Emsbüren in alten Ansichten

Emsbüren in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Schmitz
Gemeente
:   Emsbüren
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6180-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emsbüren in alten Ansichten'

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Vorwort

Zu Weihnachten 1992 erschien der Bildband 'Das alte Kirchspiel Emsbüren in historischen Aufnahmen', der von seiten der Bevölkerung eine positive Aufnahme erfahren durfte. Vor Ihnen liegt nun der Folgeband 'Ernsbüren in alten Ansichten' . Hoffentlich bereitet auch er vielen Lesern und Leserinnen Freude!

Der Inhalt ist gegliedert in drei Teile. Der ersteTeil (Abb. 1 bis 9) besteht aus Mehrbild-Ansichtskarten und verschiedenen Gesamtansichten von Emsbüren. Der zweite Teil (Abb. 10 bis 50) ist, gleich dem ersten Band, wie ein Spaziergang durch den Ort aufgebaut. Dieser beginnt beim Friedhof, geht durch die Lange Straße, den Uphok, durch die Papenstraße, und auch auf dem Kirchplatz wird Station gemacht. Zum Schluß führt der Weg durch den Dahlhok bis zur Bahnhofstraße (Hóhe Evering). Diese Anordnung der Bilder gibt dem zweiten Teil zum einen eine feste Struktur, auf der anderen Seite lädt sie dazu ein, mit dem Buch in der Hand durch Emsbüren zu wandern und sich die dargestellten Gebäude und Straßenzüge in ihrem heutigen Zustand vor Ort anzusehen. Das kann eine kleine Entdeckungsreise sein! Der dritte Teil (Abb. 51 bis 76) zeigtAnsichten undAnsichtskarten aus den einzelnen Orten des alten Kirchspiels Emsbüren vonAhlde bis Moorlage, soweit die gefunden werden konnten.

Fast alle benutzten Fotografien und Karten stammen aus Privatbesitz, aus dem Familienalbum oder aus privaten Fotosammlungen. Besonders wertvoll für das Gelingen dieses Buches war

das Aufspüren von zwei Fotoalben, die der Emsbürener Arzt

Dr. med. Bernhard Lohmann (1868-1950) um die [ahrhundertwende angelegt hat, In ihnen fanden sich zum Teil sehr seltene Aufnahmen, wie beispielsweise das erste Emsbürener Auto (Abb, 8) oder auch schöne Darstellungen des Emsbürener Ortskerns (Abb. 5,6,7 oder 9). Die zwei Alben befinden sich heute im Besitz eines Enkels Dr. Lohmanns in Wallenhorst - Hollage. Mehr noch als im ersten Band wurde bei dieser Ausgabe Wert auf den Text gelegt. Als Quelle dienten die bislang veröffentlichte Literatur, wobei die Ortschronik zum 117 5jährigen Bestehen Emsbürens am ergiebigsten war, und viele mündliche Erklärungen und Hinweise älterer Einwohner,

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die mit Wort und Bild dazu beigetragen haben, daß dieser Bildband entstehen konnte. Ein besonderer Dank gilt Herrn Hermann Albers aus Emsbüren. Zum einen stellte er seine Bildersammlung zur Verfügung, und es gelang zum anderen durch ihn, an die Fotoalben Dr. Lohmanns zu kommen, ohne die das Buch wesentlich ärmer wäre. Ein weiterer besonderer Dank gilt Frank Hoppmann aus Leschede, der das Porträt des Hauptlehrers [oseph Tiesmeyer (Abb. 38) angefertigt hat.

Ihnen wünsche ich nun viel Spaß und Spannung beim Durchblättern und -lesen.

Emsbüren, im September 1995, Frank Schmitz

1 Der damalige Lingener Fotograf und Verleger Fritz Hüsig stellte um die Iahrhundertwende diese Ansichtskarte her. Sie ist sehr typisch für ihn; in Sammlerkreisen spricht man heute von sogenannten Fritz- Hüsig- Karten. Am 21. Juni 1899 erhielt 'Práulein Franziska Hollenhorst, Lingen a.d. Ems, am Markt' diesen Gruß aus Emsbüren. Das abgebildete Hotel Lietmeyer ist der Vorgängerbau des heutigen Hotels Möller an der Lange Straße. Interessant ist auch die Ansicht der Bahnhofstraße (oben links), denn hier fehlt noch das erst im Iahre 1907 erbautePostamt. Das Bild oben rechts zeigt den Beginn des Uphok: links Haus Hölscher, rechts

das Haus von Graes (später Fangmeyer).

2 'Zu trauter, froherTafelrunde' saßen am 19. Juli

1901 im Gasthaus Hettermann die Lehrer [oseph Tiesmeyer, sein jüngerer Bruder Fritz, Heinrich Wellmann aus Mehringen, Heinrich Büscher aus Ernsbûren und Lehrer Honebrink aus Lingen. Jakob Hettermarm eröffnete vor 1875 die Gastwirtschaft mit Kramladen und Kegelbahn. Ursprünglich war dieses Haus die Leibzucht (Altenteil) des Richthofes. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in diesem Gebäude das Gasthaus von der Familie Egbring betrieben. Heute beherbergt es die Seniorenbegegnungsstätte 'Haus Ludgeri' . Vor dem Schulgebäude (1894 erbaut, heute Michaelsheim)

erkennt man einige junge Linden, von denen im Iahre 1900 vierzehn zur Zierde auf dem Kirchplatz angepflanzt wurden. Zwei von ihnen stehen noch heute vor dem Hauptportal der Kirche.

Gasthaus u. Kegelbahn' J. Heitermann

Schule . .1

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3 Van Rickling. Berge. her bieter sich dieser herrliche Bliek auf die St.-Andreas-Kirche von Emsbûren, hier in einer Aufnahme aus der Zeit um 1910. Majestätisch erhebt sich der 78 lis m hohe Kirchturm gen Himmel, und weit schweift der Blick über das Land. Schaut man vom Kirchturm, so zeichnen sich im Südosten die Silhouetten des Schafherges und Teutoburger Waldes und der Kirchen von Rheine ab, im Südwesten die Burg von Bent-heim. Nach Norden gewand, verfolgt das Auge bei klarem Wetter die lange Linie des Endmoränenzuges zwischen Lingen und Freren. In den anderen Rich-

rungen verblaut die Ebene im fernen Dunst. Diese FotograHe stammt aus demAlbum Dr. Lohmanns, der 25 jahre Arzt in Emsbüren war. Auf die Emsbürener Iahre folgten dreißig jahre in Warendarf,

wo er im jannar 1950 starb. Dr. Lohmann wurde 83 Iahre alt.

4 Emsbûren urn 191 8 vom Galgenberg aus gesehen. Links das St.-Elisaheth-Krankenhaus. Vom Ernsbûrener Galgen zeugt heute noch der Name 'Galgenberg' , auf dem inzwischen der Ernsbûrener Heimathof errichtet wurde. Daß er wirklich einst auf dieser Anhöhe gestanden hat, lassen zwei Berichte vermuten, die jeweils in der Mitte des 15. und 17. Iahrhunderts geschrieben wurden. In ihnen wurde der Weg vom Gerichtsplatz durch das Dorf zum Galgen hin beschrieben. Der genaue Standort des Galgens läßt sich dagegen nicht mehr ermitteln. Nach einem Bericht aus dem Iahre 1814 soll er ein oder zwei Iahre zuvor aufBefehl des damaltgen Bûr-

germeisters Baron von Müller durch den Polizeidiener Jan Fehr umgehauen und weggebracht worden sein.

5 Ein Bliek auf die Kirche, um die sich die Häuser in einem Ring legen. Um 1900 machte Dr. Lohmann diese Aufnahme. Im Vordergrund erkennt man die Gebäude der Kornbrennerei Kuipers im Dahlhok und hinter dem Schornstein den Rückgiebel des schönen Wohngebäudes, in dem sich noch vor einigen jahren ein Ausschank befand. Vor 1800 war es das Haus der Vögte von Emsbüren. Als der Vogt Melchior Hettermarm 1748 eine zweite Ehe einging, mußte er seinem erwachsenen Sohn Gerd [obst den größten Teil des Hauses, aber auch das Brauhaus, überlassen. Bereits im 16. und 17. Iahrhundert sind die EmsbûrenerVögte Gastgeber der

fürstlichen Delegationen und zuweilen auch des Fûrstbischofs von Münster gewesen, so daß sich hier vermutlich die Funktion von einer Herberge zu einer Gastwirtschaft gewandelt haben könnte.

6 Eine ähnliche Ansicht liefert dieses Bild, nur, daß es von weiter südlich her aufgenommen wurde, Wieder ist die Kuipers'sche Kornbrennerei vor dem Kirchengebäude auszumachen. Man erkennt in der Bildmitte die Stallungen der Brennerei, wie sie auch noch heute erhalten sind. 1867 wurde der alte romanische Kirchturm abgebrochen. Er war auf viereckiger Basis errichtet, und sein Prisma überragte das Dach der Kirche nur urn zwei Meter. Im Innern war er mit einem niedrigen, rippenlosen Gewölbe in der Durchgangshalle ausgestattet. An Stelle dieses kleinen Turmes wurde nun seit 1867 an dem mächtigen neugotischen Turm gearbeitet, der

eine Höhe von genau 78 YB Metern erreichen sollte. Ziel war es, daß der Kirchturm von allen Seiten des Kirchspiels Emsbüren gesehen werdenkann.

7 Emsbüren (um 1910) von der Bahnhofstraße aus gesehen. Es ist Winter und eine schöne weiße Schneedecke überzieht Land und Häuser. Emsbüren liegt am Ostrand des gleichnamigen Emsbürener Rückens, der sich bis zu einer Höhe von 60 Metern aus der Emsniederung erhebt. Der Emsbürener Rükken wurde, bedingt durch seine trokkene Lage zwischen umgebenden feuchten Gebieten, schon in der Altsteinzeit von Jäger- und Sammlerkulturen aufgesucht. Eine längerfristige Besiedlung durchAkkerbauern erfolgte auf dem Höhenzug während der Bronzezeit und dauerte bis in die vorrömische Eisenzeit. Im Laufe der [ahrhunderte ent-

wickelte sich Emsbüren als Mittelpunkt des großen Kirchspiels. Ein engbebauter Ortskern entstand, das Umland war landwirtschaftlich geprägt. Heute leben in der Gemeinde Emsbüren knapp

8 800 Einwohner. Die Reifenspuren auf dem Bild ...

8 ... könnten van Dr. Lohmanns Automobil stammen, der schon in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg in Emsbüren das erste Auto fuhr. Auf diesem Bild sitzen Dr. med. Bernhard Lohmann und seine Frau Maria, geborene Albers, in dem heute so urig aussehenden Gefährt, Die erste Tankstelle Emsbürens befand sich damals vor der Gaststätte NadorfflHungeling (heute Malör). Sie bestand aus einer einfachen Tanksäule. Es liegt noch das 'Führer-Attest' vor, in dem es heißt: 'Der Herr Dr. Lohmann aus Emsbüren wurde durch mich, als Führer eines Kraftrades, geprüft. Genannter Herr war mit der Handhabung des Motors vollständig vertraut und zeigte

sich der Herr Dr. Lohmann als sicherer Fahrer. Lingen, den 9. November 1905, gez.WUh. Rosemeyer.'

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