Hamminkeln in alten Ansichten

Hamminkeln in alten Ansichten

Auteur
:   Eduard Hellmich
Gemeente
:   Hamminkeln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5700-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamminkeln in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Liebe Leserinnen und Leser,

seitdem Waschrnaschine, Fernseher oder Auto zu den selbstverständlichen Dingen des modernen Alltags gehören, denken viele nicht seiten an die einfachen Verhältnisse früherer Zeiten. Heute holen wir manch 'alten Kram' als Antiquitäten in unsere Wohnungen zurück, und beim Betrachten alter Fotos sehen wir die Welt von damals oft als verklärte Idylle. Aber auch diese Welt hatte ihre Lichtund Schattenseiten. Zu den oft beschworenen Kaisers Zeiten gab es auch viel Ungerechtes, Rückständiges, heute Unzurnutbares, so daß es sich nicht immer lohnt, allem nachzutrauern, was zur Welt unserer Vorfahren gehörte. 'Hamminkeln in aIten Ansichten' will keine umfassenden Geschichtskenntnisse vermitteln, sondern das alte, heute nicht mehr existente Hamminkeln im Bild dokumentieren und ein wenig erläutern.

Vor mehr als dreißig Jahren habe ich angefangen, mich mit alten Fotos und Dokumenten von Hamminkeln zu beschäftigen, und nun scheint es mir an der Zeit, auch andere teilhaben zu lassen an diesem schönen Hobby und den Ergebnissen meiner Arbeit. Dabei denke ich nicht zuletzt an all diejenigen, die mir ihr Material anvertraut und auf diese Weise dazu beigetragen haben, daß dieser Bildband entstehen konnte.

Dem Hamminkelner Verkehrsverein sage ich Dank für die freundliche Unterstützung.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Vergnügen beim Betrachten der alten Fotos, auch ein wenig Nachdenklichkeit und - vielleicht gehen Sie selbst einmal auf Entdeckungsreise in Ihrer nächsten Umgebung, in Hamminkeln.

August 1993

Ihr Eduard Hellmich

1. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie gründlich sich Hamrninkeln verwandelt hat, bietet diese Ansicht vom Dorfmittelpunkt, dem Marktplatz. Geblieben ist von der alten Beschaulichkeit nichts mehr, nur noch die evangelische Kirche im Hintergrund. Rechts erhebt sich heute ein zweigeschossiges Geschäfts-z Wohngebäude; damals stand hier auch noch eine Pumpe mit der Jahreszahl1854. Bis zur Dorfsanierung im Jahre 1967 stand die 'Germania' auf dem Marktplatz in HamminkeIn im Mittelpunkt. Errichtet wurde sie 1879 durch Initiative des Kriegervereins, sie sollte an die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870171 erinnern. Die 'Germania' stand hinter einem quadratischen Gitterzaun, um das Monument vor Entweihung zu schützen.

2. Zu den ältesten Häusern im Ortskern von Hamminkeln gehörte dieses 1808 erbaute Wohn- und Geschäfshaus. Es stand bis 1945 am Marktplatz, ungefähr dort, wo sich heute das Eckhaus von Michelbrink befindet. Der Flur mit anschließendern Ladenfußboden bestand aus Rheinkiesel in Mosaik. Wilhelm Schrnidt , der hier eine Sattlerei betrieb, war sozial sehr stark engagiert; er nahm in seinem Haushalt Pflegekinder auf. 1920 fand sich die Familie vor dem Haus zu einem Gruppenfoto zusammen.

3. Die Gaststätte 'Zum Schwan', gegründet 1704, war das älteste Gasthaus Hamminkelns. Der 'Schwan' hatte immer einen guten Zulaufwegen der günstigen Lage am Marktplatz. Sie war auch die Gaststätte, in der die Gemeinderäte tagten, Bauernversammlungen stattfanden und der staatliche Einnehmer aus Wesel seine Steuern eintrieb. Der Kriegerverein ließ hier seine Fahnen aufbewahren und trat vom 'Schwan' aus zu seinen Umzügen an. Bis zum 31. Dezember 1990 als Gaststätte geführt, wurde das Haus von den Eigentümern, Familie Schmidt, ab 1. Januar 1991 an die Gemeinde Hamminkein verpachtet und ist jetzt eine Rathausnebenstelle.

4. Friedrich Wölker, hier mit Kindern Fritz und Johanna, die von einem Kindermädchen getragen wird, baute sein Haus etwa 1865 an der heutigen Marktstraße. Er war bei der Post beschältigt, betrieb ein wenig Landwirtschaft und eröffnete etwa 1870 ein Geschäft für Sämereien und Holzschuhe. Um die Ware zu präsentieren, wurde die Dielentür in ein Schaufenster umfunktioniert.

5. Das Bild zeigt das Ende einer Treibjagd um 1930. Die Jagdstrecke ist gelegt. Jäger und Treiber stehen davor. Die Jagdhörner erschallen zum letzten Gruß und dem Abschlußsignal: 'Jagd vorbei - Halali.' In Deutschland wird in festumrissenen Revieren gejagt. Es gibt in Alt-Hamminkeln vier Gerneinschafts- und zwei Eigenjagd-Reviere.

6. Die Eisenbahnstrecke von Wesel über Hamminkeln und Dingden nach Bocholt und weiter über Barlo nach Winterswijk in Holland wurde am 1. Juli 1878 eröffnet. Damit war Hamminkeln an die Eisenbahn angebunden. Genau aus diesem Jahr stammt der alte Bahnhof, der 1914 wieder abgerissen wurde. Am Bahnhofsgebäude war damals eine Uhr angebracht, die Zeiger standen auf 18.20 Uhr, als sich Personal und Fahrgäste für den Fotografen in Positur stellten.

7. Im Jahre 1920 zog Johann Kloppert um, vom Kerschenkamp zur Ringenberger Straße, Gerd Krusdick hat ihn als neuen Nachbarn 'met de Ossenkarr afgehalt', ein nicht unüblicher Vorgang bei einem Umzug innerhalb des Dorfes.

8. Um 1925 entstand diese Ansicht von Hamminkeln aus der Vogelschau, aufgenommen vom Turm der katholischen Kirche. In der Bildmitte sind Gebäude und Schornstein der Molkerei zu sehen.

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