Detmold in alten Ansichten Band 1

Detmold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Veddeler
Gemeente
:   Detmold
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1849-1
Pagina's
:   152
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Detmold in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

'Lippe-Detrnold, eine wunderschöne Stadt .. .' - wer kennt nicht dieses Liedchen, das von Studenten, den 'Wandervögeln' und Soldaten einmal gerne gesungen wurde und das die kleine verträumte Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Lippe in ganz Deutschland bekannt machte? Aber wie sah diese 'wunderschöne Stadt', die um die Jahrhundertwende knapp 12 000 Einwohner zählte, zur Zeit der Großväter denn wirklich aus? Man rnöchte meinen, daß in Detmold, das den Zweiten Weltkrieg im Vergleich zu anderen Städten ohne größere Schäden überstanden hat, die historische Bausubstanz der Kemstadt weitestgehend erhalten geblieben ist. Doch trifft diese Annahme nicht zu, denn auch hier haben Modernisierungs- und Sanierungseifer zu Veränderungen geführt, über deren Wert oder Unwert man streiten kann. Manches interessante Gebäude ist Bedürfnissen der Zeit geopfert worden, die sich mitunter schon recht bald als fragwürdig oder gar als unnötig erwiesen.

Doch darüber zu urteilen ist nicht die Absicht dieses Bildbandes; er will vielmehr zeigen, wie das alte Detrnold einmal ausgesehen hat und einen Anstoß geben zu einem Vergleich zwischen 'einst' und 'jetzt'. Alte Fotos von Detmold sind zwar schon in verschiedenen Veröffentlichungen abgedruckt worden, doch fehlt ein selbständiger Bildband über Detmold für den Zeitraum von etwa 1870 bis 1925 bis heute noch. Bei der Zusammenstellung des Bildmaterials kam eine beachtliche Fülle von alten Fotos zusammen, so daß sich die Notwendigkeit ergab, eine Auswahl zu treffen, um die vom Verlag vorgesehene Zahl von rund 150 Bildern einzuhalten.

Wenn auch jede Auswahl zwangsläufig Wertung bedeutet und sicher nicht ganz frei von Subjektivität ist , so ist doch versucht worden, kein einseitiges, nostalgisch verklärtes Bild zu vermitteln, kein Lied von der 'guten alten Zeit' anzustimmen. Detmold soll so gezeigt werden wie es war, mit seinen Licht- und Schattenseiten. Bewußt ist das Schwergewicht auf die eigentliche Kernstadt mit der Langen Straße, der Bruchstraße, der Krummen Straße, der Exterstraße und der Schülerstraße gelegt worden, die sich innerhalb der einstigen Stadtbefestigung befinden. Besonders stark vertreten sind dabei Fotos aus der Zeit von etwa 1890 bis 1914, doch ist dieses durch das zur Verfügung stehende Material bedingt, das zum größten Teil aus dem Staatsarchiv Detmold (D 75 Bildersammlung und D 72 Nachlaß Richter) und dem Institut für Lippische Landeskunde in Detmold stammt. Für ergänzende Bildvorlagen ist S.D. Armin Prinz zur Lippe und Herrn Lindner in Detmold zu danken.

Doch nun mag der heutige Betrachter auf dem sich anschließenden'Spaziergang' durch das alte Detmold sein eigenes Urteil über die 'wunderschöne Stadt' und über die Veränderungen innerhalb eines Zeitraumes von fast einhundert Jahren selber finden.

LITERA TUR VERZEI CHNIS:

Adreßbücher der Stadt Detrnold, Detmold 1884 f. Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen - Stadt Detmold, Münster 1968.

Geschichte der Stadt Detmold , Detmold 1953. Wegernann, Georg: Das Alter der Detmolder Wohnhäuser, Detmold 1957.

1. Ansicht der Stadt Detmold um 1890 von der jetztigen Klusstraße aus mit Blickrichtung nach Süden. Die Silhouette der sich im Tal der Werre ausdehnenden Stadt ist geprägt durch die Türme (von links nach rechts) der alten lutherischen Kirche in der Schülerstraße, der reformierten Kirche am Markt und des fürstlichen Schlosses. Ganz im Hintergrund erstreeken sich die Höhenzüge des Teutoburger Waldes mit der Grotenburg. auf der sich das 1875 fertiggestellte Hermannsdenkmal befindet. Das zweigeschossige Gebäude mit Walmdach im Vordergrund ist die Kaserne II in der Richthofenstraße, in der heute das Sozialgericht untergebracht ist.

2. Wie gering die räumliche Ausdehnung der Stadt noch 1890 war, vermittelt dieses Foto, das von Südwesten, ungefähr vom Weinberg aus aufgenommen wurde. In der Bildmitte sind das fürstliche Residenzschloß und rechts davon die reformierte Kirche am Markt zu sehen.

3. Diese frühe Luftaufnahme vom Jahre 1917 aus 2500 Meter Höhe dokumentiert, in welchem Maße sich Detmold bereits über den historischen Stadtkern, der sich links als etwas dunklerer Fleck abzeichnet, hinaus in Richtung Westen ausgedehnt hat. Deutlich ist in der Bildmitte der von Baumreihen umgebene Kaiser-Wilhelm-Platz mit seinen sternförmig laufenden Wegen zu erkennen, neben dem die 1906-1907 erbaute reformierte Christuskirche aufragt. Der helle Fleck rechts oben im Bild ist der Exerzierplatz der Kaserne III an der Emilienstraße. Im Vordergrund verläuft der Bahndamm der Eisenbahnlinie von Detmold nach Altenbeken.

4. Bliek in die Lange Straße in nördlicher Richtung. Die Lange Straße, die in früheren Zeiten Steinweg hieß, reichte ursprünglich nur vom Hornschen Tor im Süden bis nach dem Lemgoer Tor im Norden und zählt zu den ältesten Straßen der Stadt. In der Bildmitte ist der charakteristische Turm der reformierten Kirche am Markt unschwer zu erkennen, links davon der Turm des Detmolder Schlosses, der aus Anlaß der Geburt des Erbprinzen Ernst am 12. Juni 1902 beflaggt ist.

5. So sah die Lange Straße noch kurz vor 1920 am Hornschen Tor aus. In der Straßenmitte sind die Schienen der Straßenbahn deutlich zu erkennen, die von 1900 bis in die Mitte der fünfziger Jahre in Betrieb war. Anfänglich führte nur eine Linie vom Bahnhof über Paulinenstraße, Bismarckstraße, Rosental, Lange Straße und Allee nach Heiligenkirchen und Berlebeck mit einer Abzweigung zum Fuße des Hermannsdenkmals. Nach 1920 wurde dann eine Erweiterungsstrecke über die Hornsche Straße nach Hom und von dort weiter - mitten durch die Externsteine hindurch - nach Paderborn angelegt.

6. Die Lange Straße war und ist die eigentliche Hauptgeschäftsstraße Detmolds und wies noch um 1920 zahlreiche Cafés, Restaurants, Hotels und Einzelhandelsgeschäfte auf, die heute längst vergessen sind. Wer kennt denn noch Namen wie 'Café Monopol, 'Wiener Café', 'Carl Meiers Restaurant', 'Hofkonditorei Braune', 'Hotel Deutsches Haus', 'Gasthof Zur Rose'? Rechts im Bild ist die schmale Einmündung der Auguststraße, links die der Bruchmauerstraße zu erkennen.

7. Der Eingang zur Langen Straße war am Hornsehen Tor durch einige aus der Bauflucht springende Häuser eingeengt, die auf diesem Foto von etwa 1880 festgehalten worden sind, rechts die Nummern 2, 4 und 6, links, an der Ecke zur Auguststraße, die Nummer 13.

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8. Auch das Haus Priester (Lange Straße Nummer 13) an der Ecke zur Auguststraße, ein mit Schieferplatten verkleideter Fachwerkbau, reichte weit aus der Baufluchtlinie heraus und wurde deshalb in der Mitte der neunziger Jahre abgerissen. In dem an seiner Stelle errichteten Geschäfts- und Wohnhaus befindet sich heute unter anderem die Gaststätte 'Fuchsbau' .

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