Dörverden in alten Ansichten

Dörverden in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Bredthauer
Gemeente
:   Dörverden
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5519-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dörverden in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit der Verwaltungs- und Gebietsreform vom 1-7 -1972 wurden zehn Altgemeinden zur Einheitsgemeinde Dörverden mit neuntausendzweihundert Bürgern zusammengeschlossen. Seitdem umfaßt der Verwaltungsbereich Dörverden die Südspitze des Landkreises Verden, den überwiegenden Teil des durch den Zusammenfluß von Aller und Weser gebildeten Dreiecks. Um die Gemeinden dieses AllerWeser-Dreiecks über das Ortsdenken hinaus sinnvoll zusammenzuführen, erscheint es notwendig, die eingegliederten Gemeinden so weit mit einzubeziehen, wie Fotos mit aussagekräftigem Wert sich auftreiben ließen. Sie wurden aus Schubladen und Winkeln hervorgekramt und so geordnet, daß sie die Atmosphäre großväterlicher Zeit wachrufen und bei älteren Bürgern Erinnerungen wecken. Aber auch geschichtlich Interessierte werden aus Bildaussage und Begleittexten Gewinn ziehen können.

Das Aller-Weser-Dreieck ist in seinem Typ eine tischebene Niederungslandschaft, in welcher die Eystrup-Dörverdener Dünenterrasse zungenförmig ausläuft. Bahn und Straße halten sich an den Verlauf der Dünenzüge und werden in überschwemmungsgefährdeten Gebieten durch Deiche und künstliche

Aufbauten gesichert. Am Rande der Dünenterrasse und auf Geestplateaus innerhalb der Talaue fanden die Dörfer ihren Siedlungsplatz. Seit ältesten Zeiten haben bäuerliche Hände dieser Landschaft den Stempel aufgedrückt. Auch heute noch ist das Agrarelement tragender Faktor, so sehr eine sich wandelnde Sozialstruktur das herkömmliche Bild auch überformt.

Für moderne Vorstellungen ist es schwierig, das Herkömmliche mit dem Fortschrittlichen zu verknüpfen und zwischen beiden eine Brücke zu schlagen. Wer aber in diesen Sachverhalt eindringt, wird sich des ungestümen Wandels bewußt werden, dem unsere Welt im technischen Zeitalter unterworfen ist. Noch schauen hier und da Wohnfachwerke, Mühlen und idyllische Dorfwinkel als Relikte in das sich wandelnde Gesicht unserer Zeit, aber sie sind vom Verfall gezeichnet. Sie waren einmal die Basis des Neuwerdenden. Ihre Sinnbeziehung zueinander ist eng und unabweisbar. Darum möchten die Fotodokumente dafür Verständnis erwecken.

Zum Schluß möchte ich allen danken, die in bereitwilliger Hilfe zur Sammlung beigetragen haben.

1. Die Kirche zu Westen. Die Kirche ging aus einer zum Gut Westen gehörigen Kapelle hervor. Nach 1743 wurde mit dem Ausbau der Kapelle zur Kirche der ursprünglich allein stehende Rundturm mit dem Kirchenschiff verbunden. In der Gruft des Turmes fanden die Amtmannsfamilien ihre letzte Ruhestätte. 1960 wurde die Gruft geräumt und zur Heldengedenkstätte umgestaltet. Das Kircheninnere zeigt eine geschmackvolle Ausgestaltung im Renaissancestil. Die Luthereiche vor der Kirche wurde 1846 unter Pastor Fischer gepflanzt. Das Porträt stellt Pastor Seidel dar. Das Bild datiert von 1890.

') Haus des Klempnermeisters Konrad Schwarze zu Westen, im Jahre 1900. Die Klempnerei wurde 1886 gegründet und bis 1970 betrieben. Der Verkehr mit der Kundschaft erfolgte mit dem Fahrrad. Links vor dem Gartenzaun steht der zweirädrige Arbeitskarren mit dem Werkzeugkasten. Typisch ist die Frauenkleidung mit langen Röcken und hohem Halskragen.

3. Schlachtefest, im Jahre 1900, im Garten der Gastwirtschaft Heußmann in Dörverden. Die beiden Maurer betätigen sich nebenberuflich als Hausschlachter. Hier schlachten sie ein Kalb, an dem Familie, Nachbarschaft und Postbote teilnehmen. Das Zerlegen des Kalbes erfolgte in der Gaststube, wo man den Aufhängehaken noch lange Zeit zur Erinnerung hängen ließ. Hinter dem Tisch steht Gastwirt Heußmann um Getränke auszugeben. Amüsant sind die Kniehesen des Jungen, der so gelassen zuschaut.

4. Vor der 'Gastwirtschaft Heußmann' in Dörverden, im Jahre 1900. Das Foto soll auf einen Besuch aus Amerika zurückgehen. Die beiden Mauerer mit Kelle, Backsteinen und Eimern deuten indes auf irgendeine Bautätigkeit hin. Hinter der Tischmitte steht der Gastwirt und vor dem flaschenbeladenen Tisch sitzt der vierjährige Kuno Heußmann, späterer Inhaber der Gastwirtschaft. Zur Seite des rechten Maurers steht, mit Postmütze und Holzschuhen, der Dorfbriefträger. Aus den Gesichtern läßt sich das dörfliche Selbstverständnis herauslesen.

5. Gasthof 'Zum Bahnhof' in Westen, im Jahre 1906. Die Allertal-Bahn Verden - Westen Schwarmstedt - Celle wurde 1905 in Betrieb genommen und erschloß den westlichen Allerraum für den Personen- und Güterverkehr. Mit der Bahnstation Westen verband sich der Gasthof 'Zum Bahnhof, der 1906 von Wilhe1m Heims gebaut wurde. 1970 wurde der Personenverkehr der Kleinbahn eingestellt, während der Güterverkehr weiterläuft.

6. Rad fahrverein Dörverden, im Jahre 1906. Der Rad fahrverein Dörverden hat sich mit Fahrrädern, Schärpen, Vereinsfahne und Tellermützen zur Aufnahme gestellt. Mit welchem Stolz blieken sie in das Objektiv des Fotografen! Die Radfahrvereine waren erste Träger der ländlichen Sportbewegung, von der damals keiner ahnte, in welcher bunten Palette einmal der Sport sich entfalten würde. Heute sind auch auf dem Lande viele Sportarten zuhause.

7. Kartengruß aus Dörverden. Eine Aufnahme von Chr. Mönsted, Verden. Heußmanns Gastwirtschaft war der Ausspann für die Postkutschenpferde alter Zeit. Die Weserfähre, welche die Melkerinnen zum Kneiel übersetzte, ist heute Erinnerung, Auf dem Schützenplatz, unter den Eichen des Sünderberges, steht heute die Schützenhalle. Wiebols Haus, unten rechts, an der Großen Straße, war ein Eigenwohnheim im modernen Stil jener Zeit.

Gruss aus Dörverden a. 'Weser.

Bahnhoîstrasse.

8. So sah die Bahnhofstraße in Dörverden, mit reichem Baumbestand und strohgedeckten Fachwerken, 1907 aus. Aufnahme: Chr. Mönsted, Verden.

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