Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 2

Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 2

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Eberswalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5841-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eberswalde zu Großvaters Zeiten Band 2'

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EINLEITUNG

Der Verlag Europäische Bibliothek bat den Autor, einen dritten Eberswalder Bildband herauszubringen, nach der Erscheinung von 'Eberswalde in alten Ansichten' und 'Eberswalde zu Großvaters Zeiten'. Die Nachfrage nach beiden Büchern sei groß und dauernd.

Gern bin ich diesem Wunsch nachgekommen und habe aus meinem großen Vorrat 76 weitere alte Ansichten herausgesucht. Das war nicht ganz einfach, denn es sind keine 'Dubletten' der bisherigen zwei Bände in Bezug auf Bilder und auf Erläuterungen. Die Zeitspanne ist wieder etwa zwischen 1880 und 1930, wie der Verlag schrieb. Eltern und Großeltern sollten die Möglichkeit haben, ihren Kindern und Kindeskindern zu zeigen: 'Seht, so sah unsere Waldstadt früher einmal aus.'

In dieser darzustellenden Zeit sehen wir im vorliegenden Band von Eberswalde unter anderem Bilder von dem Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm, der Barbaraglocke, Sanatorium Drachenkopf, der MariaMagdalenen-Kirche, der Wasserfall, der Johannis-

kirche, der Peter- und Paulkirche, der Hubbrücke, der Neue Kreuzstraße, und anderes mehr.

Wie die beiden ersten Bände ist auch dieser dritte kein Stadtplan oder Stadtführer , sondern ebenfalls eine Darstellung von älteren Stadtbildern. An Hand dieser Aufnahmen will der Autor mit dem Leser durch die Stadt gehen, auf verschiedenen Wegen, auch durch die nähere Umgebung, aber nicht überall hin, sonst müßte der Band die doppelte Zahl Ansichten bringen - so sehenswert ist die Umgebung von Eberswalde.

Wie gesagt, konnte der Autor aus eigenem Bildmaterial schöpfen; doch möchte er sich erneut bei dem Eberswalder Heimatmuseum und bei einigen Eberswaldern bedanken, die kulturgeschichtlich interessiert sind und den Autor freundlicherweise wiederum unterstützt haben.

Dem Leser oder Leserin wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen.

Friedrich-Wilhelm Grotefend

EbE:rswalde

1. Eberswalde, links der ehemalige Aussichtsturm (siehe Bild 5). Wir beginnen mit zwei Panoramabildern von Eberswalde: Bliek auf die Stadt. Diese lag (1877) im preußischen Regierungsbezirk Potsdam, Kreis Oberbarnim, und ist am Finowkanal (siehe Bild 31) sowie an der Berlin-Stettiner Eisenbahn, von der in Eberswalde eine Zeigbahn nach Wrietzen abgeht. Die Stadt hat ein Hauptsteueramt, zwei evangelische Kirchen (die Johanniskirche und die Maria-Magdalenen-Kirche), eine katholische Kirche (die Peter- und Pauls-Kirche, Bild 27), eine Synagoge (damals), eine Forstakademie. eine Höhere Bürgerschule, eine große, ständige Irrenanstalt, eine bedeutende Patent-Hufnagelfabrik (die einzige auf dem europäischen Kontinent), eine Eisenbahn-Maschinenwerkstatt, Eisengießerei, Bierbrauerei, große Mahlmühle, Dampfziegelei, SchiffIahrt, Handel mit Holz, Getreide, Steine. Die Stadt hat 1875 10 483 Einwohner. Im Dreißigjährigen Krieg war Eberswalde ganz verwüstet. Anschließend wil! der Autor den Lesern einige Details der Stadt und Umgebung zeigen.

2. Eberswalde, in der Mitte erhebt sich die Maria-Magdalenen-Kirche. Unser Bliek geht vom Drachenkopf aus (Bild 3). Unter uns verläuft die Bismarckstraße (Goethestraße). Am 1. April1911 schied die Stadt aus dem erwähnten Kreis Oberbarnim aus und wurde eigener Stadtkreis. Sie war im Regierungsbezirk Potsdam. An Einwohnern hatte die Stadt 1699 gerade 446 Einwohner, 18002933 Bürger, 1964 33012 und 197947200 Bürger. Eberswalde war eine Industriestadt, lag am Finowkanal im Urstromtal und am Nordrand des Barnim, der Hochfläche zwischen Oder und Spree. Weithin bekannt ist die Herstellung von Kränen, insbesonders von Hafenkränen (siehe auch Bild 64, Schiffshebewerk). Erwähnenswert ist das Walzwerk, ein Stahlwerk und der Bau von Schiffsarmaturen. Die Waldstadt ist ein bekanntes Forschungszentrum der Forstwissenschaft.

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3. Partie mit Sanatorium Drachenkopf Er ist 1898 erbaut worden. Heute ist er ein Altersheim. Bis zum November 1927 hatte er zuletzt als Unterkunft für die Schutz-Polizei gedient. Bis dahin war er im Besitz des Nervenarztes Dr. Rudolf Seele gewesen. Er wurde gebaut vorn 'Verein Jugend- und Altershilfe' . Seit 1926 bestand ein kleines Heim in der Schweizerstraße. Das wurde in das 'Altersheim in der Schweizerstraße' umgewandelt. Für das Zustandekommen nennt bei der Einweihung am 24. Februar 1928 Rudolf Schmidt die Familien Superintendent Gelshorn und Studienrat Frick als die eigentlichen Schöpfer. Der Drachenkopf bildete ursprünglich die Einfassung einer früheren Quelle.

4. Der Heldengedenkstein. Er wurde am 22. November 1925 im 'Hindenburghain' eingeweiht. Dieser erhielt seinen Namen am 2. Oktober, als der damalige Reichspräsident seinen 70. Geburtstag beging. Bis dahin hatte der Hain 'Eichheide' gehießen.

5. Der Kaiser-Wilhelm-Turm, Er wurde im Jahr 1896 eingeweiht und trägt seinen Namen nach Kaiser Wilhelm 1. Der Turm ist 53 m hoch und hat die Form eines Minaretts. In ihm ist eine Gedenkhalle zur Erinnerung an die Kriege 1864, 1866, 1870171. Ein Künstler H.M. Lemme schuf ein Freskenbild, und zwar die Begrüßung der Rulaer Messerschmiede vor dem Alten Rathaus auf dem Markt (1745). Am Turm waren ein Restaurant und Café. Alles seinerzeit zu meinerzeit!

6. Die Barbaraglocke. Sie steht vor der alten Stadtmauer in der damaligen Bismarckstraße (heute Goethestraße) und gehört dem Verein Heimatkunde. Das erste Mal sprang sie am 15. Juni 1888 am Todestag Friedrich-Wilhelm Hl., zum zweiten Mal 1910 und zum dritten Mal 1930. Die Glocke ist 1518 in Eberswalde gegossen worden und wiegt 36 2/10 Zentner. Sie ist eines der hervorragendsten Kunstmale der Stadt und steht daher unter Kunstdenkmalschutz. Künstlerischen Wert hat sie wie keine andere Glocke um Berlin. Auf ihr sind Abdrücke von Originalreliefs sowie ein Bildnis der Heiligen Barbara mit der Aufschrift: 'Barbara heisse ich, alle die mich ziehn (sehen) und hören, sind seelig.'

Çruss aus Eberswaiàe AUe Stadtmauer

7. Eberswalder Stadtmauer. In der Mitte schaut die Maria-Magdalenen-Kirche hervor , die im Laufe der J ahrhunderte diverse Auf- und Umbauten durchgemacht hat; durch einen Fund von zwei Wachsbildern schließen Archäologen, daß die Kirche schon 1250 vorhanden gewesen ist. Links an der Stadtmauer hat eine Schule existiert, deren Weihe am 13. November 1831 durchgeführt worden ist. Auf der gegenüberliegenden Seite stand die Synagoge.

8. Der Renaissance-Altar ëet Maria-Magdalenen-Kirche (siehe auch Bild 7). Die Kirche ist eine frühgotische BacksreinBasilika. In der Maria-Magdalenen-Kirche wurde der in der Schlacht bei Lützen 1632 gefallene Schwedenkönig Gustav Adolf aufgebahrt, als sein Leichnam nach Schweden überführt wurde.

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