Hagen in alten Ansichten

Hagen in alten Ansichten

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Hagen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2604-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hagen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Im Jahre 1870 war in Deutschland die Postkarte eingeführt worden. Schon im gleichen Jahr begann man, sie mit Bildern zu bedrucken. Die Ansichtspostkarte war geboren. Ortsansichten, Gebäude und Landschaften waren ihr beliebtestes Motiv. Bald entwickelte sich eine regelrechte Industrie, und es gehörte zum guten Ton, von Sonntagsausflügen und aus dem Urlaub seinen Verwandten solche Ansichtspostkarten als Gruß zu senden. Für schriftliche Mitteilungen blieb in der früheren Zeit auf den Karten kaum Platz; die Rückseite bot postalisch nur Raum für die Empfängeranschrift. Die Bildmotive aber reizten, Ansichtspostkarten zu sammeln, die in eigens dazu hergestellten Sammelalben zusammengetragen wurden. Gerade die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und die Veränderung der Landschaft in den letzten Jahrzehnten haben die örtlichen Darstellungen auf diesen alten Karten zu wichtigen historischen Dokumenten werden lassen. Ein wenig Nostalgie, das Interesse an dem , wie es früher einmal war, hat die Nachfrage nach diesen Bilddokumenten stark gefördert.

Das Stadtarchiv Hagen ist stolz, in seiner umfangreichen Bildersammlung auch eine stattliche Anzahl Ansichtspostkarten mit Motiven des Hagener Raumes aus der Zeit vor allem der Jahrhundertwende zu besitzen.

Eine Auswahl dieser Ansichtskarten legt das Stadtarchiv Hagen mit diesem Büchlein vor. Sie entstanden in jener Zeit, in welcher Hagen das idyllische Kleinstadtdasein gerade verlassen hatte und sich anschickte, die Schwelle zur Großstadt zu überschreiten. Selbstverständlich sind in dem Bändchen aber auch jene Gebiete berücksichtigt, welche mit den kommunalen Neugliederungen von 1929 und 1975 der Stadt Hagen zugeschlagen wurden. Die Auswahl der Motive wurde dabei im wesentlichen durch das vorhandene Material bestimmt, wobei auf Wunsch des Verlages solche Objekte, welche die Jahrzehnte ohne wesentliche Änderungen überstanden haben, unberücksichtigt blieben. Wie üblich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Besonders die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges

und der anschließende Wiederaufbau haben das Bild der Stadt Hagen gegenüber den hier gezeigten Ansichten stark gewandelt. Doch die Ansichtskarten zeigen auch nicht unbedingt das beschauliche Kleinstädtchen an der Volme mit seinem typisch westfälischen Baubestand. Das Fachwerk ist meist gefallen; wilhelminischer Prunk prägte schon ganze Stadtteile der wachsenden Industriestadt, Trotzdem liebten die alten Hagener diese Vorkriegsrornantik in Stuck und Staub. Ihnen mögen diese nostalgischen Ansichten manche netten Erinnerungen wachrufen. Der Jugend und den vielen Zugezogenen aber zeigen diese Bilder eine in Wachstum und Entwicklung begriffene Stadt des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Die im Stadtarchiv aufbewahrten alten Adreßbücher, Grundkarten und Hagener Zeirungen boten dem Bearbeiter für Bestimrnung wie Betextung der Bilder eine wesentliche Hilfe. Selbstverständlich stehen diese Hilfsmittel auch allen anderen Interessenten zur Einsicht zur Verfügung. Das Stadtarchiv jedenfalls freut sich auf ihren Besuch.

Der nostalgische Hagen-Bummel durch dieses Büchlein nimmt seinen Anfang am Hagener Hauptbahnhof, der wohl zu den beliebtesten Motiven der alten Postkartenmacher gehörte, und führt nach Süden durch die Altstadt mit ihren Haupt- und Nebenstraßen, zeigt die öffentlichen Gebäude, läßt den ständigen Wandel erkennen. Er führt weiter durch Eilpe, Delstern, Ambrock nach Dahl, Von dort wendet er nach Norden durch die frühere Stadt Hohenlimburg, die erst 1975 der Stadt Hagen eingegliedert wurde. Über Ernst, Eppenhausen führt der Weg weiter nach Boele und von dort, um genau zu sein, südwestwärts über Eckesey, Vorhalle nach Haspe, jenem Ortsteil, der schon vor einem halben Jahrhundert, 1929, seine Selbständigkeit als mittlere Industriestadt aufgeben mußte, dessen Bewohner sich aber immer noch 'haspisch' fühlen. Im alljährlichen Kirmesfestzug zeigt sich ihr Lokalstolz, wie die BoeIer mit ihren Loßröcken Heimatbewußtsein demonstrieren, und die Hohenlimburger haben schließlich ihr ehemals landesherrliches Schloß.

I. 'Gruss aus Hagen i.W.' waren die alten Ansichtspostkarten überschrieben. Und einen Gruß aus dem Hagen von einst, das nur noch in der Erinnerung der älteren Generation lebt, und von welchem den Jüngeren liebevoll erzählt wurde, möchte dieses Büchlein mit seinen alten Ansichten allen Freunden der Stadt Hagen entbieten. Möglichst viel wollten die Grußkarten von einst ihrem Empfänger erzählen. So zeigt auch diese Karte von 1905 das 1903 geweihte neue Rathaus, einen Bliek über die Stadt von der Höhe des Stadtparks aus, das Kriegerdenkmal von 1875 auf dem Neumarkt und schließlich einen Bliek durch die EIberfelder Straße.

Hagen i. W.

2. Viel vorweisen konnten auch die Gesamtansichten der Städte. Das Detail ging zwar verloren, doch die Größe der Stadt mit ihrer Vielzahl von Häusern flößte Achtung ein vor der kreisfreien Stadt Hagen, die sich anschickte, den Sprung zur Großstadt zu wagen. Vom Goldberg aus geht der Bliek über die Stadt nach Norden. Vorn links steht die reformierte Kirche, in der Bildmitt e die große katholische Marienkirche. Mehr zum rechten Bildrand hin ist der Turm des 1903 eingeweihten Rathauses zu sehen.

l5agen i. W.

Bahnhof

3. Viele Wege führen nach Hagen. An das Eisenbahnnetz fand die Stadt Hagen 1848 Anschluß. Der anfänglichen Linie von Elberfeld nach Dortmund folgten im Laufe der Jahre weitere Strecken. Doch reichten auf dem alten Bahnhof um 1900 für den durchgehenden Personenverkehr noch vier Bahnsteiggleise völlig aus, hinzu kamen zwei weitere Bahnsteiggleise für die endenden Strecken von Siegen und Brügge. Auf dieser im Jahre 1909 entstandenen Ansichtskarte erscheinen uns heutigen die Hagener Bahnanlagen wie in einem Eisenbahnmuseum. Die hohen Fabrikschornsteine im Hintergrund gehören zum Stahlwerk Eicken & Co.

Alter Bahnhof, Hagen i. W. 1875-1910.

Verlag: Paul Mende, Photogr., Hagen i. W.

4. Drei Empfangsgebäude besaß der Hagener Hauptbahnhof', seit hier 1848 der erste Zug einlief. Wachsender Verkehr machte einen ständigen Ausbau des Bahnhofs erforderlich. Nach Beseitigung des ersten wurde 1875 dieses zweite Bahnhofsgebäude in Fachwerkbauweise errichtet und in Betrieb genommen. Damals erhielten die einzelnen Bahnsteige Schutzdächer; neu eröffnet wurden um diese Zeit die Strecken Hattingen-Vorhalle und Hagen-Gevelsberg-Haufe. 1910 mußte dieses Bahnhofsgebäude einem Neubau weichen.

5. Eine echte lokalgeschichtliche Rarität stellt diese Ansicht der Bahnhofsgegend um 1890 dar. Neben dem Empfangsgebäude des Hagener Hauptbahnhofs steht das angesehene Hotel Lünenschloß mit dem eine Weinhandlung verbunden war. Adolf und Paul Lünenschloß betrieben damals das Unternehmen, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Neubau des Postamtes weichen mußte. Von großer Betriebsamkeit ist auf dem Bahnhofsvorplatz noch nichts zu spüren. Nur ein einspänniger Pferdebahnwagen der Hagener Straßenbahn rollt gemächlich über die Kölner Straße in Richtung Haspe. Erst 1895 begann die Umstellung der Straßenbahn auf elektrischen Betrieb.

J.ll Bahnhof

Gruss aus l]agel' i. W. ~~~

(;/-

6. Ein wenig kahl bot sich der Vorplatz des Hauptbahnhofs von 1875 um die Jahrhundertwende. Nicht gerade vorteilhaft wirkt die Baracke mit dem Zweigpostamt 3 an der Stelle des heutigen Banhhofsgebäudes. Schmal zieht sich vor dem Platz die Kölner Straße hin, deren wichtigstes Verkehrsmittel die Straßenbahn war. Unbekümmert konnten Fußgänger mitten auf der Fahrbahn einen Plausch halten. Die Aufnahme mag vor 1908 entstanden sein; an Stelle der Bäume im Vordergrund wurde in jenem Jahre das Postamt erbaut.

HAGEN i. W.

Kölnerstras:sc

7. Einst wie heute bestimmten Gasthöfe das Gegenüber am Bahnhof. Auf der Ansichtskarte aus dem Jahre 1906 sind an der damaligen Kölner Straße das Restaurant von August Resa und das Hotel 'Union' von Georg Drewes zu erkennen. Beide unterhalten in der sommerlichen Jahreszeit Straßencafés. Nach dem gleichzeitigen Adreßbuch führt die Reihe der gastronomischen Betriebe weiter die Straße entlang. Das Bahnhofs-Hotel, 'Zur Stadt Elberfeld', Hotel Rüßmann, 'Rheinischer Hof', 'Kaiserhof' oder 'Zur Stadt New Vork' boten ebenfalls ihren Besuchern echt westfälische Gastlichkeit.

!jagen i. Westj.

Kaiserliches l'ostamt

8. Noch einmal ist hier der alte Hauptbahnhof aus nordöstlicher Richtung zu sehen. Der Wandel in das 20. Jahrhundert beginnt sich zu vollziehen. Das alte Hotel Lünenschloß ist gefallen, an seiner Stelle erhebt sich nun das 1908 in Benutzung genommene neue Postamt. Verschwunden ist auch die Baracke des Zweigpostamtes 3. Dafür grenzt nun ein Bauzaun das Gelände ab, auf welchem das neue, dritte Empfangsgebäude des Hagener Hauptbahnhofs entstehen wird, das 1910 in Betrieb genommen wurde.

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