Grettstadt in alten Ansichten

Grettstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Dorda
Gemeente
:   Grettstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5219-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Grettstadt in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Grettstadt in alten Ansichten' - das ist vor allem sein berühmter Dorfplatz mit Linde, Rathans und Kirche, das sind seine historischen Gebäude und sein Fachwerk, das sind aber auch seine Menschen, wie sie sich in Vereinen, bei Festen, in seinem Brauchtum, seinen traditionellen Einrichtungen und Eigentümlichkeiten artikulieren.

Ein Bändchen, wie es vor uns liegt, kann selbstverständlich nur einige wenige Schlaglichter auf die jüngere Geschichte unseres Grettstadter Dorflebens werfen. Trotz alledem ist es in der Lage, dem Beschauer einige Eindrücke aus der Zeit unserer Großeltern zu vermitteln.

Mein ganz besonderer Dank gilt den Grettstadter Bürgerinnen und Bürgern, Walter Brändler, Dr. Kar! Dorda, Rita Eschenauer, Oswald Firsching, Rolf Mauder, Hermann Müller, Rudi Neumer, KarlHeinz Rückel, Hans Seifert, Arthur Söllner und Irmgard Söllner, die mir freundlicherweise das Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an jene älteren Mitbürger, die mir wichtige Informationen zu den einzelnen Bildern gaben.

Für den Text habe ich nachfolgende Quellen zu Rate gezogen:

Dorda, Maria: 400Jahre Grettstadter Rathaus. Schweinf. Mainl. 511990. St. Peter und Paul in Grettstadt. Kirchenführer . 1983.

Geschichte des Dorfes Grettstadt. Masch.-schr. Referat.

Dorda, Wolfgang: Das Wappen Fürstbischofs ... von Schönborn am Rathaus zu Grettstadt. Schweinf. Mainl, 1211990.

Haller, Hans: Aus der Vereinsgeschichte des TSV07. Festschrift 1967. Scherzer , Conrad: Franken. 2 Bände. Nürnberg 1962.

Scheuermann, Manfred: Geschichte des Gesangvereins 08. Festschrift 1983. Spieler, Karl: Geschichte der Pfarrei Grettstadt ... (Hschr.). 1961. Treutwein, Kar!: Unterfranken. 3. Auflage 1978.

Winter, Karl: Vereinsgeschichte der Feuerwehr von 1873. Festschrift 1974. Winter, Kar! u. Josef Rückel: Geschichte des Kriegervereins. Festschrift 1971.

Grettstadt, im Juni 1991

Wolfgang Dorda M.A.

1. Grettstadt, 880 erstmals urkundlich erwähnt, wird im Mittelalter dem Kloster Ebrach und dem Hochstift Würzburg hörig und zinspflichtig. Mit der Säkularisation wird das fränkische Dorf im Jahre 1814 bayrisch.

Berühmt ist Grettstadt wegen seines malerischen Dorfplatzes mit jener eigentümlichen Stufenlinde, der barocken Kirchenfassade und dem 1590 erbauten Renaissancerathaus im Fachwerkstil, sowie wegen seiner heute leider zurückgedrängten, einmaligen Orchideenflora.

Das Bild stammt von rund 1890.

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2. Neben seiner Land- und Viehwirtschaft, sowie den hier betriebenen Sonderkulturen des Gemüseund Heilkräuteranbaus, hatte Grettstadt früher ausgedehnte Weingärten am Klosberg. am Oberdörfer Berg, an der Weyerer Gasse, bei der Hadergasse, in der Au bei der Krautkuffe und am Mühlgraben bei der Gansweid.

Zum Anbau kamen vor allem die alten Rebsorten, die einen sehr trockenen, erdigen Wein lieferten.

Mit der Flurbereinigung verschwanden die alten Weingärten, an deren Stelle ein Neubaugebiet erschlossen wurde.

Die Postkarte datiert von um die Jahrhundertwende.

3. Die Großgemeinde Grettstadt (3683 Einwohner) besteht seit der Gemeindegebietsreform von 1978 aus den Gemeindeteilen Grettstadt (1 731 Einwohner), Obereuerheim (855 Einwohner), Untereuerheim (690 Einwohner) und Dürrfeld (407 Einwohner), das bereits 1971 die freiwillige Vereinigung mit Grettstadt vollzogen hatte.

Die vier altfränkischen Haufendörfer liegen im östlichen Schweinfurter Becken, zwischen Main und Unkenbach, wo Felder meist mittlerer Bonität, fette Wiesen und ausgedehnte Eichen- und Buchenwälder das Landschaftsbild prägen.

Grettstadt befindet sich verkehrsgünstig an der alten Straße zwischen Schweinfurt und Gerolzhofen. Die Anbindung an den Fernverkehr erfolgt bei Untereuerheim und Schwebheim.

Die Großgemeinde verfügt über eine ausgeprägte Infra- und Gewerbestruktur. Mittelständische Handwerksbetriebe, eine Teefabrik und ein Großmarkt verbessern die Erwebsmöglichkeiten der Bevölkerung, die hauptsächlich in der Schweinfurter Kugellagerindustrie Beschäftigung findet.

Ein reges Vereinsleben, sowie mannigfache Freizeit- und Erholungseinrichtungen steigern die Lebensqualität der Landbevölkerung.

Bild um 1920.

4. Auf dem Platz zwischen Rathaus und Kirche steht eine stattliche Dorflinde, eine der schönsten in ganz Mainfranken. Sie ist in kunstvoller Pyramidenform geschnitten. Urkundliche Angaben über das genaue Alter der Linde sind leider nirgendwo aufzufinden. Wahrscheinlich wurde sie aber mit der Vollendung der gotischen Kirche von 1471 oder mit dem Bau des Rathauses von 1590 gepflanzt.

Bereits im Jahre 1652 wurden Schwellen unter der Dorflinde eingezogen. Im Jahre 1737 bekam die Linde ein neues Gehäuse. Steinmetzmeister Schirling von Schwappach fertigte im Jahre 1752 ein steinernes Gestell aus zwölf Säulen an und erhielt dafür 28 Gulden. Der hiesige Zimmermann wurde mit 10 Gulden und 3 Pfund entlohnt, die Säulen mit Holzgesimsen einzufassen und ein Gestell mit vier Kanthölzern darauf zu errichten.

Auch in den Jahren 1818 und 1886 waren neue Holzgestelle notwendig. Die letzte große Reparatur am Gehäuse der Linde wurde im Frühjahr 1991 vorgenommen.

Dieses Bild wurde etwa 1950 aufgenommen.

5. Der Platz unter der Derflinde war seit jeher Treffpunkt der Dorfbevölkerung. Nach verrichteter Arbeit saß man hier am Abend beieinander und besprach all das, was sich tagsüber so ereignet hatte. Gelegentlich spielte die Blasmusik hier zum Kirchweihtanz auf (hier urn 1940), ein schöner Brauch, der heute leider völlig verschollen ist,

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