Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1555-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Dieses erste Buch über die neue Stadt Ennigerloh mit den Stadtteilen Enniger, Ostenfelde und Westkirchen bietet eine Zusammenstellung von frühen Fotos und alten Ansichtskarten. Sie wurden teilweise hervorgekramt aus Schubladen und Fotoalben, teilweise lagen sie bereits aufbereitet im Gemeindearchiv.

Für den Stadtteil Enniger trug Herr Egon Stutenkemper mit Fotos aus seinem Archiv und mit Texthinweisen zu diesem Buch wesentlich bei. Die Abbildungen aus dem Stadtteil Ostenfelde trug der Heimatverein zusammen. Für Ostenfelde hat Herr Josef Otterpohl unermüdlich Bilder gesammelt. Allen Helfern sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Aber auch allen anderen Leihgebern, die aufgrund von Presseaufrufen ihre Fotos oder Postkarten zur Verfügung gestellt haben, dankt der Herausgeber dieses Bändchens von Herzen.

Das verfügbare Material und der Charakter des Buches ließen keine historische Fotodokumentationen über Groß-Ennigerloh zu. Ziel war es, dem Betrachter ein Bild der Orte vor etwa fünfzig bis siebzig Jahren zu vermitteln. Es soll keine 'nostalgische' Betrachtung sein, sondern zu einem Vergleich des Vergangenen, des vielfach erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch kurzsichtige oder profitsüchtige Maßnahmen Zerstörten mit dem Gegenwärtigen herausfordern.

Die rasant zunehmende Zerstörung von historischer Bausubstanz, die Erfahrung der schnellen Veranderbarkeit überkornmener Dorfstrukturen und Erscheinungsbilder, fordern dazu heraus, sich auf das Vergangene zu besinnen. Allzu oberflächlich betriebene Planungen und eigene Initiativen der Eigentümer von Altbauten haben in den letzten Jahrzehnten zu einem bedauernswerten Verlust wertvoller Zeugen der Vergangenheit geführt. Dieser Verlust ansehnlicher, gewachsener und architektonisch gelungener W ohnhäuser bedeutet den Verzicht auf die Identität eines Ortes, die schnell durch eine unachtsame 'Sanierung ' ihre eigene Geschichte untergehen läßt. Glücklicherweise verfolgen in zunehmenden Maße die Bürger mit kritischen Augen diese Veränderungen und wehren sich gegen unbedachte Planungen. Leider gilt es für nahezu alle bundesdeutschen Orte, wenn man sagt, daß in noch keinem Zeitalter vor uns so viel von humanem Städtebau geredet und in der Praxis diesen Grundsätzen zugleich so heftig entgegengearbeitet wurde wie heute!

Daher soll dieser Band wie alle anderen dieser Reihe ' ... in alten Ansichten' eine Stütze für jeden sein, der um die Erhaltung des Stadtbildes eines Wohnortes kärnpft.

Bildquellennachweis:

Binner, Gerhard, Ennigerloh: 4,6,53,67. Finkeldey, Heinrich: 74.

Fö!ling, Heinrich: 68,69.

Frisch, Gerd: 58, 76.

Gemeindearchiv Ennigerloh: 5,7,8,12,15,16,17,22. Heirnatverein Ostenfelde: 42,43,47,48,50-53,55,56. Heitfeldt, Maria (Schmallenberg): 61,62.

Kreisarchiv Warendorf: 1, 9, 11, 13, 14,45, 49, 54. Landesdenkmalamt Münster: 2, 3, 44, 46. Mackenbrock, Herbert, Ennigerloh: 21.

Mefus, Franz-Josef: 73.

Meinung, Arno, (t) Ennigerloh: 10, 19, 20. Mentrup, Bernhard: 66.

Mentrup-Heitf'eld, Trini: 63,75.

Niesse, Wilhelm: 60,64,65. Ottofrickenstein, Johanna, Ahlen: 18. Pöppelmann, Paula: 57.

Poggel, Josef: 70.

Schnitkemper, Heinrich: 72. Somrnerhage-Badde, Josefa: 59.

Stutenkemper Egonjlnteressengemeinschaft-Heimatverein Enniger: 23-41. Vedder, Theo: 71.

Literaturverzeichnis:

Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Beckum, 1892. Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Warendorf, 1936.

Siegfried Schmieder, Ennigerloh: aus der 'Geschichte eines münsterländischen Dorfes' (Manuskript befindet sich in Druckvorbereitung).

Westkirchen in Zeit und Bild, 1970.

1. Wahrscheinlich bereits im frühen 9. Jahrhundert wurde die Pfarre Ennigerloh vom Bischof von Münster gegründet. Schon bald siedelten sich Handwerker und Händler an der Kirche an, so daß sich allmählich eine kleine Siedlung bildete. Unsere Luftaufnahme aus dem Jahre 1906 zeigt bereits ein moderneres Ennigerloh, das umgeben ist von hochragenden Schornsteinen der Zementwerke. Doch der Verlauf der kleinen Gäßchen und die Art der Häuser zeigen uns noch ein ländliches Gemeinwesen, in dessen Mittelpunkt die Kirche steht.

Aufnahme: Josef Bott, Ennigerloh, 1906.

2. Die Kirche in Ennigerloh ist bereits seit über tausend Jahren Treff-, Sammel- und Mittelpunkt der Gemeinde. Die Kirche wurde um 1200 auf einer Geländeerhebung errichtet, wahrscheinlich als eine Kirchenburg. Die Kirche ist dreischiffig mit einem rechteckigen Westturm. Bei der im Jahre 1886/1897 vorgenommene Erweiterung der Kirche im neugotischen Stil wurde der Chorraum abgebrochen. Das auf unserem Foto sichtbare Hauptportal wurde später auf die Westseite des Turmes verlegt, die Fenster wurden ebenfalls vergrößert.

Aufnahme: Landesdenkmalamt Münster, 1892.

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3. Der Kirchenraum der Ennigerloher Kirche ist zweijochig, die Gewölbe sind kuppelartig und ruhen auf quadratischen Pfeilern mit je zwei rechteckigen Vorlagen. Die Langsbogen sind rundbogig. Die Ausführung der Pfeiler, Mauern und Gewölbe sind äußerst schlicht gehalten. Es fehlen völlig künstlerisch gestaltete Basen und Kapitelle an den Pfeilern. Nur ein schlichtes Gesimsprofil trennt die Pfeiler von den Gewölben. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1892 zeigt die Kirche noch in ihrem alten Zustand vor der Renovierung.

Aufnahme: Landesdenkmalamt Münster, 1892.

Kirchplatz

Ha uptstrasse

ENNIGERGOH.

4. Unsere Postkarte aus dem Jahre 1907 zeigt links den Ennigerloher Kirchplatz. Die Straße ist noch mit Kopfsteinen gepflastert. Die Eingangstreppen der Häuser reichen bis auf den Bürgersteig, Hier steht die Wiege der sich allmählich zum Ackerbürgerdorf sich umformenden Köttersiedlung, Es ist die Nordseite des Drubbel. Das rechte Bild zeigt einen Bliek auf die Bäckerei und Konditorei Groyen. Im Hintergrund ist der Kirchturm zu sehen. Beide Häuser haben bis heute ihr charakteristisches Aussehen rnit Ausnahme kleiner baulicher Veränderungen beibchalten. (Vergleiche auch Nummer 6.)

Aufnahme: Rolf & Co., Hannover, 1907.

5. Das Herzstück Ennigerlohs war der Drubbel mit seinen malerischen Fachwerkhäuschen. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1908 soll noch einmal die Erinnerung an Vergangenes hervorrufen. Denn dieser Drubbel mit den alten Häusern, den engen Gäßchen und Winkeln ist bis auf die Kirche im Zuge der Dorfsanierung dem Neuen, Modernen gewichen und somit den jüngeren Ennigerlohern nur noch ein Bild aus alter, vergangener Zeit. Hier wohnten in den vergangenen Jahrhunderten die einflußreichsten Familien des Dorfes.

Aufnahme: Ignaz Otto, Ennigerloh, 1908.

Gruss aus Ennigerloh

6. 'Pastors Brink', wie einst dieser Teil der Clcmens-August-Straße hieß, vor sicbzig Jahren. Die Mauer zum Kirchhof hin trägt noch einen Eisenzaun. Die Mauer wurde erst irn Jahre 1940 erhöht. Das kleine Giebelhans vor dem Ostchor der Kirche gehörte bis 1940 der Familie Reinke. Es wurde 1960 abgebrochen. Das Haus in der Mitte ist die Konditorei Groyen. Das Haus links gehörte dem Textilkaufmann Grüneberg, der 1847 sein Geschäft gegen de Widerstand des Gemeinderats eröffnete. Es war eine 'Neue Tuch- und Modewaren-Handlung'.

Aufnahme: Ignaz Otto, Ennigerloh, 1908.

7. Eine Straßenszene aus der Ennigerstraße um 1930, die damals noch Münsterstraße hieß. Das Haus rechts mit dem großen Einfahrtstor war bis 1927 das Hotel Hubertushof. Carl Roloff baute das Haus zu einem Manufakturwarengeschäft urn. Im Jahre 1750 wird die Gastwirtschaft, deren Besitzer damals die Familie Struick war, 'Im weißen Pferd' genannt. Danach war das Haus im Besitz der Familie Badde, bis es in den Besitz der Familie Schleemann kam. In den Jahren der Entwicklung der Ennigerloher Zementindustrie entstand hier schließlich ein Hotel. 1939 kam das Haus zum Altenheim Marienstift.

Aufnahme: Ignaz Otto, Ennigerloh, um 1930.

8. Die Neue Straße in Ennigerloh im Jahre 1904. Die Straße ist noch nicht gepflastert, das Bild zeigt noch ein ländliches Ennigerloh. Pferde- und andere Karren stehen am Straßenrand, die Kinder spielen ungehindert auf der Straße. Die beiden Schornsteine gehören zu zwei Brennereien, von denen es in Ennigerloh mehrere gab, wie auch eine Vielzahl von Gastwirtschaften vorhanden war. Die Bauart der meisten Häuser läßt den Ursprung aus einer Kötterstelle erkennen. Auch hier reichen wie am Kirchplatz die Eingangsstufen der Häuser über den kleinen Bürgersteig hinweg bis an den Straßenrand.

Aufnahme: Ignaz Otto, Ennigerloh, 1904.

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