Garbsen in alten Ansichten

Garbsen in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Freytag
Gemeente
:   Garbsen
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2675-5
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Garbsen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Garbsen ist eine junge Stadt. Man legt Wert auf die Betonung 'jung' und das mit Recht, denn sie kann ja nicht über Nacht aus elf Gemeinden ein supermodernes, und dazu noch harmonisch gewachsenes Stadtgebilde mit ehrwürdigen Traditionen machen. Das ist auch im Zeitalter der We1traumfahrt nicht zu machen. Was sie aber zur Zeit ihren Bürgern schon bietet, ist anerkennenswert.

Die meisten der hier gezeigten Ansichten sind nicht nur eine Fundgrube für die Neubürger, sondern sie füllen auch viele Erinnerungslücken der sogenannten Alteingesessenen. Jedenfalls können wir uns kaum noch vorstellen, wie es einmal war, etwa in der Zeit van 1880 bis 1930.

In einer gemeinsamen Festsitzung der Gemeinden Garbsen und Havelse vom 8. Juni 1966 wurde der Grenzänderungsvertrag feierlich unterzeichnet. Die kommunalaufsichtsbehördliche Genehmigung des

damaligen Landkreises Neustadt/Rbg wurde am 23. Dezember 1966 erteilt. Durch Landesgesetz vom 14. Dezember 1966 wurde der Zusammenschluß GarbsenHavelse manifestiert und erlangte am 1. Januar 1967 Rechtskraft.

Aus Alt-Garbsen, Havelse und dem Neubaugebiet Auf der Horst war nunmehr die größte Gemeinde in Niedersachsen entstanden, der am 17. Juni 1968 die Stadtrechte verliehen wurde.

Im Zuge der Gebietsreform wurden 1974 die Nachbargemeinden Berenbostel, Frielingen, Heitlingen, Horst, Meyenfe1d, Osterwald-Oberende, OsterwaldUnterende, Schloß-Ricklingen und Stelingen in das Stadtgebiet einbezogen. Danach hat das heutige Garbsen rund 55 000 Einwohner. Es gehört nach Auflösung des Kreises Neustadt/Rbg zum Landkreis Hannover. Erste urkundliche Erwähnung obiger Gemeinden fanden im 12. und 13. Jahrhundert statt. Der sich von 1880 bis 1930 vollziehende Struktur-

wandel durch die Industrialisierung hinterließ auch hier seine Spuren. Unsere Kiesmoränen, Dünen, Sandbrinke und Tonschichten wurden von ihr verschlungen. Ziegeleien und Hartsteinwerke wuchsen wie Pilze aus der Erde. Wichtige Verkehrsadern wurden neu angelegt oder ausgebaut. Kanäle, Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Landstraßen erster und zweiter Ordnung, Kreisstraßen und so weiter durchziehen unseren Raum. Die Sandausbeutungen bescherten uns sogar den berühmten 'Blauen See', an dem eine regelrechte Carnping-neben-stadt entstanden ist. Greifbar nahe liegt das Steinhuder Meer. Kommende Geschlechter erst werden diese Stadt zu dem großen, schönen, harmonischen Wunschgebilde wachsen lassen, vor dem wir heute zwar träumen, zu dem wir aber doch eine gewaltige Pionierarbeit geleistet haben werden. Mit diesem Buch möchte ich meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten und vor allem denen danken, die durch Bild und Wort hilf-

reich waren. Besonderen Dank und Anerkennung verdient die Kunstmalerin Frau Emma Schünhoff, die uns viel vom schönen alten Garbsen vor Augen hält. Herzlichen Dank auch dem ehemaligen Redakteur der Leine-Zeitung Herrn Gerd-Joachim Holtzmeyer für seine Aktion: 'Die gute alte Zeit'. (Aus Foto-Alben unserer Leser.)

Nachdem verschiedene Publikationen in der Presse für die Hergabe von Fotos aus der alten Zeit fast ergebnislos waren, löste die vorgenannte Aktion eine sehr erfolgreiche Spontanität zur Bereitstellung von alten Postkarten und Fotos aus, zumal sie auch noch honoriert wurde. Ich habe alle Besitzer alter Ansichten selbst aufgesucht. Sie haben ihr Bildmaterial, soweit es in Frage kam, gern zur Verfügung gestellt, damit dieses Buch entstehen konnte.

Auch Herrn Stadtrat Uhde Garbsen sei an dieser Stelle für seine Unterstützung besonders gedankt.

1. Garbsen war von 1250 bis 1953 nach Kloster Marienwerder inkorporiert. Die uralte Kirchenkapelle aus rauhen Bruchsteinen ohne Gewölbe mit freistehendem Turm stand an Stelle der heutigen Saalkirche. Sie war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts so baufällig, daß man sich entschloß, eine neue Kirche zu bauen. Dies geschah unter Pastor Baldenius in der Zeit von 1842 bis 1845. Die Kirche erhielt zunächst keinen Turm. Die neue 1844 von Hellner erbaute Saalkirche aus Sandsteinsockel und Ziegelbau zeigt eine Anlehnung an die ebenfalls von Hellner erbaute Saalkirche in Niedernstöcken.

2. Der Turm dieser Kirche wurde erst 1907 unter Pastor Meyer gebaut. Die Gemeinde steuerte 69 Thaler bei und beschaffte auch neue Altargeräte. Aber auch manches wurde aus der alten Kirche übernommen, zum Beispiel die 1705 von dem 'Churflirstlichen Schloßwechter Cord Döbbecke' gestifteten Altarleuchter, vor allem aber die wertvolle alte Orgel, die unter Denkmalschutz steht. Sie hat Zinnpfeifen und ist von dem niederländischen Orgelbauer Gerd de Mare um 1680 erbaut, war erst Rückpositiv in der Marktkirche zu Hannover, kam dann in die Klosterkirche Marienwerder und wurde von dem Altaristen Döbbecke 1716 für Garbsen erstanden. 1938 erhielt sie unter Pastor Klose elektrischen Antrieb. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Zinntauftisch beschafft. 1927 wurde unter Pastor Wasmuth ein neues Gemeindehaus gebaut. Inzwischen sind auch daran eine Reihe Urn- und Erweiterungsbauten vorgenommen.

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3. Im Ortsteil Berenbostel der Stadt Garbsen entstand vor 80 Jahren dieses Bild von den damaligen Ziegeleien Bremer, Schünhoff, Windmeier und Behrenbostel. Von ihnen steht heute keine einzige mehr. Sie waren die Grundlage des Wohlstands. Das Gasthaus 'Zur Post' von August Döpke (links im Bild) steht noch. Daneben erkennt man einen großen Saal, in dem Berenbostels Feste gefeiert wurden. Heute dient er als Wagenlager der Firma Möbel-Hesse. Der Garten, einst eine Idylle mitten im Dorf, ist heute ein freier Platz.

4. Diese Ansicht von der ehemals Flemming'schen Ziegelei entstand um 1930. Die Schornsteine rauchten, die Fabrikation lief auf vollen Turen. Man erkennt die zweispurige, baumbestandene Fernstraße (die heutige B 6) Goslar-Hannover-Bremerhaven. Der Wald im Hintergrund gehört zum Heidehaus, der Lungenheilstätte Hannovers. Auch die Flemrning'sche Ziegelei steht nicht mehr, ihr letzter Schornstein wurde vor einigen Jahren gesprengt. Heute stehen in dieser Gegend moderne Betriebe wie Feinkost-Appel, EHA-Werk Erich Hachmeister (Mercedes) und die Auto-Reparatur-Werkstatt und Tankstelle Helmut Brokmann.

5. Berenbostel. Die fünf Schlote der Flemrning'schen Ziegelei waren ein dreiviertel Jahrhundert die Wahrzeichen des Dorfes.

6. Ein Teil der Belegschaft der 'Schünhoff'schen Ziegelei Berenbostel' vor dem Gebäude, in dem Maschinenraum, Kollergang und Trockenboden untergebracht waren (1911-1912). Links, mit Fahrrad, der Schuhmachermeister August Schneehage, der reparierte Schuhe bringt. Rechts, mittlere Reihe Bäckermeister Fritz Haubenreißer (mit Mütze), der für die Kantine Backwaren liefert, und erste Reihe der Ziegelmeister Heinrich Obermann mit Sohn Alfred und Hund.

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7. An die Zeit um 1910 erinnert das Bild vom Kolonialwarengeschäft und von der Bäckerei C. Beicke. Heute ist hier ein moderner Selbstbedienungsladen mit fünf Abteilungen und Filialbetrieben an der Bökeriethe und in Resse,

8. Es entstanden allenthalben Radfahrervereine. Schließlich wollte man ja auch sein Vergnügen am Radfahren haben. Radfahren wurde zum Volkssport! In Berenbostel gab es gleich zwei Radfahrervereine. Beim 'Pfeil' erkennt man in der vordersten Reihe, von links nach rechts: Friedrich Brunke, August Finke, Willi Finke, Arthur Finke und Fritze Ebers. Zweite Reihe: Detlev Bosse, Fritz Baurngarte, der 'Dicke Fritz' genannt, Rudolf Rust, Robert Oberrnann, Willi Oberrnann, Hermann Stucke, Willi Haubenreißer, Heinrich Stünkel und ein Unbekannter. Dritte Reihe: Fritz Schäfer, ein Unbekannter, Christel Gießelmann, Willi Haubenreißer, Christian Rust und ein Unbekannter. Ein Teil von ihnen hat schon das Zeitliche gesegnet. Das Bild ist von 1925.

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