Eschwege in alten Ansichten

Eschwege in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Karl Kollmann
Gemeente
:   Eschwege
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6562-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschwege in alten Ansichten'

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Einleitung

Siebzehn [ahre ist es her, daß über unsere Stadt ein Bildband erschien - Zeit also, eine neue Ausgabe mit größtenteils veränderter Bildauswahl vorzulegen. Die Herausgeber haben sich entschlossen, den dargestellten Zeitraum zu begrenzen und den Band mit achtzig alten Fotos in zwei große Abschnitte einzuteilen.

Der erste Abschnitt zeigt das Bild der alten Stadt, wie es nur wenige noch aus direktem Miterleben kennen, in Abbildungen aus der Zeit von etwa 1880 bis 1930. Auch in jenen [ahren hat sich schon einiges verändert, aber die großen Umwälzungen im Stadtbild kamen erst später: es blieb der Nachkriegsgeneration vorbehalten, die Stadt nach ihren Vorstellungen zu 'modernisieren'; im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von Zerstörungen weitgehend verschont geblieben. Dennoch hat sich bis heute eine große Anzahl der stadtbildprägenden Fachwerkbauten erhalten, und der Umgang mit historischer Bausubstanz hat sich auch hier zum Positiven gewandelt.

Der zweite Teil des Bandes behandelt in chronologischer Abfolge bedeutende und weniger bedeutende Ereignisse aus der Zeit von 1843 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Eschwege wuchs damals über den mittelalterlichen Mauerring hinaus, erhielt einen Bahnhof, eine Gasanstalt und ein Elektrizitätswerkeine neue Zeit brach an. Den Anschluß an die Entwicklung in den Ballungsgebieten konnte die Stadt jedoch nicht schaffen,

und schon lange vor Weltkrieg und Inflation ist der Stillstand bzw. Rückschritt in den traditionellen Wirtschaftsbereichen nicht zu übersehen. Die Bilder spiegeln hiervon nur wenig wieder, sie vermitteln uns heute meist den Eindruck der' guten alten Zeit' , die nur für die wenigsten wirklich eine gute Zeit war.

Daß Eschwege für die betreffende Zeit so gut fotografisch dokumentiert ist, liegt nicht zuletzt an der Fotografenfamilie Tellgmann, die schon vor der Mitte des 19. Jahrhunderts hier tätig war, sich aber erst später aufDauer hier niederließ. Das älteste Foto aus demjahre 1843 stellt schon eine Rarität dar, und die Firma gibt später als ihr Gründungsjahr sogar 1841 anzwei [ahre nach Erfindung der Fotografie wäre dies eines der ältesten Ateliers in Deutschland.

Eine große Anzahl von Aufnahmen aus dem Hause Tellgmann wird heute im Eschweger Stadtarchiv aufbewahrt. Aus diesem Fundus konnte man für die Verwirklichung dieses Bildbandes schöpfen. Der Dank des Herausgebers gilt daher in erster Linie den Mitarbeitern des Archivs, Herrn Wolf-Dietrich Gehler, Herrn Karlfritz Saalfeld und Herrn Dieter Vollprecht.

Kar! Kollmann

1 Auf dieser im [ahre 1905 abgeschickten Ansichtskarte sieht man das Eschweger LandgrafenschIaß, eines der hervorragenden Bauwerke der Stadt. In seinen ältesten Teilen geht es auf eine Burg aus dem Ende des 14. [ahrhunderts zurück, der größte Teil der Bausubstanz stammt aber aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Nur zeitweise residierte hier eine Nebenlinie der hes si sc hen Landgrafen; meist war das Schloß Verwaltungssitz, wie auch heute: in den historischen Räumen befindet sich seit 1974 die Verwaltung des Werra-Meißner-Kreises, davorseit 1821 - des Kreises Eschwege. Das Türmchen auf dem sogenannten Pavillon (linke Bildhälfte) beherbergte zur Zeit der Aufnahme noch nicht die Eschweger Symbolfigur, den Dietemann; er wurde erst 192 7 installiert. Das Schloß

ist dem Zeitgeschmack entsprechend verputzt. Die kleinen Büsche links und rechts des Eingangs durch die Arkade sehen wie nachträglich in das Foto hineingezeichnet aus; sie sind offenbar gerade

erst gesetzt worden, denn auf Bildern von 1903 erscheinen sie noch nicht.

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2 Blick auf den Schloßplatz von Südwesten, in Richtung auf die Häuserzeile, die dem Schloß gegenüberliegt. Die von Reichensachsen bzw. Niederhone kommende Straße verläuft noch nicht gerade in die Forstgasse hinein, sondern beschreibt einen Bogen um einen leeren Platz. Auf der Ecke das Doppelhaus des Kaufmanns [ulius Pappenheim (Schloßplatz 8), links daneben die Gaststätte 'Deursches Haus', von 1890 bis 1896 vom Bierbrauer und Wirt Heinrich Möller geführt, aus dessen Zeit die Hausinschrift stammt; seine Witwe führte die Wirtschaft nach dem Tode ihres Mannes weiter. Auf dem Platz steht eine vierarmige Gaslaterne, daneben ist eine 1890 installierte' Annoncenuhr' zu sehen. Das Bild ist vom Fotografen auf das [ahr 1900 datiert.

3 Das Hotel Koch am Schloßplatz

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4 Der Marktplatz von Osten, 1908. Die Bäume auf dem Platz verdecken das Germaniadenkmal, das damals auf dem Marktplatz stand. Das Alte Rathaus und die Fleischschirne (im Hintergrund) sind noch verputzt; sie wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg freigelegt. Das Holzapfelsche Haus (Marktplatz 15) steht schon und füllt die jahrhundertelang bestehende Lücke zwischen den alten Fachwerkhäusern aus. Am Eckhaus, der Kolonialwarenhandlung Ernst Mangold, wird für die Marke 5010- Kaffee geworben. Die antennenähnlichen Gebilde auf den Hausdächern sind Masten der Telefonleitungen, die über die Häuser geführt wurden.

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5 Der Marktplatz von Westen, um 1900. Der Platz wird dominiert von dem 1874 in den Anlagen errichteten Germaniadenkmal als Erinnerungsmal an den DeutschFranzösischen Krieg 1870/71. Das Denkmal wurde am Sedantag 1890 (2. September) hierher versetzt, mußte aber 1936 erneut weichen, da der Platz für Aufmärsche benötigt wurde. Das Grundstück Marktplatz IS ist auf diesem Bild noch unbebaut; hier entstand zwischen den alten Fachwerkhäusern 1904 ein markanter Steinbau im Stil der Zeit. Vor dem Manufakturwarengeschäft Carl Friedrich Werner erkennt man eine Reihe vonAbgrenzungssteinen, die mit einer Kette verbunden waren; sie befinden sich heute im 'Wernerschen Garten' hinter dem Haus.

6 Häuser am Obermarkt, um 1890. Neben der LöwenApotheke der Eingang zur Engen Gasse, erleuchtet durch eine Gaslaterne. Die kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg gegründete Apotheke befand sich bis 1893 im Besitz von Oscar Adams, dessen Namenszug auf dem Bild zu erkennen ist. Im Haus Enge Gasse 15 wohnte der Metzgermeister Friedrich Wilhelm Heinemann. Links und rechts am Bildrand sieht man zwei jüdische Geschäfte, die Manufakturwaren anboten: Levi Arche Plaut (Obermarkt 14) und Moses Cahn (Obermarkt 4). Die repräsentativen Fachwerkbauten waren damals, dem Geschmack der Zeit entsprechend, noch vollständig verputzt.

7 Die Marktstraße, um 1890 (damals noch Viehgasse ). Man blickt in Richtung Stad und hat die Geschäfte auf der nördlichen Straßenseite im Blick: unter einem Dach die Kolonialwarenhandlung Wilhelm Käbberich und der Schlosser Emil Käbberich, danach der Sattler Ludwig Hoffmann; im Haus Viehgasse 7 die älteste Niederlassung des Gold- und Silberarbeiters Friedrich Keulmann, der ab Ende 1887 ein Geschäft auf der anderen Straßenseite eröffnete (siehe Firmenschild), dann der Messerschmied Friedrich Gerlach. Im Hintergrund zwei Häuser am oberen Stad: die Putzmacherin Bertha Zeuch und der Goldarbeiter Carl Wimmel. Auf der linken Straßenseite erkennt man noch das Schild der 'Uhrrnacherci' Albert Löser.

8 Am oberen Stad, um 1890. Man hat die Häuser Stad 2 bis 1 2 im Blick: auf den Schmied Christoph Steinmetz, vor dessen Tür ein Leiterwagen steht, folgt der Kürschner Ludwig Lieberknecht, der das schmale Nachbarhaus stolz als 'HutFabrik' deklariert. Der Sattler Carl Meinung bringt in seinem ebenso schmalen Haus ein 'Möbel-Magazin' unter. Es folgt der Laden von Gottfried Schmidts Witwe und der Drechsler Wilhelm Jäger. Rechts im Vordergrund erkennt man das Oberteil des Kumpfes am oberen Stad, geziert mit einem Adler.

9 Ecke Stad / Herrengasse, um 1900. Im Eckhaus des Drechslers Eduard Soodmann stellt zu dieser Zeit die Schuhfabrik Mensing (Humboldtstraße) ihre Produkte aus. Es schließen sich die Geschäfte des Posamentiers Christoph Wille und des Schneidermeisters Reinhard Reitz an. In dem schmalen Haus Stad 28 betrieb Heinrich Heinemann eine Metzgerei. Er übernahm 1904 das benachbarte Gasthaus 'Zur ewigen Lampe' von [acob Stein, dessen Wirtshausschild auch auf den 'Ausspanu' hinweist.

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