Gersweiler in alten Ansichten Band 1

Gersweiler in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Joachim Conrad
Gemeente
:   Gersweiler
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2492-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gersweiler in alten Ansichten Band 1'

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Bürgermeister a.D, Karl Herrmann gewidmet

VORWORT

Nach jahrelanger Arbeit, Bildmaterial aus unserer Heimatgemeinde Gersweiler zusammenzustellen, finden diese Bemühungen nun eine Krönung in dem Buch 'Gersweiler in alten Ansichten'. Dafür danken wir dem niederländischen Verlag Europäische Bibliothek in Zaltbommel von ganzem Herzen. So ist es nun möglich, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was ansonsten in Fotoalben oder Archiven verborgen bliebe.

Unser Dank gilt auch allen, deren Bilder wir hier vorstellen dürfen, in Besonderheit der Familie Heinrich Blatt, die uns zahlreiche Dokumente zur Verfügung stellte.

Besenders aber danken wir Herrn Bürgerrneister a.D. Karl Herrmann für das zahlenmäßig meiste und quali-

tativ hochwertige Bildmaterial aus der Zeit vor 1930 aus seiner eigenen Arbeit. Ihm widrnen wir daher unser Buch für seine großen Verdienste auf diesern Gebiet.

Weiterhin sagen wir Herrn Albrecht Rixecker aus Klarenthai Dank dafür, daß er unserem Buch die nachfolgende kurze historische Einleitung gab, zudem nicht die große Mühe scheute, die unverzichtbare Aufgabe, Korrektur zu lesen, auf sich zu nehmen. Schließlich danken wir auch Walter Neutzling, der uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

Gersweiler, am Bartholomäustag 1983 Gertrud Scherer stud. theol. Joachim Conrad

EINLEITUNG

Der Gersweiier Raum war bereits in grauer Vorzeit besiedelt. Eine durchgehende Besiedlung ist jedoch nicht nachweisbar. Zum Raum des jetzigen Saarbrücker Stadtteils Gersweiler gehören beziehungsweise gehörten die Ortsteile und Wohnplätze Gersweiler, Ottenhausen, Aschbacherhof, Ziegelhof, Stangenmühle und Neu Aschbach. Ältestes Zeugnis der Existenz Gersweilers ist die ehemalige Aschbachkirche. Nach dem im Fundament des Gebäudes gefundenen Fischgrätenmuster wurde nach Aussagen von Experten dieses Kirchlein vor dem Jahr 1200 errichtet. Zu dieser Zeit muß das Bauerndorf Gersweiler schon lange bestanden haben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche von der Stadt Saarbrücken als Pestlazarett benutzt. Später - wieder im Besitz der Grafschaft beziehungsweise der Gemeinde - diente es als Bauern- und Wohnhaus. Dieses Haus hat alle Kriege der vergangenen Jahrhunderte übérstanden und wurde noch nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnt. Erst nach der Eingliederung der Gemeinde in die Stadt Saarbrücken am 1. Januar 1974 wurde

dieses nicht nur für Gersweiler historische Gebäude eingerissen. Von dem ehemaligen Kirchlein ist nur eine kümmerliche Ruine übrig geblieben.

In früherer Zeit hören wir von einer alten Ziegelhütte, von Mühlen und Höfen im Gersweiler Raum, Erz wurde gegraben, und es gab private Kohlengruben, die später in staatlichen Besitz übergingen. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden Glashütten, eine Steingutund eine Uhrenglasfabrik. Diese Betriebe haben längst ihre Pforten geschlossen, und die Bevölkerung fand Arbeit und damit ihr Einkommen auf den urnliegenden Gruben und Hüttenwerken. Ein älterer Betrieb besteht noch heute, es ist die zur Zeit des Bürgermeisters Lichtenthäler 1896 gegründete Gersweiler Spar- und Darlehnskasse eGmbH, welche jetzt allerdings Saar-Bank (Gersweiler Sparkasse) e.G. benannt ist und ihren Hauptsitz in Saarbrücken hat; zwei Filialen sind in Gersweiler.

Klarenthal, im August 1983 Albrecht Rixecker

1. Zu den Besonderheiten, an die sich die alten Gersweiler Bürger und Bürgerinnen gerne erinnern werden, gehört die Fähre zwischen Gersweiler und Burbach, die in alter Zeit die einzige Verbindung zwischen den beiden Orten war. Um 1907 sehen wir die Fähre vom Gersweiler Ufer aus, daneben die Gersweiler Brücke in ihrem vormaligen Zustand. Damals war es übrigens noch möglich, in einern heißen Sommer in der Saar zu baden. (Foto: Emil Thomae, Malstatt-Burbach; im Besitz von Hartrnut Laufer.)

2. Diese Postkarte zeigt uns die ehemalige Saarbrücke zwischen Gersweiier und Burbach um 1910 mit dem alten Brückenhaus und der Straßenbahn, wie sie wohl so nur noch unsere Großeltern kennen. Im Hintergrund sehen wir das Ortsbild Burbachs mit dem hoch aufgereckten Turm der Matthäuskirche, die früher auch Weyersbergkirche genannt wurde. Sie hat ihren hohen Turmhelm im Zweiten Weltkrieg eingebüßt, so daß sie das Ortsbild nicht mehr so wie damals beherrscht. (postkarte im Besitz von Joachim Güth, Sankt Johann.)

Saarbrüeken Restaurant zur "Waldeslust

3. Das Restaurant 'Zur Waldeslust' stand ehemals an der Ecke Willerbach zur Gersweiier Brücke zu und wurde um 1910 erbaut. Die 'Waldeslust' war eines der beliebtesten Ausflugslokale der Gersweiler Bürger und ist - nun schon Jahrzehnte verschwunden - doch noch in aller Munde. Zwar stand das Gebäude wenige Meter jenseits der Gersweiler Grenze und gehörte damit faktisch zum Saarbrücker Bann, doch haben die Gersweiler Bürger die 'Waldeslust' stets als ihr Eigen angesehen, so daß es einfach ein Mangel wäre, daß Restaurant in dieser Betrachtung nicht zu würdigen. (Foto: Otto Grieger, Saarbrücken; im Besitz der Familie Hampel, Hindenburgstraße.)

4. Vor dem beliebten Restaurant 'Zur Waldeslust' präsentieren sich die Veteranen des deutschfranzösischen Krieges 1870/71 anläßlich des 40. Jahrestages des deutschen Sieges im Jahr 1911. In der ersten Reihe sehen wir von links die Veteranen Ries, Fürst, Kuhn, Weber, Kugler, Sauerwein, Prümm und Trenz, hinter ihnen von links Becker, Gales, Blatt, der erste Vorsitzende Herrmann, Bürgermeister und Ehrenvorsitzender August Müller und 2. Vorsitzender Gales. In der hintersten Reihe von links Veteran Latz, Fahnenträger Becker und Veteran Trenz. (Foto: im Besitz von Karl Pinkel, Brunnenstraße.)

5. Zu den Wahrzeichen des Ortes gehörte unbestritten auch diese uralte Linde am Hirschenberg unmittelbar am Ortseingang. Sie stand auf dem Gelände der ehemaligen Steingutfabrik und war vermutlich über hundert Jahre alt, als dieses Bild um 1925 gemacht wurde. Wir sehen in westliche Richtung auf Gersweilet und die nördliche Saarpartie; die Hauptstraße kriecht schlangenlinienförmig die Anhöhe hinauf, auf deren Gipfel sich Rathaus und evangelische Kirche erheben. Die alte Linde verendete, als ihr im Zug von Straßenbauarbeiten das Wasser abgegraben worden war. (Foto: Karl Herrmann, Hindenburgstraße.)

6. Das Anwesen der Familie Blatt an der Willerbach wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Ahnherr der Familie, Joharm Georg Blatt, hatte das Anwesen von dem St. Johanner Bierbrauer Josef Bruch abgekauft und umgebaut, Zudem errichtete die Familie Scheunen, Back- und Rauchhaus, kaufte Grundbesitz und entwickelte sich so zu einer neben anderen führenden Hausmacht in Gersweiier. Durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges ist vom alten Blattschen Wohnsitz heute nichts mehr zu sehen. (Foto um 1925, im Besitz der Familie Heinrich Blatt, Lindenstraße.)

7. Vom Burbacher Ufer aus zeigt unser Bild die Saarpartie mit der Gersweilet Steingutfabrik um 1896, wie sie ansonsten wohl nur durch Zeichnungen des Gersweiler Heimatforschers Carl Büch bekannt ist. Innerhalb der Gebäudeanlage der Schmidtschen Fabrik dominiert der längst niedergeworfene Meiler. 1846 gegründet wird die nachweislich gut gehende Firma auf den plötzlichen Tod des Fabrikbesitzers hin 1901 stillgelegt. (Foto: Dr. Carl Fauth; im Besitz von Karl Herrmann, Hindenburgstraße.)

8. Die erste im Bild festgehaltene Belegschaft der Gersweiler Steingutfabrik der Gebrüder Schmidt zeigt sich uns hier im Jahr 1885. Auffällig ist, daß viele Frauen bei der Herstellung alltäglicher Gebrauchsstücke und kostbarer Tafelservice beschäftigt wurden. Letztlich gehörte die Schmidtsche Steingutfabrik neben den großen Hüttenwerken in Burbach und Völklingen und den zahlreichen Gruben der Umgebung zu den größten Arbeitgebern der Gersweilet Bevölkerung. (Foto im Besitz von Johann Trenz, Mathildenstraße.)

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