Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten

Auteur
:   Norbert Günther
Gemeente
:   Dingelstädt an der Unstrut
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5786-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dingelstädt an der Unstrut in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mitten in Deutschland, im nordwestlichen Teil des Landes Thüringen, im Eichsfeld, liegt Dingelstädt. Sanfte mit Laubbäumen bewaldete Muschelkalkhöhen umschließen den Ort. In unmittelbarer Nähe entspringt die Unstrut, ein Fluß, der später in die Saale mündet. Dingelstädt ist heute Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft mit über 9 000 Einwohnern. Die Stadt liegt an der Bundestraße 247, die Thüringen mit Niedersachsen verbindet.

Dingelstädt zählt zu den ältesten Orten des Eichsfeldes. Aus diesem Grund wird 1997 die lIDO-Jahrfeier der Ersterwähnung des Eichsfeldes, verbunden mit den Eichsfelder Heimattagen, hier stattfinden.

Erstmals wurde der Ort urkundlich durch fuldaische Mönche im 9. Jahrhundert erwähnt. Der Name deutet auf eine alte Thingstätte (Gerichtsstätte) hin. Seine Entwicklung verdankt Dingelstädt im hohen Maße der günstigen Lage an der bedeutsamen Straße zwischen der Hanse und Süddeutschland. Von Lübeck aus führte die alte Handelsstraße über Braunschweig, Duderstadt, Heiligenstadt, Dingelstädt, Mühlhausen in Richtung Nürnberg und Augsburg. Die Stadt war ein Rast- und Ausspannort der Fernfuhrleute. Auch Goethe reiste dreimal durch den Ort und übernachtete zweimal im damaligen Gasthof 'Zur Sonne'. Zahlreiche Pilger besuchten auf ihrer Durchreise die hier befindliche Wallfahrtskirche 'Maria im Busch'.

Lange kämpften die Dingelstädter gegen den Widerstand Heiligenstadts um den Erhalt ihrer Marktgerechtigkeiten. Am 20. Oktober 1607 wurde Dingelstädt gemeinsam mit

Gieboldehausen durch kaiserliche Urkunde, ausgestellt vom Kaiser Rudolf H. in Prag, zum Marktflecken erhoben. Dingelstädt erhielt zwei Märkte und bekam 1662 den dritten und 1779 den vierten Markt hinzu.

Am 14. Februar 1859 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen. Vom königlichen Heroldsamt in Berlin erhielt die Stadt das jetzige Wappen, einen Eichenbaum mit einem goldenen Ring um den Stamm. Die Eiche will auf die Zugehörigkeit zum Eichsfeld hinweisen und der goldene Ring bekundet die Gerichts- oderThingstätte. Das alte Wappen des Marktfleckens zeigte ein nach oben gerichtetes Beil und ist heute noch an der Stadtmauer zu sehen. Dingelstädt kann als Zentrum des Handwerks iûi Eichsfeld bezeichnet werden. Derzeit gibt es hier über dreihundert registrierte selbständige Geschäftsleute und Gewerbetreibende.

Weit überragt die katholische Pfarrkirche 'St. Gertrudis' die Dächer der Stadt. Neben dieser gibt es noch drei weitere Kirchen und eine Kapelle. Das älteste und interessanteste Haus, die 'Große Mühle', steht in der Mühlhäuser Straße.

Die Bilddokumente stammen aus dem Stadtarchiv und der Sammlung des Verfassers. Die jeweiligen Bildunterschriften dienen zur Gedächtnisstütze. Für Ergänzungen in Wort und Bild ist der Verfasser sehr dankbar.

Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Herrn Heinz Nelz für seine Unterstützung bei der Zusammenstellung der Texte.

1. Eine der ältesten Darstellungen stammt von Duval. Diese Ansicht östlich von Dingelstädt zeigt im Vordergrund eine Gruppe von Handelsleuten mit dem Reff auf dem Rücken. Die große Linde steht am Kerf tor. Die Türme der Marienkirche und der Gertrudiskirche sind deutlich zu sehen. Rechts neben der Marienkirche steht die Schäferei, das damalige Armenhaus.

2. Die Zeichnung zeigt eine Teilansicht der Stadt vom Lohberg aus. Im Bild erkennt man links die hohen Schornsreine der Fluckschen und Wandschen Ziegelei. Oberhalb des Bildes verläuft die 1852 gebaute Chaussee nach Kallmerode und Leinefelde. Der Zug am Dingelstädter Bahnhof, der sogenannten 'Kanonenbahn ' , fährt gerade in Richtung Eschwege.

Gruß aus Dingelstädt

3. Auf diesem Bild sind die damaligen Bebauungsgrenzen der Stadt in nördlicher Richtung zu erkennen. Die heutige linke Häuserreihe in der Bahnhofstraße fehlt noch vollständig. Auch in der Steinstraße hat die Bebauung gerade erst begonnen. Deutlich zu sehen ist das neue Fabrikgebäude der Firma Schellhaas.

4. Die Zeichnung zeigt die Hauptstraße um 1900, wenige Jahre vor dem großen Brand im Zentrum der Stadt. Links das Gertlersche Haus und dahinter das ehemalige Bodungsche Freigut. Gegenüber befindet sich das Haus 'Zur Sonne', einst Gasthof, wo Johann Wolfgang Goethe zweimal übernachtete. Im Vordergrund rechts der bekannte 'Berliner Hof'. Das Gebäude wurde Ende der siebziger Jahre abgerissen.

5. Die Teilansicht zeigt die Wilhelmstraße, heute Geschwister-Scholl-Straße, im Jahre 1914. Im zweiten Haus links, gebaut vom Kaufmann RudolfWetzel, wurde 1935 das jetzige Rathaus untergebracht. Es ist ein niedersächsischer Renaissancebau mit überbauten Stockwerken und den typischen Holzschnitzereien wie Fächer, Säulenköpfe und Kraghölzer. Es fehlen hier auch nicht die im Mittelalter so beliebten Hausinschriften.

6. Dieses Haus befindet sich an der verkehrsreichsten Kreuzung der Stadt. Das Gebäude wird im Volksmund 'Zur alten Post' genannt und wurde Ende der 1860er Jahre vom Gesellenverein gebaut. In diesem Jahrhundert befand sich darin das weithin bekannte Kolonialwarengeschäft von Lorenz Dette. Vor dem Haus ist eine der vielen Gaslaternen zu sehen. Bei Dunkelheit ging der Nachtwächter durch die Straßen und schaltete die Gaslaternen ein.

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7. Im Jahre 1886 baute die evangelische Kirchengemeinde ein Schulgebäude, das 1889 bezogen wurde. Im Volksmund hieß dieses Gebäude immer die 'Eckschule' . Der Schulunterricht fand damals getrennt nach Konfessionen statt. Neben der Schule befindet sich das evangelische Pfarrhaus. Wie viele Gebäude im Bereich dieser Straße sind beide Häuser mit roten Klinkersteinen verblendet.

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8. Das Foto zeigt auf der linken Seite das ehemalige Schneidergeschäft Ballhaus, das Haus des Fellhändlers Mühr und das Geschäfts- und Wohnhaus der Schlosserei Meyer. Auf der rechten Seite steht die MariensäuIe aus dem Jahre 1736. Sie befand sich früher außerhalb des Ortes im Dosbornweg. Später wurde sie nach hier versetzt. Heute steht die MariensäuIe auf dem Vorplatz der Marienkirche.

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