Füssen in alten Ansichten Band 1

Füssen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bürgermeister Wanner
Gemeente
:   Füssen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1575-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Füssen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

VORWORT

Mit der Erfindung der Fotografie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam zu den alten Geschichtsquellen eine neue. Sie kommt der klassischen Forderung der Geschichtsschreibung in großem Maße entgegen, indem sie aufzeigt, 'wie es eigentlich gewesen ist'.

So sammelt die Stadt Füssen seit zehn Jahren konsequent alte fotografische Stadtansichten und Erinnerungsbilder, um aus ihnen zusätzliches Quellenmaterial für die neuere Stadtgeschichte zu gewinnen. Da aber Bilder vor allem nicht in dunklen Archiven ruhen sollen, haben wir gerne die Anregung des Ver-

lages aufgegriffen und eine begrenzte Auswahl davon zusammengestellt, um unseren Bürgern sichtbar Einbliek in die Stadtentwicklung und Kunde vom damaligen Leben zu vermitteln. Dabei ist im wesentlichen der Zeitraum von 1880 bis 1930 dargestellt worden.

Die Namen der Fotografen, soweit sie die Postkartenbilder betreffen, gehören selbst schon zur Lokalgeschichte: Kurth, Schradler, Wirth und Arnold. Für freundliche Unterstützung danken wir vor allem Herrn DI. Sigismund Schmidt, Horn. Die Namen der Feuerwehrleute entnahmen wir zwei Festschriften.

EINLEITUNG

Als man in Frankreich gerade die ersten fotografischen Versuche machte, wurden Füssen und seine Bewohner in dem Buche 'Das Königreich Bayern', zweite Auflage 1834, folgendermaßen beschrieben:

Hart an der Grenze, welche Bayern von Tirol scheidet, dort, wo der Lech seine brausenden Wogen aus engen Schluchten gigantischer Berge herab sendet ins Flachland, liegt ein uraltes Städtchen, Fiissen genannt. Die Lage ist romantisch, die Luft rein, das

Klima gesund; die Bewohner sind freundlich, gefällig, arbeitsam und wohlhabend ...

Fiissen hat mehr als 260 Häuser und faßt 1500 Einwohner. Die Bewohner nähren sich von Viehzucht, von Flußfahrt auf Iller und Lech, vom Graben und Handeln mit Tonerde, Kalk, Gips, Marmor, besitzen sonst gute Steinbrüche, verfertigen hölzerne Geschirre, musikalische Instrumente, Leinwand zu Segeltüchern, kurz sie nähren sich regsam, fleißig und rechtlich.

1. Und so sah die Stadt damals 1827 auf einer kolorierten Zeichnung von Bührlen aus:

Ein Pärchen in Biedermeiertracht macht gerade seinen Spaziergang auf der späteren Augsburger Straße. Diese ist zwar noch nicht gepflastert, dafür aber desto ruhiger. Die weidenden Tiere vor den Krautgärten gehören sog. Ackerbürgern, deren es noch etliche sogar bis in die zweite Hälfte unseres Jahrhunderts gab. In die Stadt führt das Augsburger oder Kugler Tor. Doch nicht eher kann es der auswärtige Fuhrmann passieren, als er am Zollhäuschen links seinen Pflasterzoll entrichtet hat. Der neben dem Seilerturm mit schrägem Dach gelegene Salzstadel ist eines der wenigen Gebäude außerhalb der Stadt. An der Bergkulisse fällt der unbewaldete Hutlerberg, der spätere Kalvarienberg, auf', der als Weide für das städtische Vieh diente.

2. Eine der ältesten Fotografien zeigt Füssen von Süden. Im Vordergrund das Bleicherhaus mit dem Zimmerstadel daneben. Der städtische Bleicher hatte darüber zu wachen, daß die zur Bleiche gelegten Laken ordnungsgemäß behandelt wurden. Im Jahre 1865 durfte der Gerber Schwarzenbach ein Wehr quer im Lech zur Gewinnung von Wasserkraft errichten. Im Jahre 1890 verlor es seine Bedeutung.

3. Der Bliek geht auf die Innere und auf Teile der Äußeren Lechvorstadt. In Höhe des Weges zum Lech stand das Schwangauer Tor. Die Häuser rechts davon waren außerhalb der Stadtgrenze gelegen, und an dieser Stelle befand sich die Wohnung des Scharfrichters, der, ein unehrliches Gewerbe treibend, nicht in der Stadt wohnen durfte. Aufnahme 1906.

Çruss aus Fûssen, 777 m. 14.. Ä n. ~~ e . ..s~},. 71ï~h î"~6~~ C~~cj--".x~I O;Ui~ kitt. 'lç't ...? ,,;(

4. Im Jahre 1837 errichtete Stadtpfarrer Graf auf dem Hutler Berg einen Kalvarienweg. Von der Spitze des jetzigen Kalvarienberges hat man einen der schönsten Überblicke auf die Stadt und die nähere Umgebung. Deutlich erkennbar sind auf der Ansichtskarte von 1903 die Neubauviertel ab dem Augsburger- Tor-Platz und um den Bahnhof, sowie der dahinter liegende unbewaldete Ziegelberg. Die Stadt scheint seit dieser Zeit von 777 Metern auf inzwischen 800 Meter gewachsen zu sein.

5. Eine Ansicht vom Homer Galgenbichel zeigt vor allem die Wehranlagen im Osten, davor von links nach rechts das Bleicherhaus, das 1889 errichtete Bezirkskrankenhaus und daneben das sogenannte Blatternhaus, der Vorläuferbau des Krankenhauses. Ganz im Hintergrund schlängelt sich die Straße nach Kempten die Weissenseer-Steige hinauf.

6. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und um 1900 dehnt sich die Stadt vor allem nach Norden und Westen aus. Die erste Bebauung des Weidachs entsteht, wie das neue 'Villenviertel' unterhalb des Promenadeweges beweist. Die Aufnahme, nicht nach 1902, zeigt ferner den Holzbau des späteren Alpenhofs; das heutige Gymnasium und das Törlein in den alten Friedhof sind noch nicht vorhanden.

7. Vom Baumgarten geht der Bliek frei über Morisse und neuentstandenes Bahnhofsgelände nach Norden. Noch steht die Feldkirche einsam im Wiesengrund, das Lechbett dehnt sich weit zwischen Stadt und Waltenhofen, die Glückstraße ist erst einseitig bebaut,

8. Um 1900 sind noch große Teile der westlichen Stadtmauer erhalten, und die Bebauung davor ist äußerst gelockert. Die Gebäude des 'Ökonomen' von Freyberg, dessen Felder bis zum heutigen Finanzamt reichen, beherrschen die Bildmitte. Der Bahnhof mit dem großen Lagerhaus der Mechanischen Seilerwarenfabrik verrät reges wirtschaftliches Leben.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek