Harburg in alten Ansichten Band 1

Harburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2893-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Zu einer Zeit, da Harburg eine einzige Baustelle ist, erscheint dieser Bildband mit alten Ansichten aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts bis etwa 1930. Inzwischen sind viele Objekte dieser Bilddokumentation durch Einwirkungen des Zweiten Weltkrieges vernichtet, aber auch unsere Stadtväter waren nicht immer bemüht, Traditionelles zu erhalten.

Wilstorf, das als Kirchengemeinde älter als Harburg ist, das einstige Vorwerk Heimfeld, sowie die Hafenund Schloßgemeinde wurden 1888 nach Harburg eingemeindet. Die Stadt dehnte sich weiter aus: 1906 kam Lauenbruch und 1910 Eißendorf hinzu. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz wurden die Dörfer Gut Moor, Langenbek, Marmstorf, Neuland, Rönneburg und Sinstorf 1937 ins Harburger Stadtgebiet einbezogen.

Vielleicht rufen diese Bilder bei älteren Bürgern Erinnerungen an ihre Jugendzeit wach, doch auch die jüngere Generation kann sich an Hand der alten Ansichten ein wenig heimatgeschichtlich orientieren.

Als gedruckte Quellen dienten 'Die Straßennamen von Harburg' bearbeitet von Adalbert Holtz und Horst Homann, sowie Festschriften diverser Vereine. Für die zur Verfügung gestellten Bilder, sowie für die mir mündlich übermittelten Angaben und Begebenheiten möchte ich hiermit allen danken, die namentlich zu nennen unmöglich ist. Ein besonderer Dank gilt

jedoch Frau Else Meyer, die mir in aufopfernder Weise bei der Auswahl der Fotos ihres verstorbenen Gatten behilflich war. Herr Rudolf Schumacher aus Marmstorf, sowie Frau Irma Strüven, Frau Grete Ostertag und Herr Fritz Martens aus Eißendorf stellten mir wertvolles Material zur Verfügung.

Letztlich habe ich auch bei diesern, meinem zweiten Buch alter Ansichten, auf die Beratung des erfahrenen Heimatforschers Herrn Wilhelm Marquardt aus Immenbeek nicht verzichten wollen, und ich danke ihm hiermit sehr herzlich dafür.

Bildmaterial stellten zur Verfiigung:

Herr Heinrich Albers et), Herr Manfred Artschwager, Frau Dora Bergeest, Frau Marie Bergeest, Herr Arthur Blankenburg, Frau Edith Flügge, Frau Inge Höth, Frau Hannelore Kleinschmidt, Herr Paul Hermann Korsen, Frau Lotte Knoll, Herr Rainer Laue, Herr Julius Neumann (t), Herr Christoph Matthies, Frau Else Meyer (Wilstorf), Frau Else Meyer (Marmstorf), Herr Ernst Müller, Herr Fritz Martens, Frau Grete Ostertag, Frau Dorothea Peper, Herr Wilhelm Peper, Herr Werner Peters, Frau Elisabeth Petersen, Herr Otto Richters, Frau Helene Riemenschneider, Familie Kurt Roggon, Frau Edith Rohde, Herr Rudolf Schumacher, Herr Gerhard Schulz, Frau Irma Strüven, Herr Heinrich Treder und Herr Edgar Wiedermann.

h1RBURG

1. Im Jahre 1892 erfolgte auf dem früheren Wiesengelände am Walkmühlenteich der Bau des Harburger Rathauses. Der Teich wurde zugeschüttet. Diese Postkarte - zehn Jahre später geschrieben - zeigt sehr deutlich die Häuser der Linden- und der Hermannstraße. Seit der großen Umbenennungsaktion 1950 heißen diese Straßen Julius-Ludowieg-Straße und Salzburger Häuser. Weithin sichtbar ist der Turm der Feuerwehr, der 1924 infolge der neuerbauten Feuerwache am Hastedtplatz ausgedient hatte. Der Zweite Weltkrieg hat von all dem nicht viel übriggelassen. Das Rathaus, 1944 sehr stark beschädigt, wurde vereinfacht wieder hergerichtet, wobei besonders das Fehlen des Mittelturmes auffält.

2. Die ersten Liebesgabenautos standen am 4. Oktober 1914 vor dem Harburger Rathaus fahrbereit. Die Fahne mit dem Roten Kreuz befand sich bei jedem Oldtimer vorn am Kühler, und der gewichtige Mann mit der Pickelhaube hat anscheinend die Oberaufsicht übernommen. Wie es sich gehört bei einem so außerordentlich wichtigen Ereignis, hat sich auch die Harburger Bevölkerung zahlreich eingefunden. In vorderer Linie unübersehbar Jung-Harburg mit den SchülerMützen,

Unteres Bild:

Im März 1916 fanden die Kanonen auf dem Rathausplatz natürlich das besondere Interesse der Jungen. Sehr gut sichtbar ist im Hintergrund das Haus an der Ecke Lindenstraße/Hermannstraße. Heute befindet sich an dieser Stelle die Bauleitung für den U-Bahnbau. Die Straßen heißen seit 1950 Julius-Ludowieg-Straße und Salzburger Häuser.

3. Welcher ältere Harburger ließ sich wohl nicht auf dem Harburger Rathausplatz fotografieren? Vater und Sohn kommen aus Richtung Rathausstraïse/Lindenstraße (Julius-Ludowieg-Straße), Die beiden Damen riskieren ebenfalls einen Bliek in den 'schwarzen Kasten'. Wo heute jeder das Spielwarengeschäft Staufenbiel, vorher Andersson, in der Julius-Ludowieg-Straße kermt, hatten einst BettenLange und davor Fritz Reuter an der Ecke Lindenstraße die Verkaufsräume. Anstelle des Zigarrenladens befindet sich nebenan das China-Restaurant. An die kleinen Häuser in der Rathausstraße können sich vermutlich nur ältere Bürger erinnern, während die mehrgeschossigen Bauten, in denen unter anderen Hastedt-Konfitüren und die Markt-Apotheke verkauften, erst für den U-Bahnbau abgerissen wurden.

4. Der Harburger Sand, auf dem an jedem Werktag vormittags Marktbetrieb herrscht, hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen hinnehmen milssen. Daß sich einst bei Bäcker Himbeck am Sand die Müßigtuer an der warmen Hauswand wärrnten, ist schon zur Legende geworden. An dieser Ecke wurde zu Beginn der siebziger Jahre der Neubau der Kreissparkasse Harburg errichtet. Das Schillerdenkmal hat ein ruhiges Plätzchen im Harburger Stadtpark erhalten.

5. Abends um 9.00 Uhr erhellt die Reklamebeleuchtung des Stofffgeschäftes Pozzolli im Kleinen Schippsee den malerischen Giebel des gegenüberliegenden Hauses. Bei solchen Bildern wird manchem erst bewußt, was die Industriestadt Harburg einst an idyllischen Plätzen zu bieten hatte. Lange haben sich die Denkmalschützer um den Erhalt des sogenannten Mayrschen Hauses bemüht, leider am Ende doch vergebens. Das Fachwerkhaus konnte jedoch nach dem Abbruch eingelagert werden und wird nun voraussichtlich 1981 auf dem Eckgrundstück Neue Straße/Lämmertwiete neu errichtet. Die Kaffeerösterei J.W. Darboven, sowie die übrigen Häuser der rechten Straßenseite stehen nicht mehr. Im Geschaft von Pozzolli handelt zur Zeit ein Türke mit Gemüse. Die beiden hochstehenden Steine auf dem Bürgersteig wurden vor der Zufahrt nach Koek & Sack entfernt.

6. 'Uhu-Meyer ' aus Rönneburg bietet hier auf dem Harburger Wochenmarkt seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse an. Auf einer Kiste steht die Waage rnit den Gewichten. Die meisten Hausfrauen haben ihre bestimmten Händler, bei denen sie regelmäßig ihr Obst und Gemüse einkaufen. Er hatte einen guten Platz vor dem Hause der 'Lühmannschen' und der EinhornApotheke daneben. Dieser Teil vom Sand dient jetzt als Parkplatz. Die Marktbeschicker haben die inzwischen planierte Fläche zwischen Rathausstraße/Hölertwiete/Neue Straße/Sand für ihre Verkaufsstände zugewiesen bekommen.

7. Am 1. September 1929 erwarb Gustav Flügge die Harburger Schloßmühle, die seit 400 Jahren bestand. Von Herzog Otto 1. anno 1527 errichtet, wurde die Mühle mit der Wasserkraft des Seevekanals, der eigens für diesen Zweck hierher geleitet wurde, angetrieben. Bis etwa 1890 hat dieses Staurecht der Pächter bestanden. Der Antrieb des Mahlwerkes erfolgte dann nicht mehr mit Wasserkraft, sondern veränderte sich der Zeit entsprechend über Dampf- auf Dieselantrieb bis zur Elektrifizierung. Der Kommerzienrat und Senator August Helms war vor Gustav Flügge Besitzer der Schloßmühle. Zu seiner Zeit entstand 1905 diese Bilddokumentation. Im Jahre 1971 erfolgte eine Betriebsverlegung zur Buxtehuder Straße 112, da die Stadt das Grundstück in ihre Planungen einbezogen hatte. Ein großer Teil wird jetzt von den Hamburgisohen Elektrizitätswerken genutzt,

8. Der Durchgang zwischen den Häusern Nr. 5 und Nr. 7 in der Harburger Schloßstraße ist heute noch zu finden. Das Haus NI. 5 (links) ist allerdings wieder neu im alten Fachwerkstil hergerichtet worden. Das überkragende Obergeschoß mit dem verschnörkelten Gebälk sucht der Beschauer jedoch vergebens. Rechts ist die Hausecke vom 'Goldenen Engel' aus dem Jahre 1613 sichtbar. Bis zum Haus der alten Färberfamilie Bornemann ist ein sehenswerter Teil der ältesten Harburger Straße erhalten geblieben.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek