Essen in alten Ansichten Band 1

Essen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2464-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen in alten Ansichten Band 1'

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ZUM GELEIT

Bildbände mit alten Ansichten der Stadt Essen gibt es bereits einige, so unter andern von Professor Franz Feldens, Professor Hans Tümmler oder DI. Gerhard Bechtold. Aber jedes Buch ist unter bestimmten Aspekten und mit bestimmten Themen zusammengestellt worden, sodaß sie sich wenig gleichen und man in jedem andere oder neue Bilder entdecken kann. Gerne habe ich dem Vorschlag des Niederländischen Verlages 'Europäische Bibliothek' zugestimmt, in der Reihe ihrer Bildbände von niederländischen, belgischen, französischen oder deutschen Städten auch einen Band mit alten Ansichten der Stadt Essen zusammenzustellen. Es sind nicht nur Postkarten, sondern auch Fotos von Gebäuden, Straßen und Plätzen ausgewählt worden, die zum Teil nicht mehr vorhanden sind und sich zum anderen Teil doch mehr oder weniger stark verändert haben. Auch Bilder von Ereignissen oder Personengruppen wurden aufgenommen, die im Leben der Stadt eine mehr oder minder große Rolle spielten oder stellvertretend für jeden Stadtteil gelten können, wie zum Beispiel das Bild vom Kinderschützenfest in Schönebeck. Zeitmäßig stammen die Fotos etwa aus der Zeit zwischen 1880 und 1930. Zum besseren Verständnis

der Veränderungen stammen aber auch einige Bilder aus späterer oder jüngerer Zeit. Es sind also Bilder. bei denen der eine sagt: 'Ach ja, so war es' und der andere ausruft: 'Guck mal da, das kenne ich auch noch!' Die Jüngeren oder Neubürger können sehen, wovon oft erzählt wurde oder wird. Sie sehen aber auch, daß sich die Stadt nicht nur vor ihren Augen verändert, sondern auch, wie sie sich in den letzten rund einhundert Jahren gewandelt hat. Es ist gerade die Zeit, in der sich Essen von der Ackerbürgerstadt zur Industrie- und dann zur Einkaufsstadt und zur Metropole des Ruhrgebietes wandelte. Dabei kann man feststellen, daß die beiden Weltkriege nicht nur Zäsuren in der geschichtlichen Entwicklung, sondern auch im Wandel und Aussehen der Stadt waren. Gerade der Zweite Weltkrieg hat große Lücken im Aussehen Essens geschlagen und vieles zerstört, was den älteren Bürgern so vertraut war.

In diesem Bildband sind nicht nur Fotos der eigentlichen Stadt aufgenommen worden, sondern auch Bilder aus dem gesamten Stadtgebiet, also den Orten und Gemeinden, die zwischen 1901 und 1976 eingemeindet wurden und im gesamten ungefähr die Gebiete der alten Territorien des Stiftes Essen und

der Abtei Werden umfassen. Hier mußte man sich allerdings bescheiden, denn das Thema würde mehrere Bände füllen.

Wir beginnen unseren Streifzug durch das Stadtgebiet am südlichen Bahnhofsvorplatz, der 'Freiheit', wandern die 'Kettwiger' und die ehemalige Burgstraße hinunter bis zum Markt. Wir machen Absteeher über das alte 'Steeler Tor' zum Alfrediplatz, gehen zum Viehofer Platz und zur 'Limbecker', blieken in Seitenstraßen, Nebengassen und auf bekannte Plätze und kommen zum Limbecker Platz. Der Weg führt uns weiter nach Westen durch die Krupp'sche Fabrik über Altendorf nach Borbeck. Über die nördlichen Stadtteile Altenessen und Karnap geht es nach Katernberg, Stoppenberg, Schonnebeek und Kray. Dann wandern wir von Frohnhausen über Holsterhausen in das Mühlbachtal und kommen über die Margarethenhöhe und Haarzopf zum Flughafen Essen-Mülheim. Wieder vom südlichen Bahnhofsvorplatz ausgehend, gehen wir über Rüttenscheid nach Bredeney und über das Südviertel nach Huttrop. Von Steele machen wir einen Absteeher nach Überruhr und Burgaltendorf. Darauf wandern wir das Ruhrtal abwärts über Rellinghausen, Heisingen, Kupferdreh und werfen dann

emige Blicke in die alten Gassen von Werden und beenden die Wanderung in Kettwig, Dabei begegnen wir außer mehr oder weniger bekannten, nicht mehr vorhandenen Gebäuden, Geschäften, Wirtschaften, Straßen und Plätzen auch den Menschen der darnaligen Zeit. Wir erleben Denkmalseinweihungen, Kaiserbesuche und Zeppelinlandungen und bekommen mit der Darstellung von Marktszenen, Fastnachtsgruppen, Kriegervereinen und einem Kinderschützenfest einen kleinen Einblick in das damalige Leben.

Danken möchte ich allen, die mich bei der Zusammenstellung dieses Bildbandes unterstützt haben, vor allem dem Ruhrlandmuseum der Stadt Essen, der Stadtbildstelle und dem Postkartensammler Arnold Weiler. Gewiß sind einige Bilder dabei, die man kennt und die man schon mehrfach gesehen hat, aber es sind auch viele Fotos dabei, die noch nie veröffentlicht wurden und ich hoffe, daß der Leser seine Freude daran hat. Und sollten sich irgendwie Irrtümer in die Beschreibungen eingeschlichen haben, so bitte ich dafür um Nachsicht und kann mich nur mit dem Satz entschuldigen: 'Irren ist menschlich'.

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983.

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1. Ansicht der Stadt um 1900 von Osten, von dem Platz des neuen Rathauses her. Von links nach rechts sind zu sehen: die Kuppel des Opernhauses, die Türme der Münster-, J ohannis- und Pauluskirche, der Turm des Rathauses, der Turm der Marktkirche und das Glockentürmchen der Heiligen-Geist-Kapelle am Kopstadtplatz. Vorhanden sind heute davon nur noch der Turm der Johanniskirche und ein neuer Dachreiter der Münsterkirche.

2. Ein früher vertrauter Anblick von der Krupp'schen Fabrik, von der die Stadt in der Hauptsache lebte, die ihr aber auch ihren Stempel aufdrückte. Heute kann man sich diesen Schornsteinwald eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Der Bliek geht über die ehemalige Krupp'sche Feuerwache an der Schederhofstraße hinweg auf das Fabrikgelände mit der Hauptverwaltung und der Zeche Sälzer-Neuack. Links im Vordergrund liegt die Bunsenstraße. Die Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren.

3. Was auf diesem Bild aus dem Jahre 1890 gezeigt wird, könnte eine Preisfrage sein. Es zeigt die Stelle, an der sich heute der südliche Bahnhofsvorplatz, die 'Freiheit', befindet. Links ist das alte Krankenhaus Huyssens-Stiftung. Dahinter steht der Wasserturm des Bergisch-Märkischen Bahnhofs. Rechts ist die Mauer des alten Friedhofs zu sehen. Dahinter liegt die Gastwirtschaft der Witwe Peter Wink. Heute ist hier etwa die Südwestecke des südlichen Bahnhoftraktes.

Essen

Huyssens-Stiftung

Handelshof

Hauptbahnhof

4. Um 1920 hatte sich der südliche Bahnhofsvorplatz vollkommen geändert. Links steht das Krankenhaus Huyssens-Stiftung, das 1934 im Südostviertel einen Neubau erhielt. Dahinter ist der Eekturm des Postamtes zu sehen. Das einzige Gebäude, das heute noch vorhanden ist, ist das Hotelgebäude 'Handelshof . Selbst der Hauptbahnhof hat sein Aussehen verändert.

5. Diese Aufnahme wurde im Jahre 1910 gemacht und zeigt den südlichen Bahnhofvorplatz an einem Sonntag. Links führen die Straßenbahnschienen in die Schillerstraße. Rechts auf dem Bild ist die Mauer des alten Friedhofs. Zwischen Bahnhof und Friedhof liegt die Hohenburgstraße. Heute kann man nicht mehr so ungezwungen hier über die Straße gehen; Ampeln regeln jetzt den Übergang.

6. Der alte Essener Hauptbahnhof, der Bergisch-Märkische Bahnhof', von den Essenern in Abwandlung der Abkürzung HB spöttisch 'Holzbude' genannt, stand von 1862 bis 1902 gegenüber der heutigen Hauptpost. Der Stationsvorsteher kündigte noch jeden einlaufenden Zug mit lauter Stirnrne und dem Bimrneln der Handglocke an. Die Fahrgäste, die in der Bahnhofswirtschaft und im gegenüberliegenden Hotel 'Märkischer Hof' oder bei Reetze noch ein Bier tranken, mußten sich dann beeilen.

7. Der Hauptbahnhof, seit 1902 an der heutigen Stelle, ist allen Essenern noch in liebevoller Erinnerung, Die große Halle mit dem Stimmengewirr der Reisenden, vermischt mit den Ausrufen und Durchsagen der Bahnbeamten und dem Donnern der einlaufenden Züge, hatte eine eigenartige Atmosphäre. Besonders die Uhr an der Ecke - und die Uhr in der Halle - hat so mancher sein Leben lang nicht vergessen. Sie waren beliebte Treffpunkte bei Verabredungen. Die Aufnahme entstand in den dreißiger Jahren.

8. Auf dem Grundstück des alten Defaka- 'und des neuen Horten-Kaufhauses standen im Jahre 1896 links das Haus des Justizrates Bohnstedt. Am Haus vorbei führte das Bohnstedtsgäßchen, später Judengäßchen genannt, zu der Bohnstedts Wiese, die in der Nähe der heutigen Maxstraße lag. Neben dem Gäßchen lag das Haus des Kunstgärtners Kar1 Böhnert mit gepflegtem Vorgarten und einem Ausstellungsraum für Blumen. Böhnert hatte drei Jahrzehnte vorher die Gestaltung des Städtischen Gartens, dem späteren Stadtgarten, ausgeführt.

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