Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten

Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Gerwien
Gemeente
:   Eggenstein-Leopoldshafen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6595-2
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eggenstein-Leopoldshafen in alten Ansichten'

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Eggenstein- Leopoldshafen in alten Ansichten

von Horst Gerwien

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© 1999 Europäische Bibliothek - ZaltbommeliNiederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1999

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Einleitung

Am 1. Dezember 1974 fusionierten die Gemeinden Eggenstein und Leopoldshafen zu Eggenstein- Leopoldshafen. Die Gemeinde hat heute rund 15 000 Einwohner und ist Sitz des Forschungszentrums Karlsruhe, das einmal das erste deutsche Kernforschungszentrum war. Dieses Büchlein soll in alten Bildern bis in die fünfziger Iahre die früher selbständigen Gemeinden vorstellen, aus denen die Großgemeinde entstand.

Der 0 rtsteil Eggenstein

Bereits im Iahre 765 wird 'Hecinstein' urkundlich erwähnt. Die Schreibweise änderte sich im Laufe der Iahrhunderte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der Name Eggenstein. 'Hecinstein ' beschreibt vermutlich eine Siedlung (Stein = festes Haus), auf einem Vorsprung (Ecca) des Hochgestades in die Rheinniederung hinein. Die Urkunden schweigen über den Ort mehrere Iahrhunderte lang. Erst mit der Gründung des Klosters Gottesaue beginnen sie wieder zu reden. Die Geschichte des Ortes war bis zur endgültigen Einführung der Reformation im Iahre 1556 eng mit der dieses Klosters verbunden. Als das Kloster Gottesaue aufgehoben wurde, gingen alle seine Besitzungen in das Eigentum des Markgrafen über, und das DorfEggenstein wurde demAmt Mühlburg un-

terstellt. Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges war für die Eggensteiner eine schwere Zeit. Des öfteren mußten sie nach Durlach hinter die schützenden Stadtmauern fliehen oder sich im Wald verbergen. Ihr Dorf wurde verwüstet. Auch spätere Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorüber. Außerdem verwüstete der Rhein immer wieder die Felder und vernichtete die Ernten. ErstTullas Rheinkorrektion schuf die Voraussetzungen für beginnenden Wohlstand. In den Iahren 1848/49 schlugen die zur Niederschlagung der Badischen Revolution herbeigeeilten Preußen in Eggenstein ihr Quartier auf. Nach dem Frieden wuchs die Einwohnerzahl, und der Ort dehnte sich aus. 1870 wurde die Rheintaleisenbahn gebaut und ermöglichte es den Einwohnern, nach Karlsruhe zur Arbeit zu fahren. In der Landwirtschaft hatten sich die Eggensteiner durch den Anbau der Krapp-Pflanze, aus deren Wurzel man einen roten Farbstoff gewann, eine gute Verdienstquelle geschaffen. Mit der Entdeckung der Anilinfarben um das Iahr 1900 versiechte diese Quelle. Geblieben ist den Eggensteinern der Übername 'Krabben'. Seit Beginn des 18. Iahrhunderts wurde auch Tabak angebaut und ab etwa 1850 der Spargel. Im Iahre 1887 wurde die erste Gärtnerei gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Eggenstein mit 24 Gärtnereien zum 'Gewáchshaus für die

Stadt Karlsruhe' geworden. Heute gibt es nur noch wenige Betriebe, die hauptsächlich Blumen anbauen. Im Zweiten Weltkrieg litt die Gemeinde unter Bombenangriffen und Artilleriebeschuß. Die Zeit nach dem Krieg stand nicht nur im Zeichen des Wiederaufbaus, sondern brachte auch das Problem der Ansiedlung von Heimatvertriebenen, die über ein Fünftel der Bevölkerung ausmachten. Im Iahre 1965 beging die Gemeinde ihre 1200-Jahr-Feier. Das Gewerbegebiet wurde erschlossen, in dem sich renommierte Firmen niederließen und neue Arbeitsplätze boten. Prof. Hangarter wurde mit der Erarbeitung einer städtebaulichen Konzeption beauftragt, die er 1971 vorlegte. Das heutige Schulzentrum mit Sporthalle und Schwimmbad sowie die Baugebiete N 7 und N 6 sind Teil dieser Konzeption.

Der Ortsteil Leopoldshafen

Leopoldshafen wird erstmals 1160 in einer Urkunde erwähnt. Der Name entwickelte sich über 'Schrag' und 'Schröch' zu Schrökh; deshalb nennt man die Leopoldshafener auch heute noch 'Schrócker'. 1362 geht das Hofgut Schröckh an den Markgrafen von Baden über und zählt zur Gemeinde Eggenstein. Erst 1742 wird es selbständige Gemeinde. 1382 wird erstmals eine Zollstätte mit Fähre im Dienste der Markgrafschaft erwähnt. Der Rhein floß damals direkt am Hochgestade entlang. Daran erinnert der Name 'Zollbuckel' . 1689 wird ein erstes Rathaus errichtet, dem 1720 der Fachwerkbau des jetzt noch

stehenden Rathauses folgt. 1808 wird der bestehende Rhein-Zwischenhafen zum Hafen der Markgrafschaft Baden ausgebaut. Ab 1827 verkehren regelmäßig Schiffe zwischen Mainz und Schröck. 1833 wird der neu ausgebaute Rheinhafen des Großherzogtums seiner Bestimmung übergeben. Die Einwohner bitten darum, ihren Ort nach dem Großherzog Leopold, der den Hafen als Hafen der Residenz ausbauen ließ, nennen zu dürfen. Dem Antrag wird stattgegeben, und am 31. Mai 1833 erfolgt die Umbenennung von Schröck in 'Leopoldshafen':

Ab 1842 macht sich ein ständiger Rückgang des Hafenumschlages durch das Anlegen des Maxauhafens, der näher bei der Stadt liegt, bemerkbar. 1914 wird der öffentliche Hafenbetrieb wegen Verlandung des Hafens eingestellt. Kirchlich war Leopoldshafen Filiale von Eggenstein. Im Iahre 1853 erhält das Dorf eine eigene Kirche, aber erst 1909 wird Leopoldshafen selbständige Pfarrei. Im Zweiten Weltkrieg wird der Ort teilweise durch Bombenabwürfe, Jagdbomberangriffe und Granaten zerstört. Nach dem Krieg erfolgt nicht nur derWiederaufbau, sondern die Gemeinde dehnt sich insbesondere nach der Ansiedlung des Kernforschungszentrums durch Neubaugebiete aus.

1 Diese Luftaufnahme des Ortsteils Eggenstein stammt aus den dreißiger Iahren und ist von Westen her aufgenommen. Am unteren Bildrand erkennen

wir die evangelische Kirche, dahinter ein Gebäude mit kleinem Türmchen auf dem Dach: das Rathaus. Das Haus gegenüber dem Rathaus ist das heutige 'Bi-

stro'; damals war das Lebensmittelgeschäft 'Pfannkuch' in ihm untergebracht In der Verlängerung sind die beiden Schulhäuser der damaligen Volks-

schule zu sehen. Am Ende der Kirchenstraße ist der Bahnhofmit der Bahntrasse erkennbar.

2 Diese alte Postkarte, die im Iahre 1900 geschrieben wurde, zeigt außer einer Totalansicht des Dorfes, auf der die Schornsteine der Ziegeleien zu erkennen sind, einige markante Gebäude der Gemeinde. Auf dem linken oberen Bild sind das Pfarrhaus, 1894 gebaut, das Rathaus aus demjahre 1726 und das älteste Gebäude des Ortes, die evangelische Kirche, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, zu sehen. In der Mitte ist das 'Anbetungsgemälde' aus dem Chor der Kirche abgebildet, das 1884 durch Zufall wieder entdeckt und freigelegt worden war. Das Forsthaus beherbergte bis

1847 die Amtsräume und die Wohnung des Oberförsters. Heute ist dieses Haus ein Geschäftshaus (Hauptstraße 93).

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3 Diese alte Postkarte wurde im Iahre 1904 versandt. Sie zeigt einen Teil der Hauptstraße. Im Vordergrund links im Bild stehen Menschen vor dem Restaurant van August Herrmann, der kein eigenes Bier braute, wie dies in anderen Eggensteiner Lokalen üblich war, sondern Bier der Brauerei Moninger aus Karlsruhe im Ausschank hatte. Für diejenigen, die die deutsche Schrift nicht mehr lesen können, hier der Text der Aufschrift: 'Lieber Karl! Deine Karte haben wir erhalten mit Bild, welches uns sehr freute, komm bis Kirchweih. Ich will Dich abholen. Gruß von Karle.'

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4 Diese Aufnahme entstand ums Iahr 1910. Sie wurde vor dem Gasthaus 'Zum Adler' gemacht. Fotografieren war damals

noch nicht sehr populär; deshalb wurden zahlreiche 'Zaungäste' angezogen, die sich gerne mit auf die Platte bannen ließen. In dem

Gebäude ist heute ein Sonnenstudio untergebracht (Hauptstraße 47).

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5/6 Diese Bilder zeigen Mitwirkende bei den 'Luther-Spielen', die in Eggenstein ums Iahr 1890 aufgeführt wurden. Leider ließ sich weder das genaue Iahr feststellen, noch wo die Aufführungen stattfanden.

7 Diese Aufnahme zeigt einen Blick von der Kirchenstraße gegen die

Hauptstraße. Links befindet sich das Gasthaus 'Lówen' , in der Bildmitte rechts das

Rathaus, hinter dem der Kirchturm auszumachen ist. Im Vordergrund hat

sich der Ortsbüttel in Positur gestellt.

GruB aus EggensteIn

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