Garching bei München in alten Ansichten Band 2

Garching bei München in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr.med.vet. Odvard Geisel
Gemeente
:   Garching bei München
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5497-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Garching bei München in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Seit dem Erscheinen des 1. Bandes 'Garching in alten Ansichten' sind vier Jahre vergangen. In dieser Zeit wurden mir wieder viele alte Aufnahmen zur Verfügung gestellt, die weitere Einblicke in das frühere Aussehen und Leben unseres Dorfes geben. Eine hochwertige Ergänzung der Fotosammlung verdanke ich den Familien Weber und Probst, die mir den Abdruck von in den vierziger Jahren entstandenen Zeichnungen des Architekten Heinrich Weber gestatteten. So konnte ich auf den seit Jahren vom Verlag der Europäischen Bibliothek gemachten Vorschlag eingehen, einen zweiten Bildband zusammenzustellen.

Das äußere Gepräge Garchings hat sich seit 1988 weiter verändert. Das neue Ortszentrum geht seiner Vollendung entgegen, für den Ietzten Abschnitt nördlich des Rathauses laufen die Planungen an. Das Riemerfeld III befindet sich im Bau, das gleiche gilt für den Hochbrücker Ortsteil Seiler I. Neue Siedlungen sind bereits ins Auge gefaßt worden, so nördlich des Parkfriedhofes und in Hochbrück westlich des erwähnten Neubaugebietes. Auch im Ortsteil Forschungsinstitute wurde weitergebaut, und große Pläne zur Verlagerung von Lehr- und Forschungsstätten aus München nach Garehing sind im Reifen. Die Einwohnerzahl wächst ständig, wenn auch nicht stür-

misch, und nähert sich dem 15. Tausend. So erscheint es nur folgerichtig, daß die Gemeinde am 14. September 1990 vom Bayerischen Innenminister Dr. Edmund Stoiber zur Stadt erhoben wurde. Diese Entwicklung wurde von dem Verlust von Teilen der alten Bausubstanz begleitet. Beispielhaft seien hier nur genannt: die frühere Hagn-Kramerei, das Hilneder- oder Danzer-Haus, das Angerbauer-Anwesen, teilweise das Halljaker-Anwesen, und in Dirnismaning das Perl- und das Weinbuch-Anwesen, Alle ausgemerzten Gebäude standen, obwohl die meisten schon über hundert Jahre alt gewesen sind, nicht unter Denkmalschutz. Oft entsprachen sie nicht mehr den heutigen Wohnbedürfnissen oder Bewirtschaftungsansprüchen, so daß ihr nutzbarer Wert nur mehr gering oder völlig geschwunden war.

Es ist eine der Aufgaben dieses wie des ersten Bandes, den früheren baulichen Zustand zu dokumentieren, um die Wurzeln der gegenwärtigen Ortsstrukturen darzustellen. Manchem Heimatfreund kommen dabei wehmütige Gedanken, und er trauert der damaligen Beschaulichkeit im Dorf nach. Er möge sich aber fragen, ob der romantisierende Rückblick uneingeschränkt gerechtfertigt ist, wenn er bedenkt, wie entbehrungsreich und karg die äußeren Lebensbedingungen damals waren, wozu auch die ärmlichen Wohn-

bauten, meist von minderer Qualität, gehörten, die nunmehr nach und nach verschwunden sind. Freilich muß man differenzieren und jeweils gewissenhaft ausloten, ob mancher Bau aus früherer Zeit unter dem Aspekt der Heimatpflege nicht doch, und sei es unter Opfern, erhalten werden sollte. Vor allem der Stadtrat steht hierbei in der Pflicht, wenn es sich um Objekte in öffentlichem Besitz handelt. Dieses Buch soll dazu beitragen, das Bewußtsein der Kommunalpolitiker , aber auch der privaten Hausbesitzer dafür zu schärfen.

Ein weiteres Anliegen ist die Darstellung der ehemaligen Lebensweise, der harten Arbeitsbedingun gen auf der einen und der festlich oder fröhlich gestalteten Freizeit auf der anderen Seite. Auch hier ist mancher geneigt, sich zurückzusehnen, weil die Geschehnisse und der Tagesrhythmus überschaubarer und die gemeinschaftlichen Kontakte der Dorfbevölkerung enger gewesen sind als heute in der Stadt. Wer aber ehrlich ist, wird sein derzeitiges Leben nicht eintauschen wollen. Nur, vergessen sollten wir deshalb jene Zeit, aus der sich unsere Gegenwart entwiekelt hat, auch nicht, denn vieles können wir nur verstehen, wenn wir die Vergangenheit kennen.

An der Entstehung dieses Bildbandes haben wieder viele Garchinger mitgewirkt. Besondere

Verdienste erwarb sich dabei Frau Sofie Spenger, die zahlreiche Fotos zusammengetragen und wertvolle Auskünfte von ihren Eltern Maria und Bartholomäus Buchner eingeholt und mir weitergegeben hat. Eine Fülle von Bildern und Informationen verdanke ich darüber hinaus Frau Maria Weber, die mir in langen Gesprächen die früheren Lebensverhältnisse in Garehing erläutert und nahegebracht hat. Fotografien wurden mir ferner von den Familien Diepolder, Ecker, Fölsner, Grünwald, Hanrieder, Harrieder, Heckmair, KeIlerer, Kink, Krömmer, Popp, Schweiger, Werner (Pasing), und Vötter, schließlich von Herrn Josef Biller, Frau Maria Schlatter, Frau Maria Tauer und Frau Gabriele Wagner zur Verfügung gestellt. Die kritische Durchsicht der Texte übernahmen Frau Sofie Spenger, Herr Eduard Sondermayer und Frau Maria Weber. Allen meinen Helfern möchte ich von Herzen Dankeschön sagen.

Die Folge der bisher noch nicht anderweitig publizierten Bilder wurde nach folgenden Themenbereichen geordnet: Orts- und Hofansichten; die Arbeit in Landwirtschaft und Forst; Bildungswesen; Sozialeinrichtungen; Kirchliches; Militär- und Kriegsdienst; Vereine; Tracht und Mode; Gesellschaftliches. Ich hoffe, daß auch dieser zweite Band viele heimatkundIich interessierte Leser findet.

1. Zeichnung von Garehing auf einer Ansichtskarte vom Anfang unseres Jahrhunderts. Die Orientierung ist dank künstlerischer Freiheit erschwert. Links erkennt man die Hagn-Kramerei, rechts den Neuwirt, vor der Kirche die Stallgebäude des Gasthofes und das Gschlößl-Anwesen (Bichlmeier), rechts von der Kirche den Pfarrhof und links oben eingekreist den Gasthof 'Zur Post'.

2. Bliek auf Garehing von Süden in den zwanziger Jahren. An der heutigen Münchener Straße links sieht man die Anwesen von Berger (Drojer), Vötter, Probst (Straßer), Zollner, Sondermayer (Hicker, Schmied) und Popp (Maurer); das südlichste Haus auf der rechten Straßenseite ist die Stoffelbaner-Villa (Spitzweck), rechts dahinter das 1992 abgebrochene Hilneder-Haus (Danzer).

3. Postkarte von Garching, versandt am 12. Oktober 1911. Das farbige Gemälde zeigt, ebenfalls in künstlerischer Freiheit, von links vor der Katharinenkirche den Wed-Hof (Hicker) mit dem im vorigen Jahrhundert erbauten Waaghäusl, dann die Post, die Anwesen Kratzer (Langhauser), Wicklmayr (Maurerschorsch) und Rieger (seinerzeit Schmied-Gruber) sowie das Wohn- und Geschäftshaus Nicklas. Dem Künstler erschien offenbar das Nebeneinander der Pferdekutsche vor dem Gasthaus und eines der ersten staubaufwirbelnden Automobile besonders bemerkenswert.

4. Die Freisinger Landstraße früher. Links ist der Gasthof 'Zur Post' mit Nebengebäude, in dem sich bis in die sechziger Jahre die zugehörige Metzgerei befand, rechts sind das Gesindehaus, das Leinthaler-Anwesen (Hallgirg) und das Kressierer-Anwesen (Kleinthoma) dargestellt. (Nach einemAquarell von Heinrich Weber, 1947.)

S. Garehing von Westen, wie es noch Anfang der fünfziger Jahre ausgesehen hat. Das Anwesen mit dem Anger im Vordergrund gehörte der Familie Probst (Schmiedhansi). Heute dehnt sich bis zu dem quer verlaufenden Weg die umstrittene Ariadne-Siedlung aus, Beachtenswert ist das am linken Bildrand erkennbare Transformatorhäuschen vor dem Krimmer-Haus. (Nach einem Aquarell von Heinrich Weber, um 1965.)

6. Das Popp-Anwesen (Maurer, 'Beirn Marx' genannt) in den vierziger Jahren. Das Haus wurde 1904 aus dem Abbruchmaterial eines Schwabinger Hauses errichtet und hatte bis 1953 ein Blechdach, das bei dem amerikanischen GranatenbeschuB gegen Kriegsende erheblichen Schaden genommen hatte. Der querstehende Stal! brannte 1968, vermutlich infolge einer Brandstiftung, völlig ab. Im Jahr danach errichtete die Familie Popp einen neuen, etwas nach Westen verlagerten Stal! für die Bul!enmast. Vor dem Hoftor hat sich der auf dem Anwesen seinerzeit tätige Schweizer (Melker) Meister Georg fotografieren lassen.

7. Das Überreiter-Anwesen (Krömmer) in den vierziger Jahren (siehe auch Band I, Nr. 33). (Nach einer Federtuschezeichnung von Heinrich Weber, 1941.)

8. Dorfansicht von Garehing. In der Totalansicht erkennt man die Hofbauer-Villa, rechts dahinter das Polizeihaus, das in den dreißiger Jahren errichtet wurde. Es folgt die stattliche StoffelbauerVilla (Spitzweck), weiter rechts das Hilneder-Haus und vor der Einfriedung des Pfarrangers das ca. 1950 erbaute Haus von Rott Josef. Unten links die Ansicht des früheren Kriegerdenkmals am Pfarrhof, rechts die Einmündung an der jetzigen Bürgermeister-Amon-Straße in die Freisinger Landstraße.

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