Grebenstein in alten Ansichten

Grebenstein in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tölle
Gemeente
:   Grebenstein
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2837-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Grebenstein in alten Ansichten'

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van Wolfgang Tölle

unter Mitarbeit von Anita Sittig und Otto Berendt

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

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REIHE

rSBNlO: 90 288 2837 0 rSBN13: 978 90 28828377

© 1984 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2011 Reproduktion vom 2. Druck aus 1989

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EINLEITUNG

Mit dem vorliegenden Buch soll dem Informationsbedürfnis vieler Grebensteiner Bürger nach dem 'historischen Aussehen' ihrer Heimatstadt Rechnung getragen werden. Deshalb wird zum ersten Male ein Bildband herausgegeben, der die Kernstadt mit den einzelnen Stadtteilen so zeigt, wie sie vor Jahrzehnten aussah, bevor durch Zerstörung, Umbauten, Straßenbau unter anderem die Veränderungen vorgenommen wurden, die das heutige Stadtbild prägen.

Es war äußerst schwierig, alte Bilder aus der Vergangenheit unserer Stadt ausfindig zu machen. Großzügig wurden wir dabei von Hermann Henkel unterstützt, der die meisten der hier veröffentlichten Aufnahmen freundlicherweise aus seinem Privatbesitz zur Verfügung stellte.

Dem Charakter des Buches entsprechend war nie daran gedacht, eine historische Bilddokumentation aus der über sechs Jahrhunderte währenden Geschichte Grebensteins zu präsentieren. Auch Uberlegungen kunstgeschichtlicher Art wurden außer acht gelassen. Sondern wir sehen unsere Aufgabe darin, dem Betrachter einen optischen Eindruck unserer

Stadt aus der Zeit von vor rund 60 bis 80 Jahren zu vermitteln - ein Bild, welches eine zeitlich begrenzte 'kleine Geschichte' von Stadt und Einwohnern widerspiegelt.

Dabei erwies sich die Datierung der Bilder oft als sehr schwierig. Bei nicht bekarmtem Datum eines Fotos haben wir versucht, das ungefähre Alter der Aufnahme zu ermitteln, soweit es sich noch rekonstruieren ließ. Der Begleittext soll die Bildaussage unterstreichen. Dadurch soll der Leser, der das Dargestellte nicht mehr aus eigener Anschauung kennt, in aller Kürze informiert werden. Die Benutzung Grebensteiner Literatur, eigene Ermittlungen, sowie die besendere Unterstützung von Hermann Henkel, Helmut Dänner, Karl Wolff und die von Mitgliedern des Förderkreises des Ackerbürgermuseums Grebenstein e.V., machten die Abfassung der Texte erst möglich.

Allen Beteiligten, die uns bei der Arbeit an diesem Bildband geholfen haben, sagen wir hiermit unseren Dank.

Aus der Geschichte Grebensteins

Die Burg Grebenstein wurde um 1265 durch den Grafen Ludolph von Dassel erbaut. Im Jahre 1297 wurde die Burg von Landgraf Heinrich I. von Hessen gekauft. Kurz darauf, um 1300, wurde die Altstadt von Grebenstein mit Mauern und Türmen angelegt, und 1324 erhielt Grebenstein das Stadtrecht.

Im Jahre 1356 wurde eine weitere Siedlung am Fuße der Burg, die sogenannte Neustadt oder Freiheit, angelegt. Beide Städte wurden 1370 unter einem Stadtrat vereint.

Im Jahre 1385 versuchten die vereinigten Mainzer und Braunschweiger vergeblich, Grebenstein einzunehmen. Als Dank für den erfolgreichen Widerstand bekam die Stadt vom Landgrafen das Stadtwappen verliehen.

Großes Leid brachte der Dreißigjährige Krieg. 1637 wurde die Altstadt durch die Kroaten des Obersten

Beygott in Schutt und Asche gelegt. Es dauerte sehr lange, bis sich Grebenstein von dieser Heimsuchung erholte. Während des Siebenjährigen Krieges fand 1762 in der Nähe von Grebenstein, das selbst glücklicherweise verschont blieb, die Schlacht bei Wilhelmsthal statt.

Grebenstein - Stadt der Ackerbürger - war von 1763 bis 1870 Garnisonsstadt der Dragoner und Husaren. Die 1. kurhessische Eisenbahn wurde 1848 zwischen Grebenstein und Karlshafen eröffnet. Ebenfalls war Grebenstein Sitz eines Amtes bis 1821, das Justizamt blieb bis zum Zweiten Weltkrieg.

In kaum einer anderen Stadt in unserer Region ist das mittelalterliche Stadtbild mit Mauern und Türmen und den alten Fachwerkhäusern noch so gut erhalten. Mit dem 'Leck'schen Haus' aus dem Jahre 1431, in welchem das Ackerbürgermuseum untergebracht ist, besitzt Grebenstein auch eines der ältesten Häuser in unserem Raum.

1. Postkarte von 1881 aus dem Verlag von Hartmann Strube, Grebenstein, Eine Lithographie mit den Sehenswürdigkeiten der alten Hessenstadt Grebenstein. Totalansicht von Süden vom Burgberg aus, dann das Burgtor, die Kirche und die Ruine der Burg Grebenstein auf dem Burgberg. Ebenfalls eine alte Darstellung des Grebensteiner Stadtwappens aus dem vorigen Jahrhundert. Die Postkarte der alten Reichspost, frankiert mit einer Fünf-Pfennig-Briefrnarke, wurde am 3. Oktober 1899 in Grebenstein abgeschickt und traf am 4. Oktober 1899 in Immelborn in Thüringen ein. Sicherlich ist dies eine der ältesten Ansichtskarten von Grebenstein.

2. Grebenstein, die alte nordhessische Festungsstadt, zeigt diese Luftaufnahme aus dem Jahre 1928 von Nordwesten aus. Hier ist die Stadt noch so zu sehen, wie sie um 1300 erbaut wurde, Die Stadtmauer (mit Türmen und Toren) umschließt noch die Stadt. Nur vereinzelt sind Häuser außerhalb der Stadtmauer erbaut. Deutlich ist die Bahntrasse der 1. kurhessischen Eisenbahn von 1848 zu sehen. Am rechten Bildrand sieht man einen Teil der alten Bremer Strasse, welche heute als Umgehungsstraße durch das Gelände am Sauertal geführt ist. Im Vordergrund der alte Sportplatz im Sauertal, verdeckt in der Baumgruppe das alte Schützenhaus. Weiter links, wo sich Gärten und Bäume des alten Friedhofs befinden, stehen heute eine Sporthalle und die Schulgebäude.

3. Bliek vom Marktplatz in Richtung Westen in die Marktstraße um 1898. Im Vordergrund der Marktbrunnen und dahinter das Rathaus, noch im verputzten Zustand. Vor der Kirche stehen genau wie noch heute Lindenbäume. Hinter der Kirche sieht man einen Teil der alten Schule und darüber zeigt sich die Spitze des Jungfernturmes. Auf der linken Seite unten ist das alte Pfarrhaus zu erkennen und daneben das Haus Drube. Deutlich ist auf der Marktstraße noch die 'Gosse' zu sehen, eine Kanalisation gab es noch nicht. Über der Straße hängt eine Petroleumlampe, die an Ketten heruntergezogen werden konnte, um sie anzuzünden. Die Bürger konnten sich gefahrlos auf der Straße aufhalten, denn der Fahrzeugverkehr war noch sehr gering.

4. Die evangelische Pfarrkirche um 1890. Die Kirche wurde um das Jam 1322, der Turm um 1340 durch den Landgrafen OUo I. von Hessen erbaut. Die Kirche stand unter dem Patronat von 'Maria, unserer lieben Frau' (Liebfrauenkirche). Von 1355-1398 Sitz eines Chorherrenstiftes. Im Zuge der Reformation wurde die Kirche im Jahre 1526 evangelisch. Die dreischiffige Hallenkirche wurde im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, wie auch die gesamte Stadt Grebenstein am 12. Mai 1637 durch die Kroaten unter dem Obersten Beygott in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Kirche wurde dann in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder ausgebaut. 1907 wurde sie renoviert, im Inneren wie auch im Äußeren. Deutlich ist noch im Vordergrund unter dem Fenster der Husareneingang, der Eingang für die hier in Garnison liegenden Soldaten, zu sehen.

5. Bliek in das Innere der evangelischen Pfarrkirche um 1890. Im Mittelgang sehen wir noch die alten Sandsteinplatten, links Petroleumlampen und einen eisernen Ofen. Im Mittelgang hingen ebenfalls zwei Lampen von der Decke herab. Hier sind noch die abschließbaren Stände (Bänke) aus den Jahren 1639 und 1658 mit Namensschildern der Grebensteiner Familien zu sehen. Diese Stände wurden in den Familien vererbt. Links die Empore aus den Jahren 1648 und 1652 und rechts die Kanzel aus dem Jahre 1646. Die Kirche wurde 1907 gründlich restauriert und die Stände aufgelöst.

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Marktstrasse

6. Der Marktplatz vor 1903 mit Bliek in die Hofgeismarer Straße. Dort wo viele Häuser heute ihr Fachwerk zeigen, war um die Jahrhundertwende noch alles verputzt. Der Marktbrurmen im Vordergrund wurde 1930 entfernt. Die Straße wurde Ende der siebziger Jahre wieder so gepflastert wie vor 80 Jahren, um den historischen Charakter des Stadtbildes mehr hervorzuheben. Links im Bild das Grebensteiner Rathaus (im verputzten Zustand). 1903 wurde es umgebaut und das Fachwerk freigelegt. Die Telegrafenrnasten beherrschten das Straßenbild. Auf der rechten Seite, vor dem Hause des Schreinermeisters Kepper, steht eine Petroleumlampe. Die Stadt erhielt erst im Jahre 1914 elektrische Beleuchtung. Die Frauen neben dem Brunnen karnen sicherlich vorn Kirchgang; Sonntagsruhe in Grebenstein.

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