Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Altstadt

Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Altstadt

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Hamburg/Hamburg-Altstadt
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5995-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Altstadt'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Einleitung

Das vorliegende Buch 'Hamburg-Altstadt' in der Reihe .... in alten Ansichten' ist nach dem Titel 'Hamburg-Hafen' der zweite Band dieser Reihe über die Hansestadt.

Innerhalb dieser nördlich der Elbe liegenden Altstadtumgeben von Wallanlagen - unterscheidet man eine östlich der Alster gelegene Altstadt und eine westlich dieses Flusses gelegene Neustadt.

Eine erste geschlossene Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Hansestadt Hamburg war die Hammaburg, die auf einem Geestrücken zwischen Alster und Bille lag. Sie befand sich südlich der St.-Petri-Kirche und der Straße Speersort - heute ein freier Platz, der einmal architektonisch so gestaltet werden soll, daß man diese historische Stätte würdig präsentieren kann. Die Größe dieser Hammaburg betrug etwa 130 x 130 m. Wälle und Palisaden schützten diese Ursiedlung von Hamburg.

Neben einer Domkirche und einer Burg und den dazugehörigen Häusern wohnten in der Hammaburg etwa 900 Menschen. Schon im Iahre 845 unter Erzbischof Ansgar wurde diese Siedlung von dänischen Wikingern zerstört. Beim großen Wendenaufstand im [ahre 1066 erfolgte eine weitere Zerstörung, der auch die hölzerne Domkirche zum Opfer fiel. Im Rahmen des Neuaufbaus wurde eine erste steinerne Kirche, der Mariendom, errichtet.

Um 1050 gab es in der Altstadt vier Burganlagen. Nördlich der

zerstörten Hammaburg schloß sich die sogenannte Bischofsburg von ErzbischofBenzelin an. Der von ihm errichtete Bischofsturm kann im Keller der Straße Speersort 10 besichtigt werden. Die Wiedenburg wurde im [ahre 1043 von Erzbischof Adalbert südöstlich der Hammaburg errichtet.

Die Alsterburg wurde im [ahre 1045 unter Herzog Bernhard 11. westlich der Hammaburg in der Alsterniederung erbaut; und um 1050 entstand am westlichen Alsterufer südwestlich der Hammaburg eine Neue Burg genannte Befestigung. Diese Burganlagen wurden zu Siedlungskernen, von denen aus sich die Besiedlung und Entwicklung der Altstadt vollzogen.

Schon am 7. Mai 1189 verlieh Kaiser Friedrich 1. der aufblühenden Siedlung den Freibrief. Ein [ahr zuvor hatte Graf Adolf II1. von Schauenburg die günstige Lage zur Nordsee und die Möglichkeit auf der Elbe Handel auch mit dem Binnenland bewertet und den Ausbau des Hamburger Hafens betrieben. Der schon bald eintretende wirtschaftliche Aufschwung ließ die Siedlung und den in einer Alsterschleife angesiedelten Hafen schnell wachsen.

Schon vor demjahre 1200 war es siedlungsmäßig östlich der Alster in der Altstadt zu eng geworden. Um die Neue Burg am rechten, westlichen Alsterufer entwickelte sich eine Neustadt, die ab 1190 mit einer hölzernen Brücke verbunden war. Es ist die Trostbrücke - heute eine steinerne Brücke - an der ein

erstes Rathaus ab 1290 entstand und auf der die Statuen der Gründer Ansgar und Adolf lIL stehen.

In den folgenden [ahrhunderten folgten Deichbauten an der Elbe, Alsterregulierungen, Wassermühlenbau sowie der Bau der Kirchen und Klöster. Durch die Errichtung einer zweiten Mühle mit Damm an der Alster durch Müller Reese - daher der Name Reesendamm - staute sich ab 1245 die Alster zu einem See an. Trotz einiger Rückschläge der Bevölkerungsentwicklung durch Feuer und Pest wurde es in der Altstadt sehr eng. Es entstanden Wohnungen hinter den großen Fachwerkhäusern, die Gänge und Buden für die ärmeren Leute. Die hygienischen Bedingungen waren jedoch nicht sehr anspruchsvoll. Um der Feuergefahr entgegenzuwirken, entstanden ab 1478 mit der Errichtung des Englischen Hauses in der Gröninger Straße die ersten Häuser vollständig aus Backstein.

Eine völlige Neuorientierung Hamburgs, das als Mitglied der Hanse der Nordseehafen dieses Bündnisses war, brachte die Entdeckung Amerikas. Durch die Verlagerung des Welthandels nach Westen kam es zum verstärkten Ausbau des Hafens. Der Alsterhafen wurde zum Elbhafen.

Die Bevölkerungsentwicklung stieg aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sprunghaft an. Mit mehr als 40 000 Einwohnern war die Hansestadt im jahre 1619 die größte deutsche Stadt. Die Einwohner lebten in der von Wallanlagen, die

1616-1625 von Iohann van Valkenborgh geplant wurden, umgebenen, durch 21 Bastionen gesicherte und durch Tore sich öffnenden Stadt. So überstand Hamburg, in diesem Buch Altstadt genannt, unbeschadet den Dreißigjährigen Krieg. Während die Kirchen Hamburgs im Mittelalter noch ohne Türme die Stadtsilhouette prägten, erhielten die Kirchen nach diesem Krieg ihre Türme, z.B. St. Nikolal 1657. Im [ahre 1661 wird St. Michaelis eingeweiht, so daß die innerhalb des Befestigungsringes liegende Neustadt von nun an ein eigenes Kirchspiel erhielt.

Immer wieder zerstörten Brände Häuser und Speicher der Stadt, z.B. 1676 am Cremon dreißig, 1683 am Brook, Kehrwieder und der Holländischen Reihe 214. Trotzdem wuchs die Einwohnerzahl der Stadt im [ahre 1789 aufüber 100 000. In der heute als Großstadt zu bezeichnenden Stadt gab es 7 904 Häuser, 3 873 Buden und 9 561 Säle.

Eine besonders schwere Zeit erlebte Hamburg zur Zeit der Eroberung und Besetzung durch die Franzosen. Außerhalb der Bastionen gelegene Herrensitze und die Vorstadt St. Pauli wurden zerstört. Kaum war Ruhe durch den Sieg gegen die Franzosen nach der siegreichen Vólkerschlacht bei Leipzig eingekehrt und einige [ahre des Friedens und des mühsamen Aufschwungs - z.B. entstanden 1827 die Esplanade, der Neue Jungfernstieg und der Botanische Garten - da zerstörte der Große Brand von

1842 ein Viertel der Altstadt. Das Feuer brach am 5. Mai in der Deichstraße 44 aus und zerstörte in vier Tagen 1 749 Häuser, 102 Speicher und drei Kirchen.

Die Katastrophe führte rasch zum Neubeginn. Nach einem Plan des Ingenieurs William Lindley bauten berühmte Architekten wie Gottfried Semper und Alexis de Chateauneuf die Stadt wieder neu auf Der Rat der Stadt lieferte mit einem Gesetz über den Aufbauplan und ein Enteignungsgesetz die Rahmenbedingungen, um zügig und großzügig den Plan zu verwirklichen. Unternehmerische Aktivitäten entwiekelten darüberhinaus in den folgenden [ahrzehnten den Hafen zu einem Welthafen. Zwar hatte die Stadt durch den Großen Brand bemerkenswerte Architektur, besonders der Renaissance, verloren; aber das neue Hamburg schufRaum, Größe und Licht. Durch Aufschüttung mit Bauschutt entstand unter anderem der Alster (Ballin-) damm. Auch das Gelände der Wallanlagen wurde umgestaltet. Parkanlagen und öffentliche Bauten veränderten den äußeren Ring von Alt Hamburg.

Auch innerstädtisch gab es bauliche Veränderungen. Unter der Leitung des Architekten Martin Haller wurde ab 1886 das neue Rathaus errichtet. Die Choleraepidemie von 1892 forderte hygienische Baurnaßnahmen in der Altstadt. Im Iahre 1896 entstand die großzügig angelegte Kaiser- Wilhelm-Straße in der Neustadt bis zum Karl-Muck-Platz aufKosten eines engen Gän-

geviertels. Auch die Steinstraße führte durch ein zerfallenes Gängeviertel.

Eine neue Phase baulicher Umgestaltung erfolgte zu Beginn des 20. [ahrhunderts. Die Architekten Fritz Höger, Hans und Oser Gernson und der Baudirektor Fritz Schumacher (ab 1909) entwiekelten eine Backsteinarchitektur für die Hansestadt, die noch heute weitgehend das Gesicht der Altstadt prägt. Dafür wurden mehrere Gängeviertel der Altstadt neu überbaut. Hamburg war schon im 19. [ahrhundert weit über die Grenzen der Bollwerkanlagen, innerhalb derer sich die Altstadt befand, hinausgewachsen. Im [ahre 1910 überschritt die Einwohnerzahl Hamburgs die Millionenmarke. Die Stadt erhob Ansprüche auf die Nachbargemeinden. Im Iahre 1927 wurden die Nachbarstädte Groß Altona, Groß Wansbek und HamburgWilhelmsburg zu Großstädten, die schon zehnjahre später durch das Groß-Hamburg-Gesetz eingemeindet wurden.

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges - dieses Buch zeigt Aufnahmen der Hamburger Altstadt etwa bis zu dieser Zeitvergrößert sich das Stadtgebiet des Stadtstaates von 41 500 ha auf 74 500 ha, während sich die Bevölkerung von etwa 1,2 Mil. auf 1,7 Mil. Einwohner erhöht. Ein Hamburg ist entstanden. das gern mit Venedig verglichen wird. Die Stadt strahlt internationales Flair aus, hat ein reges Kultur- und Wirtschaftsleben; und die Menschen fühlen sich nicht nur wohl, sondern sie haben

ein stark verbindendes Wir-Gefühl entwickelt, das nicht nur zusamrnenhält, sondern sehr stark verbindet - vielleicht auch, weil die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der enorme Nachkriegsaufbau - beides in diesem Buch nicht dargestelltmit dazu beigetragen haben.

Uwe Bremse

Die Entwicklung Hamburgs und damit auch von Alt Hamburg begann auf einem Geestrücken zwischen der Alster und der Bille am Nordufer der Elbe, Als UrHamburg wird die Hammaburg südlich der Straße Speersort genannt, deren erster Erzbischof Ansgar im [ahre 831 von Kaiser Ludwig dem Frommen berufen wurde. Es war noch eine wilde. unbewohnte Gegend an der Grenze des Reiches, von wo aus die Mission des heidnischen Nordens erfolgen sollte. Um 1100 n.

Chr. gab es neben der zerstörten Hammaburg auf dem Gebiet der heutigen Altstadt noch die Wieden burg und die Alsterburg östlich und die Neue Burg westlich der Alster.

L B

E

2 Um 1400 n. Chr. hatte sich das Siedlungsgebiet nördlich der EIbe zwischen den Burganlagen bevölkerungsmäßig aufgefüllt. Nicht nur die östliche Altstadt ist auf der Abbildung als geschlossenes Siedlungsgebiet zu erkennen. Durch die Gründung einer Neustadt, die über eine ehemalige hölzerne Brücke, die Trostbrücke, zu erreichen war, weitete sich Alt Hamburg nach Westen aus. Diese Neustadt wurde durch Graf Adolf lIl. von Schauenburg gegründet und durch den Kaiser Friedrich 1. am 7. Mai 1189 mit dem Freibrief ausgestattet, was mehrere das Wirtschaftsleben fördernde Privilegien gewährte.

3 Bis um 1700 entwickelte sich Hamburg nicht nur zur größten Stadt Deutschlands und überflügelte die einstige Königin der Hanse, Lübeck, sondern die Stadt gewann besonders durch die Entdekkung Amerikas und . den Rest der Welt' an handelspolitischer Bedeutung. Zum Schutze der Stadt, der Bewohner und des Hafens wurde die Stadt ab 123 0 durch Stadtmauern geschützt. Später wurden Wallanlagen errichtet, die von 1616 bis 1625 durch den holländischen Festungsbaumeister [ohann van Valkenborgh ausgebaut wurden. Innerhalb dieser Befestigungsanlagen lebte man bis zur Aufhebung der Torsperre 1861, geschützt

von Wallen und 21 Bastionen, die auch gegen Angriffe von der Elbe errichtet wurden, z.B. das auf der Abbildung erkenribare Johannisbollwerk (a), Hölzerne Wambs (b) und Ericus (c).

L 13

4 Dieser Kartenausschnitt von etwa 1935 zeigt den in diesem Buch beschriebenen Raum der Hamburger Altstadt. Die Karte stellt die nördlich der EIbe und innerhalb der Wallanlagen liegende Altstadt im Osten und die sich später nach Westen ausgedehnte Neustadt dar. Von Süden über Westen und Norden nach Osten heißen die Straßennamen nach den ehemaligen Befestigungswällen: Iohannisbollwerk, Holstenwall, Gorch-Fock-Wall, Glockengießerwall, Steintorwall und Klosterwall. Auch die ehemals vorhandenen Tore sind in einigen Straßennamen erhalten geblieben, z.B. Dammtorstraße und Steintorstraße.

5 Der Blick vom Turm der St. - Michaelis-Kirche zeigt einen Ausschnitt aus der südlichen Begrenzung von Alt Hamburg. Die EIbe bietet einen natürlichen Schutz nach Süden. Man erkennt neben dem Fluß auch den Niederhafen. Das große Gebäude mit dem Turm links hinten zeigt die Kehrwiederspitze. Hier an der Niederbaumbrücke lagen mit einer Kette verbundene Baumstämme, um den Binnenhafen abzusperren und vor Raub zu schützen. Die Straße heißt heute noch Baumwall.

6 Dieses Schrägluftbild zeigt die Hamburger City und die Binnenalster von Nordosten. Dabei heben sich die Wallanlagen als Parkanlagen und parallel dazu verlaufende Straßenzüge vom übrigen Stadtbild ab. Von links unten erkennt man die Straßen Glockengießerwall, die Lombardsbrücke, mit Baumreihen die Esplanade, an die sich der Gorch-FockWall anschließt. Am oberen Bildrand führt der Holstenwall zur gerade noch sichtbaren Elbe. Wenn man auch die einzelnen Straßenzüge nicht erkennen kann, sind doch die sie begleitenden Grünanlagen der ehemaligen Befestigungen deutlich zu erkennen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek