Dachtel und Deufringen in alten Ansichten

Dachtel und Deufringen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Mozer
Gemeente
:   Dachtel und Deufringen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5186-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dachtel und Deufringen in alten Ansichten'

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VORWORT

Der vorliegende Bildband 'Dachtel und Deufringen in alten Ansichten' ist eine sinnvolle und notwendige Ergänzung und Fortsetzung des im Frühjahr 1979 erschienenen Bildbandes 'Aidlingen in alten Ansichten'.

Bilder erzählen Geschichte, zwar nicht so systematisch wie ein wissenschaftliches Werk; dafür um so anschaulicher. Das Einzelbild vermittelt dem unbefangenen Betrachter zwar lediglich den Eindruck des jeweils gewählten Augenblicks. Aus den alten Bildern können wir jedoch Interessantes aus vergangener Zeit erfahren, Umstände deuten und Zusammenhänge aufzeigen. Es sind Dokumente menschlichen Lebens in früheren bäuerlichen Gemeinden. Die Vergangenheit von Dachtel und Deufringen erhält in dem vorliegenden Bildband Leben und Gestalt.

In unserer heutigen Zeit ist es doppelt notwendig, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhal-

ten und an unsere Jugend weiterzugeben.

Auch alteingesessene Dachteler und Deufringer werden auf den folgenden Seiten manches lesen und sehen können, was ihnen bisher unbekannt war und 'neue' Einwohner werden durch diesen Bildband sicher eine engere Beziehung zu ihrem Wohnort bekommen.

Ich danke dem Verlag für die Initiative zur Herausgabe dieses Bildbandes. Vor allem aber danke ich Herrn Hans Mozer für das Zusammentragen und die Auswahl der Bilder sowie für den inforrnativen und erläuternden Text.

Dem Bildband wünsche ich eine weite Verbreitung und viele interessierte und aufmerksame Leser.

Martin Häge Bürgermeister

EINLEITUNG

Die Begegnung mit der Vergangenheit, und sei es nur in Bildern, weckt Erinnerungen. Vergessenes taucht auf, Erlebnisse werden wieder anschaulich und regen zum Sprechen an.

Die Bilder dieses Buches sollen nicht die 'gute alte Zeit' in idyllischer Verklärung beschreiben, sondern Lebens- und Arbeitsweisen aufzeigen, unter denen unsere Vorfahren gelebt haben.

Beim Durchblättern erkennt man die Veränderungen, die sich an den Gebäuden, bei der Arbeit, im Handwerk, in der Landwirtschaft und bei den sozialen Beziehungen unter den Dorfbewohnern vollzogen haben. Gleichzeitig wächst das Bewußtsein, daß diese Veränderungen keine Zufälle sind, sondern von Menschen beeinflußt und gestaltet wurden. Daraus erwächst uns auch die Aufgabe, in einem demokratischen Gemeinwesen bei der Gestaltung der Zukunft offen zu sein und entscheidend mitzuwirken.

Eine chronologische und systematische Aufarbeitung der Geschichte von Dachtel und Deufringen war nicht möglich, da ich abhängig war von den Fotos, die mir zur Verfügung standen. Manches mag man vermissen, aber ich hatte den Eindruck bei vielen Gesprächen, daß man bei uns beim Schaffen schaffte und nicht fotografierte; deshalb gibt es wenig Bilder davon.

Für die Mitarbeit und die Bereitstellung von Bildern danke ich Herrn Bürgermeister Martin Häge, aus Deufringen Ortsvorsteher Herrn Otto MisteIe, Familie Agnes Schmidt, Frau Ilse Röck, Herrn Helmut Motz, Frau Annerose Wagner, Herrn Franz Röschl, aus Dachtel Herrn Wolfgang MarstalIer , Herrn Pa ui Schmid, Familie Hahn, Frau Saegner und Frau Honegg.

Hans Mozer

1. Die älteste Ansicht von Dachtel stammt aus dem Kieser'schen Forstlagerbuch von 1681. Die Form des Kirchturms ist heute noch das Wahrzeichen des Dorfes.

2. Eine gezeichnete Postkarte zeigt Dachtel im Jahre 1907. Kirche und Pfarrhaus, Schul- und Rathaus sind besonders hervorgehoben. Durch das Oberdorf führt die Staigstraße, der älteste Weg nach Deckenpfronn. Das letzte Haus ist der alte Schafstall.

3. Das Luftbild von 1926 zeigt Dachtel eingebettet in die typische Heckengäulandschaft mit seinen Steinriegeln. Anfang der zwanziger Jahre wurde während der großen Arbeitslosigkeit die neue Straße nach Deckenpfronn gebaut. Im mehreren Kurven führt sie von der Brechgasse am Ortsausgang zur Brandstaige und Bandenhalde, zieht sich bis zum Huzler und wendet sich dem Höhnle zu. Deutlich läßt sich auch das Oberdorf vom alten Kern um die Kirche unterscheiden. Im alten Kern herrscht die fränkische Bauform vor (giebelständiges Wohnhaus mit Stall zur Straße und querstehende Scheune). Im Oberdorf stehen die Häuser mit dem First zur Straße und beherbergen Wohnung, Stall und Scheuer. Der Ortsrand ist mit Streuobstwiesen umrahmt.

4. Die Luftaufnahme zeigt, wie sich das alte Dorf in das Aischbachtal einfügt. Man blickt in westliche Richtung, erkennt die kleinparzellierten Felder, denn die Flurbereinigung fand erst 1958 statt, Die Häuser über dem Bach am rechten Bildrand wurden 1900-1903 erbaut, die Häuser im Vordergrund zwischen der Mühle und dem Dorf in den Jahren 1936-1938.

5. Die Postkarte zeigt die Umgebung der Dorfkirche. Die Kirche ist mit einer hohen Mauer aus Kalksteinen umgeben. Bis 1839 wurden die Toten der Gemeinde innerhalb dieser Mauern begraben. Fünf Scheuern und das rechts neben der Kirche stehende Wohnhaus brannten am 29. Juli 1969 nieder. Ein Blitzschlag um die Mittagszeit entfachte das Feuer, das in den landwirtschaftlichen Gebäuden reichlich Nahrung fand. Die meisten Feuerwehrleute waren in Sindelfingen bei der Arbeit, dadurch verzögerten sich auch die Löscharbeiten .

6. Heinrich Schickhardt, ein bekannter württembergischer Baumeister, plante und erbaute an der Stelle der früheren St.-Veit-Kirche 1592-1601 das Gotteshaus. An Weihnachten 1766 brannte die Kirche bis auf die Mauern nieder. Beim Wiederaufbau blieb der schlichte, mit einem halben Sechseek abschließende Chor erhalten. Der schlanke Turm mit seinern Zeltdach diente in Notzeiten auch als Schutz. Den Eingang zum Turm erreichte man über eine Leiter. die bei Gefahr eingeholt wurde. Die Häuser rechts im Bild, an deren Stelle früher das Gemeindebackhaus stand, wurden beim Ausbau der Ortsdurchfahrt abgerissen, der Giebel der Zehntscheuer zurückversetzt.

7. Die Innenansicht von 1900 zeigt die Gestaltung der Kirche nach dem Urnbau von 1856. Auf der Empore im Chor stand die Orgel. Auf der Nord- und Westseite des Langhauses setzte sich die Empore fort. Rings um die Empore zierten Bildtafeln in Öl gemalt mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament das Geländer. Rechts erkennt man noch eine Schrifttafel, auf der die nach der Reformation tätigen Pfarrer vermerkt sind. Die Kanzel war an der Südseite. Bei der Renovierung 1971 wurden Empore und Orgel im Altarraum entfernt.

8. Im Lagerbuch von 1590 ist ein Schul- und Rathaus erwähnt. Im jetzigen Rathaus, 1827 an gleicher Stelle erbaut, ist nach der Eingliederung von Dachtel nach Aidlingen noch die Ortschaftsverwaltung untergebracht. Im Erdgeschoß waren früher Räume für die Feuerwehr, den Arrest und die Viehwaage. Zwischenzeitlich ist eine Bankfiliale eingebaut. Im ersten Stock waren Bürgermeisteramt und Schulräume, im zweiten Obergeschoß die Lehrerwohnung. Früher war es üblich, daß der Hochzeitszug von der Kirche durchs Dorf ins Gasthaus zog.

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