Egelsbach in alten Ansichten

Egelsbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Knöss
Gemeente
:   Egelsbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2932-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Egelsbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der vorliegende Bildband über Alt-Egelsbach soll kein Geschichtsbuch sein. Es ist ein Auszug von Bildern, der unser Egelsbach in der Zeit zwischen 1880 und 1930 in Erinnerung ruft. Für die Alt-Eingesessenen soll es eine Erinnerung und für die Neu-Bürger eine Vorstellung sein. Nun will die Bildauswahl keinen Anspruch auf eine vollständige Aussage zum vorgenarmten Zeitabschnitt erheben.

Die Bildanzahl sollte in der vorliegenden Ausgabe beschränkt bleiben. Darüber hinaus liegt noch vieles Bildmaterial in Aufbewahrung. Eine weitere Literatur ist bereits im Konzept fertig und trägt den Titel 'Egelsbach: Seine Geschichte und Geschichten.' Mit vielen Bildern und mehr Text wird es eine Egelsbacher Geschichte vermitteln. Vorliegender Band soll lediglich Bilder mit kurzem Kommentar über den Zustand des Dorfbildes und der Lebensweise in der Zeit zwischen etwa 1880 und 1930 zur Aussage bringen. Zeitlich bedingte Begebenheiten charakterisieren nicht nur einen bestimmten Zeitabschnitt, sondern können manch jetzigen Zustand verstehen lernen. Und das soll Sinn und Zweck des Dargesteilten sein. Es soll ein Querschnitt aus allem Gewesenem sein.

Das Dorf Egelsbach, dessen Namen sich aus Elsbach, wie es in der ältesten dokumentarischen Erwähnung 1275 geschrieben wurde und entwiekelt hat, ist ja viel älter als es in seiner bekannten Zeitdarstellung zu ersehen ist. Die Uranfänge sind nicht bekannt. Das Dorf ist zu unbedeutend, als daß es eine Anfangs-

chronik besäße. Nach anfänglichem dahinplätschern seiner Entwicklung bekam das Dorf in seinen Wachsturnszeiträumen einige interessante Schwerpunkte, die dem Gemeinwesen auch einen individuellen Umhang verliehen. So die Nähe zum Schloß Wolfsgarten, das gerade im vorliegenden Zeitabschnitt herausragte. Als ein erheblicher Faktor in der Zeitbetrachtung erwies sich der Bau der Main-NeckarEisenbahn. Er gab der Dorfentwicklung und seinem Sozialkarakter seine verändernde Prägung. Aber auch diese beschränkte Zeiterscheinung wird von noch stärkeren Einflüssen überrollt und brachte eine noch tiefergreifende Wende mit sich.

Ursprünglich zur Nachbargemeinde Langen gehörend, konnte das Dorf nach stetem Selbständigkeitsbestreben sich 1732 zur restlosen Trennung von seiner Muttergemeinde bringen. Fast wäre es aber in der Neuzeit zu einer Wiedervereinigung gekommen. Mit beiderseitigem politischem Bemühen kam dieser 'Rück'schritt nicht zustande.

Manchem geneigten Leser werden das eine oder das andere Bild unbekannt sein. Das kommt, da sich der Standort zu sehr geändert hat. Dazu ist dem Bild sinnund zweckerfüllend ein erläuternder Text beigegeben. Dank sei an dieser Stelle all denjenigen ausgesprochen, die mit zur Verfügungstellung von Bildern zum Gelingen dieses Bildbändchens beigetragen haben. Möge diesem Bildband der Sinn und Zweck begleiten, daß Heimat- und Geschichtsbewußtsein geweckt und gefördert werde.

1. Die Luftaufnahme zeigt Egelsbach in seiner Ausdehnung etwa um 1928. Deutlich fällt links irn Bild die alte evangelische Kirche mit ihrer großen Dachfläche auf. Ganz links verläuft als Strich zu sehen der Tränkbach, irn Volksmund als Parrebach bekannt. Parrebach-Pfarrerbach, weil er am ersten Egelsbacher Pfarrerhaus vorbeifließt. Die Straße zwischen Kirche und Bach, heute Weed- und Schulstraße, verläuft im Knick parallel wie der Bach. Dieser Straßenzug war die erste Ansiedlung, aus der sich das Dorf weiter entwickelte. Ganz oben rechts an der Wegegabel erkennt man noch als bäuerliches Relikt eine der alten Dreschhallen. Das auffallend große Gebäude rechts im Bild ist die 1925 erbaute Gaststätte und Saalbau 'Eigenheim'. Egelsbach hatte in dieser Zeit etwa 3800 Einwohner.

2. Südansicht von Egelsbach um 1900. Es ist die Rheinstraße von der Gartenseite gesehen und zeigt noch ihre erste Hausbauweise. Es sind durchweg kleine Häuschen, die später vielfach eine Aufstockung erhielten. Die Gebäude links im Bild mit den großen Dachflächen, sind das rechte eine der wenigen

Scheunen in der Rheinstraße, an die sich fortsetzend der große Tanzsaal der ehemalige Gaststätte Stiefel anschließt.

3. In der oberen Ernst-Ludwig-Straße stand das Anwesen Feurer. Um 1890 wurde gegen die Fachwerkwand das inzwischen abgebrochene Rathaus angebaut. Da das Rathaus in Blendsteinmauerwerk ausgeführt wurde, bekam auch das Feurerhaus eine Blendsteinfassade. Beide Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen,

r

4. Die Ostendstraße entwickelte sich von einem Feldweg ins östliche Feldbereich zu einer Ausfallstraße zur Landstraße B3 hin. Im Vordergrund stehen noch die alten Fachwerkhäuser. Links steht das zweistöckige Bauernhaus Wurm. Es weist noch das kleine Guckfensterehen auf, durch das der Bauer längs in die Straße sehen konnte. Auch stehen noch die Sandsteintorpfosten mit den profilverzierten Köpfen und am Fuß die schweren Radabweiser. Im Hintergrund ragen noch die großen Kastanienbäume aus dem Turngarten der Turngemeinde Egelsbach.

5. Die Hinnergaß, heute als Ernst-Ludwig-Straße ausgezeignet, besitzt bis heute noch im großen ganzen ihren bäuerlichen Dorfstraßencharakter. Im Bild ist noch das ehemalige Großpflaster zu sehen. Um die Jahrhundertwende war der Fachwerkstraßenzug noch nicht von Betongroßgebäuden 'aufgerissen',

Egelsbach

Schulstra6e

6. Ein Bliek in den ältesten Straßenzug Egelsbachs, der jetzt Schulstraße heißt, zeigt die typische Bauweise im bäuerlichen Dorfteil, Fast ausschließlich wurde der Fachwerkbau ausgeführt. Links das Haus Kolb, das, nachdem der Bauernsohn als einziger Erbe durch einen Unfall auf der Dreschmaschine tötlich verunglückte, nur noch als Mietshaus genutzt wurde. Nach dem Ableben des Altbauern wurde das Haus abgebrochen. An dessen Stelle errichtete in den zwanziger Jahren der Konsumverein sein Ladengebäude in Blendsteinbauweise,

7. Die Bahnstraße, der Name ist bezeichnend, wurde, nachdem Egelsbach seinen Eisenbahnhaltepunkt erhalten hatte, mit Vorliebe bebaut. Hier entstand das typische 'kleine Arbeiterwohnhaus'. Vorne links ist das Haus Müller, in dem die Frau Roß ihre Posthaltung hatte,

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