und Gebäude haben sich verändert, Handwerksbetriebe , Bauerngüter und viele verträumte Winkel der Stadt sind verschwunden. Wo früher Freiflächen oder Wald war, prägen Industriebetriebe , Neubauten und Siedlungshäuser das Stadtbild. Dennoch hat unsere Stadt viele Anziehungspunkte, die zum Besuch einladen. Sei es das Boselgebiet mit seinen Weinbergen oder eine Schiffahrt auf der Elbe, aber auch das ausgedehnte Gebiet des Friedewaldes mit seinen Teichen ist immer ein Erlebnis.

Die für dieses Buch ausgewählten Bilder sollen in ihrer alten Schönheit die Liebe für unsere Stadt und ihrer herlichen Umgebung wecken.

Die Zusammenstellung sowie den Text für dieses Buch besorgte der Leiter des Stadt- und Heirnatrnuseurns, Horst Kaiser.

Coswig. den 3. Mai 1991

1. Die alte Dorfkirche von Coswig, das älteste Bauwerk unserer Stadt. Die Kirche wurde im Jahre 1497 durch eine Schenkung der Lehnsherren von Coswig. der Karrasse, erbaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie im Jahre 1611, woran eine im Turm eingemauerte Tafel erinnert. Der letzte größere Umbau erfolgte 1735.

2. Die Aufnahme des Coswiger Lehrers und Hobbyfotografen Otto Ehrhardt aus dem Jahre 1913 zeigt das Innere der alten Dorfkirche. Neben dem schönen Bildschmuck der Holzdecke aus dem Jahre 1611 war der Altar aus vorreformatorischer Zeit das Wertvollste der Kirche. Leider wurde er durch den Diebstahl der Figuren in den letzten Jahren seiner Schönheit beraubt.

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3. Der ehemalige Von Friesenplatz, der heutige Ravensburger Platz, im Jahre 1900. Im Hintergrund rechts die alte Dorfkirche, davor das 1893 erbaute Pfarrhaus. Die anschließenden Bauerngüter von Beyer und Hantusch wurden bei der Erweiterung der Straße 1937/38 abgerissen.

Coswiger Dorf-Idyll

4. Ein Bliek in das Bauerngut von Hantusch im Jahre 1914. Dieser malerische Winkel am heutigen Ravensburger Platz verschwand bei der Straßenerweiterung 1937. Heute befinden sich an dieser Stelle die Blumenanlagen des Platzes und ein Teil der Straße.

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5. Während der Bauarbeiten der evangelischen Peter-Pauls-Kirche im Jahre 1902 entstand vom Kirchturm diese Aufnahme von Coswig. Sie zeigt die Kreuzung der heutigen Ernst- Thälmann-Straße, Ravensburger Platz und Friedrich-Engels-Platz. Im rechten Teil erkennt man den Turm der Dorfkirche; links im Vordergrund steht die Turnhalle der 1. Oberschule aus dem Jahre 1897.

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6. Die Hauptstraße um 1908. Rechts das 1898 erbaute Rathaus noch mit dem Ratskeller, der bei dem Erweiterungsbau 1936 weichen mußte. Hinter dem Rathaus das Grundstück vom Droschken-Fuhrgeschäft Otto Reichelt, das beim Bau der Straßenbahnlinie von Dresden nach Coswig 1929 abgerissen wurde.

Eröffnung oer Kriegsküd)e in COS\7ig am 11. September 1916.

7. Für Bedürftige im Ersten Weltkrieg 1914-1918 wurde im Hintergebäude des Rathauses am 11. September 1916 eine Kriegsküche eingerichtet. Heute ist in diesem Teil des Rathauses das Baudezernat untergebracht.

Coswig i.). Hauptstrasse

8. Die Hauptstraße mit dem Wettinplatz um 1908. In dem rechten Eckhaus, ehemals Stellmacher Ernst Grütze, befindet sich heute das Schmuck- und Uhrengeschäft Baldauf. Im Hintergrund das Rathaus und links das Haus vom Bauer Hantusch noch vor der Straßenerweiterung.

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