Hammelbach in alten Ansichten

Hammelbach in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Röth
Gemeente
:   Hammelbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4913-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hammelbach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

von

Fritz Röth

Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande

Zurverfügungstellung der Fotos: Werner Joehum.

D ISBN 90 288 4913 0/ elP

© 1990 Europäische Bibliethek - ZaltbommellNiederlande

Nachdruck und Vervielfältigungjeglicher Art von Bild und Text nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlegers.

EINLEITUNG

Der alte Name unseres Dorfes war Hamelbach. Hamel bedeutete früher Bergabhang, und da Hammelbach am Ostabhang der Tromm liegt, dürfte diese Ortsbezeichnung hier ihre Erklärung finden. Bereits 795 wird dieses Gebiet in einer Ortsliste erwähnt, die dem Lorscher 'Codex Lameshamis', Grenzbeschreibung der 'Marcha Heppenheim' beigefügt ist.

Hammelbach war auch der Sitz des Centgerichts der 'Aicher Cent'. Das Siegel des Gerichts ist der pfälzische aufrechtstehende Löwe. Das Ortswappen von Hammelbach ist rot/silber geteilt.

Als Industrie aus früherer Zeit kommt die Steinhauerei in Betracht, in der während der Blütejahre bis über 1900 hinaus bisweilen 200 bis 300 Arbeiter beschäftigt waren. Das Fehlen einer Bahn und die Verwendung von Zement und Beton haben dem roten Sandstein, der aus hiesiger Gegend von besonderer Güte ist, sehr geschadet, weil gerade dieser Stein infolge seiner Härte und schweren Bearbeitungsmöglichkeit der billigen Konkurrenz des Betons weichen mußte. Noch gibt es in der Gemarkung Hammelbach ergiebige Sandsteinlager , die aber nicht mehr abgebaut werden.

Ende des letzten Jahrhunderts wurde noch die Leinenweberei berufsmäßig betrieben. Dazu kam noch Wollspinnen und das Stricken von Strümpfen. Diese Erzeugnisse wurden auf dem hiesigen Markt, der im Mai stattfand, verkauft. Ein weiterer Beruf aus damaliger Zeit waren die Schuhmacher, die auch auf auswärtigen Jahrmärkten in reicher Zahl vertreten waren.

Ein seltener Beruf waren die Nagelschmieden, von denen in den zwanziger Jahren in Hammelbach noch eine in Betrieb war. Weiter kommen in Hammelbach noch die Zimmerleute in Betracht, die ihr Bauholz

auf dem jeweiligen Bauplatz bearbeitet haben, ebenso die Maurer.

Im Jahre 1888, dem bekannten Drei-Kaiser-Jahr, wurde in Hammelbach eine Postagentur errichtet, die auch die umliegenden Gemeinden bedient hat. Im gleichen Jahr wurde auch das erste Telefon in Betrieb genommen. Der Fremdenverkehr hat in unserer Gemeinde schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Die ausgedehnten Waldungen, die herrlichen Wiesentäler und die vielen Quellen bieten eine Unmenge herrlicher Spaziergänge mit wundervollen Aussichten. Außerdem bieten sie den Besuchern eine würzige, ozonreiche Gebirgsluft.

Sehenswert ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Ruine der früheren Pfarrkirche auf dem Friedhof, von der leider nur der Chor mit einigen gotischen Spitzbogenfenstern und der Altar erhalten geblieben sind, Diese Ruine ist heute Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

Die Hauptausdehnung des Ortes verläuft von Westen nach Osten. Diese Ortsstraße bildet gleichzeitig die Wasserscheide zwischen Neekar und Rhein. Das Wasser der Quellen, die nördlich dieser Straße liegen, fließt in die Weschnitz, die in den Rhein mündet. Die Quellen südlich der Straße speisen den UIfenbach, Dieser fließt in den N eckar.

Die nachfolgenden Aufnahmen sollen uns einmal das alte Hammelbach zeigen. Die junge Generation kann sich dann leichter ein Bild vom täglichen Leben ihrer Vorfahren machen, und die alten Hammelbacher werden auf diesen Bildern so manchen Bekannten finden.

1. Schon im Ersten Weltkrieg 1914-1918 wurden die Kirchenglocken zu Waffen verarbeitet. Auch die kleinsten Gemeinden, wie Hammelbach, mußten ihre Kirchenglocken auf den Altar des Vaterlandes legen.

Bei uns auf dem Land war das Mittag- und Abendläuten eine besondere Zeitansage. Und wenn man gewohnt war, am Samstagabend das Geläute aller Glocken zu hören, da wurde jedem sehr deutlich bewußt, daß etwas fehlte, was zum Leben auf dem Land dazugehörte.

Im Bild: Ablieferung von zwei Glocken der evangelischen Kirche. Im Hintergrund das Kriegerdenkmal 1870/71.

Im Vordergrund: Bürgermeister Steinmann Grasellenbach, Pfarrer Winkier Hammelbach, Bürgermeister Bauer Hammelbach.

2. Im Riebig gab es früher das Gasthaus 'Zum grünen Baum' von Egidius Bauer, vor dessen Eingang eine Linde stand. Der Anbau links hinten war der Tanzsaal. An Kirchweih, Weihnachten, an Ostern und Pfingsten war hier Tanzmusik. Es wurden auch Maskenbälle abgehalten, ebenso gab es Theateraufführungen durch die hiesigen Vereine.

Das Lokal wurde später von Walter Seibold übernommen und modernisiert. Der Tanzsaal wurde in den Restaurationsbetrieb mit einbezogen.

Das Gasthaus trägt heute den Namen' Jägerhof' .

3. Hammelbach war von jeher ein gutbesuchter Luftkurort. Doch nicht nur um der guten Luft wegen sind die Städter hierhergekommen. Es war auch gut für das leibliche Wohl gesorgt.

Das älteste Pensionshaus am Platz ist das Gasthaus 'Zum Ochsen', ein Restaurationsbetrieb mit eigener Metzgerei. Der Betrieb bestand schon Mitte des 19. Jahrhunderts und ist heute noch im Familienbesitz.

1925 wurde dort ein großer Speisesaal angebaut, wo sich früher eine nach allen Seiten offene Gartenlaube befand, in der so manches fröhliche Beisammensein gefeiert worden ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek