Freital in alten Ansichten Band 1

Freital in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Huth
Gemeente
:   Freital
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5521-2
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freital in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Freital ist eine junge Stadt, sie wurde 1921 gegründet. Die Gemeinden Deuben, Döhlen und Potschappel schlossen sich als erste zu einem Gemeinwesen zusammen; weitere folgten unmittelbar danach oder in späteren Jahren. Der dargestellte Zeitraum zwischen etwa 1880 und 1930 besteht hauptsächlich aus der Geschichte der früheren Gemeinden. Die Ortschaften. zumeist schon im 13. und 14. Jahrhundert entstanden heute Stadtteile -, hatten unterschiedliche Bedeutung, was sich auch in der Anzahl der damals gedruckten Ansichtskartenmotive zeigt.

Eng verknüpft ist Freital mit dem Begriff 'Plauenscher Grund', umreißt er doch territorial das Gebiet der heutigen Stadt und ihre Umgebung. Verstand man früher darunter das Tal von (Dresden-) Plauen bis nach Tharandt, so ist streng genommen eigentlich dort die obere Grenze zu ziehen, wo der Rabenauer Grund und das Wilde Weißeritztal in Richtung Tharandt beginnen. Es lag also nahe, den Zugang nach Freital von Dresden her, den heutigen engeren Plauenschen Grund, hier mit einzubeziehen.

Gleich kleinen Oasen lagen ursprünglich die Orte in der Talweitung verstreut. Der genügsame Acker- und Obstbau ernährte die Bewohner; lediglich die Mühlen am Flußlauf waren größere Anlagen. Dies sollte sich mit dem Aufkommen des Steinkohlenabbaues bald ändern. Aus kleinen Bauernschächten und gutsherrlich betriebenen Gruben entstanden größere Schachtanlagen. Und eben das Vorhandensein von Kohle begünstigte mit Beginn des 19. Jahrhunderts die Ansiedlung von Industrie. Manche noch heute existierende Betriebe haben ihre Wurzel in diesen frühen Anlagen.

Eine bessere Kommunikation mit der Landeshauptstadt dürfte die nach 1745 erfolgte Anlage einer Fahrstraße durch den Grund bewirkt haben. Aus der Zeit der Romantik ist überliefert, daß unsere Gegend ein gern besuchtes Ausflugsgebiet für Dresdner Bürger war, wie auch die Künstler dieser Zeit hier ihre Motive fanden.

Mit dem Bau der Albertbahn Dresden-Tharandt 1855 hatte man den technischen Anschluß an die weite Welt erreicht. Neue und größere Betriebe

ließen in der Folgezeit die Belegschaftszahlen ansteigen, die Einwohnerschaft wuchs. Die Ortschaften weiteten sich aus - aufeinander zu, und schon seit der lahrhundertwende hatte es Bestrebungen gegeben, die Dörfer, die nun schon städtischen Charakter besaßen, zu vereinigen.

Alle Ansichtskarten sind aus dem Fundus des Bergbau- und Heimatmuseums 'Haus der Heimat'. Die Auswahl war vom Vorhandenen abhängig. Möglichst alle Stadtteile - auch die neueren - sollten berührt werden.

Bilder, die eine größere textliche Aussage zuließen und seltene Motive erhielten Vorrang. Neben der Erklärung des Dargestellten wurden die Texte auch, wo es sich anbot, mit weitergehenden Fakten und Zahlen angereichert.

So findet der Leser und Betrachter Bekanntes neben Unbekanntem, Verschwundenes neben Verändertem.

Bei der Ermittlung von Einzelheiten stößt man auf viele Lücken. Es gibt noch keine zusammenhän-

gende Chronik unseres Gebietes - vor allem, was die jüngere Zeit betrifft. Eine wahre Fundgrube ist die Chronik von Leßke, die aber leider mit dem Jahre 1902 endet.

Gute Dienste leisteten die Publikation 'Freital' (1924), herausgegeben von Oberbürgermeister Dr. Wedderkopf, und das Buch von Stadtbaurat Bock (1930).

Manches konnte Arbeiten der verdienstvollen Heimatforscher Edgar Rudolph und Dr. Hellmuth Heinz entnommen werden, wie auch den bergbaulichen Materialien von Dr. Helmut Wilsdorf sowie Eberhard und Klaus Gürtler.

Für die Durchsicht des Manuskripts und Hinweise dankt der Autor Herrn Dr. Hellmuth Heinz und Herrn Volkmar Fischer.

1. Ein Luftbild von Freital aus den dreißiger Jahren. Der Bliek geht in Richtung Südwest. Unten liegt der Stadtteil Birkigt, rechts Potschappel. Über den Eich- und Osterberg (Bildmitte) schaut man talaufwärts auf Döhlen, Deuben und die Weißiger Höhen.

Çruss vom Restaurant Forsihaus, j)resoen-plauen

189 J. Morloek, Dresden

2. Von Dresden aus erreicht man Freital durch den engeren Plauenschen Grund. Am Eingang desselben der 'Hegereiter', das 1722 erbaute Forsthaus; es erinnert an die Zeit, als der Grund noch Jagdrevier der Wettiner war. Die Straßenführung verlief zum FelsenkeIler bis 1921 auf der rechten Weißeritzseite. An Stelle der oft durch Weißeritzhochfluten beschädigten hölzernen Brücke entstand 1779-1782 eine aus Sandstein. Die ursprünglich nur bis zu den Mühlen reichende Straße wurde erst ab 1745 als durchführende Fahrstraße ausgebaut. Oben auf dem Felsen sieht man den 1864 errichteten Aussichtsturm am Hohen Stein, auch 'Frohbergs Burg' genannt.

3. Am 15. April 1857 erfolgte die Grundsteinlegung für die Felsenkellerbrauerei. Bereits 1858 verkaufte man das erste Felsenkellerbier; gebraut wurde das gefragte Bayrische Bier. Rechts unten steht der alte Bahnhof Plauen - seit Betriebsbeginn der Albertbahn Dresden-Tharandt im Jahre 1855. Der heutige Bahnhof Plauen wurde zurückverlegt und am 6. Januar 1926 eingeweiht. Wo die Fahrstraße verläuft, befand sich bis zu seiner Beseitigung 1894/95 ein an den Felsen angebauter Eisenbahntunnel. In der Eisenbahnfrühzeit gehörte eben das Erlebnis einer Tunneldurchfahrt dazu. Durch den angrenzenden Fels verläuft seit 1992 der neue Straßentunnel.

Begerburg - Plauen'scher Grund b. Dresden

4. Die Fahrstraße mit einem Straßenbahnzug der Linie 22 unterhalb der Begerburg. Die Burg wurde 1852 vom Guts- und Steinbruchbesitzer Beger erbaut. Hier befand sich früher ein Aussiehtsfelsen, das sogenannte Canapé, ein mehrfach von Künstlern dargestelltes Motiv. Der Geheime Rat von Nimptsch ließ 1742 auf der Felskuppe ein Lusthaus (Carlsburg) errichten.

Plauensche; Grund.

Portie bei der ßegerburg. Rufgenommen 19('9.

5. Bliek vom Collmberg in Richtung Begerburg. Rechts die Heidensehanze (ein bedeutender vorgeschichtlicher Siedlungsplatz) mit dem Talwächter, darunter die Weizenmühle. Vor 1770 stand hier ein Kupferhammer, später dann eine Pulvermühle, die durch Explosionen 1775 und 1803 beschädigt wurde. Ab 1830 war dort die Militär-, Kommiß- oder Garnisonsmühle; 1903 erfolgte der Kauf durch Gebrüder Braune. 1917 entstand der Siloturm - im Volksmund 'Hungerturm' genannt. Das Haus links unten diente den Pulverrnühlenarbeitern als Wohnhaus.

6. Die König-Friedrich-August-Hütte (später Eisenhammer) geht auf eine Gründung des Stolpen er Hammerschmiedes Johann Gottfried Ulbricht von 1789 zurück. Das Werk wurde auf den Fluren dreier Gemeinden errichtet: Gittersee, Neucoschütz und Dölzschen. In die Besitzzeit des Freiherrn von Burgk (1827-1873) fällt 1840 der Bau des ersten sächsischen Kokshochofens. Rechts unten die Gitterseebrücke ('Zweipfennigbrücke') und das Stellwerk Freital-Ost. Zwischen der Eisenbahnhaupttrasse und dem Werksanschluß erkennt man den Abzweig der Windbergbahn. Im Hintergrund Potschappel und Döhlen.

i~_' v;;-Efáblis~emen'

~ zum STEIGER, E.Thieme Nieder Pesterwitz. Bahrist. Potschappel.

....

7. Das Gasthaus 'Zum Steiger' verdankt sein Entstehen dem Bau des Tiefen Weißeritz StolIn (1800-1841), dessen Mundloch im Garten sichtbar ist. Der erste Wirt war der am Stollenbau beteiligte Steiger Karl Gottlob Halm. 1849 soll sich Richard Wagner auf der Flucht aus Dresden dort im 'Steiger' aufgehalten haben; darüber gibt es unterschiedliche Schilderungen. Die sehr beliebte Gaststätte war zuletzt von der Familie Göhler bewirtschaftet. Später im Besitz eines Freitaler Betriebes, wurde der 'Steiger' schließlich 1987 abgebrochen. Interessant ist (rechts unten) die bis 1905 möglich gewesene ebenerdige Begegnung mit der Eisenbahn.

Jotalansicht

Potsdiappe!

8. Vom Steigerbusch blickt man in südlicher Richtung talaufwärts über Potschappel mit dem Rathaus. Links oben der Osterberg mit dem Kochschen Steinbruch (Porphyritabbau bis 1961), dahinter der Windberg. Rechts die Pesterwitzer und Roßthaler Straße. Auf dem freien Platz (var dem Bahngelände ) fand über viele Jahre die Freitaler Vogelwiese statt.

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