Fremersdorf in alten Ansichten

Fremersdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Emilie Stors
Gemeente
:   Fremersdorf
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1054-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Fremersdorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Im nordwestlichen Saarland, in dem engen Tale zwischen Saarlouiser- und Merziger Becken, liegt an der Grenze des Kreises Saarlouis der Ort Fremersdorf, heute ein Ort steil der Gemeinde Rehlingen.

Der Ursprung des Ortes geht, wie Funde bestätigen, in die gallo-rörnische Siedlungszeit zurück. Im Juni 1977 wurden beim Ausheben einer Baugrube im Neubaugebiet die Reste einer 'wohlausgerüsteten' Villa freigelegt. Ur-Fremersdorf, in alten Urkunden auch Frirnmersdorf, Frummersdorf oder Frümmersdorf genannt, stand in der Umgebung des heutigen Friedhofes. In späterer Zeit wurden die Häuser weiter hinab in das Tal gebaut. Hier stand auch die Wehrburg des Rittergeschlechtes von Fremersdorf, das von 1152 bis 1321 bestand. 1152 wird in einer Urkunde des lothringischen Herzogs Matthäus als Zeuge Hermanus von Fremersdorf genannt.

Im Mittelalter stand Fremersdorf unter lothringischer und nassau-saarbrückenscher Oberherrlichkeit. Unter den Lehnsleuten der Grafschaft Saarbrücken werden genannt: von Esch/Burg-Esch, von Kerpen und von Cronenburg. 1581 überließ Graf Philpp lIl. van Saar-

brücken laut Vertrag Fremersdorf dem Herzog von Lothringen. Im 17. Jahrhundert kam die Herrschaft durch Tausch an Baron Wilhelm Marzloff von Braubach, Herr zu Dillingen, der sie später an die Herrschaft Rehlingen verpfändete. 1645 verkaufte Alexander von Hausen, Herr zu Rehlingen, die Herrschaft Fremersdorf an den Bischof von Verdun, Prinz Johann Franz von Lothringen, der sie Madame de Chonville übereignete.

Frankreich eroberte im Zuge seiner Vormachtspolitik Lothringen. 1661, im Frieden von Vincennes, mußte es das Herzogtum wieder räumen, behielt aber einige Gebiete, unter anderem Sierck mit dreißig Dörfern, zu denen auch Siersdorf, Fremersdorf und Montclair gehörten. Kardinal Mazarin, der Regent am französischen Hofe, hatte diese Dörfer selbst ausgesucht. Mit Fremersdorf war die Kontrolle des Saartales zwischen der Niedmündung und Montclair möglich. 1815 fiel Fremersdorf mit Saarlouis an Preußen. 1871 kam das Gebiet an das Deutsche Kaiserreich. Mit dem Ende der beiden Weltkriege wechselte dann die politische Zugehörigkeit mehrmals.

Die Herrschaft Fremersdorf kam in den Jahren nach 1645 an die Familien: van der Hardt, de Choiseulj de Baupré, van Oberhausen, de Galhau, Renauld, Villeroy und von Boch, die heutigen Besitzer des Rittergutes. Während der Französischen Revolution wurde 1794 die damalige Schloßherrin Barbara de Galhau mit ihrem Vater, dem Saarlouiser Stadtschöffen und Kaufmann Wilhelm Schmitt, nach Paris gebracht und dort enthauptet.

Im Jahre 1880 hatte Fremersdorf um 600 Einwohner. Bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl bis auf 940. 1946 waren es 980, heute sind es 1 200 Einwohner.

Irn vorigen Jahrhundert war die Erwerbstätigkeit im Dorfe weitgehend auf die Herrschaft ausgerichtet. Zahlreiche Dorfbewohner fanden als Handwerker, Dienstpersonal und Arbeiter im Schloß Arbeit. Für das Dorf nennt der Chronist dazu noch andere Berufe: Bildhauer, Steinhauer, Maurer, Gipser und Bauern. Durch den Aufschwung der Industrie in der näheren Heimat, änderte sich das Erwerbsbild. Viele Dorfbewohner fanden in den Fabriken und Werken

ihre Arbeit. Dazu betrieb man noch eine kleine Landwirtschaft. Der Hausbau, ja das ganze Ortsbild war auf die Tätigkeit der Bewohner ausgerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Struktur des Dorfes vollständig und daruit auch das Dorfbild: Häuser und Straßen wurden modernisiert. Durch den Bau der Autobahn und des Saarkanals wurde die Dorfflur an der Saar grundlegend geändert. Manch schöner und altvertrauter Platz ging verloren.

Aufgabe dieses Bildbandes soll nun sein, der älteren Generation das 'alte Fremersdorf wieder zu vergegenwärtigen und der jüngeren zu zeigen, wie es damals van 1880 bis 1930 war.

Ich danke allen Fremersdorfern, die dazu ihre Karten und Bilder zur Verfügung gestellt haben.

QUELLENANGABE:

Heimatkundebücher und die Chronik von Frernersdorf.

1. Weihnachten 1915 schickte die damalige Schloßherrin von Fremersdorf, Frau Leonie von Boch, diese Karte den Fremersdorfern Soldaten ins Feld. Das Bild zeigt das Dorf mit der Fähre, dem Schloß und der neuen Kirche, die damals noch ohne Turmuhr war.

2. Diese Karte zeigt das Ortsbild um 1925. Die Straßen sind von Häuserzeilen eingefaßt. Haus reiht sich an Haus, stellenweise in einzelnen Gruppen. Kleine Seitenstraßen oder Gartenstücke trennen die Häusergruppen voneinander. Die Hauptstraße verläuft noch in alter Führung durch den oberen Teil der heutigen Niederaustraße. Im Hintergrund ist der Bahnhof Fremersdorf, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, zu erkennen.

3. Das Dorf ist hier von der anderen Saarseite her gesehen. Im Vordergrund der Dorfansicht erkennt man die Pappelallee, die den Schloßbaumgarten nach Süden hin abschloß. Die letzten dieser Pappeln wurden im Frühjahr 1980 gefällt. Im Hintergrund sind die großen Obstfelder zu erkennen. 1838 wurde Fremersdorf noch als Weinbauort genannt. Durch besondere Umstände kam der Weinbau hier zum Erliegen. Obstkulturen traten nun an die Stelle der Rebflächen. Links im Bild ist das Gasthaus Folz in seiner damaligen Ansicht zu sehen.

,:

4. Das Foto zeigt die Straße nach Mechern, die Niederau, die heute ein Teil der Bundesstraße 406 ist, in ihrem alten Zustand. 1929 wurde die Straße ausgebaut.

5. Die Hohlstraße, de Hollgaß genannt, ist auf diesen Fotos in ihrer alten Ansicht zu sehen. Die Häuser, Hof- oder Gartenmauern und manchmal auch eine Dunggrube standen bis dicht an die Straßenrinne. Die Straße, mit einem Belag von Kies und Wackensteinen versehen, war oft sehr holprig und mit Schlaglöchern versehen. Zu beiden Seiten verlief die tiefgepflasterte Straßenrinne, im Volksmund 'de Coulang' genannt.

6. Der Dorfbach, Geisbach genannt, floß bis zur Kanalisation der Dorfstraßen nach dem Zweiten Weltkrieg in einem offenen Bachbett durch das Dorf. Er wurde von zwei Brückenstegen, einern am Brunnen und dem anderen in der Herrenstraße, überquert. Auf diesern Bild ist die Brücke am Brunnen zu sehen.

7. Zur Straße hin war der Dorfbach mit einern Eisengelander und Marksteinen abgesichert. Links Im Bild erscheinen die Pappeln, die bei der Kanalisation gefällt worden sind. Diese Aufnahme wurde um 1920 gemacht.

.?..

/

8. Dies ist ein Bliek auf den Platz vor der ehemaligen Metzgerei Michels. Im Hintergrund sind die beiden Häuser Gratz und Spengler zu sehen, die irn August 1944 durch eine Fliegerbornbe zerstört wurden. Neben dem Hause Spengler befand sich die mechanische Werkstätte der Gebrüder Spengler, die schon im vorigen Jahrhundert durch den Bau von landwirtschaftlichen Maschinen weithin bekannt war.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek