Gengenbach in alten Ansichten Band 2

Gengenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Julius Roschach
Gemeente
:   Gengenbach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6280-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Gengenbach in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

GENGENBACH, in derTalaue der Kinzig gelegen, ist umsäumt von den Bergen des Schwarzwaldes. Tief beeindruckt von dieser Landschaft komponierte Carl Isemnann das weltbekannte Lied (Gedicht von LudwigAuerbach).

Oh Schwarzwald, oh Heimat, wie bist du so schön wie loeken das Herz deine schwarzdunkel Höh'n zum fröhlichen Wandern in Hochsommerzeit

zum Rasten in heimlicher Einsamkeit

im traulichen Mühlengrund bei Quellengetön

Oh Schwarzwald, oh Heimat wie bist Du so schön!

Der Komponist Carl Isenmann wurde am 29. April 1837 als Sohn des damaligen Bäckermeisters und späteren Oberamtsregistrators JosefIsenmann und seiner Frau Magdalena geborene Kopp aus Friesenheim geboren. Er entstammte aus einem alten alemannischen Geschlecht, das schon 1589 in Gengenbach urkundlich erwähnt ist. Die hohe musikalische Begabung des kleinen Carl wurde von den Eltern schon früh erkannt und gefördert. Als Isenmann 10 [ahre alt war, gab sein Vater die Bäckerei auf und zog nach Offenburg. Carl besuchte dort das Gymnasium. Nach demAbitur ging er nach München, um Musik zu studieren. Nach dem Studium, das er wegen finanzieller Not der Eltern abbrechen mußte, fand er eine Stelle als Chormeister am

Hoftheater in Meiningen. Die Krankheit seines Vaters zwang ihn 1860 nach Offenburg zurückzukehren, um sich der Familie zu widmen.

Im Winter 1861 wurde der heutige Gesangverein 'Concordia' gegründet, der Isenmann zu seinem Dirigenten erkor. Daneben erhielt er die Stelle als städtischer Kapellmeister. Anläßlich des von ihm organisierten 1. Ortenauer Sängerfestes errang er mit seinen Kompositionen einen durchschlagenden Erfolg. Isenmanns größte Schaffensperiode fiel in die Mannheimer Zeit. Eine staatliche Anstellung als Gesangslehrer brachte ihm ein sicheres Einkommen, sodaß er für seine Kompositionstätigkeit mem Zeit fand. Beim Badischen Bundessängerfest 1889 in Lam befiel ihn ganz plötzlich eine Nervenkrankheit die den Tod zur Folge hatte.

Sein Schwerpunkt lag bei den Männerchören, die ihm in seinem ganzen Leben am Herzen lagen. Bei der Gründung des Badischen Sängerbundes 1862 war Isenmann wesentlich beteiligt. Isenmann hat sich in seinem Schaffen hauptsächlich dem Volkslied verschrieben. Viele heute noch gesungene Lieder wurden von ihm komponiert. Sein größter Erfolg dürfte wohl die Vertenung von Ludwig Auerbachs Text ' Oh Schwarzwald, oh Heimat sein.

Enge Freundschaft verband Isenmann mit dem Sohn des GengenbacherTierarztes, dem Kunstmaler und LithografHermann

Götz, und mit dem Dichter JosefViktor von Scheffel. Die beiden Gengenbacher lernten Scheffel wohl bei seinen Besuchen in Gengenbach kennen, wo früher einmal sein Großvater Magnus ScheffelOberschaffner der Reichsabtei Gengenbach war.Viktor von Scheffel ist aus seinen Dichtungen sowie schnftstellenschen Schöpfungen bekannt, wie zum Beispiel 'Der Trompeter von Säckingen und [uniperus' .

Am 16. Februar 1826 wird JosefViktor von Scheffel als Sohn des in Gengenbach geborenen Pioniermajors Philip Jakob Scheffel in Karlsruhe geboren. Er stirbt nach einer segensreichen Dichtertätigkeit am 9. April 1 886.

Das Künstlertrio Isenmann-Scheffel-Götz traf sich von Zeit zu Zeit in Gengenbach beim Sonnenwirt Meyer zu feuchtfröhlicher Runde. Anlässe hierzu gab es genug. Einmal galt es Scheffels Erhebung in den Adelsstand zu feiern, dann Isenmanns große Hamburger Ehrung und nicht zuletzt die Ernennung von Professor Hermann Götz zum Direktor der Badischen Kunstgewerbeschule oder zum Leiter des neu eröffneten Kunstgewerbemuseums in Karlsruhe. Für seine Heimatstadt Gengenbach, für seine hiesigen Freunde und für die Kirche in Gengenbach schuf er eine Reihe von Ölbildern und Zeichnungen.

Oh Schwarzwald, dein Zauber bleibt ewig mir neu Drum lieb'ich dich innig, dich lieb'ich treu

Und kommt einst mein Sünd1ein bei dir nur allein Von dir überbewölbt, will begraben ich sein

Wo Waldvögel jubeln von frühroten Hóh'n

o Schwarzwald, oh Heirnut. wie bist du so schön!

Quellennachweis

Archiv der Stadt Gengenbach

Sammlung von August Schubert Gengenbach Privatarchive

Stadt Karlsruhe Archiv Signatur 8!PBS III 489

Panorama der Stadt Gengenbach. Diese Nordwestansicht datiert etwa vom [ahre 1890.

2 Der Gengenbacher Komponist Carl Isenrnann.

Der Gengenbacher Komponist Carl Iserunann lebte von 1837 bis 1889.

3 Der Dichter ]osefViktor von Scheffel.

4 Der Kunstmaler Prof HermannGötz.

5 Stättmeisterzeichen. Die Stadt Gengenbach wurde

1 366 durch Kaiser Karl IV zur Reichsstadt, also kaiserunmittelbar, erhoben. Anläßlich des wiederholten Aufenthaltes von Kaiser Maximilian 1. um 1506 verlieh der Kaiser der Stadt das sogenannte Reichsstädtische Wappen, das heißt der einfache Reichsadler mit dem Gangfisch im Brustschild. Das Amtszeichen der Stättmeister zeigt das Wappen. Während der Reichsschultheiß oberster Gerichtsherr war, lag die Verwaltung der Reichsstadt in den Händen der beiden Stättmeister, die wechselseitig amtierten. Das Stättmeisterzeichen ist eine schöne Goldschmiedearbeit, in Gengenbach entstanden,

und ist heute ein Teil der Bürgermeisteramtskette.

6 Panorama der Stadt Gengenbach um 1800 von Osten her gesehen. Der Kinziglauf ist noch nicht korrigiert. Links unten ein FlaB auf der Kinzig. Die Flöße kamen aus Wolfach und Schiltach und fuhren meistens bis StraBburg. wo sie zu sogenannten Holländerflößen zur Fahrt auf dem Rhein zusammengestellt wurden.

Die heutige Schwarzwaldbahn wurde am rechten Ufer der Kinzig erst rund 65 Iahre später erbaut.

7 Postkarte aus dem jahr

1 905, Ansicht der Stadt Gengenbach vom Südwesten her gesehen. Rechts unten das Patrizierhaus von Löwenberg, Nachfolger der alteingesessenen Adelsfamilie van Bender, rechts oben und links unten sind Pavillons im Löwenbergsehen Park zu sehen. Sie stammen aus der ersten Hälfte des 19. Iahrhunderts.

8 Ansicht des Niggelturmes der Stadtbefestigung aus dem 13. Iahrhundcrt. Im Hintergrund die [akobskapelle auf dem Bergie. Im Vordergrund die ehemalige Brauerei BûhIer, erbaut um 1830. Davor der frühere schienengleiche Bahnübergang im Zuge der damals eingleisigen Schwarzwaldbahn, 1910 wurde dieser Übergang beim Ausbau zur zweigleisigen Bahn aufgehoben, und dafür wurde eine Unterführung erbaut.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek