Egeln in alten Ansichten Band 2

Egeln in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Grube
Gemeente
:   Egeln
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6285-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Egeln in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

Zur Geschichte

Die Stadt Egeln ist das Siedlungs- und Geschäftszentrum der Egelner Mulde und liegt an den bedeutenden Bundesstraßen 81 und 180, die schon seit mehr als tausend Jahren die bedeutenden Städte Goslar, Braunschweig, Halberstadt, Quedlinburg und Erfurt mit Magdeburg verbanden.

Egeln wurde als strategisch und wirtschaftlich bedeutsamer Bodeübergang im Iahre 941 als 'Osteregulon' urkundlich erstmalig erwähnt, als König Otto 1. den Ort mit einer Burg an den Sohn des Markgrafen Gero verschenkte. Die so entstehende Ortschaft. Altemarkt genarmt, hatte seine Bedeutung in derVersorgung der zahlreichen Durchreisenden und war der Ausgangspunkt der Weiterentwicklung zur Stadt, indem sie sich nach Osten über die Bode ausdehnte. Im Laufe des 11. Iahrhunderts enstand so die Neustadt Egeln, die dann durch ihre neuen Besitzer, die Grafen von Hadmersleben, später Herren von Egeln, um 1250 stark befestigt und mit einer Burg versehen wurde. Im Jahre

1259 gründeten die neuen Herren das Zisterzienser-Nonnenkloster

'St. Marienstuhl' in Altemarkt vor Egeln, das alle Kriegsnöte gut überstand und auch katholisch blieb. 1809 wurde es leider durch Napoleon enteignet und an den Braunschweigischen Staat verkauft.

Nach 1300 erhielt Egeln das Stadtrecht und durfte 'Magdeburgische Pfennige' prägen. Das städtische Wappen mit dem springenden Löwen der Hadmersleber Grafen wurde ab 1317 als Siegel geführt. Die Wasserburg Egeln hat während des Dreißigjährigen Krieges mehrfach den Besitzer gewechselt und war auch zeitweise die Residenz des Betehlshabers der schwedischen Heere, Generalfeldmarschall Baner, bis sie nach dem Frieden zu Osnabrück in den Besitz Brandenburg-PreuBens kam. Im 15. [ahrhundert gab es neben der Klosterschule schon eine Lateinschule und um 1700 entstand die heute noch existierende 'AdlerApotheke' am Markt.

Wirtschaftsleben

Nach der wirtschaftlichen Entwicklung zum bedeutenden Mittelpunkt der Egelner Mulde, was auch durch die Zeiten des Dreißigjährigen Krieges mit den Fluchtbewegungen in die befestigten Städte gefördert wurde, war unsere Stadt eine Ansiedlung von Bauern und Handwerkern, von denen die Hausbesitzer sehr viele eine Braugenehmigung besaßen. Das wöchentliche städtische Marktleben war sehr umfangreich. Zu einem besonderenAufschwung kam es nach den Freiheitskriegen durch die Ansiedlung verschiedener Industrien, wie Tagebaue und Tiefbau auf Braunkohle, Bergbau auf Salz, Maschinenfabrik und Zuckerfabriken in Egeln und der gesamten Umgebung. Nach der Erfindung der Zuckergewinnung aus der Rübe entstand in Egeln 1847 die erste Rübenzuckerfabrik 'Marienstuhl Egeln', der 1852 die' Amtsfabrik' folgte. Damit erlebte auch die Landwirtschaft ganz wesentliche Veränderungen, womit auch ein gewaltiger Arbeitskräftebedarf einherging. Im Jahre 1847 erschien die erste 'Egelnsche Zeitung' und seit 1881

war die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen, eine wesentliche Ergänzung zum seit Jahrhunderten bestehenden Postreiseverkehr, zu dem eine bedentende Poststation am Breitenweg unterhalten wurde. In den Iahren 1885-1912 wurde die städtische Wasserleitung mit einem weithin sichtbaren Wasserturm errichtet; zur wichtigen Ergänzung wurde zur gleichen Zeit für den ganzen Ort die Abwasserentsorgung verlegt. Seit 1875 gab es eine Stadtsparkasse und weitere vier Bankgeschäfte. Seit 192 5 hatte die hiesige Post eine eigene Telefonvermittlung. Die Egelner Maschinenfabrik 'van Außem' wurde 1845 zur Herstellung von Landmaschinen und später für Ausrüstungen der Zuckerfabriken errichtet, später wurden dort Elektroöfen, und heute in einem neuen Industriekomplex werden Elektrohaushaltherde hergestellt. Weiterhin arbeiten in Egeln zwei Fahrzeugbaubetriebe und ein bedeutender

Hersteller von Türen und Fenstern.

Die Landwirtschaft, früher von vielen Bauern und zwei Gütern berrieben, wird [etzt von zwei Großunternehmern in der Feldwirtschaft mit etwa 2 000 ha Ackerfläche bearbeitet. In einern Gewerbegebiet im 'Feld all Bruche' (an der Kreuzung B 81 IB 180) werden neben den bestehenden, noch in diesem Iahre bedeutende Neuansiedlungen startfinden, womit das derzeitige Arbeitslosenproblem günstig beeinflußt werden kalm.

Sehenswürdigkeiten

Neben dem alten Stadtkern um den Marktplatz, der seit 1992 rekonstruiert wird, haben wir das prächtige Rathans von 1897, die evangelische Stadtkirche St. Christophorus aus dem 13. bzw. 18. Iahrhundert mit wertvollem Renaissance-Figurenschmuck, weiterhin die große Wasserburg, ursprünglich aus dem 12. [ahrhundert um 1600 zum Renaissance-Schlof für die Bischöfe von Magdeburg als Sommersitz umgebaut; heure ist in restaurierten Teilen das städtische Museum untergebracht.

Im Orsteil Altemarkt befindet sich das alte Zisterziensernonnenkloster von 1259, um 1600 total umgebaut, mit einer bemerkenswerten katholischen Kirche 'St. Marienstuhl', 1732-1734 in feinstem Barock erbaut. Diese wurde bis 1988 restauriert und stellt ein besonderes Denkmal dar.

Kulturelles und Soziales

Mehrere Fach-und praktische Ärzte sichern eine umfassende medizinische Versorgung, die durch die Rettungswache der 'Iohanniter' und die Station des 'Paritätischen Wohlfahrtsverbandes' maßgeblich erweitert ist. Ein 'Jugendfreizeitzentrum' betreut unsere Schulkinder aus der weiten Umgebung und har auch für die 'älteren' Jugendlichen ständig geöffnet. Zur Heranbildung unserer Jugend har die Stadt Egeln eine Grund- und Sekundarschule mit 560 Schülern und har seit 1927 ein Gymnasium mit 530 Schülern.

Für die Zukunft

Egeln stellt durch seine günstige Lage, einrnal an den beiden Bundesstraßen 81 und 180 und weiterhin wegen seiner zentralen Verbindungswege zur Umgebung mit Eisenbahn und Busverkehr mit seinen 5 000 Einwohnern einen bedeutenden Mittelpunkt dar. Mit dem interessanten Wohnungsbau, den Industrieansiedlungen und den Gewerbegebieten hat die Stadt an der Bode schon heute die Weichen für die Zukunft gestellt.

Hans Grube, April 1996

1 Ein Gemälde aus dem Iahre 1851 zeigt ein Skyline von Egeln von Westerege1n her. Links die kleine Stadt Egeln mit der Stadtkirche

St. Christophorus und dem Bergfried der Wasserburg. In der Mirte die evangelische Kirche St. Kathartria und rechts das Dorf Altemarkt vor Egeln mit dem Kloster und der Klosterkirche St. Marienstuhl.

2 Eine Glückwunschpost karte von 1900, auf der die damaligen bedeutenden Bauwerke dargestellt wurden.

Egeln

3 Der Egelner Bahnhof für die Personenstrecke Blumenberg-Staßfurt und den Güterumschlag für die Rübenzucker-, Salz- und Kohlenindustrie der weiten Umgebung, entstand 1881.

[gein

?

eahnhof

4 Ein Eisenbahnunfall auf dem Egelner Bahnhof im Oktober 1897. Der Kohlenzug der täglich mehrfach von der 'Iacobsgrube' bei Gr. Börnecke in Egeln rangiert werden mußte, war an einer Weiche entgleist und hatte den gesamten Verkehr lahmgelegt.

,..

5 Stattliche Banten in der Ascherslebener- oder Bahnhofstraße zeigten von dem Wohlstand der Stadt um die Jahrhundertwende.

eln Asdiuslebenu Straße

6 Der Breiteweg um 1934; da gab es noch in jedem Haus ein Geschäft. Rechts steht an der Ecke zum Markt das bekannte Zigarrengeschäft von Fritz Stelzer - vormals Textil Moritz Wiener. Die damals geringe Verkehrsbelastung ließ besonders an diesen Plätzen ein Schwätzchen unter den Bewohnern zu.

7 Grüße vom Stenographen- Verein 'Stolze-Schrey Egeln- Westeregeln' aus dem Jahre 1898, mit den Bildern der beiden Grûnder. Der Verein ging zum Beginn des Ersten Weltkrieges wieder ein.

8 Der Breiteweg als Supergeschäftsstraße. Von rechts nach links: Schuhe Knust, Buchbinderei Wegener, Putzmacherin (Damenhüte) Sistig, Möbel Heinz, Minko Hart Textilien, Drogerie EL Schmidt, Hotel 'Grûne Tanne' ,usw. Postkarte von 1930.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek