Dorfen in alten Ansichten Band 2

Dorfen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Joe A. Schmöger
Gemeente
:   Dorfen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6550-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dorfen in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

'Dorfen - unser geliebtes Nest' wirbt ein Aufkleber für die Isenstadt, eine Aussage, die die Sehnsucht nach der Heimeligkeit des Nestes mit dem Bemühen verbinden soll, denAnschluß an die Zukunft nicht zu verpassen.

Der Gegensatz zwischen der (inzwischen als 'Altstadt' bezeichneten) namengebenden Kommune und den in der Gebietsreform hinzugekommenen Landgemeinden besteht fort.

JederTeil der Stadt (11 707 Einwohner, knapp 10000 Hektar Fläche zum 3 1. Dezember 1995) achtet darauf, daß kein anderer mehr Mittel aus dem gemeinsamen Topf erhält - zumal zu Zeiten, da dieser nur spärlich gefüllt ist (Pro- Kopf-Verschuldung 1 296 DM, Steuereinnahmen in 1995: 11,8 Millionen DM). Wenn es gegen das Zentrum geht, sind Politiker über Parteigrenzen hinaus in ihrer Ablehnung einig. Daraus sind Wählervereinigungen entstanden, die die Interessen einzelner Stadtteile (ehemaliger Gemeinden) vertreten wollen.

Als bildliche Zeichen der Zusammengehörigkeit sind die Wappen der ehemaligen Gemeinden in Mode gekommen. So hat sich der Ortsteil Schwindkirchen noch nachträglich ein 'Cemcindc' - Wappen zugelegt.

Neubaugebiete sind entstanden, gefördert auch durch den Bau des Flughafens im Erdinger Moos, der den Namen 'München II'

(MUC) und den Übernamen seines eifrigsten Befürworters trägt.

Die Anbindung der Stadt an München und den südostbayerisc hen Raum (Chemiedreieck) tritt auf der Stelle.

Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke, die Dorfen mit München und MühldorfiSimbach verbindet - einstmals im Ausbauplan der DB vorrangig ausgewiesen, dann zurückgestellt scheint in Gang zu kommen. Probleme sind schon abzusehen (Lärmschutz, Kreuzungen mit Straßen).

Der Weiterbau der Autobahn A 94 (München-Mühldorf-AItötting-Braunau) im Isental, ironisch als 'Wallfahrerautobahn' bezeichnet (Gerhard Polt), der der Stadt einen Zubringer bescheren würde, und von der sich manche einen Wirtschaftsaufschwung für Dorfen erhoffen, ist nach wie vor umstritten. Auch hier wirkt die allgemeine wirtschaftliche Gesamtsituation als Bremse.

Die katholische Pfarrgemeinde (9 367 Einwohner gehörten 1987 diesem Bekenntnis an) hatte mit dem Tod Pfarrer Hermann Eigners jenen energischen Arbeiter verloren, der sich mit dem Einsatz für die Rekonstruktion des Asam-Altares, die Restaurierung der Pfarrkirche, sowie zahlreicher Filialkirchen,

und mit der Errichtung eines pfarrheimes dauerhafte Erinnerung verdient hat. Sein Nachfolger, der zugleich zwei Pfarreien, Dorfen und Oberdorfen, zu betreuen und sich nicht gescheut hatte, wider den Stachel kirchlicher Obrigkeit zu löken, hat Dorfen 1996 verlassen.

Die evangelische Kirchengemeinde Dorfen (550 Einwohner gehören der Landeskirche an) hat, anschließend an ihr Pfarrzentrum am Rathausplatz, einen eigenen Kirchenbau erstellt, anstelle der seit Jahrzehnten genutzten St. -Sebastians- Kapelle, eine Baumaßnahme, die nicht ohne Kontroversen abgegangen ist.

Wirtschaftlich lebt die Stadt überwiegend von den Pendlern, insbesondere nach München; nur knapp über 20 Prozent versicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in der Stadt erwerbstätig. Die Unternehmensstruktur ist weiterhin von Klein- und (wenigen) Mittelbetrieben bestimmt.

Im Sommer 1995 war Dorfen der Nabel- nicht gerade der Welt oder auch nur Deutschlands, aber immerhin jenes Bayern, das gutes Bier und deftige Sprüche goutiert. In mehreren Aufführungen wurde an den Originalschauplätzen der 'Bierkrieg' von 1910 nachgespielt, jene Auseinandersetzung um die Erhöhung des Bierpreises um zwei Pfennig (I), die einmal den

Namen Dorfens in alle Welt verbreitet haben soll. Für einige Sommerwochen verwandelte sich die Stadt zurück in jenen Markt, in dem sich hinterfotzige Ökonomieräte und Bierbrauer, würdige Honoratioren und rauflustige Burschen im Verein mit einer behäbigen Feuerwehr um die Gunst von Bürgern und Dirndln stritten.

1 Die erste Karte gibt die Ortsansicht wieder, die im [ahr 1799 [ohann Evangelist Mang als Fresko an die Decke der Marktkirche gemalt hatte, und die, wie die Karte ausweist, 1902 van Adalb(ert) Kromm restauriert worden war. In Darstellung und Aufbau ähnelt das Fresko dem Kupferstich von Michael Wening (siehe dazu Bild Nr. 75) um 1720.

Karte gestempelt 1903. (Vgl.Bandl, 23.)

DOR FE N

Oockena:emälde In dor Mark1klrche

2 Diese Darstellung wiederholt das Fresko von Mang, ergänzt es jedoch über den linken Bildrand hinaus um ein weiteres Gebäude, das halb von Bäumen verdeckt wird. Karte datiert 1908.

(Vgl. Band 1,23.)

3 Erst bei genauerem Hinsehen wird der Betrachter feststellen, daß die Karte den Markt vom Rupprechtsberg her wiedergibt, der Blick also im Vordergrund auf den Johannisplatz fällt. Im Text teilt der Absender mit, daß er bei schönem Wetter zu Fuß nach Isen (vgl. Bilder Nr. 47 und 48) gehen will, eine Wanderung von etwa 11 km (über Vocking) oder 13 km (über Lappach).

Karte datiert 19.August 1908.

Dorfen . t). t77./."

4/5 Diese Doppelkarte zeigt Dorfen van seiner Schauseite: vom südlichen Isenhang mit dem Blick auf den Rupprechtsberg. In der Art eines Guckkastenbildes öffnen sich die Straßen perspektivisch hin zum Markt. In der prächtigen Villa (vielleicht an der heutigen Gartenstraße), das mit einem Kreuzchen bezeichnet ist, scheint die Absenderin der Karte gewohnt zu haben. Das Gebäude ist auf dem Luftbild Nr. 10noch zu sehen. Nicht näher identifizierbar ist das Gebäude links vorne; es könnte das Bahngebäude darstellen, das aufBild Nr. 42 im Vordergrund zu sehen ist. Erwähnenswerte Gebäude, Anlagen und Straßen habe ich mit Nummern versehen und nachfolgend aufgelistet. Frühere Bezeichnungen oder Verwendungen der Gebäude sind in Klammern verzeichnet. Die weiteren Ziffern verweisen

auf Abbildungen in diesem Band.

Karte datiert 1909.

Pfarr- und Wallfahrtskirche (1, 2,11-13)

2 Beinhaus mit Kriegerkapelle (IS)

3 Schulschwesternheim (Priesterhaus ) (14)

4 pfarrhof (33)

5 Kapelle St. Sebastian (9, 36)

6 Wallfahrtsstiege (17)

7 ]ohannisplatz, Stangassinger, Lechner, Bierling, Lipp (17, 19)

8 ]ohannisplatz, 'Dorfener Stube'

9 Marienplatz, Brauerei 'Bachmayer' (29) 10Marienplatz, Bräu im Winkl, Brauereigasthof 'Waild' (8,64)

11 Marienplatz, IsenerTor? 12 Wesnertor (Kirchtor) (33)

13 Brothaus (22)

14 Marktkirche

IS Rathausplatz, 'Eiber' - Wirt (8,22)

16 Rathausplatz, Bürstenmacher 'Kiermeier'

1 7 Rathausplatz, Rathaus

(30-33)

18 Rathausplatz, Notariat (Rathaus, Amtsgericht) (22,30-33)

19 Rathausplatz, Anlage mit Brunnen (30-33)

20 Rathausplatz, 'Greißl'Wirt (30, 33)

21 Unterer Markt, 'Zurn Pollin' (23,24)

22 Unterer Markt, Hammerschmied

Dorfen (panorama)

23 Unterer Markt, 'Jakobmayer' (25)

24 UntererMarkt, (Alt-)ÖttingerTor?

25 Herzoggraben

26 Bahnweg (34, 35, 38)

27 Birkenallee (9,41)

28 Haager Straße (10,40) 29 Gaststätte 'Grûner Baurn'

(42-44)

30 Bahnhofsrestauration (40) 31 Bahnhof (40)

32 Bahnlinie München-

Mühldorf (40-44) 33 Schuppen (42-44) 34 Bahngebäude?

35 Wohnhaus (?) der Absenderin

6 Viele alte Karten wie diese geben in Einzeldarstellungen die Gesamtansicht eines Ortes und dazu dessen bemerkenswerte Gebäude und Plätze wieder, eine Art der Ortsschilderung, die wieder in Mode gekommen ist. Neben dem Panorama mit Bahn und Berg zeigt die Karte die Brauerei 'Bachmayer'. die Erziehungsanstalt (Kloster) Moosen (heute Kinderheim) , die Pestkapelle St. Sebastian, das Kloster Algasing und die pfarrkirche mit Priesterhaus, Abbildungen, denen wir im einzelnen wiederbegegnen werden. Karte datiert 1899.

7 Nicht selten wird neben den Ortsansichten auch Schmuckwerk verwendet. Hier sind zwischen die einzelnen Bildehen Blumen und dem Barock nachempfundene Ornamente eingestreut. Auch diese Ansichten - Blick zum Rupprechtsberg, zum Oberen Marktplatz (Marienplatz), auf das Erziehungs-Institut Algasing und den ]ohannisplatz werden wir auf verschiedenen Abbildungen wiedersehen.

Karte datiert 1900.

8 Gegenüber den Wiedergaben um die Jahrhundertwende (vgl. insbesondere Bild Nr. 5) hat sich in den folgenden [ahrzehnten am Ortsbild kaum etwas verändert. Vom Rupprechtsberg aus zeigt sich im Vordergrund der Johannisplatz mit den Gebäuden der Mühle; in der Mitte erkennen wir die Brauereien 'Bachmay er' und 'Wailtl' an ihren hohen Kaminen, daneben die Marktkirche, die Gastwirtschaft 'Eiber' und gegenüber das Gebäude des Amtsgerichts. Weit draußen versteckt sich der Bahnhof unter dichtbelaubten Bäumen. Karteum1930.

(V gl. Band J, 6.)

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