Genthin in alten Ansichten

Genthin in alten Ansichten

Auteur
:   J. Kreutzmann
Gemeente
:   Genthin
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5475-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Genthin in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das 1171 erstmals urkundlich erwähnte Genthin ist slawischen Ursprungs und gehörte zum Herrschaftsbereich des Geschlechts derer von Plote, die ihren Sitz auf der 700 Meter nordwestlich der Stadt gelegenen gleichnamigen Burg hatten. Mit der Übereignung der Burg an das Erzbistum Magde burg stand das Geschlecht der Plote in deutschem Dienst.

Im Mittelalter war Genthin gegenüber seinen Nachbarstädten recht unbedeutend. Erst 1459 wird es als Opidum (Stadt) bezeichnet und erst 1539 erhielt es das Marktrecht.

Genthin war eine offene Stadt, es besaß keine Stadtmauer. Die vier Stadttore dienten zur Entrichtung der Akzise. Bis 1808 unterstand Genthin als sogenannte Mediatstadt dem königlichen Amt Altenplatow. Erst nach den preußischen Refor-

men und der Wahl eines Magistrats 1809 wurde Genthin eine selbständige Stadt.

Wegen seiner zentralen Lage im Land Jerichow wurde es zum Tagungsort der ostelbischen Stände des Verwaltungsdistriktes Jerichow I. und II.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) mit seinen Folgen hatte auch in Genthin seine Spuren hinterlassen und die Entwicklung der Stadt gehemmt.

1648 wurde Genthin durch einen Stadtbrand fast vollständig vernichtet. Als die Stadt 1682-1683 von der Pest heimgesucht wurde, zählten 147 Einwohner zu den Opfern der Krankheit, unter denen sich auch der Amtsrichter Andreas Gröbler befand, der sich um die Pflege der Pestkranken große Verdienste erworben hat.

1680 kam Genthin unter preußische Verwaltung. Es wurde Bestandteil der preußischen Provinz

Sachsen. Als am 1. Juli 1727 eine Kompanie Kürassiere des Leibkarabinier-Regiments in Genthin einzog, wurde die Stadt bis 1807 Garnisonsstadt. Nach Abschluß des Tilsiter Friedens wurde das Regiment aufgelöst.

Von 1743 bis 1746 entstand unter der Leitung Friedrichs II. der Plauer Kanal. In der Umgebung der Stadt wurden umfangreiche Meliorationsarbeiten durchgeführt, in deren Ergebnis eine verstärkte Besiedlung eintrat.

Mit der Gründung einer Zichorienfabrik, einer Ölmühle und einer Schrotgießerei durch den Magdeburger Kaufmann Pieschel 1808 in Altenplatow begann die Industrialisierung der Stadt. Maßnahmen auf dem Gebiet der Infrastruktur, wie der Bau von 'Kunststraßen' (Landstraßen), Anschluß an die Bahnlinie Berlin-Magdeburg-

Hannover förderten die wirtschaftliche Entwieklung. Besonders stark entwiekelten sich die Ziegeleiindustrie, die Schiffahrt, die Holzverarbeitung und das Gärtnereiwesen, 1888 erfolgte die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde Berg-Genthin. 1920 wurde die Gemeinde Altenplatow eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg dadurchaufüberlO OOOan.

Als 1902 die Zuckerraffinerie AG und 1923 das Waschmittelwerk der Henkel GmbH Düsseldorf die Produktion aufnahmen, bestimmten zwei Großbetriebe das wirtschaftliche Profil der Stadt. Trotz dieser Industrialisierung blieb Genthin eine etwas verträumte Kleinstadt, die von ihren Einwohnern liebevoll als die 'Perle am Kanal' bezeichnetwird.

1. Die typischen Ansichten der 'Perle am Kanal', wie Genthin von seinen Einwohnern liebevoll bezeichnet wurde. Die öffentlichen Gebäude weisen auf die Kreisstadt als verwaltungstechnisches und kulturelles Zentrum des Kreises Jerichow H. hin. Genthin galt lange Zeit als Hauptstadt des Landes Jerichow; hier versammelten sich von 1716 bis 1816 die Stände der Distrikte Jerichow 1. (Burg) und Il.

2. Die Stadtansicht von Genthin um 1897. Das Leben in der Ackerbürgerstadt hatte seine eigenen Reize und Beschaulichkeit. Die Bürger meisterten das tägliche Leben mit viel Fleiß und Redlichkeit. Die auf dem Bild zu sehenden Schornsteine gehörten zum dominierenden Gewerbe jener Zeit: der Ziegeleiindustrie.

3. Der Marktplatz von Genthin. Im Hintergrund steht die evangelische St.-TrinitatisKirche. Die alte Kirche mußte wegen des desolaten Bauzustandes abgerissen werden. 1707 erfolgte an gleicher Stelle die Grundsteinlegung für die abgebildete Kirche. Nach einer Bauzeit von fünfzehn Jahren erfolgte 1722 die Einweihung. Der Turm konnte aus finanziellen Gründen erst 1772 fertiggestellt werden. Die dreischiffige Hallenkirche besitzt eine sehenswerte Inneneinrichtung.

4. Der Bahnhof von Genthin. Die Architektur des 1843 begonnenen Baues konnte bis heute erhalten werden. Die gepflegte Grünanlage im Vordergrund fiel der Errichtung von Bushaltestellen zum Opfer. Am 17. August 1845 wurde die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn AG gegründet. Bereits am 7. August 1846 konnte die gesamte Strekke übergeben werden. Im Zuge der Verstaatlichung der Eisenbahn wurde die Strecke 1881 von der preußischen Staatsbahn übernommen.

5. Bliek von der Brandenburgerstraße zur Bahnhofstraße. Im Hintergrund das Bahnhofsgebäude der am 22. Juli 1898 gegründeten Kleinbahn AG. Bereits am 25. Oktober wird auf der 28,7 km langen Strecke Genthin-Schönhausen der Betrieb aufgenommen, ihr folgt am 27. November die 20,7 km lange Strecke Genthin-Milow, Heute wird nur noch die Verbindung nach Schönhausen durch die Deutsche Reichsbahn betrieben.

6. Die Brandenburger Straße, die Einkaufs- und Geschäftsstraße von Genthin. Was der Kuhdamm für den Berliner bedeutet, ist für die Genthiner die Brandenburger Straße. Rechts im Bild der rote Backsteinbau, die Kommerzbank - heute Sitz der Deutschen Bank. Daneben der kleine Vorgarten, eine Stätte mit Tradition. Hier eröffnete 1846 die Witwe Börsch die erste Genthiner Konditorei, vielen Genthinern als Kaffee Hahn bekannt, auch als es zu DDR-Zeiten in Stadtkaffee umbenannt wurde. 1990 wurde es geschlossen. Teile des Inventars zieren heute die Räumlichkeiten der Bäckerei am Markt.

7. Die 'Turmstadt' Genthin vom Altenplatower Ufer aus gesehen. Im Vordergrund der Wasserturm. Genthin bekam erst 1934/35 eine zentrale Wasserver- und Abwasserentsorgung. Der 42 Meter hohe Turm wurde neben der Waldbrandüberwachung auch als Aussichtsturm von der Bevölkerung genutzt. Links im Bild die 1902/03 errichtete katholische Marienkirche. Ihr Neo-Baustil wurde der Romanik nachempfunden. Die Turmhaube auf dern Hauptturm wurde später wegen Baufälligkeit abgerissen. Im Hintergrund die St. - Trinitatis- Kirche.

8. Die Mühlenstraße mit Bliek zur Brandenburgerstraße. Das an der Ecke zur Amtsstraße bestehende Kolonialwarengeschäft beherbergt heute eine Filiale für Haushaltstechnik. Im Hintergrund auf der rechten Seite das Hotel 'Mansfeld' , damals die erste Adresse in Sachen Übernachtung in der Stadt. Es wurde 1989 abgerissen. Der 1991 eröffnete Neubau erhielt den Namen 'Bürgermark' , und bittet in Sachen Gastronomie und Übernachtung allen Komfort.

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