Cuxhaven in alten Ansichten

Cuxhaven in alten Ansichten

Auteur
:   Torsten Thees
Gemeente
:   Cuxhaven
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4953-2
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Cuxhaven in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Cuxhaven kann nicht mit großen Ereignissen aufwarten, deren Resonanz etwa gar spürbare weltpolitische Veränderungen zur Folge gehabt hatten, hier wurden weder Kriege erklärt noch Frieden verhandelt. In Cuxhaven saß auch kein Herrscher, der die Geschicke seines geistlichen oder weltlichen Territoriums lenken mußte. Hier saß 'nur' der Amtmann, der durch die relativ große Distanz zur Mutterstadt Hamburg auf sich allein gestellt war und, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet für das Wohl des kleinen Amtes Ritzebüttel zu sorgen hatte. So schlenderte das Gebiet, das wir heute Cuxhaven nennen, durch die Jahrhunderte, ohne je seinen eher dörflichen Charakter abzustreifen und in die 'Weltöffentlichkeit' zu treten.

Die Bevölkerung bestand überwiegend aus Fischern und Bauern; man bemühte sich mehr um die nächste Ernte oder um den nächsten Fischfang als um politische Entscheidungen, die in Städten getroffen wurden, welche man allenfalls vom Hörensagen kannte. Darüberhinaus ließ natürlich die permanente Auseinandersetzung mit der See, den die Küstenlage Cuxhavens mit sich brachte, nur wenig Raum für anderweitige Betätigungen.

Diese Erscheinung, die hier häufig auch als 'Domröschenschlaf' bezeichnet wird, hielt etwa bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts an. Seit dieser Zeit gewann der Ort wegen seiner Lage an der Mündung der EIbe stärkere Bedeutung. Das zeigt sich an dem Aufblühen der Werfbetriebe und der

stärkeren Inanspruchnahme des Hafens, was den Ausbau der Hafenanlagen, der nun einsetzt, zur natürlichen Folge hatte. Das zeigt sich aber auch an dem Militär, das seit den siebziger Jahren massiv präsent war, weil es die strategische Bedeutung Cuxhavens erkannt hatte.

Die bessere Verkehrsanbindung durch den Bau der Eisenbahnlinie im ausgehenden 19. Jahrhundert brachte - da Cuxhaven nun leichter erreichbar war - eine wesentliche Steigerung des Kurbetriebes mit sich und Cuxhaven konnte in den folgenden Jahren seinen Ruf als Seebad festigen. Die Eisenbahn begünstigte überdies natürlich die Passagierschiffahrt, indem sie die Auswanderer nach Cuxhaven transportierte, und prägte die Entwicklung des Seefischmarktes.

Der rasante Aufstieg Cuxhavens ist aber nicht nur an der wirtschaftlichen Entwicklung abzulesen, sondern auch an den Einwohnerzahlen: während die Bevölkerung des Amtes Ritzebüttel fast das ganze 19. Jahrhundert hindurch etwa 5 000 Seelen ausmachte, hat sie sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mehr als versechsfacht. Versuchen wir nun, uns in jene Jahre des Aufbruchs hineinzuversetzen, in eine Zeit, die dem Fortschritt wohlwollend entgegensah, die Tradition jedoch darüber nicht vergaß.

Ich danke den Mitarbeitern des Stadtarchives Cuxhaven für ihre Unterstützung.

1. Das Schloß als Mittelpunkt des geistigen und kulturellen Lebens unserer Stadt bis in unsere Tage hinein. Auf dem Platz, auf dem schon die Lappes ein festes Haus angelegt hatten, errichteten die Hamburger nach der Eroberung dieses Gebietes im Jahre 1394 einen Wehrturm, der noch heute den Hauptteil des Schlosses ausmacht. Viel hat sich nicht verändert, doch zeigt das Bild, das um 1900 entstanden ist, am rechten Bildrand noch das Waschhaus und die Wagenremise, die im Zweiten Weltkrieg einer Bombe zum Opferfielen.

2. Die 500jährige Zugehörigkeit des Amtes Ritzebüttel zu Hamburg im Jahre 1894 wurde außerordentlich feierlich begangen. Neben Umzügen durch die Straßen wurden auf dem Schloßgelände historische Ereignisse, die sich um das Schloß ranken, von den Bürgern des Amtes nachgespielt. Diese Aufnahme ist betitelt: 'Abzug der Edlen von Lappe aus dem Schlosse.'

3. Die Pläne zur Ritzebütteler Martinskirche entwarf der bekannte dänische Baumeister Axel Bundsen. Während der Grundstein für den Kirchbau bereits am 13. Oktober 1816 gelegt wurde, konnte die Martinskirche erst fast drei Jahre später eingeweiht werden, da die Baugelder nur sehr spärlich zusammenkamen. So zeigt sich denn die Kirche auf unserem Bild von ca. 1880 als eher schlichter Bau, denn Turm und vorspringende Strebepfeilerwurden erst 1885 angebaut.

4. Vom 'Einkaufszentrum' ist hier noch nichts zu sehen und man erkennt sie kaum: die Nordersteinstraße von 1863. Zur Orientierung sei bemerkt, daß das linke Haus auf der Einmündung der Holstenstraße stand.

Ursprünglich wurde die 'Nortstraße' als Verbindungsweg zwischen dem Schloß und dem Prielhafen, dem heutigen Schleusenbecken, angelegt und beiderseits dieses Weges entstand eine Reihensiedlung, deren Charakter diese Aufnahme noch wiedergibt.

Nordseebad Cuxhaoen, Nordersteinstrasse.

5. Die schmucken Fassaden und die (heute von Sammlern begehrten) Reklameschilder zeugen von Wohlstand und Geschäftigkeit in der Nordersteinstraße kurz nach der Jahrhundertwende. Einige der von dem Cuxhavener Fotografen Albert Angelbeek aufgenommenen Häuser sind nicht mehr vorhanden - zum Beispiel führt heute über den Platz des im Hintergrund stehenden Hauses eine Brücke in den Schloßgarten.

6. Der Garten, der 1897 hinter dem Hotel 'Deutsches Haus' in der Nordersteinstraße angelegt worden ist, wäre auch nach heutigen Maßstäben eine Attraktion und die Einladung zur Eröffnung spricht denn auch vom 'großstädtischen Stil' des Parks. Hier wurden die Feste der Bürger gefeiert, aber auch Theater gespielt und Konzerte gegeben. Mittelpunkt der Anlage war ein großer Springbrunnen, um den herum mehr als 300 Bäume und 85D Ziersträucher gepflanzt und 36 Lauben gebautwurden.

7. Mit dem Wort bezaubernd läßt sich dieses Bild aus der sogenannten 'guten alten Zeit' wohl am treffendsten umschreiben. Die hochsommerliche Szene stammt aus dem Herzen unserer Stadt: die Kinder stehen auf einem Steg am Schloßgraben und die Häuser gehören der Westerreihe an.

8. Eines der früher so beliebten Erinnerungsblätter zeigt uns den Kaemmererplatz und die DeichstraBe im Festschmuck. Mit Fahnen, Girlanden und Wappen, Musikkonzert und Feuerwerk feierten die Cuxhavener die Erhebung ihrer Gemeinde zur Stadt und den Dienstantritt des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters Bleick Max Bleicken. Die DeichstraBe gibt ihren Bliek frei vom ersten Bürgermeisteramt, das bereits seit 1898 das Gemeindebüro beherbergte, mit dem Kriegerdenkmal 'Germania' bis etwa zur Löwenapotheke. Das Bild von Kaemmererplatz wird geprägt vom imponierenden 'Dölles Hotel' und der Reichspost; vor 'Dölle' fand wohl auch die Gruppenaufnahme mit dem Landherrn, dem neuen Bürgermeister sowie dem Cuxhavener Magistrat und der Bürgervertretung statt.

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