Heilsbronn in alten Ansichten

Heilsbronn in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Hung
Gemeente
:   Heilsbronn
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5520-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heilsbronn in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das vorliegende Ansichtswerk über Heilsbronn ist aus einer Sammlung alter Postkarten und Fotos entstanden, die dem Verfasser in den letzten zehn Jahren von den Einwohnern zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausbeute ist leider nicht sehr groß, weil sich vor der Jahrhundertwende so gut wie niemals ein auswärtiger Berufsfotograf nach Heilsbronn verirrte. Und ehe ein Privatmann für sich ein Fotogerät anschaffen konnte, gingen noch einige Jahrzehnte ins Land.

Die Marktgemeinde. bis in unsere Zeit noch offiziell mit Kloster Heilsbronn bezeichnet, geht auf das 1132 durch Otto von Bamberg gegründete Zisterzienser-Kloster im Tal der Schwabach zurück. Erst nach seiner Auflösung und Übernahme durch den bisherigen Schutzherrn, den Markgrafen von Brandenburg-Onoldsbach (Ansbach), um 1570 kann man vom Anfang der weltlichen Gemeinde als Nachfolge der Zisterze sprechen. Nur langsam gelang es der Herrschaft, die innerhalb der mit einem Wehrgang und acht Türmen versehenen Klostermauer liegenden freien Flächen für den Bau von privaten Wohnhäusern und Ackerflächen außerhalb an den Mann zu bringen.

Zur Klosterzeit gab es ja keinen privaten Besitz, auch nicht für die Laienmönche. Erst sehr langsam erholte sich Heilsbronn nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), bei dem aus dem Umland viele Bewohner in dem befestigten Ort Schutz suchten. Mancher kehrte nicht in sein zerstörtes Dorf zurück, sondern schlug sich bei uns als Handwerker, Tagelöhner, Ökonom (Landwirt) und mit anderen Verrichtungen durch das karge Leben. Abgesehen vom Lehrpersonal fand dieser oder jener auch einen Arbeitsplatz in der 'Fürstenschule'. Sie

war 1581 vom Markgrafen Georg Friedrich (1539 in Ansbach geboren und Markgraf von 1556 bis zu seinem Tod 1603) von Königsberg aus, wo er einige Jahre als Herzog von Preußen residierte, mit 100 Alumnen für Heilsbronn gegründet worden. Schon 1736, unterbrochen durch eine kriegsbedingte Zwangspause von 1631 bis 1655, ging sie wieder ein, ein einschneidender wirtschaftlicher Verlust für unsere Gemeinde.

So blieb die Einwohnerzahl noch um 1700 weit unter 1 000 und erst 1939 wurde der zweitausendste Bürger registriert, zumal Industrie fast gänzlich fehlte. Die Landwirtschaft mit ca. 367 ha bildete immer noch den Haupterwerbszweig, sodaß bei den sehr kleinen Betriebsgrößen und der großen Kinderzahl Schmalhans oft Küchenmeister war. Man lebte weiter still und bescheiden dahin, von den Ereignissen der großen und kleinen Welt kaum beeindruckt. Noch immer kannte jeder jeden.

Als 1792 der preußische Staat die Markgrafschaft übernahm, wurde auch Heilsbronn preußisch. 1806 kam unser Territorium durch Napoleon zu Bayern und blieb es bis heute. Der preußische dirigierende Minister Fürst Hardenberg hatte zu seiner Zeit weitgehende Reformen in der Verwaltung eingeführt, die allerdings für die Marktgemeinde den Verlust des Klosterverwalteramtes zur Folge hatte.

Die Eröffnung der Bahnlinie Nürnberg-Ansbach (1875) war ein großer Vorteil für unseren Ort und brachte auch für einige Pendler Amt und Brot. Insgesamt gesehen stagnierte der Aufschwung, und noch 1860 lebten in 132 Häusern gerade 946 Seelen.

Endlich, 1932, anläßlich der 800-Jahrfeier der Klostergründung, wurde der lang gehegte Wunsch, Stadt zu werden, Wirklichkeit. Man nannte sich forthin nur noch Heilsbronn, das Wort Kloster entfiel. Nur die Landbevölkerung sagt noch bis heute: 'Mir foarn off Kloster nei!'

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte auch für unseren Ort eine ungeahnte Entwicklung ein, wobei die große Anzahl von Vertriebenen und Flüchtlingen keineswegs als ständiger asozialer Unruheherd, wie von den Alliierten erwartet, wirkte, sondern im Gegenteil die Hefe für den Neuanfang aus dem Chaos bildete.

Neubaugebiete entstanden rings um die Stadt, Industrie ließ sich nieder, aber immer noch nicht ausreichend, sodaß viele Pendler in Nürnberg ihr Brot verdienen müssen.

Der hohe Freizeitwert in unserer Heimatstadt ist durch das immer noch ländlich geprägte Image geblieben, aufgewertet durch die Georg- Friedrich- Realschule, dem Ausbau des Nahverkehrs mit je zwanzig Zugpaaren nach dem 25km entfernten Nürnberg und der Regierungsstadt vom Bezirk Mittelfranken, Ansbach (18km). Außerdem sorgt die nahe Autobahn Nürnberg-Heilbronn für die Mobilität der Bürger. Alles in allem ein Anziehungspunkt für auswärtige Interessenten, ihr Domizil bei uns aufzuschlagen.

Mit den 1972 durch die Gemeindereform eingemeindeten Dörfern ist die Bevölkerung auf ca. 8 250 gestiegen, dabei bilden rund 5 000 den rein städtischen Kern. Beachtlich sind die in den letzten Jahren sehr angestiegenen Besucherzahlen von kunsthistorisch interessierten Personen aus dem In- und Ausland, bietet doch unsere

schöne Münsterkirche (Einweihung 1139) mit den Hohenzollern-Hochgräbern und anderen wertvollen Kunstschätzen sowie weiteren Baulichkeiten mit ihrem historischen Ambiente den Anreiz zur näheren Betrachtung. Besonders für die Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Heilsbronn hat, nicht zuletzt, unser vitaler Pfarrer, Herr Paul Geißendörfer , beigetragen, der durch seine vielfachen Initiativen, wie Konzerte (Windsbacher Knabenchor und andere), Ausstellungen, Vorträgen, Prospekten usw., sowie durch Funk und Fernsehen noch mehr wißbegierige Gäste für alle Sehenswürdigkeiten in unserer Stadt begeistern will.

Der Stadtrat mit 21 Personen der verschiedensten politischen Richtungen einschließlich des Bürgermeisters Herrn Walter Träger (schon seine zweiten Amtsperiode), lenkt die Geschicke der Gemeinde zum Wohle des Bürgers.

Das Bild rundet sich mit den vielen Vereinen und sonstigen Gremien. Hier finden die Bewohner Entspannung bei geistiger und körperlicher Betätigung, jeder nach seinem Interessengebiet.

leh habe Dank zu sagen, denen, die mir mit Überlassung von Bildmaterial geholfen haben, stellvertretend für alle nenne ich Max und Gisela Lowig, Antiquitätengeschäft in Heilsbronn, wobei letztere noch das Manuskript in Maschinenschrift transferierte.

Heilsbronn, im Oktober 1992

Dr. Johannes Hung

1. Feierliche Einweihung des Kaiser- und Siegerdenkmals (nach dem Ersten Weltkrieg in 'Kriegerdenkmal' umbenannt) am 26. Oktober 1913 zur Erinnerung an den Krieg gegen Frankreich 1870/71, mit den Ehrenjungfrauen, den Fahnenabordnungen von nah und fern. Darunter auch die Standarte des Heilsbronner 1892 gegründeten Velociped-Clubs. Im Hintergrund die Honoratioren unseres Ortes mit der damals üblichen Festkleidung, Gehrock und Zylinder.

2. Das Café Berthold in der Hauptstraße Nr. 2. Hier hatte Karl Gottfried Berthold zwischen den beiden Weltkriegen eine Konditorei eingerichtet, die sich in Kreisen der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreute. In der Türe steht der Inhaber mit seiner Schwester Helene, verheiratete Dentler.

3. Die Belegschaft der städtischen Sparkasse und der Stadtverwaltung um 1934 mit folgenden Namen: Brechetsbauer, Häufle, Albert Spelter, Pöllinger, Bruckner, Willi Grossberger, Rupprecht, Gundel, ganz links Unbekannter.

4. Depot der Freiwilligen Feuerwehr von Heilsbronn im Conventshaus (Rückfront) nach dem Zweiten Weltkrieg. Davor war die Wehr in einem heute noch vorhandenen, einstöckigen Bau in der Pfarrgasse, räumlich recht beschränkt, untergebracht. 1983 erfolgte der Umzug in einen Neubau für die Feuerwehr in die RandstraBe. Die bisherigen Räume mit ihren schönen Gewölben bildeten zur Klosterzeit den in das Haus integrierten westlichen Teil des romanischen Kreuzgangs, auch als vorderer oder alterer Kreuzgang bezeichnet. Seine Gewölbe trugen bzw. tragen noch immer den Oberbau des Conventshauses, das 1720 durch der Klosteramtsverwalter Rosa völlig erneuert wurde. Aus dem ehemaligen Depot entstand vor einigen Jahren der Konventsaal. ein Schmuckstück unserer Stadt mit seinem anheimelnden Interieur, wie geschaffen für kleinere Veranstaltungen, Vorträge, Empfänge usw.

5. Gruppenbild der 1869 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Heilsbronn vom 14. August 1887, vor dem nördlichen Giebel des Gasthauses 'Schwarzer Adler', wahrscheinlich das damalige Vereinslokal, Besitzer Sixtus Leonhard Förster. In der Mitte des Bildes Georg Paul Zehender (1838-1908), Schmiedemeister, mit Helm samt Federbusch. Er war Mitbegründer der Feuerwehr und 17 Jahre ihr Kommandant. Später war sein Sohn, Schmiedemeister Johann Caspar (18641928), langjähriger Vorstand der Wehr. Der am Boden liegende 'gewichtige' Mann ist Johann Pantaseh.

6. Der Heilsbronner Marktplatz vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem 1913 eingeweihten Kriegerdenkrnal, eigentlich 'Siegerdenkmal' , und dem Klosterverwalter-Haus von 1621. Das bisher unter Putz stehende Fachwerk des Obergeschosses wurde um 1930 freigelegt, wobei die in Holz geschnitzte schwarz-weiße Hohenzollernvierung (links) und rechts der Dreischalenbrunnen zum Vorschein kamen. Ursprünglich sollte der krönende Abschluß des Monuments ein Adler sein. Das sah den Verantwortlichen zu preußisch aus und man einigte sich auf einen steinernen Blumenkorb. Das Ganze ist eine Stiftung des Heilsbronner Ehrenbürgers Ludwig Kammerecker. Die Umfriedung bildeten zunächst nur vier Säulen an jeder Ecke, die erst 1923 durch Schlosser Hahn mit einem Eisengitter verbunden wurden.

7. Das Weichbild Heilsbronns von 1938 aus der Luft. Nur zaghaft strecken sich die Fühler der Stadt in die Randgebiete aus. Die Flur ist noch weitgehend unbesiedelt und erst jetzt sind die nachgewachsenen Neubaugebiete fast zusammen mit dem Stadtkern verbunden. Aber die derzeitige Ausbreitung unseres Ortes läßt sich auf diesem Foto schon erahnen. Links unten die Straße ist gerade im Bau, gewissermaßen die verlängerte Badstraße. Der Friedhof, oben im Bild, liegt fast noch im unbebauten Raum, ebenso das alte Baywa-Gelände oben links. Die Lerchenbühlsiedlung existiert noch gar nicht.

Iloster Hellsbronn· (Mittelfrauken.)

au s raBe.

8. üben links, in Bildmitte: Der noch stehende restliche, nördliche Teil des Dormitoriums (Schlafstätte der Mönche). Dieses Haus, vordem baulich mit dem nördlichen Seitenschiff der Kirche unmittelbar verbunden, wurde bei Gründung der Fürstenschule um einen Stock erhöht und bildete das Contubernium (Wohngemeinschaft) der Fürstenschüler. üben rechts: die Hauptstraße mit der Brauerei Gundel um 1906. Unten links: Fachwerkhaus, heute unter Putz, von Auto-Kom. Unten Rechts: Das Münster, vorn die Ritterkapelle mit dem 1855 erneuerten Giebel.

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