Essen-West in alten Ansichten

Essen-West in alten Ansichten

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen-West
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2989-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen-West in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das große zusammenhängende Wohngebiet im Westen der Stadt Essen, bestehend aus den heutigen Stadtteilen Altendorf, Frohnhausen und Holsterhausen, ist altes Bauernland, Land, das die Bauern in hunderten von Jahren dem großen Waldgebiet, der Ehrenzeller Mark, durch Rodungen abgerungen haben. Erst um 1835 wurde der letzte Rest, das Frohnhauser Holz im Südwesten Frohnhausens und im Süden Holsterhausens, unter die Markgenossen aufgeteilt und gerodet. Bis dahin reichte der Wald fast bis zur heutigen Holsterhauser- und Lehnbachstraße. Hier am Waldrand, der sogenannten Buschkante, entstanden Absplisse von Höfen und andere Kotten.

In das Licht der Geschichte tritt Essen-West im Jahre 966, als Kaiser Otto I. den Hof 'Ericseli' (= Ehrenzell) mit allem Zubehör dem Konvent des Essener Stiftes schenkt. Im 13. Jahrhundert kam der Hof an die Essener Äbtissin. Der Hof 'Ericseli' , das bedeutet 'Haus des Eric', lag etwa da, wo heute die Straße Westendhof in die Frohnhauser Straße einmündet. Altendorf wurde als planmäßige Siedlung von dem Hof Ehrenzell angelegt. Frohnhausen und Holsterhausen entstanden später und sind also jünger. In Frohnhausen siedelten die Leute, die von einem Herrn, dem Herrn von Ehrenzell, abhängig waren und

Holsterhausen bedeutet die Häuser der Leute, die im Holz, im Wald standen.

Jahrhunderte war dies sogenannte Dreibauerschaftsquartier mit dem Oberhof Ehrenzell ein Teil des Essener Stiftes, war nach der Säkularisation seit 1808 ein Teil der Munizipalität Borbeck und bildete seit 1874 die eigene Bürgermeisterei Altendorf, deren sichtbares Zeichen das Rathaus in Frohnhausen war. 1901 wurde die Bürgermeisterei nach Essen eingemeindet und hat seitdem die Bezeichnung Essen-West. Dieses Gebiet war zwar altes Bauernland, aber auch schon früh haben die Bauern und Kötter hier nach Kohle gegraben, wie alte Schriftstücke und Akten vermelden: so 1450 in Frohnhausen, 1472 in Holsterhausen und 1575 wird in Altendorf die Kohlengesellschaft 'Auf der Goes', Vorläuferin der späteren Zeche Hagenbeck, genannt.

Mit dem 19. Jahrhundert kam die Industrie, kam die Gußstahlfabrik Krupp, die sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts rasch ausbreitete. Mit ihr kamen Menschen aus allen Teilen unseres Vaterlandes. Krupp baute Siedlungen, so nebenanderen entstanden 1872/73 die Kolonie Schederhof in Holsterhausen, 1872-1874 die Kolonie Kronenberg in Altendorf und seit 1894 die Kolonie Alfredshof in Holsterhausen.

Und gerade das an der Fabrik gelegene Essen-West hatte dadurch den größten Zuzug an Kruppianern zu verzeichnen. Auch die Zeehen bauten Wohnhäuser. Eisenbahnen und Straßen wurden angelegt, Häuser, Kirchen und Schulen gebaut und , und, und ... Alles hier aufzuzählen, was neu entstand, ist unmöglich. Essen-West hatte sich bis zum Ersten Weltkrieg stark verändert. Aus den ehemaligen Bauerschaften waren Industriearbeitergemeinden geworden. Während 1822 im Dreibauerschaftsquartier 1 302 Menschen wohnten, waren es 1861 bereits 5353,1874 waren es 20468 und 1885 waren es 25 693 Menschen. Und bei der Eingemeindung im Jahre 1901 kamen 65701 Einwohner der damals größten preußischen Landgemeinde nach Essen.

Daß aber trotzdem die Bürgermeisterei vor rund einhundert Jahren ihren landwirtschaftlichen Charakter noch nicht eingebüßt hatte, zeigt eine Viehzählung aus dem Jahre 1883. Zu diesem Zeitpunkt waren noch vorhanden: 206 Pferde, 6 Esel, 309 Stück Rindvieh, 189 Schafe, 791 Schweine, 1 273 Ziegen und 28 Bienenstöcke. Diese wenigen Zahlen zeigen die stürmische Entwicklung Essen-Wests, Was damals entstand und gebaut wurde, zerstörten zum großen Teil die Bomben des Zweiten Weltkrieges. So sind die

genannten Kolonien verschwunden und ganze W ohn- . viertel, die in Schutt und Asche fielen, haben sich durch den Wiederaufbau abermals verändert. Heute haben die drei Stadtteile von Essen-West über 90000 Einwohner.

Dieses Bändchen zeigt Bilder von Häusern, Straßen und Menschen in ihren Lebensbereichen im alten Essen-West etwa aus der Zeit von 1880 bis 1930. Diese Bilder sollen bei den älteren Lesern Erinnerungen wecken und den jüngeren und den neu hinzugezogenen zeigen, wie es in ihrem Stadtteil damals ausgesehen hat und ihnen in etwa ein Bild der damaligen Zeit in ihrem Wohnbereich vermitteln.

Mühsam war die Suche nach diesen Bildern. Postkarten wurden damals wenig hergestellt und die Fotos stammen fast alle aus Privatbesitz. Deshalb bitte ich um Verständnis, wenn sie nicht immer die Qualität heutiger Fotos besitzen. Ich danke hiermit allen, die mir bereitwilligst die Bilder zur Verfügung gestellt haben.

Sollten sich in dem Text Fehler eingeschlichen haben, dann bitte ich um Nachsicht. Ich hoffe aber, daß dieses Bändchen den älteren und jüngeren Altendorfern, Frohnhausern und Holsterhausern, also allen 'Essen-Western', Freude bereiten wird.

1. Altendorf im Jahre 1886 nach einem Ölbild von J. Scheiner. In der Bildmitte liegt das langgestreckte Dorf. Davor links ist die Kolonie Kronenberg zu erkennen. Die Altendorfer Straße, die 'Chaussee', wird im Vordergrund von der Kruppschen Werksbahn gekreuzt, die von der Zeche Sälzer und Neuack zum Bahnhof Bergeborbeck führte. Dahinter liegt rechts die Wirtschaft Crone und, mit den zwei hohen Schornsteinen, die Brauerei von ElshorstjKniepkarnp (Kronenbrauerei). Hinter dem Dorf dehnen sich noch die Felder mit der Windmühle. Heute steht hier das Schulgebaude zwischen der Heinrich-Strunk-Straße und Besselstraße. Im Hintergrund erkennt man die beiden Schächte der Zeche Hagenbeck.

2. Der alte Thol-Hof um 1900. Die Hofstelle nimmt jetzt zum Teil der Helmholtzplatz ein. Heute hat man Mühe, die Lage der früheren Höfe zu bestimmen.

3. Der alte Suers-Hof war dem Thol-Hof benachbart. Er stand dort, wo heute der Häuserkomplex zwischen der Sälzerstraße, dem Heimholtzplatz und der Unterdorfstraße ist.

4. Der Kleine-Hof stand früher an der Ecke der heutigen Heinitz- und Buddestraße in Altendorf. Auch dieses Hofgebäude war, wie alle anderen Bauernhäuser in diesem Gebiet, ein typisches niederdeutsches Hallenhaus. Bis auf einige wenige in Frohnhausen, sind die alten Fachwerkhäuser im alten Essen-West verschwunden.

5. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1906 zeigt die bekannte Altendorfer Familie Philipsenburg vor ihrem Kotten, der zwischen der heutigen Sälzer- und Buddestraße lag. Oben links steht der damalige Kirchenrendant Josef Philipsenburg. Es wird heute schon schwierig, die frühere Lage der alten Höfe und Kotten anzugeben.

6. Dieser Kotten ist nur noch wenigen alten A1tendorfern bekannt. Es ist der Keyenburg-Kotten an der Unterdorfstraße nahe der heutigen Zirkelstraße. Alle Höfe und Kotten von A1tendorf sind heute nur noch Erinnerung und leben in wenigen alten Bildern und einigen Straßennamen weiter.

7. Hier haben sichJm Jahre 1898 die Gesellen und Lehrlinge der Huf- und Wagenschrniede von Friedrich Tiegelkamp für den Fotografen 'aufgebaut'. Diese Schmiede befand sich auf dern Hof Haskenstraße Nr. 4 und bestand seit 1877. Bis vor einigen Jahren war der Enkel Friedrich Tiegelkamp ebenfalls noch als Hufschmied tätig.

Esst!n-Wt!st

8. Die Altendorfer Straße im Jahre 1910 in Höhe der Einmündung der Haedenkampstraße mit dem Bliek nach Westen. Rechts im Vordergrund ist die frühere bekannte Wirtschaft Crone zu sehen, in der sich ein großer Teil des Altendorfer gesellschaftlichen Lebens abspielte. Dahinter rechts zweigt die heute zur Dickmannstraße gehörige damalige Barkhofstraße ab,

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