Duingen in alten Ansichten

Duingen in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Becker
Gemeente
:   Duingen
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5802-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Duingen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Über das Alter des Töpferortes Duingen ist wenig bekannt. Aus dem Ortsnamen kann jedoch geschlossen werden, daß seine Gründung bereits vor 800 erfolgte. Auf der Basis umfangreicher Tonvorkommen im Duinger Walde entwickelte sich schon früh ein die Wirtschaft des Ortes prägendes Töpferhandwerk. Älteste schriftliche Zeugnisse liegen uns darüber zwar erst ab Mitte des 16. Jahrhunderts vor, Ausgrabungen haben aber bewiesen, daß hier schon im 11. Jahrhundert getöpfert wurde. Dieses Handwerk bekam für den ganzen nordeuropäischen Raum Bedeutung, nachdem es hier Anfang des 16. Jahrhunderts möglich und üblich wurde Steinzeug herzustellen. Die ältesten Steinzeuggefäße lassen erheblichen Einfluß der rheinischen Töpfereizentren erkennen. Der Höhepunkt des Töpferhandwerks lag in Duingen im 17. und 18. Jahrhundert, als die Duinger nicht nur den ganzen norddeutschen Raum, sondern auch Holland, Dänemark und die Baltischen Länder mit Steinzeug be-

lieferten. Im Jahre 1684 gab es hier bei 557 Einwohnern 42 Töpfereien. Es ist heute kaum noch vorstellbar, daß Topfhändler mit ihren Planwagen bis Riga fuhren, um ihre Produkte abzusetzen. Die Entwicklung der Technik sowie die Erfindung des Einweckglases und des Emailgeschirres waren Hauptgründe für den schnellen Rückgang des Umsatzes im 19. Jahrhundert. Anfang des 20. Jahrhunderts bestanden nur noch fünfTöpfereien, von denen vier in den zwanziger Jahren aufgaben. Nur die Töpferei Müller im Sacke (heute Wilhelm-Niemeier-Straße) konnte die alte Handwerkstradition auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahre 1974 fortsetzen.

Leider läßt sich diese besondere Wirtschaftsgeschichte Duingens nur in begrenztem Umfang mit alten Fotos belegen. Die Töpfer waren nicht sonderlich begütert. So blieb das Fotografieren eine seltene Ausnahme.

Politisch gehörte Duingen bis zum Ende des 19.

Jahrhunderts zum Amt Lauenstein, das bis 1409 ein Teil der Herrschaft Homburg war. Aus dieser Zeit stammen die Fleckensrechte. Der von einem Magistrat geleitete Ort war mit Marktrechten ausgestattet und wies im Bereich der Hauptstraße schon früh eine städtisch wirkende relativ geschlossene Bebauung auf. Ortskern war der 'Tie', ein Versammlungsplatz, der wegen der dort stattfindenden Märkte oft auch nur Marktplatz genannt wurde.

Die Form eines Straßendorfes verlor Duingen, als die Bebauung von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an in Richtung Coppengrave und im Bereich der heutigen Dr.-Bock-Brücke sowie der Bahnhofs- und Triftstraße ausgeweitet wurde. Im 20. Jahrhundert entstanden zwei Steinzeugwerke und eine Holzwarenfabrik, die Anfang der achtziger Jahre zum Erliegen kamen. Ihre zum Teil erhaltenen Gebäude trugen aber zu mancher Neuansiedlung von Wirtschaftsunternehmen bei.

Die heute zu Duingen gehörenden Ortsteile Capel-

lenhagen und Fölziehausen waren bis zum 1. März 1974 selbständige Gemeinden. In diesen besonders reizvoll zwischen Duinger Wald und Ith liegenden Dörfern lebte man jahrhundertelang hauptsächlich von der Landwirtschaft. Abgesehen von den Auspendlern hat sich daran bis heute noch nicht viel geändert. Wenn die Einwohner dieser Dörfer auch schon immer vielfältige Beziehungen nach Duingen hatten, so waren sie früher doch hauptsächlich nach Wallen sen orientiert. Das hängt sicher damit zusammen, daß sie seit der Christianisierung zur Wallenser Kirche gehörten.

Heute ist Duingen mit seinen etwa 3 000 Einwohnern trotz aller Schwierigkeiten ein attraktiver, wirtschaftlich pulsierender Ort in schöner Landschaft, in dem es sich gut leben läßt.

Friedrich Becker

Duingen

1. Diese beiden Gesamtansichten, die um 1925 entstanden sind, zeigen Duingen nicht von Süden, wie auf einem Bild irrtümlich angegeben, sondern von Westen. Oberhalb der Kirche ist noch die alte Windmühle erkennbar. In der Ortsmitte ist der Schornstein der damaligen Steinzeug- und Tonwarenfabrik Steinberg (später Knolle & Co) zu sehen. Die Triftstraße ist noch weitgehend unbebaut.

2. Das Wappen des Fleckens Duingen ist in dieser Form seit 1662 nachweisbar. Wie alt es wirklich ist und wie es entstand ist leider nicht bekannt. 1939 wurde dieses Wappen durch Verfügung des damaligen Oberpräsidenten der Provinz Hannover verändert.

3. Wappen und Siegel der Ritter von Duingen (obere Reihe) und des Fleckens. Links unten das Siegel aus der sogenannten Franzosenzeit (1806-1813), in der Duingen zum Canton Hemmendorf gehörte.

4. Pergament vom 15. Juni 1317 mit vier Siegeln. Darunter das des Hartmann von Duingen. Diese Urkunde ging leider bei der Bombardierung Hannovers im Zweiten Weltkrieg verloren.

5. Dieser am 18. November 1761, also während des Siebenjährigen Krieges, erworbene 'Sauve-Garde-Brief' (Schutzbrief) bewahrte Duingen vor Plünderung und Besatzung durch die Truppen des Herzogs Ferdinand van Braunschweig,

M) U~ nadjgefudjten Sauve-Garde-~tief, unb ijl Unfrc rcnfltt. fIDillt~!Btfdll, ~,letfiI& t'!I;lf aUrn untn:Unlérni&~

flr~en6m mó[fml ge~brig re[p~ f1ttbc., . ? ,_

Signa~ ~uPt,nual't~~..,ç.~ .c: /,1': /'Jç-Jt?:/?P7.

. p:LYfIt1

!Ur ~efe~f 6r.. !>odjftir/ff. iD~L.

6. Die Kirche. Die evangelisch-lutherische Katharinenkirche zu Duingen. Bei dem Kirchturm handelt es sich um einen alten Wehrturm, über dessen Alter wenig bekannt ist. Vermutungen gehen dahin, daß seine Grundmauern aus der Zeit Heinrichs 1. stammen. Auf jeden Fall ist es das älteste Bauwerk in Duingen. Sein barockes Dach mit der Laterne erhielt der Turm im 18. Jahrhundert. Das erneuerte Kirchenschiff wurde 1739 geweiht. Turm und Kirche waren, wie auf dem Bild noch schwach erkennbar, mit Sollingplatten gedeckt. In der Laterne der Kirche hängt eine kleine Glocke aus dem Jahre 1483. Aus der Inschrift dieser Glocke wurde geschlossen, daß die Kirche ursprünglich der heiligen Katharina geweiht war. Deshalb wird sie in neuerer Zeit wieder Katharinenkirche genannt. Eine katholische Kirche gab es seit der Reformation in Duingen nicht. Die Kirche 'Zum guten Hirten' wurde erst 1960 erbaut.

7. Der Kunstmaler Heinz Klatt fertigte auf Grund der ihm vom damaligen Ortsheimatpfleger Böker angegebenen Aktenlage 1945 dieses Bild von der alten Duinger Kirche und der ersten Schule an. So hat man sich wohl das Kirchenschiff vorzustellen, bevor es 1724 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Auch die alte Schule steht schon lange nicht mehr. Dagegen ist der Kirchturm erhaltengeblieben. Ihm wurde nur ein barockes Dach aufgesetzt.

8. Pfarrhaus, Pfarrwitwenhaus und Katharinenkirche. Dieses unter Pastor Johann Just Thorey im Jahre 1768 erbaute Pfarrhaus (rechts) steht an der Stelle eines älteren Hauses. Es blieb seit der Erbauung fast unverändert. Bürgermeister Johann Jobst Starke ließ 1729 das links stehende ehemalige Pfarrwitwenhaus errichten. Früher stand auch hier ein älteres Gebäude. Im Gegensatz zum Pfarrhaus, das der Kirche gehörte, war das Pfarrwitwenhaus Eigentum der Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es verkleidet und durch einen Vorbau wesentlich verändert.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek