Emstal-Sand in alten Ansichten

Emstal-Sand in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Wendel
Gemeente
:   Emstal-Sand
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3064-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emstal-Sand in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Inmitten des ehemals germanischen Chattengaues, umrahmt von bewaldeten Bergen, liegt der Ort Ernstal. Bei dem Zusammenschluss der Dörfer Sand und Merxhausen, am 1. Januar 1967, wurde ihm dieser Name gegeben, und ab 1. Januar 1972 bilden sie mit den dazugekommenen Dörfern Balhorn und Riede ein Gemeinwesen.

Der Ortsteil Sand liegt am Fuße des Emserberges und der Altenburg (germanische Fliehburg) und wird von dem Flüsschen Ems und dem Fischbach durchflossen. Zuvor noch einen kurzen Abriss der Vorgeschichte des Ortes. Eine sehr frühe Besiedlung bezeugen jungsteinzeitliche Urnengräber an der heutigen Straße 'Auf der Höhe', vor dem 'Reichenbach' und an der 'Landwehr' bei Balhorn, sowie Funde steinzeitlicher Werkzeuge; auch erinnern noch Flurnamen an acht wüstgewordene mittelalterliche Dörfer, allein in der Sander Gemarkung.

Im Jahre 1531 wird ein Erzbergwerk am Emserberg urkundlich genannt. Die mittelalterliche, primitive Eisenverhüttung fand in der Sander Gemarkung statt. Um dieselbe Zeit befand sich in der heutigen 'Hintergasse' eine künstlerisch ausgerichtete Töpferwerkstatt, in der neben Gebrauchsgeschirr, vornehmlich auch Bildkacheln für Öfen hergestellt wurden. Die erste bildliche Jahreszahl des Ortes Sand - 1507 - wurde unter den Scherben dieser Töpferei gefunden, die ersten urkundlichen Erwähnungen auf 'Breitenauer Urkunden' des Jahres 1354 als 'tzum Sande Mutzlar' und 1358 als 'Mutzlar tzum Sande'. Vor der Jahrhundertwende war das Dorf Sand ein noch wenig bekannter Ort, erkermbar an der postalischen Bezeichnung 'Sand bei Riede' (Abbildung auf Seite 2). Am 30. März 1904 trat dann wohl die erste fortschrittliche Wende ein. An diesem Tage wurde Sand durch die Kleinbahn Kassel-Naumburg dem Verkehr erschlossen. Vorher mussten viele Männer des Ortes jeden Montag früh um zwei Uhr mit gepacktem Rucksack den Fußmarsch nach Kassel zu ihrer Arbeitsstelle antreten und kamen dann erst sonnabends um zweiundzwanzig Uhr zu ihren Familien zurück. Auch die ärztliche Versorgung war entsprechend dieser Zeit noch sehr unterentwickelt. Als Zahnarzt betätigte sich 'der alte Schlosser'. Ein Schlossermeister hatte eine eigens dafür bereitgehaltene Zange, umwickelte diese mit einem Taschentuch und zog damit die schmerzverursachenden Zähne.

Auch viele der damaligen Sitten und Gebräuche sind heute nicht mehr üblich und daher nicht mehr bekannt. Zum Beispiel besagte in dieser Zeit ein quer vor die unverschlossene Haustür gestellter Besen, dass die Bewohner nicht anwesend seien und es betrat dann auch niemand dieses Haus. Sonnabends wurden die rohen Dielen des Fußbodens der 'guten Stube' nach dem Scheuern mit weißem Sand bestreut. Ein besonders schönes Muster erbrachte - den Sand durch eine Seihe (Küchensieb) gestreut - die Anordnung der Löcher auf dem Fußboden. Für viele Einwohner, die noch keine Uhr besaßen, bestimmte das Geläut der Kirchenglocken den Ablauf des Tagesgeschehens. Mit der Zeit hat sich dies alles grundlegend gewandelt.

Heute ist Ernstal ein aufstrebender Ort mit allen Versorgungen und neuzeitlichen Änderungen. Rege Bautätigkeit, Freizeitanlagen, Gesamtschule, Sportstätten und Schwimmbäder bis hin zum Thermalbad. Einen kurzen Abschnitt aus der Geschichte unseres Dorfes soll diese kleine Schrift dem Leser noch einmal vor Augen führen, eine Erinnerung für diejenigen, die jene Zeit, die alten Ansichten und die damaligen Arbeitsweisen noch kannten. Vielen jedoch werden diese Bilder schon fremd sein. Zum Schluss danke ich allen, die die Fotos zu diesem Werk zur Verfügung stellten und allen Lesern wünsche ich viel Freude.

1. Eine Ansichtskarte aus dem Jahre 1908. Auf dem linken Bild sehen wir die alte Kirche, die im Jahre 1910 umgebaut wurde. Im Vordergrund die Dorflinde mit dem Kriegerdenkmal von 1870/1871. Das rechte Bild zeigt uns das erste 'Warenhaus' von Sand an der Ecke Kasselerstraße und Fischbachstraße.

2.

3. Diese Sonntags- und Festtagstracht mit der schwarzen 'Spitzbetzel' wurde von alten Frauen noch bis in die zwanziger Jahre getragen.

4. Das Dorf Sand hatte bis zum Jahre 1872 nur einen Lehrer, welcher zirka zweihundert Kinder in einem Schulzimmer unterrichtete (aus der Chronik von Pfarrer Braun). Ein Schulbild mit den Schülern der Geburtsjahrgänge 1880/1881, mit ihren Lehrern Heinrich Eekhardt und Jakob Becker. Soweit die Namen der Kinder noch bekannt sind, werden sie hier genannt. Von oben links: 2. Heinrich Rüppel; 3. Jakob Wöllenstein; 4. Justus Kimm; 5. Michael Klüppel; 6. Dietrich Ring; 7. Fritz Bröske; 8. Heinrich Heitmann und 9. Heinrich Klüppel. Zweite Reihe: 2. Karl Rüppel; 3. Christine Wöllenstein; 4. Hans Wöllenstein; 5. Gillich und 9. Gustav Bröske. Dritte Reihe: 1. Wilhelm Schminke; 2. Heinrich Heinemann und 4. Marie Ring. Vierte Reihe: 2. Heinrich May; 3. Christine May; 4. Marie May; 5. Katharina Gillich; 6. Christine Bechtel; 7. Marie Bechtel; 8. Elisabeth Vogt; 10. Elise Schminke und 11. Anna Elisabeth Schaub.

5. Lehrer Rudolf Sendke mit seinen Schülern der Geburtsjahrgänge 1895/1896. Obere Reihe von links: Simon Schminke, Wilhelm Wendel, Konrad Meyer, Heinrich Heitmann, Heinrich Reis, Wilhelm Heitmann, Adam Reis, Giese Heitmann, Jakob Kimm, Jakob Oliev, Otto Richter, Hans Bubenheim und Georg Lipphard. Zweite Reihe: Heinrich Rudolph, Wilhelm Schminke, Adam Bohne, Georg Bernhardt, Martin Schidt, Konrad Heitmann, Heinrich Krause, Heinrich Löber, Wilhelm Kimm, Hans Rudolph, August Schaub, Jakob Bernhardt und Ludwig Koch. Dritte Reihe: Lene Rudolph, Lischen Gillich, Anna Römer, Elise Heinemann, Marie Brede, Densa Richter, Christine Ring, Anna Heinernann, Jenny Blum, Lene Heinemann, Marie Schaub, Martha Ring, Hans Lipphard, Sophie Reis, Hans Gillich, Anna Elisabeth Dippel. Anna Eckhardt, Marie Krause, Marie Klüppel, Wilhelmine Heinernann, Anna Elisabeth Rudolph, Marie Wöllenstein und Justus Ring. Vierte Reihe: Elise Schminke, Sophie Brede, Adam Schütz, Louis Schminke, ein Unbekannter, Marie Schmidt, Katharina Schmidt, Marie Heinemann, ein Unbekannter, Minna Reis, Elise Krönert, Lischen Heine, Wilhelm Koch, Wilhelm Koch und Justus Heinemann.

6. Lehrer Heinrich Cress mit der Schulklasse der Geburtsjahrgänge 1901/1902. Die Schüler von oben links: August Ickler, Heinrich Heinemann, Jakob Schmidt, Hans Kimm, Hans Rüppel, Fritz Schminke, Fritz Ring, August Gillich, Heinrich Brede, Karl Kröner, Wilhelm Rudolph, Jakob Heine, Adam Gertenbach und Willi Heinemann. Zweite Reihe: Martin Reis, Elisabeth Bernhardt, Marie Bechtel, Katharina Heitmann, Maria Schäfer, Luise Kimm, Marie Heinemann, Anna Rohde, Christine Bechtel, Anna Wendel, Elise Kistner, ein Unbekannter und Adam Mai. Dritte Reihe: Adam Reis, Helene Wöllenstein, Anna Wöllenstein, Elisabeth Koch, Emma Krause, Elise Rudolph, Christine Heitmann, Marie Steinhäußer, Katharina Giese, Minna Bohne, Anna Schminke, Christine Heinemann und Marie Heitmann. Vierte Reihe: Adam Sohl, Wilhelm Bubenheim, Georg Wendel, Heinrich Friedrich, Kar! Richter, Justus und August Gillich, Hermann Bernhardt, August Krause, Konrad Koch, Heinrich Ring, Heinrich Schwarz, Heinrich Kleinhans. Johannes Hohbein und Georg Bechtel.

7. In den früheren Jahren bildeten stets zwei Geburtsjahrgänge eine Schulklasse. Auf diesem Bilde sehen wir den Lehrer Heinrich Kraft mit den Schülern der Jahrgänge 1908/1909, auch jüngere Geschwister von mehreren Schülern sind mit auf dem Bilde. Von oben links: Anna Rudolph, Minna Vogt, Elisabeth Vogt, Sophie Friedrich, Christine Oliev, Anna Henning, Katharina Wendel, Elise Hohbein, Elisabeth Heinemann, Maria Eckhardt, Marie Fülling, Elisabeth Wöllenstein und Christine Wöllenstein. Zweite Reihe: Minna Oliev, Minna Bohne, Sophie Schröder, Anna Oliev, Elise Grede, Anna Heine, Marie Krause, Marie Rabe, Minna Kimm, Luise Viereck, Elisabeth Klüppel, Katharina Heinemann, Luise Dippel und Katharina Schmidt. Dritte Reihe: Adam Heinemann, Georg Friedrich, Simon Koch, Georg Schmidt, Rudi Schmaling, Justus Reis, Hans Große, Heinrich Reuter, Adam Schröder, Adam Bubenheim, Hans Ring, Hans Kluppel, Paul Weise und Adam Reis. Vierte Reihe: Wilhelm Heinemann, Ludwig Kistner, Hans Keßler, Hans Mai, Georg Seil, OHo Schmeißing, Wilhelm Oliev, Georg lckler, Hans Gillich, Hans Peter, Franz Wöilenstein, Jakob Mänz und Hans Wilhelm. Fünfte Reihe: Georg BolI, Heinrich Wendel, Wilhelm Henning, Heinrich Wendel, Heinrich Mai, Hans Schmidt, Heinrich Bick, Hans Sohl, Justus Kimm, Adam Koch, Hans Koch und Heinrich Klüppel.

8. Ein Familienbild aus dem Jahre 1907. Es zeigt den Schuhmachermeister Giese May aus Sand mit seinen Angehörigen.

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