Halver in alten Ansichten

Halver in alten Ansichten

Auteur
:   E. Kalkowski
Gemeente
:   Halver
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1711-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Halver in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Dort, wo Westfalen und Rheinland aneinandergrenzen, auf der Wasserscheide zwischen Ruhr und Wupper, wo Ennepe, Hä1ver, Glör und Bever entspringen, wo die alten Heerstraßen von Köln nach Soest und von Hagen nach Siegen sich kreuzen, dort liegt das tausendjährige Halver im Kranz der grünen Berge des Sauerlandes und doch greifbar nahe vor den Toren der Städte des Ruhrgebietes, umgeben von Bauernhöfe und Großindustrie.

Halver, zunächst von den Sugambrern, später von den Sachsen besiedelt, wird um 950 erstmals im Werdener Probsteiregister als 'Halvara' erwähnt, und zwar als Oberhof. Zwischen 1125 und 1137 wird daneben als gleichbedeutend erwähnt der 'Munikinchove' (Mönchshof), der heutige Winkhof der sich im Besitz der Stadt Halver befindet. Über 500 Jahre lang, bis zum Jahre 1753, besaß Halver ein eigenes Gericht. Das wichtigste Ereignis der Halversehen Gerichtsbar-

keit war die Überweisung des Streites zwischen dem Herzog von Bayern und dem Ritter von Torring durch den Kaiser an den Halversehen Freistuhl. 1m Jahre 1430 wurde der wegen Landfriendensbruch verfemte Herzog von Bayern hier freigesprochen. Die Femlinde, die auf der Kirslade gestanden haben soll, wurde in das Ha1versche Wappen aufgenommen. Der weiterhin im Wappen vorhandene, in einen Schildfuß verwandelte märkische Schachbalken, läßt die Zugehörigkeit Halvers zu der ehemaligen Grafschaft Mark erkennen.

Die Industrialisierung Halvers beginnt im Jahre 1780. Schon im 15. und 17. Jahrhundert hatte man beim sogenannten 'Schwarzen Teich' zwischen Clev und Öckinghausen Eisenstein gegraben und in der Schmelzhütte am Carthauser Hammer verarbeitet. Nach den Berichten des Chronisten nährte man sich noch 1770 bis 1776 vom Butterhandel und vom

Vogelfang und trieb etwas Fabrik dazu. Im Jahre 1780 waren im Kirchspiel Halver drei Osernund- und ein Rohstahlfeuer mit zwölf Arbeitern. 1792 stieg die Zahl der an Eisen, Stahl und anderem Metall tätigen Arbeiter auf zweihundertfünfzig. Angefertigt wurden Schlösser, Bohrer, Feilen, Beile, Zangen, Sägen, Schüppen, Fitzen, Kaffeemühlen u.a.m. Der Umfang des Handels mit Eisenwaren wurde von keinem anderen Dorf der Grafschaft Mark erreicht.

In seiner Chronik der Gemeinde Halver schreibt D. Ewald Dresbach: Als der Ort Halver noch ein dörfliches Aussehen hatte, etwa bis 1900, hatten die Straßen des Ortes noch keinen offiziellen Namen. Wohl aber gab es für einzelne größere Häuserkomplexe besondere Benennungen: Auf der Ley, Eichholz, die Neustadt, der Bächterhof, für die nachmalige Kölnerstraße die in alten Zeiten auch Schnitterstraße hieß, weü die Tagelöhner aus Wipperfûrth auf diesem

Wege zum Roggenschneiden nach Halver kamen. Die Bezeichnung Bächterhof ist wahrscheinlich auf den ursprünglichen Besitzer des Hofes namens Been zuriickzufiihren.

Die einzelnen Häuser waren auch nicht numeriert. Sie hatten eigene Benennungen, teils nach dem Besitzer oder nach dem Geschäft das darin betrieben wurde, teils auch nach geschichtlichen Erinnerungen oder Eigentümlichkeiten und Besonderheiten, in denen der Volkshumor zum Ausdruck kam. Hier einige Beispiele: In der Taube, In der Sonne, Zum Sternberge, Im halben Mond, In der Vakanz, Im Wydenhof, Im Ryke, Im Lohhause, In der vordersten Helle, Auf dem Treppchen, Im Brabant, Op der Vor, Im Anker, In der Kloppenburg und viele andere mehr.

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1. Der Hälversprung ist die Quelle des Baches Hälver und liegt in der Nähe des Altenheimes, nach alter Darstellung zwischen Winckhof und Howarde. Der Bach soll nach geschichtlicher Überlieferung dem Ort den Namen Halver gegeben haben. Die Wandlung des Namens geht weit bis in das Jahr 1130 zurück.

2. Die Howarde war das älteste Fachwerkhaus, das sich bis in die Neuzeit erhalten hatte. Es wurde 1689 erbaut. Die Howarde gehörte früher zum Winkhof, eine Gründung des aus dem Jahre 799 stammenden Benediktinerklosters Werden an der Ruhr.

3. Die heutige Südstraße, früher Piäkstroot genannt, zeichnete deutlich die Geschlossenheit handwerklicher Tätigkeit um die Jahrhundertwende auf. Sieben Schuhmacher, heute noch namentlich bekannt: Degenhardt, Schlachtenrodt, Jung, Misse, Klar, Spieß und Lauer, haben hier in unerrnüdlicher Tätigkeit viel Pechdraht verarbeitet.

4. Der Friedhof um die evangelische Pfarrkirche wurde 1823 geschlossen. Die erste Beerdigung am 10. September 1823 fand auf dem neuen Gelände des heutigen Hohenzollernparks statt. Auf dieser Karte sehen Sie das Eingangstor zum Friedhof.

5. Im Jahre 1910 wurde der alte Friedhof in den Hohenzollernpark umgewandelt und der Eingang zum Park erhielt eine neue Fassung. 1928 erfolgte hier die Errichtung des Ehrenmals für die im ersten Weltkrieg Gefallenen.

6. Schon zur Zeit Kar1s des Großen, um das Jahr 800, hat in Halver eine katholische Gemeinde bestanden. In den Registern der Abtei Werden 1100-1160, besitzt Halver bereits einen Mönchshof, deren Mönche mit der Seelsorge beauftragt waren und gleichzeitig die Abgaben der bereits vorhandenen Höfe verwalteten. Im Jahre 1930, unter Pfarrvikar Alois Buchen, wurde in Halver das erste neue Gotteshaus gebaut.

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7. 'Das Osterhaus' heißt diese Besitzung, weil es lange Zeit im Dorf am weitesten nach Osten gelegen war. Der Name geht auf das Jahr 1557 zurück und es ist eins der ältesten Häuser Halvers und kann daher auf eine lange Reihe geschichtlicher Ereignisse zurückblieken,

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