Elze in alten Ansichten Band 2

Elze in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Müller
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6109-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Im ersten Band 'Elze in alten Ansichten' hat Iürgen Huck in hervorragenderWeise die Entwicklung der Stadt Elze bis zur Iahrhundertwende aufgezeichnet, so daß eine Wiederholung nicht sinnvoll erscheint.

Sowohl im ersten als auch im vorliegenden zweiten Band zeigen die Aufnahmen ein beschauliches Alltagsleben in Elze des ausgehenden neunzehnten und der ersten Hälfte unseres [ahrhunderts. Trotzdem darf man nicht vergessen, daß die Aufnahmen Zeugnisse aus einer Zeit des Umbruchs sind. Die sich entfaltende Industrie und Technik haben uns einerseits die Fotografie und den für [eden bezahlbaren Erwerb dieser Fotos erst ermöglicht. Andererseits haben die industrielle Entwicklung und die damit verbundenen sozialen Probleme bis auf wenigeAusnahmen keinen Niederschlag in diesen Fotodokumenten gefunden. Von den insgesamt 154 Aufnahmen in beiden Bänden gehen nur zwanzig Fotos auf die angesprochene Thematik ein. Das sind keine 14 Prozent. Zwar werden der Bahnhof und die Zuckerfabrik gezeigt, ebenso einige Handwerker wie die Uhrmacher, Mollenhauer oder auch Lohndrescher. Es sind aber nur zwei Aufnahmen darunter, auf denen die Handwerker oder Arbeiter nicht posieren, sondern bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Und das sind die Waschfrauen vor der Untermühle (Band 1, Bild 48) und der Seiler Hennies (Band 2, Bild 69). Das mag einmal daran liegen, daß die technischen Voraussetzungen

für die Fotografie zu begrenzt waren, um die Arbeitsprozesse dokumentieren zu können - siehe die Bewegungsunschärfen bei den Arbeitern auf dem Dickopfplatz (Band 2, Bild 4) -; andererseits waren Arbeitsprozesse und häuslicher Alltag als Objekte der Fotografie einfach noch nicht gefragt.

Weiter kann beobachtet werden, daß stadtbekannte Persönlichkeiten. die man abgelichtet hatte, in der Regel Männer gewesen sind. Der Frau fehlte damals im allgemeinen die Möglichkeit, sich nach außen hin zu profilteren. Deshalb kann man es in Elze nur dankbar begrüßen, daß in jedem dieser beiden Bände wenigstens eine Frau vorgestellt werden konnte, die den Durchbruch in der Gesellschaft geschafft und die Anerkennung in der Öffentlichkeit gefunden hatte. Es sind einmal Henriette Sander, die Posthalterin, die zudem ein eigenes Kochbuch herausgegeben hatte, undAuguste Ringeling, die im helfenden Dienst, durch ihren Ideenreichtum und als Heimatpflegerin sich einen Namen gemacht hatte.

Alles Bildmaterial dieses Bandes ist demArchiv des HeimatmuSeUlTIS Elze entnommen worden.

Es konnten diesmal durch Postkarten und Fotos einige der Ortsteile vorgestellt werden, die 1974 durch die Gebietsreform zur Einheitsgemeinde Elze zusammengeführt worden waren. Hintergrundinformationen für die Abbildungen fanden sich unter anderem auch bei Iürgen Huck, Elze in alten Ansichten,

1978; Jfugen Huck, Kirchen- und Schulgeschichte der Stadt Elze/Hann., 1955; Martin Stöber, Elze 1824 bis 1914, Einblikke in die Stadtgeschichte, 1993 und Brnst Wilhelms, Aus der Geschichte des Dorfes Wülfingen, 1995.

Den Verfassern und den Einwohnern, die bereitwillig Auskunft gegeben haben, sei herzlich gedankt.

1 Die Aktiengesellschaft für automatischen Verkauf, Berlin, hat um die [ahrhundertwende eine Sammelansicht von Elze, einen sogenannten Gruß aus Elze, herausgegeben. Das Panorama von Elze, der Bahnhof, das Deutsche Haus und das Lutherdenkmal sind darauf zu sehen. Überhöhte Darstellungen des Kirchturms, des Deutschen Hauses und dés Denkmals weisen daraufhin, daß es sich hier vermutlich nicht um eine Fotomontage, sondern um eine Zeichnung, eine lithographie, handelt. Abgestempelt wurde die Postkarte im Iahre 1906.

2 Das Hans des Senators Rettig, das nach der Umgestaltung des Dickopfplatzes an seiner Nordseite gebaut worden war.

Ein Senator war Mitglied der Stadtverwaltung. Neben dem Verwaltungschef (dem Bûrgermeister) gab es im allgemeinen zwei Senatoren. Der eine verwaltete die Kämmereikasse, der andere die Bausachen.

An dem Grundstück des Senators Rettig ist der Kreuzstein gefunden worden, der seit einigen Jahren wieder in der Nähe seines ursprünglichen Platzes steht.

3 So schaute die Elzer Hauptstraße um 1910 aus. Die Bürgersteige wurden von breiten vorgelagerten Treppenaufgängen beherrscht. Das Hotel Deutsches Haus, rechts im Bild, zeigt einen breiten Aufgang mit genügend Platz für zwei Bänke links und rechts neben der EingangstÜT. 1m [ahre 1994 ist vom jetzigen Pächter Scala der Aufgang zum Hotel wieder in dieser alten Form hergerichtet worden.

In der Grünanlage des Dickopfplatzes steht die große Schwengelpumpe. Und am linken Bildrand stehen Pferd und Wagen vor der ehemaligen Bickmeyerschen Schmiede.

4 Diese Postkarte zeigt ebenfalls den Dickopfplatz, diesmal mit der beginnenden Hildesheimer Landstraße. Der Platz wird von einer Kolonne mit Steinschotter hergerichtet.

Erst 1 80 1 war die Ost-WestVerbindung, die vorher weiter nördlich verlaufen war, vor die Tore der Stadt herangeführt worden.

Links ist wieder das Ebelingsche Haus zu sehen, das 1825 Senator Rettig hatte erbauen lassen und das 1958 einer erneuten Verlegung der Straßenführung hatte weichen müssen.

5 Eine seltene Sicht der alten Straßenführung am Dickopfplatz zeigt diese Aufnahme, da hier der ganze Kreuzungsbereich zwischen dem Ebelingschen Haus und dem des Landwirtes Richers zu sehen ist. Im Iahre 1851 hatte man hinter dem Ebelingschen Haus -links im Bild - die Chaussee nach Hannover in einer großen Kurve zum Papendahl hinaufgeführt, da für den Fernhandel der direkte nach Norden führende Weg sich als zu steil erwiesen hatte,

Von links unten führt diagonal durch das Bild die Straße von Hameln nach Hildesheim.

6 Am 2. Dezember 1912 brannte die Scheune des Bauern Brandes an der Ecke Hauptstraße/Schuhstraße nieder. Die Gefahr, daß der Brand sich ausweitete, war groß gewesen. Der Elzer FotografNicolai hatte die Brandstätte erst nach den Löscharbeiten aufnehmen können. Geschickt hat er auf dem Foto die Flammen in die noch rauchenden Trümmer hineinretuschiert, In der oberen Ecke der Karte zeigt Nicolai die Elzer Bevölkerung auf dem abgekühlten Brandplatz.

Gruß aus Elze i. H.

Der groBe Brand am '2 Dez:)r. 1912 In Elzc L H. im Ia.ndwlrtscnattllchon Betriebe an der Hauptstraëe

7 Die große Ulme vor dem ehemals Wolfesschen Grundstück an der Ecke Hauptstraße/Schuhstraße - heute Ciedor - war eine viel fotografierte Sehenswürdigkeit von Elze. Zwar war sie, wie es der Eintrag auf derPóstkarte besagt, unter Naturschutz gestellt worden, mußte aber nach dem Zweiten Weltkrieg der Umgestaltung der Hauptstraße weichen.

Das Grundstück des jüdischen Kaufmannes Wolfes, vor dem die Ulme gestanden hatte, hatte in der Schuhstraße bis zum Lindenweg gereicht.

8 Um 1912 entstand das Foto der Bäckerei von Ernst Brandes. Auf dem Balkon des Hauses stehen Mitglieder der Familie, die im einzelnen nicht bestimmt werden können. Das Haus gehörte wie das danebenstehende Haus von Fritz Kleuker zu den Häusern mit den schonsten steinernen Fassaden, die nach dem Brand von 1824 errichtet worden waren. Die Sparkasse der Stadt Elze, die hier im rechten Teil des Hauses untergebracht ist, zog, nachdem durch den Schulanbau von 1913 Räume im Rathaus frei geworden waren, ins Rathausum.

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