Eschweiler in alten Ansichten Band 1

Eschweiler in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Eschweiler Geschichtsverein e.V.
Gemeente
:   Eschweiler
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2944-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschweiler in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Zur Entstehung des Bildbandes

Dieser Bildband zeigt, wie unsere Stadt zu 'Großvaters Zeiten' aussah. Er kann kein vollständiges Werk durch die Jahrhunderte sein. Die alteingesessenen Bürger unserer Stadt können auf den Abbildungen vertraute Objekte finden, an die sie sich erinnern. Die jüngeren Einwohner und Neubürger von Eschweiler werden sich ein Bild schaffen können von den Tagen 'der guten alten Zeit', wovon sie bereits etwas hörten. Unserem jungen Eschweiler Geschichtsverein e.V. wurde im vergangenen Jahr die Aufgabe nahegelegt, einen Bildband 'Eschweiler in alten Ansichten' zu erstellen. Zu dieser Zeit befanden sich im Archiv unseres Vereins erst wenige alte Aufnahmen. Der Vereinsvorstand stellte sich jedoch positiv zu diesem Vorhaben und erblickte darin eine sinnvolle Aufgabe, Eschweilers Entwicklung in dieser Art, also von etwa 1880 an, bildhaft wiederzugeben. Alte Ansichten von Straßenzügen, Plätzen und Gebäuden, die heute teilweise verschwundene oder baulich veränderte Situationen zeigen, sind ortsgeschichtlich .wichtige Dokumente.

Unser Verein rief darum im Juli 1978 alle Mitbürger unserer Stadt auf, uns bei der Herausgabe des Bildbandes zu unterstützen und Fotos sowie Postkarten, die in vielen Familien zur Erinnerung an frühere Zeiten aufbewahrt werden, zur Reproduktion leihweise zur Verfügung zu stellen. Bisher konnten - worüber wir sehr erfreut sind - rund I 000 Bilder, davon zirca

250 Postkarten, zusammengetragen werden.

Allen Mitbürgern unserer Stadt, der Stadtverwaltung Eschweiler, der 'Rheinbraun'-Verwaltung, dem Kreisbildarchiv Düren, dem Kreis- und Stadtarchiv Düren, den Heimatfreunden Kinzweiler sowie den Mitgliedern unseres Vereins-sagen wir von hier aus herzlichen Dank für die Mithilfe bei der Bildsamrnlung.

Zur Entwicklung unserer Stadt

Es kann hier selbstverständlich nicht die Entwicklung Eschweilers von den ältesten Siedlungsspuren der Bandkeramiker (4500 vor Christus) bis heute aufgezeichnet werden. Die Erstnennung Eschweilers (Ascvilare) erfolgte vor I 150 Jahren (828) durch Einhard, den Biografen Karls des Großen. Aus dem karolingischen Königshof (Meierhof) Kaiser Karls hat sich Eschweiler zu einer modernen Mittelstadt mit 54 000 Einwohnern entwickelt.

Bis zum Jahre 1750 ist ein mäßiges Wachstum zu verzeichnen. Der Ort wird mit 3 386 Einwohnern angegeben. Jedoch mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, dem Bau der Lebensadern - 'Rheinische Eisenbahn' von Aachen nach Köln (1841) und der 'Bergisch-Märkischen Bahnlinie' von Aachen-StclbergJülich nach Mönchengladbach (1873) - begann eine rasche Aufwärtsentwicklung. 1880 hatte man schon 15 610 Einwohner zur verzeichnen. Zur damaligen Gemeinde gehörten die Orte Eschweiler-Mitte, Bergrath, Röthgen, Pumpe, Sto lberg-Mühle und Röhe,

Das stärkste prozentuale Wachstum liegt also in der Zeit zwischen 1850 und 1900, in der Zeit des Aufblühens der heimisehen Eisenindustrie auf der Grundlage des Steinkohlenbergbaues. Eschweiler wird zu dieser Zeit als 'Wiege der Rheinischen Kohlen- und Eisenindustrie' bezeichnet.

Mit der zunehmenden Bevölkerung wuchs auch die Ausdehnung der Stadt. Das Hauptgeschäftszentrum südlich der Inde, also Grabenstraße, Neustraße, Englerthstraße, Marienstraße und weiter südlich war noch bis um 1820 unerschlossenes Gelände mit überwiegend Sumpfflächen und vereinzelten Gärten. In diesem Gebiet bis Röthgen hin waren nur der Pattemhof, die Eschweiler Burg und vereinzelte Häuser am Langwahn anzutreffen. Unsere Stadt entwickelte sich also dort erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Einen großen Gebiets- und Einwohnerzugewinn gab es durch die Gebietsneugliederung .1932/1935, wobei die Orte Bohl-Volkenrath, Hastenrath, Scherpenseel und Nothberg zum Stadtgebiet hinzu kamen. Die Gebiete Stolberg-Mühle, Donnerberg und auch der Stolberger Bahnhof wurden an Stolberg abgetreten. 1939 hatte Eschweiler 33 334 Einwohner. Am 1. Januar 1972 war die letzte Kommunale Neugliederung, wodurch die Orte Kinzweiler, Hehlrath, St. Jöris, Dürwiß, Langendorf, Fronhoven, Lohn, Erberich, Weisweiler und Hücheln zum Stadtgebiet hinzu kamen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Ortschaften Lürken, Laurenzberg und Pützlohn be-

reits dem fortschreitenden Braunkohlentagebau zum Opfer gefallen. Der Braunkohlentagebau prägt seit dem Aufschluß im Jahre 1909 weiterhin das ländlich strukturierte nördliche Stadtgebiet bis in das kommende Jahrhundert.

Leo Braun Gertrud Effertz Simon Küpper

BILDAUTOREN:

Kreisbildstelle des Kreises Düren: 96,97.

Stadt- und Kreisarchiv DÜTen: 115,117,148,150. Rheinische Braunkohlenwerke AG, Köln. Freigegeben durch den Reg. Präs. Düsseldorf am 21. Februar 1964: 102,108,145.

Hansmartin de Jong, ehemals Jülich, jetzt Mailand (Italien): 98, 101, 106, 107, 110, 116, 146, 147, 149, 153.

Die übrigen Bilder stammen aus privaten Händen; die Bildautoren möchten nicht besonders genannt sein. Ein Teil der Bilder stammt aus den Archiven der Heimatfreunde Kinzweiler und des Eschweiler Geschichtsvereins e. V.

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1. Die Westseite und die halbe Südseite des Gebäudebestandes am Marktplatz. Auf dem Bild sieht man unter anderem die Häuser Vierhaus, Mertens, Lingemann, Holle und Rörner, die bis heute teilweise unverändert sind. Im Vordergrund steht die St-Michaels-Statue, die 1906 errichtet wurde. Sie war ein Schmuckstück des Marktplatzes. Auch sie fiel 1943 die Luftrnine zum Opfer, die auf der Ostseite des Marktes explodierte. Die Statue des Erzengels Michael, in der bekarmten Darstellung als Drachentöter, war in Kupfer gefertigt und hatte eine Höhe von 4 Metern. Sie stand auf einem achteckigen Sockel von 3,3 Metern Höhe und wurde von der Firma Lahav & Rüsges gefertigt,

2. Bis zum Herbst 1678 besaß Eschweiler eine spätgotische Kirche, die am 4. Oktober dieses Jahres ein Raub der Flammen wurde. Sie wurde danach nur notdürftig repariert. Von einer stilgerechten Restaurierung konnte keine Rede sein. Am 24. Oktober 1880 wurde der Grundstein zum Größerbau der Pfarrkirche St. Peter und Paul gelegt. Auf dem Bild ist dieser Erweiterungsbau dargestellt. Aber der Turm trägt noch die alte Pickelhaube. Erst 1905 wurden die beiden obersten Stockwerke des Turmes erneuert und ein spitzer Turmhelm aufgesetzt.

3. Der Marktplatz mit der Hauptpfarrkirche St. Peter und Paul war bis zur Zerstörung im Krieg 1943 ein Bild der Idylle. Die Gebäude rechts im Bild wurden durch eine Luftrnine zerstört. Von der ursprünglich im rornanischen Stil erbauten Kirche steht nur noch der untere Turmbau aus dem 14. Jahrhundert. Die oberen Turmteile sowie das Kirchenschiff der Doppelkreuzkirche wurden im neugotischen Stil errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Turmspitze zerstört.

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Am Markt.

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4. Die Südseite und die Ostseite des Marktplatzes bis zur Zerstörung 1943. Im Hintergrund das Gründungshaus der Firma BaUT, früher Wappenschmied Gerhard BaUT. Der Platz vor den hinteren Häusern hieß nach einer Urkunde aus dem Jahre 1615 Weinhausplatz. In einem der Häuser wurde 1863 die erste Nummer des 'Katholischen Sonntagsblattes', woraus die heute noch erscheinende Tageszeitung 'Bote an der Inde' hervorging, herausgebracht.

Eschweiler. Ma~Rtplatz m. Mid1aelsdenkmal

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5. Bliek von der Treppe zur Peter-Paul-Kirche an der Michaelsstatue vorbei zur Südost-Ecke des Marktplatzes. Der kleine Platz zwischen Markt und Wollenweberstraße ist im Ursprung älter als der Markt und wird 'Weinhausplatz' genannt (laut einer Urkunde aus dem Jahre 1615). Zu dieser Zeit hatte der Marktplatz noch eine andere Bedeutung. Er lag höher und war Begräbnisplatz der Pfarre Peter und Paul.

6. Bliek von der Judenstraße durch die Marktstraße zur Peter-Paul-Kirche. Die Gebäude der rechten Straßenseite sind bis heute fast unverändert erhalten geblieben. Von der Bebauung der linken Seite der Marktstraße konnte bei den Sanierungsmaßnahmen vor zehn Jahren kein Gebäude stehen bleiben. Am Ende des Straßenzuges, fast an der Kirche angebaut, sieht man das Gasthaus 'Weinhaus von Reth'. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und mußte endgültig dem Durchbruch des Straßenzuges bis zur Dürener Straße weichen.

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7. Die Judenstraße war eine der ältesten Stadtstraßen Eschweilers. Hier der Bliek von der Einmündung der Neustraße zur Marktstraße hin. Judenstraße und Marktstraße führten im rechtwinkligen Verlauf zum Marktplatz. Die durchschnittliche Straßenbreite einschließlich der Trottoire betrug sechs Meter. Herrlich geschmückte Fassaden der dreigeschossigen Gebäude zieren die enge Straße. Im Vordergrund links das jüdische Schuhhaus Eckstein. Anschließend, in dem Haus mit dem prächtigen Erker, das Café Müller. Am Ende der Judenstraße blickt man auf das Hotel Wantzen. Es gehörte zu den ältesten Brauereien Eschweilers.

8. Bliek auf den Indelauf in Flußrichtung und mit der linksseitig vorbeiführenden engen Judenstraße. Der Fotograf stand auf der Brücke der Grabenstraße. Es ist eins der schönsten Bildmotive unserer Altstadt, das typisch für sie war. In der Mitte des Bildes ist die Brücke Neustraße erkennbar. Links im Bild unter anderem das Gemüsehaus der früheren originellen Marktfrau 'Granraths Marie'. Dieses Bildmotiv wird heute mit nostalgischem Bliek der alteingesessenen Bürger unserer Stadt als das 'Rothenburg Eschweilers' bezeichnet.

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