Hatten in alten Ansichten

Hatten in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Havighorst
Gemeente
:   Hatten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1712-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hatten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

In der Bremer Schrift 'Vita St. Willehadi', der Lebensbeschreibung des Bremer Bischofs, verfasst von Bischof Ansgar, werden auch die wundersamen Heilungen beschrieben, die am Grabe Willehad geschehen sind. An 21. Stelle wird der Name des Dorfes Hahtho genannt. Geschehen Pfingsten 860. Die Schrift wird im Staatsarchiv Münster aufbewahrt. De laris autem ex villa hahtho reinmuod nomine novem annis caecata sanctissimi viri precibus longe optatum ibi recipere visionis promeruit gratiam.

Zu Deutsch:
lm Lande Lari im Dorfe Hahtho war ein Weib namens Reinmund neun Jahre blind gewesen, als sie durch die Fürbitte des Heiligen dort die langersehnte Sehkraft wieder zu erhalten gewürdigt wurde. Land Lari ist der Largau diesseits des Flusses Hunte. Hahtho ist die lateinische Bezeichnung des Dorfes Hatten. Das Kirchdorf Hatten liegt im Höhenrücken von Hoya bis zum Hümling. Der Boden ist lehmig-sandiger Struktur, Geest genannt. Höhenrücken: Fußboden der Kirche liegt 37,4 Meter über Normal Null, Pegel von Amsterdam. Die Orte um Hatten sind: Oldenburg 16 Kilometer, Hude 17, Delmenhorst 22, Wildeshausen 15 und die Bahnstation Huntlosen ist 6 Kilometer entfernt. Der Ort zählt heute etwa 1 600 Einwohner. Die meisten Einwohner sind Landwirte, von denen viele einen Nebenberuf haben. Im Dorf sind Handwerksbetriebe, Geschäfte für Lebensmittel und Textilien und einige Gaststätten. Die Reihenfolge der Nachstehend aufgeführten Häuser erfolgt nach dem Lehenregister der Grafen von Oldenburg-Bruchhausen aus dem Jahre 1260, nach dem Delmenhorster Heberegister von 1489 und später nach dem Brandkassenregister. Im Register von 1260 wird ein Hof in Kerchatten genannt. Zu dieser Zeit wird der Kirchenbau in Hatten vollendet gewesen sein.

Seit dieser Zeit ist der Ortsname Hatten oder Kirchhatten im Gebrauch. Kirchenamt und Standesamt beurkunden mit Hatten; Gemeindeverwaltung und Postamt schreiben Kirchhatten. Im Post1eitzahlregister steht: 2901 Harten Post Kirchhatten ü. Oldenburg, Oldb., und 2901 Kirchhatten Ü. Oldenburg, Oldb. Der Ort ist von Wäldern umgeben mit Tannen-, Fichten-, Buchen- und Eichenbestand, die auch zu größeren Wanderungen einladen.

1. Baubeginn der Hatter Kirche im Jahre 1220. Als Schutzpatrone dieser Kirche gelten der heilige Ansgar, Erzbischof von Bremen, und der Märtyrer Secundus, ein Seefahrer aus der Legion der Thebäer. Der Baustil Chorraum, Mittelschiff und Turm ist noch erhalten. Die Abbildung stammt aus dem Jahre vor 1600. Das Pfarrhaus ist links im Bilde dargestellt. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg durch Tilly's Truppen zerstört. Aus der katholischen Kirchenzeit liegen keine Berichte vor. Nach der Reformation war von 1579 bis 1625 Sebastian Lingensis der erste evangelische Prediger in Hatten. Er legte die Personenregister über Geburt, Hochzeit und Tod der Einwohner an, die 'im Brande zu Hatten verglommen sind'.

2. Die Eingangstür befindet sich im zuerst gebauten Teil der Kirche, dem jetzigen Altarraum. Ein Gestühl ist im Raum nicht vorhanden; in den Mauern sind Sitznischen ausgespart. Die letzten noch vorhandenen Nischen wurden bei der Renovierung der Kirche im Jahre 1975 zugemauert.

3. Der Glockengießer Johannes Freese aus Osnabrück goss im Jahre 1504 die beiden Kirchenglocken, die größere ist die Ansgariglocke Cl ,14 Meter Durchmesser), die kleinere ist die Marien- oder Sterbeglocke mit einem Durchmesser von 1,05 Meter. Der Gleekenguss erfolgte auf dem benachbarten Kirchengelände Ansgar-Busch. Jetzt gehört das Gelände zur Hofstelle Stalling.

4. Gasthof 'Zum Deutschen Hause' am Marktplatz. Dieses Haus bewohnte 1465 'Lutzeke Bydemdore to Hatten'. Aus Lutzeke wurde später der Name Löschen. 1681 Zollstätte und Anfang des 17. Jahrhunderts Gaststätte im Hause. Die Familie Lüschen bewohnte bis 1827 dieses Haus. Dann kaufte Gosche Twiestmeyer aus Bürstel das Anwesen. Das zweistöckige Hinterhaus wurde angebaut mit Tanzsaal irn Obergeschoß. 1857 kaufte Johann Ludwig Kösel aus Bremen diesen Besitz (Ehefrau Wilhelmine Grotewold aus Bremen). Der Kaufmann Heinrich Georg Martens aus Lehnden übernahm 1908 den Besitz. Ein ebenerdiger Tanzsaal wurde an der rechten Hausseite angebaut und der alte Saal im Obergeschoß für Wohnzwecke ausgebaut. Das Vorderhaus und die Stallungen wurden abgebrochen.

5. Im Jahre 1913 übernahm Ado1f Schnitker (gebürtig aus Hatterwüsting; Ehefrau Anna geborene Wolters, aus Ellinghausen) die Gaststätte. Auf dem vorderen Gelände wurden eine Remise und Stallungen für Pferde, sowie eine Waschküche für den Hausgebrauch errichtet, Bereits drei Generationen der Familie Schnitker sind auf diesem Besitz. Später wurde das Hofgelände gepflastert und auf der rechten Hofseite wurden Garagen gebaut.

6. Außerhalb des Dorfes Hatten haben sich in Richtung Rittrum einige Hofstellen angesiedelt, deren Gegend den Namen Neuhatten erhielt. Die älteste Hofstelle ist 1489 von Hinrich Scröder erbaut worden. Seit dieser Zeit ist allgemein der Name Scröders-Hus genannt. 1856 kauft Ahrend Hinrich Stalling (geboren 1816 in Hatten) diese Hofstelle. Der jetzige Besitzer ist der Nachfahre Heinz Joharm Stalling (geboren 1913; Ehefrau seit 1941 - Hertha Alwine geborene Lueken), Bauer aus Hellbusch.

7. Hof Gerhard Barkemeyer in Hatten, an der Straße nach Wildeshausen, unweit der Hatter Molkerei. Im Jahre 1489 wurde diese Stelle von Gerd Muhle gegründet. Allgemein wurde er Muhlen-Hof genannt. 1860 kaufte Gerhard Barkemeyer (geboren in Hatten 1825, gestorben 1891) diese Stelle. Sein Sohn Johann Heinrich Barkemeyer bewirtschaftete den Hof bis 1895. In diesem Jahre trat Gerhard Barkemeyer (geboren 1875, gestorben 1951), allgenrein Bruns-Gerd genannt, die Hofstelle an. Seine Frau war Catharine Maier, geborene Backhus, aus Streek. Die Hofgebäude wurden im Kriege 1945 völlig zerstört und 1954 wieder aufgebaut. Tochter Annemarie Barkemeyer (geboren 1940) heiratete 1960 Heinz Bernhard Witte aus Dötlingen.

8. Haus Walt er Emil Böttcher an der Dingsteder Straße. Erste Erwähnung dieser Stelle war 1489 Hinrich Scröder, später Schröder genannt. Bis zum Jahre 1899 war diese Familie ansässig. Ein Nachfahre, Johann Bernhard Schröder, war Gemeindevorsteher von 1902 bis 1926. Er wurde allgemein Abeln-Jan genannt. Seine Tochter Meta Johanne, geboren 1891, heiratete 1914 Emil Dietrich Böttcher, der viele Jahre auch als Amtsbote tätig war. 1966 übernahm Emil Walt er Böttcher diese Hofstelle. Seine Ehefrau (seit 1947) ist Martha Johanne Schlake aus Neuhatten.

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