Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Annemarie Markert
Gemeente
:   Großwallstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6645-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großwallstadt in alten Ansichten Band 2'

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Angeregt vom großen Erfolg des ersten Bandes 'Großwallstadt in alten Ansichten' gibt nun der Verlag Europäische Bibliothek zusammen mit Frau Annemarie Markert den zweiten Band unter dem gleichen Titel heraus.

Die Bilder und Beiträge zeigen wiederum einen Querschnitt unseres Ortsbildes und des Lebens in Großwallstadt um die Zeit zwischen 1900 und 1960.

Die vor mir liegenden Bilder und Textbeiträge werden den Älteren unter uns sicher dabei helfen, sich leichter zurückzubesinnen auf die' gute alte Zeit' und sie zu Träumen von der eigenen Jugendzeit zu verleiten.

Den Iüngeren möge dieser BildbandAnregung und Hilfe sein, sich mit der stolzen und bewegten Geschichte ihres Heimatortes näher zu befassen und die Entwicklung unserer Gemeinde von der einst reinen Bauerngemeinde in einen zukunftsorientierten Gewerbestandort nachvollziehen zu können.

Denn die Geschichte unserer Gemeinde ist zu allen Zeiten auch die Geschichte ihrer Bürger.

Deshalb danke ich Frau Annemarie Markert sehr herzlich für die große Mühe, die sie sich mit der Herausgabe dieser beiden Bildbände gemacht hat und hoffe, dass auch dieser Bildband auf großes Interesse stößt und in vielen Familien Eingang findet.

Erich Hein, Bürgermeister Großwallstadt, 2001

Großwallstadt und Maolaggao

1 Auf dieser Luftaufnahme sieht man Großwallstadt im Vordergrund den Main und die Maolaggao. Heute gibt es die Maolaggao nicht mehr. An ihrer Stelle sieht man heute Wiesen und Gärten.

Vom 22.]uli 1950 bis 24.]uli 1950 wurde in Großwallstadt ein Volks- und Heimatfest gefeiert. Der 'Obernburger Bote' fand dies würdig genug, darüber nicht nur hinsichtlich des Festablaufes zu berichten und die Begrüßung durch den damaligen Bürgermeister Konrad Markert anzusprechen, sondern teilte auch Wissenswertes über den Ort Großwallstadt mit.

Hier ein kleiner Auszug davon:

Mit dem Abtrocknen des Mainstromtales, das um etwa 3000 vor Christus noch versumpft war, verließen die ersten Ansiedler, die auf den sonnigen Höhen des Vorspessarts wohnten, ihre Behausungen und ließen sich in der fruchtbaren Ebene am Main nieder. Die ersten Ortsgründungen in der Mainebene liegen damit schon in der Zeit vor Christi Geburt. In unserer Gegend bewohnten u.a. die Cubier das Land. Forseher wissen zu berichten, dass der Ort Großwallstadt eine Zentrale dieses Germanenstammes gewesen sein soll.

In der Zeit von 84 bis 90 nach Christus besetzten die Römer das Land. Großwallstadt, das am nassen Limes gelegen war, war durch einen Posten oder ein Zwischenkastell besetzt.

Es wird sogar die Ansicht vertreten, dass in Großwallstadt ein Hauptkastell gewesen ist, das die beiden Kastelle in Obernburg und Niedernberg flankiert hatte.

Um 213 nach Christus tauchten die Alemannen am Main auf.

Sie vertrieben nach mehreren Kämpfen die Römer und wurden Herren des Landes. 495 war ihre Herrschaft beendet.

Sie wurden bei Zillpig vom Frankenheer Clodwigs besiegt. Die Franken besetzten das alemannische Land. Bei der Aufteilung des Gebietes in einzelne Gaue kam Großwallstadt zum Bachgau.

Der König selbst behielt sich dieses Gebiet vor gegenüber den Ansprüchen der Kirche. Deshalb finden wir noch in alten Aufzeichnungen die Bezeichnung 'Walstatt regis' Königswallstadt - Großwallstadt gegenüber 'Walstatt episcopi' - Bischofswallstadt.

Unsere Kirche

21mjahre 1922 wurde an unsere Kirche der Kirchenanbau angebaut. Vierzehn jahre später, nämlich im Iahre 1936, wurde die ganze Kirche mitsamt dem Templerhaus abgerissen und eine neue Kirche erbaut - nämlich die, die heute noch steht.

Dieses Foto hier zeigt die Rückseite unserer Kirche, so wie sie vor 1936 ausgesehen hat - im Vordergrund ist das Templerhaus zu sehen.

Wer die Stifter unserer Kirche gewesen sind, lässt sich urkundlich leider nicht mehr belegen.

1 294 wird ein Heinrich Snabel als pfarrer erwähnt.

Es wird angenommen, dass die erste Kirche, die wahrscheinlich bereits zur Karolinger Zeit entstanden war, aus Holz erbaut worden war, da von ihr keine Spuren zurückgeblieben sind.

Am Platz der heutigen Kirche wurden im Laufe der Zeit Steinsärge aus dem 12. Iahrhundert ausgegraben, in denen ortsansässige Adelige ihre letzte Ruhestatt gefunden hatten.

Unser schöner alter Kirchturm ist zum Teil ein Überrest einer Ende des 13. Iahrhunderts erbauten Kirche.

Diese erwies sich unter pfarrer Melchior Wolff als zu klein und so wurde 1 755 -1 757 ein neues Gotteshaus errichtet. Auch dieses wurde nach einer zwischenzeitlichen Erweiterung abgerissen.

Unter dem Geistlichen Rat Hennig wurde 1936 die heutige Kirche erbaut.

Pfarrer Leo Giegerich

3 Eine Primiz - die Feier des ersten Gottesdienstes eines Priesters in seiner Heimatpfarrei - war schon immer eine herausragende Feier. Im Volksmund heiBt es: 'Fûr einen Primizsegen soll man ein Paar Schuhsohlen durchlau fen.'

Auf diesem Bild sind die geladenen Gäste bei der Primiz des am 24. Oktober 1927 in GroBwallstadt geborenen Leo Giegerich vor der Sakristei zu sehen.

Er wurde am 19. Juli 1953 in Würzburg zum Priester geweiht. Seinen Ehrentag feierte er in seinem Geburtsort GroBwallstadt und viele seiner Verwandten, Freunde und Bekarmten und auch die ganze Gemeinde GroBwallstadt feierten mit ihm und nahmen regen Anteil.

Danach, 1953 und 1954, war er als Kaplan in Höchberg und von 1 955 bis 1 958 als Kaplan in Bad Kissingen, dann als Kuratus von 1958 bis 1963 in Würzburg, Heilig Geist, von 1963 bis 1973 als pfarrer in Rottendorf, in pflaumheim von 1 973 bis 1987, ebenso als pfarrer von 1987 bis 1997 in Weilbach tätig. Heute genieBt er seinen wohlverdienten Ruhestand in GroBostheim.

Seit 1953 wurden noch weitere drei Primizen in GroBwallstadt gefeiert: Der Franziskaner Stefan Ottenbreit feierte mit der ganzen Gemeinde 1969, der Diözesanpriester Reinhold Gehlert im Iahre 1996 und vor nicht allzu langer Zeit der Dominikaner Peter Suffel im Iahre 1999.

Pfarrer'Willibald Geis und Franz Paul Geis

4 Willibald Geis, der am 6. Juli 1883 in Großwallstadt geboren wurde und den Sie auf dem Foto auf der rechten Seite links sehen, wurde am 20. März 1908 in Würzburg zum Priester geweiht.

Vom 26. Oktober 1921 bis 11. Dezember 1934 war ihm die Pfarrei Marktsteinach und vom 12. Dezember 1934 bis 3 1. August 195 1 die pfarrei Wenigumstadt anvertraut. Als Kommorant war er bis zuletzt in der Seelsorge der Gemeinde Rückersbach tätig.

Am 16. November 1964 verstarb pfarrerWillibald Geis in Aschaffenburg, wurde jedoch im Priestergrab seiner Heimatgemeinde Großwallstadt beerdigt.

Franz Paul Geis, der am 27. Februar 1916 geborene Neffe von pfarrerWillbald Geis, wurde imAlter von 25 jahren, am 23. Februar 1941 in Würzburg zum Priester geweiht. Er ist auf der rechten Seite rechts abgebildet.

Nach kurzer Kaplanzeit in Obernau wurde Franz Paul

Geis zur Wehrmacht eingezogen, wo er als Sanitäter den Kranken und Verletzten half. Am Ende des Krieges hatte er es bis zum Obergefreiten geschafft.

Am 21. Juli 1944 wurde er als vermisst gemeldet, doch er lebte und war ab November 1945 bei seinem Onkel Willibald Geis in Wenigumstadt als Kaplan tätig und vertrat, nachdem er sich von den Kriegsstrapazen etwas erholt hatte, im Februar1946 den Seelsorger in Werneck für ein Vierteljahr. Herz Iesu in Aschaffenburg rief ihn im Mai 1946 als Kaplan. Danach trat er von Mai 1948 bis Februar 1954 den schweren Seelsorgedienst in der damaligen Ostzone, in Sonneberg und in Lauscha an. Es folgte der Dienst als Pfarrer in Wülfershausen an der Saale und ab Juli 1964 in Bad Königshafen im Grabfeld.

Seit 1959 war er Dekan im Dekanat Rhön-Grabfeld. Nach schwerem Leiden verstarb Franz Paul Geis am 3. August 1985 und wurde in Bad Königshafen beerdigt.

Kuratus Karl Eppig

5 Von der religiösen Lebendigkeit einer pfarrei zeugen auch die geistlichen Berufe.

Im 20. Jahrhundert - besonders in der ersten Hälftekamen aus Großwallstadt acht Priester, fünf Ordensbrüder und zwanzig Ordensschwestern.

Der hier abgebildete Priester Karl Eppig, geboren am

18. Mai 191 2 in Großwallstadt, begann, nachdem er am 27. Februar 1938 in Würzburg zum Priester geweiht wurde, seinen priesterlichen Dienst in schwerer Zeit, nämlich im Dritten Reich.

Als eifriger und beliebter Seelsorger versah er seinen Dienst durch die Kriegszeit bedingt an mehreren ver-

schiedenen Orten, so als Kaplan von 1938 bis 1940 in Heimbuchenthal, von 1940 bis 1943 in Meiningen (Thüringen), von 1943 bis 1944 in Schweinfurt, St. Kilian, und von 1944 bis 1945 in Würzburg, St. Gertraud. Danach war er Kurat und Benefitiumsverweser in Karlstadt.

Am 15. April 1950 verstarb Priester Karl Eppig unverhofft in Kaufbeuren. Tiefbetrauert unter großer Beteiligung der Gemeinde Großwallstadt wurde er im Priestergrab in Großwallstadt beigesetzt. Der Karlstädter pfarrer und spätere Würzburger Bischofhielt die Grabrede.

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