Greiz in alten Ansichten

Greiz in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Herz
Gemeente
:   Greiz
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5251-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Greiz in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das verliegende Buch hat die Aufgabe Erinnerungen zu wecken bei denen, die nicht rnehr in ihrer alten Heimat wohnen, Touristen auf einen Besuch neugierig zu rnachen, bei den Greizern anzuregen über die Werte und die Schönheit ihrer Geburtsstadt nachzudenken.

Im 19. Jahrhundert erhielt Greiz das Attribut 'Perle des Vogtlandcs' , mit Recht, denken wir an die Schönheit der Landschaft, an den Fleiß der Bewohner und die Bauten der Residenz. Dabei fällt dem Außenstehenden schwer, den Begriff Vogtland zu deuten. Nur kurz einige Hinweise. Zum 'Land der Vögte", dessen Mittelpunkt Weida war, gehörte Greiz schon immer. Dieser weitgehende Begriff umfaßte das sächsische, thüringische, böhmische und bayerischc Vogtland. Die aus den chemaligen Vogtsitzen entstandenen beiden reußischen Länder zählten zu den thüringischen Staaten. Im Jahre 1920 gingen sie in das Land Thüringen auf. Das heute als Vogtland bezeichnete Gebiet des Freistaates Sachsen, ist der Rest des ehemaligen 'Vogtländischen Kreises' im Königreich Sachsen.

Zu den kleinsten Staaten im Deutschen Reich zählte das Fürstentum Reuß älterer Linie. Greiz als Haupt- und Residenzstadt nahrn somit darin eine besoudere Stellung ein. Geblieben sind die drei Schlösser, die Alte Wache, die Stadtkirche und der Greizer Park. Dadurch erhielt die Stadt eine Prägung, die sich wohltuend von ähnlichen Industriestadten des sächsisch-thüringischen Raums abhebt.

Die erste , wenn auch noch vage urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1209 bekannt. Bereits 1225 wurde auf Ort und Stadt hingewiesen. Erst 1359 wird von 'stat' gesprochen. Im Jahre 1533/34 setzte Magister Georg Spalatin die Reformation durch. Natürlich mußte auch Greiz alle durch den Dreißigjährigen Krieg entstandenen Leiden erdulden.

Fast aus jedem Jahrhundert wird von Feuersbrünsten be-

richtet. Das Jahr 1802 mit der Zerstörung der Altstadt bleibt bis heute in Erinnerung, auch die großen Brände der Innenstadt in den Jahren 1902 und 1908 sind unvergessen. Eingcprägt haben sich auch die ständigen Hochwasser, besonders die dieses Jahrhunderts in den Jahren 1924 und 1954. Greiz ist auch eine Kulturstadt: die Durchführung der Stavenhagenwoche , das Wirken des 'Greizer Sinfonieorchesters' mit seinem hohen Niveau. Die Greizer Sammlungen, dabei muß besonders die 'Greizer Bücher- und Kupferstichsamrnlung' Erwähnung finden, das 'Historische Staatsarchiv' im Oberen Schloß; sie beide besitzen Bedeutung weit über den Rahmen der Grenzen hinaus und werden in zunehrnendern Maße von Forsehem. die bisher keinen Zugang fanden. benutzt.

Wanderwege gibt es von Greiz aus reichlich. Immer locken die Wälder, die flußtäler zu neuen Zielen. Dazu gehören die Dörfer mit ihren Fachwerkhäusern und die in der Dorfmitte gelegenen Kirchen.

Uneigennützig stellten mir viele Heimatfreunde ihre wertvollen Bestände zur Verfügung. Einen besonderen Dank gilt auch Herrn Dr. Reinhold für sein ausgezeichnetes Archivmaterial. Postum ein ehrendes Gedenken dem ersten Chronisten der Stadt, dem Hoffotografen Heinrich Fritz, ohne dessen Aufnahmen diese Epoche der Stadtentwieklung nicht dokumentiert wäre.

Der Verlag gab die Zahl der abzubildenden Ansichtkarten vor. So galt es eine Auswahl zu treffen. Leider mußte dabei manches Motiventfallen. Während der Zusammenstellung entnahrn ich den Gesprächen, daß durch Gleichgültigkeit und Unwissenheit im Laufe der Jahrzehnte in den Haushalten viele Bestände verloren gingen. Aus diesem Grund gilt es das Vorhandene zu sichten und für die Nachwelt festzuhalten.

1. Eine der ersten Ansichtskarten die gedruckt wurden, ist diese aus dem Jahre 1877, aus Anlaß des '14. Sächsischen Baugewerkentag vom 7.-9. October 1877', hergestellt bei Löffer & Co., Greiz. Freundlich grüßt den Betrachter diese aufschlußreiche Darstellung von Greiz nach der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie zeigt bereits alle wichtigen Bauwerke einer Zeit, die die Besonderheit der Residenz ausmachen. Zu sehen sind Oberes Schloß, Unteres Schloß, Schloßgarten, Pavillon, und Stadtkirche. Sie prägen das Stadtbild. Links ist der Anfang der Bebauung der Neustadt sichtbar. Der Schornstein im Vordergrund deutet auch die kommende Industrialisierung an.

2. Ein Kind stellt hier seine Heimat vor. In deutscher Schrift auf einer Schiefertafel beschreibt es die Hauptmerkmale seiner Vaterstadt. Eindrucksvoll sind das Obere Schloß mit seinem düsteren Gernäuer und dem sagenumwitternden gewaltigen Turm. Die grünen Klöße , die es nur Sonntags gab, machen auf den Jungen einen großen Eindruck. Spater wird er auch deren unterschiedliche Zubereitung kennenlernen . Er hat bereits ein Gefühl für die Entwicklung der Technik und freut sich über die elektrische Feuerwehr.

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3. Im Jahre 1902 stellte die 'Landeszeitung' für das Fürstentum Reuß Ält. Linie ihr Erscheinen ein. Die 'Reußische Volkszeitung' erschien als Blatt der Sozialdemokraten, neben den 'Greizer Neuesten Nachrichten'. Alle diese Konkurrenzunternehmen konnten nicht verhindern, daß die 'Greizer Zeitung' die meist gelesene Tageszeitung in Greiz war. Sie entstand im Jahre 1900 durch die Vereinigung der 'Greizer Zeitung' (Löffler & Co.) mit dem 'Greizer Tageblatt' (Otto Henning). Diese Ansicht zeigt eine Seite der 'Greizer Zeitung' vom 8. März 1903, gedruckt in der Hof-Kunstanstalt Löffler & Co.

4. Fürst Heinrich XXII Reuß ält, Linie, gezeigt in der Uniform eines preußischen Generals. Diese Abbildung verwundert, denn er war sein ganzes Leben lang ein Gegner Preußens, nie Soldat, und immer für eine deutsche Lösung mit Österreich an der Spitze. Seine Haltung hätte ihm beinahe nach dem Krieg 1866 den Verlust des Fürstentums gebracht. Auch nach der Reichsgründung 1871 setzte er die Obstruktionspolitik gegenüber Bismarck fort und erregte damit oft Ärger im Bundestag.

5. Das Familienbild Heinrich XXII. mit Ida geborene Prinzessin von Schaumburg-Lippe zeigt, stehend von links, die Prinzessinnen: Emma, sitzend Hermine , Caroline und Marie. Auf diesem Foto neben der Mutter stehend Heinrich XXIV., der aufgrund einer Krankheit nicht zur Regierung kam. Hermine heiratete im Jahre 1922 den Ex-Kaiser Wilhelm II. in Doorn.

6. Hier zeigt sich der Greizer Hofstaat in ganzer Pracht. Der Fürst inmitten der Honoratioren: Hofmarschall Titz von Titzenhofer, Geheimrat Hanitzsch und Präsident Scheibe stehen auf der Ehrentribüne. Wichtig ist der beleibte Polizist (links außen) - 'Wurzel' genannt: zu seiner Zeit ein Greizer Original. Da der Fürst im Jahre 1902 starb, ist anzunehmen, daß der Anlaß der Feierlichkeit die Jahrhundertwende 1900 war. Die reußische Fahne SchwarzJRot/Gold entstand aus den Farben des Hauses Österreich Schwarz/Gold und der roten Paspel des reußischen Militärs innerhalb der Reichsarmee.

7. Der Bliek vom Weißen Kreuz aus auf die Stadt ermöglicht eine Gesamtübersicht. Die Seitentäler sind zu erkennen, deutlich auch der Talkessel, in dem Greiz liegt, inmitten der Bergkegel. auf dem sich das Obere Schloß erhebt. Am Horizont der Kuhberg, der bereits zu Sachsen gehört. Freundlich grüßt der Parksee, ein Kleinod des Greizer Parks. Auf den Höhen um Greiz liegen die Vororte, zur Zeit dieser Aufnahme noch Dörfer. Im Vordergrund runden die Heuschober auf den Wiesen die Idylle ab.

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8. Vor dem Beginn des Autoverkehrs begarmen die Stadtrundgänge noch am Bahnhof und nicht von den Parkplätzen aus. Die Bahnstrecke Gera-Plauen entstand im Jahre 1875. Romantisch sich durch das Elstertal windend und mit vielen Tunneln versehen, ist sie eine der schönsten Eisenbahnstrecken in Deutschland. Hier der Greizer Bahnhof, bereits überdacht, aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Greiz

Oberes S,hloß.

9. Einmalig dürfte es sein, daß ein Tunnel innerhalb der Stadt unter ein Felsmassiv hindurchführt. Immerhin ist die Länge des Tunnels 271 m, und über ihm ragt das alte Reußenschloß. Die Tunneltore waren ursprünglich mit schönen Doppeltürrnen versehen, die leider der letzten Restaurierung des Tunnels zum Opfer fielen.

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