Deutsche Kaiserdenkmäler in alten Ansichten

Deutsche Kaiserdenkmäler in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Csallner
Gemeente
:   Deutsche Kaiserdenkmäler
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1961-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Deutsche Kaiserdenkmäler in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Ein eigenartiger, faszinierender Reiz geht auch heute noch von dem Titel 'Deutscher Kaiser' aus. Dies ist durchaus verständlich, denn wenn der Kaiser persönlich erschien, war das für viele ein unvergeßlicher Augenblick, ein besonderes Erlebnis, an das man sich stets gerne erinnerte.

Als am 9. März 1888 der erste deutsche Hohenzollernkaiser Wilhelm 1. im Alter von fast 91 Jahren starb, herrschte in ganz Deutschland, über alle Grenzen der Parteien und Stände hinweg, eine aufrichtige Trauer, die vielleicht auch zum Teil dem dumpfen Gefühl entsprang. daß dieser Tod einen Wendepunkt in der deutschen Geschichte rnarkieren könnte. Verstärkt wurde diese Vorahnung durch den Tod seines Sohnes und Nachfolgers Kaiser Friedrich Ill. am 15. Juni 1888, der nach nur 99 Tagen Regentschaft unerwartet starb. Man hatte gerade auf diesen liberalen Kaiser große Hoffnungen gesetzt.

Die heutige Generation kann es sich nicht mehr vorstellen, was Kaiser Wilhelm I. für die damalige Zeit bedeutete. Er war vor allem der Inbegriff der Erfüllung der heimlichen Sehnsucht aller Deutschen nach einem geeinten deutschen Reich. Wilhelm I. war kein 'Großer' der Weltgeschichte, aber er war ein durch und durch vornehmer Charakter, der es mit seinen Herrscherpflichten sehr genau nahm. Das besondere Verdienst des Kaisers war es, daß er seinen genialen

Kanzler Bismarck gegen sämtliche Intrigen und Anfeindungen jederzeit gedeckt hat und ihm dadurch die Durchführung seines bedeutenden Werkes ermöglichte; so war der Monarch stets der ruhende Pol, der ausgleichend über allen Strömungen und Parteien stand.

Diese Zuneigung der breiten Bevölkerung, deren sich Kaiser Wilhelm 1. und Kaiser Friedrich Ill. erfreuten, kam durch den Bau von Denkmälern besonders zum Ausdruck. Die Städte wetteiferten darin, den geliebten Herrschern ihre Reverenz zu erweisen und die patriotische Gesinnung zu dokumentieren. Man war stolz auf 'sein' Kaiserdenkmal in der eigenen Stadt. Man identifizierte sich voll und ganz mit dieser Epoche, in der Begriff'e wie Vaterland, Heimat, Einheit, Ehre und Treue noch echte Wertvorstellungen waren. Es ist schwer vorstellbar, daß unsere eigenen Großeltern diese Jahre zum Teil noch selbst miterlebt haben, während der jungen Generation von heute diese Zeit bereits unendlich weit entrückt zu sein scheint, .beinahe so, als hätte es dieses alles überhaupt nie gegeben.

Die Kaiserdenkmäler waren beliebter Treffpunkt, Mittelpunkt eines Platzes oder dominierender Schwerpunkt einer größeren baulichen Anlage. Neben den bedentenden Monumenten wie Deutsches Eek in Koblenz, Hohensyburg bei Dortmund, Kyffhäuser bei

Sondershausen, Porta Westfalica bei Minden und dem einst so herrlichen Nationaldenkmal in Berlin, wurden in vielen Städten Kaiserdenkmäler errichtet. Als erstes dieser Denkmäler wurde bereits am 2. September 1888 in Greiz/Vogtland ein von dem Bildhauer R. Baerwald entworfenes Bronze-Standbild des Kaisers Wilhelm 1. enthüllt.

Innerhalb des damaligen Deutschen Reiches befand sich das südlichste Denkmal Kaiser Wilhelm 1. in Überlingen/Bodensee (zugleich auch Kriegerdenkmal), das westlichste in Metz, das nördlichste in Memel und das östlichste in Myslowitz (Oberschlesien). Durch den Zweiten Weltkrieg und die großen Gebietsverluste im Osten bedingt, kann man heute feststellen, daß rund 90 Prozent aller Kaiserdenkmäler nicht mehr existieren , im Gebiet der ehemaligen DDR wurden nahezu alle Denkmäler infolge des chronischen Mangels an Buntmetallen nach 1945 eingeschrnolzen, sofern sie nicht schon vorher im Zuge der 'Metallspende' der Rüstungsindustrie zum Opfer gefallen waren.

Es gibt bis zurn heutigen Tage keine Dokumentation in dieser Forrn, aus der hervorgeht, wo sich in Deutschland überall Denkmäler Kaiser Wilhelm 1. und Kaiser Friedrich Ill. befanden und was aus ihnen geworden ist. Grund genug , sich dieses interessanten Themas anzunehmen und darüber einen Bildband herauszugeben, der selbstverständlich - bedingt durch die Schwierigkeit

der Materie - nicht vollständig sein kann. Dieses Buch soll aber den Anstoß dazu geben, sich weiter mit diesem Themenkreis zu befassen, zu forschen, zu entdekken, was war und was geblieben ist - denn auch dies ist ein Teil unserer deutschen Geschichte.

Danken möchte ich Herrn Peter Wittgens, dern geschäftsführenden Vorsitzenden des Preußischen Denkmal-Instituts in Neuss, für seine wertvollen Auskünfte und für die Leihgabe von Ansichtskarten. Mein Dank gilt auch verschiedenen Stadtarchiven für ihre Unterstützung.

Die Faszination großartiger Detailgestaltung auf kleinstem Raurn, die Präzision perfekter Handwerkskunst, die Vielfalt von Formgebung und Linienführung dokumentieren uns eindrucksvoll die Bildhauer und Künstler Anders, Baerwald, Begas, Behrens, Blaeser, Börmei, Breuer, Brütt, Buscher, Calandrelli, Drake, Eberlein, Haverkarnp, Heer, Herter , Hilgers, Hundrieser, Reusch, von Rümann, Schaper, Schilling, Siemering, Tuaillon, Uphues und von Woedtke - um nur die bekanntesten zu nennen.

Wollen wir also versuchen, diese vergangene Epoche der Kaiserzeit mit ihren Denkmälern wieder vor unseren Augen lebendig werden zu lassen!

Heinz Csallner

IN HAL TSVERZEICHNIS

Aachen 1, 2 Altona 3 Arolsen 22 Berlin 4-12 Bernburg 30 Beuthen O.S. 14 Bielefeld 15 Bonn 13

Bremen 16 Breslau 17-20 Brieg 21 Bromberg 25, 26 Chernnitz 24 Coesfeld 23 Danzig 28, 29 Düren 31 Düsseldorf 27 Duisburg 32 Elberfeld 33-35 Elbing 36, 37 Bad Ems 40 Erfurt 38

Essen 39

Frankfurt a.M. 42, 45 Frankfurt a.O. 43, 44 Friedeberg a. Qu. 46 Fulda 41

Gartz a.O. 69

Gera 48

Glatz 50

Glogau 51

Gnesen 54

Görlitz 49

Goslar 64

Graudenz 53 Grossenhain 63 Grünberg 52

Halle a.S. 58, 59 Hamburg 56, 57 Herborn 47

Herne 65

Hildesheim 60 Hohensalza 70 Hohensyburg 66, 67 Holtenau 61, 62

Bad Homburg v.d.H. 55

Karlsruhe 71, 72 Kattowitz O.S. 88 Kiel 81, 82

Koblenz 73, 74

Köln 75-80 Königsberg/Pr. 91-93 Konitz 68

Kyffhäuser 83-87 Liegnitz 89, 90 Magdeburg 94, 95 Mannheim 103 Marienburg 112 Memel 96-98

Metz 101, 102

Neisse 99

Neustadt O.S. 111 Nordhausen 105 Nürnberg 100

Oels 106

Osnabrück 104

Porta Westfalica 115, 116 Posen 113, 114

Potsdam 120

Pr. Stargard 107 Rathenow 109 Rawitsch 110 Saarbrücken 119 Schneidemühl 117, 118 Schwelm 125

Schwetz 124

Siegen 131

Sorau 108

Stettin 127-129

Stolp 121

Straßburg 126

Striegau 122

Stuttgart 130 Swinemünde 123 Thorn 132

Waldenburg 134 Wesel135

Wiesbaden 137

Wörth 136

Wriezen 138

Wronke 133

Xaiser Friedricb 1}en!(mal in der }{einrichsallee.

1. Aachen. Das von Hugo Lederer geschaffene Reiterstandbild Kaiser Friedrich lIl. wurde am 18. Oktober 1911 in Gegenwart Kaiser Wilhelm Il. feierlich enthüllt. Es befindet sich auch heute noch, allerdings mit verändertem Sockel, an seinem ursprünglichen Standort in der Heinrichsallee und ist eines der wenigen Denkmäler des 99-Tage-Kaisers Friedrich lIl., die erhalten geblieben sind.

Jachen - ~aiser Wilhelm-Denkmal vor dem Stadttheater

2. Aachen. Am 18. Oktober 1901 wurde das insgesamt zehn Meter hohe Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm 1. vor dem Stadttheater eingeweiht. Entworfen von Professor Schaper, Berlin, wurde der Bronzeguß des Reiterstandbildes von der bekannten Firma Schäffer & Walcker, Berlin, ausgeführt. Das Denkmal wurde im August 1942 für Zwecke der Kriegsindustrie eingeschmolzen.

3. Altoria/Hamburg. Das am 18. Juni 1898 enthüllte Denkmal Kaiser Wilhelm 1. hat den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt überstanden und befindet sich nach wie vor am 'Platz der Republik'. Es verrät deutlich die Handschrift des Bildhauers G. Eberlein, nicht zuletzt durch die vor dem und seitlich des Soekels in lockeren Bewegungen und freier Selbstverständlichkeit herausgearbeiteten, phantasievollen allegorischen Figuren.

1ltoha, Kaiser WilheLmdenkm;{1

BERLIN

National-Denkmal.

4. Berlin. Das am 22. März 1897 unter großen Feierlichkeiten enthüllte Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm 1., gegenüber dem Hauptportal des Schlosses, galt als eines der eindrucksvollsten architektonischen Bauten unter den Kaiserdenkmälern. Auch dieses unersetzbare Kleinod wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

5. Berlin. Den Mittelpunkt des Nationaldenkmals bildete das Reiterstandbild des Kaisers auf einem durch allegorische Figuren reich verzierten Sockel. Dieses urngab eine sich daran anschließende, halbkreisförmig gebaute Säulenhalle in einer Höhe von 12 Metern, die an jedem ihrer beiden Enden durch einen mit einem Viergespann geschmückten Eekpavillon ihren Abschluß fand.

6. Berlin. Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm I. Das nach einem Entwurf von Reinhold Begas hergestellte, insgesamt 9 Meter hohe Reiterstandbild zeigt den Kaiser in einfacher Generalsuniform. den Feldherrnstab in der Rechten haltend und den Bliek nach dem Lustgarten gerichtet. Vier Siegesgöttinnen auf Kugeln, in einer Höhe von je 4,75 Metern schmücken die Ecken des ovalen Sockels; auf den vcrspringenden Seiten des Unterbaues erheben sich vier mächtige Löwen.

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