Goldbach in alten Ansichten

Goldbach in alten Ansichten

Auteur
:   Geschichts- und Heimatverein Markt Goldbach e.V.
Gemeente
:   Goldbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6570-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Goldbach in alten Ansichten'

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Geleitwort

Goldbach im Wandel der Zeit - ein Spaziergang in Wort und Bild durch Goldbachs Leben und Geschichte.

Nach der Herausgabe der umfassenden Ortschronik im März 1998 ergänzt diese Bildzusammenstellung in liebenswert anschaulicher Weise Leben und Entwicklung von Goldbach in den vergangenen hundert [ahren.

Wie gerne würde man wohl Einblick nehmen in die Zeit, in der der Name Goldbachs im Iahre 1229 von Cunradus de Culenberg erstmals in einem Rechtsgeschäft schriftlich erwähnt wird. Ritter Konrad bestätigte in dieser Urkunde die Schenkung seines Hofes in Goldbach, die er im Iahre 1218 an das Kloster im Hagen (Schmerlenbach) vornahm. Zur Erstellung der Ortsgeschichte Goldbachs war und ist man leider auf solch' spärliche Zeugnisse und Dokumente angewiesen.

Die Entwicklung der Fotografie im 19. Jahrhundert ermöglicht heute einen bildhaften Rückblick. Sind diese einhundert Iahre Bildgeschichte auch nur eine kurze Zeitspanne in der faßbaren 775 jährigen Geschichte der Gemeinde Goldbach, so gibt sie doch einen recht anschaulichen Einblick in das Wachsen und in das Sichver-

ändern des Ortsbildes und des Lebens seiner Bürger.

Das bunte Vielerlei von Ansichten und Postkarten lädt zum verweilenden Betrachten. Altbürgermeister Emanuel Krebs schrieb dazu die erläuterndenTexte. Es sindAufnahmen, die längst Vergangenes ins Gedächtnis rufen. Die wohl älteste Fotografie von Goldbach zeigt das bescheidene Kirchlein, das vor der Erbauung der heutigen St.-Nikolaus-Kirche den Bürgern zurVerfügung stand. Sicher als zweitälteste Aufnahme darf das Foto der Gaststätte 'Zum goldenen Rad' betrachtet werden. Es gibt einen winzigen Einblick der Ortsansicht vor Einrichtung von Poststation und Telegrafie in Goldbach vor mehr als hundert Iahren, wobei die damaligen 'Straßenverhàltnisse' sehr aussagekräftig sind. Die Abbildung des Dorfbrunnens erinnert an Bau und Einweihung der Wasserleitung vor siebzig Iahren. Lebendig wird mit diesen Aufnahmen Vergangenheit der eigenen Welt, von Familie und Nachbarschaft, von bäuerlicher Arbeit und Dorfgemeinschaft. Dieser 'Bild-Spaziergang' wird sicherlich rückschauender, unterhaltsamer Beitrag zum besseren Verständnis von Vergangenheit und Gegenwart unserer Heimat sein.

Mit Ortsansichten aus dem letzten bis zur Mitte des jetzt zu Ende gehenden Iahrhunderts, mit Bildern von erzäh-

lenden Bildstöcken und Denkmalen und mit Fotos von Bürgern bei ihrer landwirtschaftlichenArbeit, vermittelt diese Zusammenstellung einen Einblick in die Entwicklung Goldbachs vorn ländlichen Dorf zur heutigen Marktund Industriegemeinde.

Der seit 25 Iahren zu Goldbach zählende Ortsteil Unterafferbach wurde dabei nicht ausgespart. Hat sich doch dieses ehemals selbständige Dorfin den vergangenen 25 Iahren zu einer modernen Wohngemeinde entwickelt, die nur noch wenig der früheren Dorfatmosphäre erahnen läßt.

Bei den älteren Bürgern wird dieses Buch sicher viele Erinnerungen wecken. Den 'Neubürgern' mag es das Einleben und Einbinden in ihre Wohngemeinde erleichtern. Daß es zur allseitigen Vertiefung des Heimatbewußtseins beitragen möge, das geben wir ihm als Wunsch mit auf den Weg.

1 Alte pfarrkirche in Goldbach. Die katholische Kirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, wurde in den [ahren 1716/17 erbaut. Am gleichen Standort, in der Mitte des Dorfes, befanden sich schon vorher zwei oder drei Kirchen beziehungsweise Kapellen. Die Kirche stand in WestOst-Richtung und war vom 'Kirchhof ' , dem 'Friedhof' umgeben. Die Ausmaße: 20,50 m lang und 8.70 m breit. Infolge der wachsenden Bevölkerung Goldbachs - zum Zeitpunkt der Erbauung lebten in Goldbach etwa 250 Einwohner-war die Kirche zu klein geworden. Sie wurde deshalb im Iahre 1894 abgebrochen. An gleicher Stelle wurde sofort anschließend die heutige pfarrkirche St. Nikolaus errichtet. Der um die

Kirche herum angelegte Friedhof mußte dem Kirchenneubau weichen. Er wurde an den Teil des

Friedhofs angegliedert, der sich, etwa seit 1825, nördlich der Kirche befand.

2 Ansichtspostkarte etwa aus dem Iahre 192 7. Herausragendes Motiv der Karte ist die pfarrkirche St. Nikolaus. Sie wurde erbaut in den Iahren 1894/95. Am 10. September 1895 wurde sie vom Würzburger Diözesanbischof Dr. Franz Ioseph von Stein konsekriert. Westlich an die Kirche wurde im Iahre

192 3 eine Kapelle zum Gedächtnis an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Goldbacher Bürger angebaut. Die Kapelle trägt auf der Vorderseite ein mannshohes Relief mit dem Bildnis des Heiligen Georg, des Drachentöters. Im Vordergrund rechts sehen wir das damalige Rathaus mit einer von zwei Seiten begehbaren Treppe. Auf dem Foto links im Vordergrund sehen wir das Gasthaus 'Zur Krone', das als solches

seit 1897 Schildrecht besitzt, jedoch schon lange Iahre vorher als Gaststätte ohne Schild betrieben wurde.

3 Gasthaus 'Zur Krone'. Aufnahme erwa 1936 mit der Familie Spinnler, den damaligen Wirtsleuten. Dieses Gasthaus ist in der Bevölkerung bekannt unter dem Namen 'Zum Schillemûller', benannt nach Mathäus Staab, der 1831 in das Anwesen einheiratete. Er war 1795 geboren in der heute zu Aschaffenburg gehörenden SchellenmûhIe. Neben Landwirtschaft betrieb er eine Schnapsbrennerei in kleinem Ausmaß. Schnaps und andere alkoholische Getränke schenkte er abends an Mitbürger aus. Auch sein Sohn Ioseph Staab betrieb neben Landwirtschaft eine Gastwirtschaft. Dies ist belegt durch Eintrag im Sterbebuch des Standesamtes Goldbach im Iahre 1885. Erst dessen Sohn Friedrich erwarb im Iahre 1897 das

Schildrecht 'Zur Krone'. Nach seinemTod im Iahre 191 1 übernahm Sohn Philipp Staab das Gasthaus. Der ältere Bruder Ioseph war katholischer Priester geworden. (Er starb 1968 als Prälat in Würzburg. ) Philipp Staab fiel im Ersten Weltkrieg am 1 1. September 1916.Vorher, am 30. Juni 1916, hatte er die im Haus beschäftigte Philomena Eich aus Rothenbuch geheiratet. Die Ehe bestand nur zehn Wochen. Witwe Philomena Staab heiratere im Iahre 1920 den Josef Spinnler aus Goldbach. Der Sohn Reinhard Spinnler heiratete 1952 die Erika Luksch, die mit ihren Eltern aus dem Sudetenland vertrieben worden war. Beide führten die Wirtschaft bis zum frühen Tod des Reinhard Spinnler 1958. Erika Spinnler heira-

tete 1959 den Edi Kunkel aus Goldbach. 1967 wurde das alte Haus abgerissen

und durch einen Neubau ersetzt.

4 Das alte Rathaus, Foto etwa aus dem Iahre 1938. Das Haus wurde irn Iahre 1818 in der Amtszeit des damaligen Landschäffen Johannes Stenger als Schulhaus erbaut. Im Erdgeschoß befand sich die Wohnung des Lehrers, im Obergeschoß waren zwei Schulsäle untergebracht. Im Iahre 1908, demjahre der Fertigstellung des dritten Schulhauses im Osten des Dorfes, wurde das Gebäude zum Rathaus umfunktioniert. Zusammen mit anderen Räumen diente es der Gemeinde Goldbach bis zum Iahre 1979 als Rathaus. Die Außentreppe wurde bei einem Umbau im Iahre 1940 aus verkehrstechnischen Gründen entfernt, der Eingang des Rathauses wurde an die Rückseite verlegt. Heute stehen die

Erdgeschoßräume interessierten Gruppen und Einzelpersonen als Ausstellungsräume zur Verfügung. Das Obergeschoß wird von der Ortsgruppe des Roten Kreuzes genutzt.

5 Schulhaus Nr. L Das Schulhaus Nr. 2 wurde im Iahre 1878, in der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Iohann Geißler, erbaut. Es bestand aus insgesamt vier Schulräumen. Drei Schulräume befanden sich irn Erdgeschoß und ein Schulraum im Obergeschoß. Eine Lehrerwohnung war ebenfalls im Obergeschoß untergebracht. In dem Schulhaus wurde teilweise bis zum Iahre 1957 unterrichtet. Einige Räume waren schon ab 1940 für Zwecke des Rathauses verwendet worden. Ab 1 96 7 wurde das Haus total, zusammen mit dem Haus von Bild 4, als Rathans verwendet. Die Gemeinde hatte inzwischen ja ûber 7 000 Einwohner. Das Bild stamrut etwa aus dem [ahre 1928. Neben drei Töchtern des

damaligen Oberlehrers Franz EdmU11d Weber - er wohnte mit seiner Familie in dem Schulhaus - befinden sich auf dem Bild Frauen und Kinder aus der Nachbarschaft. Das Haus wurde irn Iahre 1980 an den örtlichen Zahnarzt Dr. Hermann Renner veràußert, der heute darin mit seinem Sohn eine Zahnarztpraxis betreibt.

6 Schulhaus Nr. 3, Lufiaufnahme etwa 1960. Das Schulhans wurde 1907/08 in der Amtszeit des damallgen Bürgermeisters Benedikt Eisert errichtet. Es wurde damals ganz bewußt an den Rand der Ortschaft gebaut, da im Zentrum kein geeigneter Platz gefunden werden konnte. Der Ort harte zwischenzeitlich 2 500 Einwohner. Es war, für die damalige Zeit, ein sehr modernes Schulgebäude mit sechs Schulsälen und drei Lehrerdienstwohnungen. Die Schule war schon mit einer zentralen Dampfheizung ausgestattet. Im Iahre 1910 wurde auch elektrisches Licht verlegt. Sehr bald

hatte die Bebauung mit Wohnhàusern die 'Neue Schule', wie sie hieß, eingeholt. Zusammen mit dem Schulhaus Nr. 2 (Bild 5) konnte der notwendige Schulbetrieb in der Ge-

meinde zunächst hervorragend durchgeführt werden. Der enorme Bevölkerungszuwachs nach dem Zweiten Weltkrieg machte den Bau eines Schulzentrums im Westen der Ge-

meinde in den Iahren 1957 und 1964notwendig.

7 Ansichtspostkarte etwa aus demjahre 1932. Die Hauptstraße in Goldbach, nördlicherTeil. Die Straße hieß früher die' gradte Gasse', und reichte nur bis zur Kirche. Dominierend auf dem Foto die pfarrkirche St. Nikolaus. Das imposante Gebäude links im Vordergrund war das Kaufhaus des jüdischen Mitbürgers Louis Löb, errichtet erwa um die Jahrhundertwende. Die Mitglieder der Familie Löb beteiligten sich rege am Gemeinschaftsleben. Louis Löb, später auch sein Sohn Gustav Löb, war zeitweise Mitglied des Gemeinderates. Im Iahre

1 930 verzog die Familie Löb nach Aschaffenburg. Rechts im Vordergrund das Anwesen der Metzgerei Wilz mit Ladengeschäft. Das vierte Anwesen von unten rechts war das da-

malige pfarrhaus. Ursprünglich war das Anwesen der 'Stiftische Präsenzhof' der 1783, bei Errichtung der pfarrei St. Nikolaus, zum Pfarrhaus umgebaut wurde.

8 Kriegergedächtniskreuz für die beiden im französischen Krieg von 18701871 gefallenen Ortsbiirger Iohann Meidhof und Karl Bopp. Das Kreuz wurde im Iahre 1873 an der Einmündung der SachsenhausenstraBe in die Aschaffenburger Straße, mitten im Stra.ßenkörper, von der Gemeinde errichtet. Es wurde gefertigt von dem Goldbacher Steinmetz Anton Spinnler, Es kostete damals 3 15 Gulden und 48 Kreuzer. So lange die Verkehrsverhältnisse es zulieBen, wurde es bei kirchlichen Prozessionen als eine von vier Haltestellen benutzt, an denen Gebete gesprochen wurden. Das

Kreuz wurde bei einem Bombenangriff im Frühjahr 1945 total zerstört.

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