Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

In seiner wechselvollen Geschichte hat Heinsberg, das 1255 erstmalig als Stadt erwähnt wird, gute und schlechte Tage erlebt. Es gab Jahre einer stillen Entwicklung und Blüte aber auch Kriegszeiten mit Belagerung, Besetzung und Zerstörung. Brände verheerten die Stadt und veränderten immer wieder ihr Gesicht. Mittelpunkt der Stadt waren der Burgberg und der Kirchberg, natürliche Erhebungen, die schon früh besiedelt wurden. Der erste Wohnbezirk entstand im Verlauf der oberen Hochstraße bis zur Josefstraßc. Später entwickelte sich die Siedlung weiter, und es bildete sich das Oval von Apfel- und Hochstraße, Danach dehnte sich die Stadt bis zu den Promenaden aus, Erst in unserer Zeit wurden die Ausfallstraßen und die heutigen Randgebiete in die Bebauung einbezogen.

Heinsberg besaß alle Charakteristika einer niederrheinischen Stadt. Weißgetünchte Häuser und rote Fronten wechselten einander ab. Dazwischen standen Bürgerhäuser im Stil des 18. und 19. Jahrhunderts. Auffallend waren die Gebäude der Stifte und Klöster. Die ganze Stadt wurde von der St-Gangolphuskirche überragt.

Durch zwei schwere Bombenangriffe am 10. und 16. November 1944 wurde Heinsberg vernichtet. Von sechshunderteinundachtzig Wohnhäuser wurde dreihundertsechsundfünfzig total zerstört, zweihundertsechzig schwer, einhundertfünfzehn mittelschwer und achtundvierzig leicht beschädigt. Zerbombt wurden unter anderem die Paterskirche, die evangelische Kirche, die Höhere Mädchenschule, das ehemalige adlige Damenstift mit Heimatmuseum, das Katasteramt und der Bahnhof. Die St.-Gangolphuskirche, das Städtische Krankenhaus, die übrigen Schulen, das Gaswerk und alle Strafsen und Plätze wurden schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau bekam Heinsberg ein anderes Gesicht. Nicht nur die Neubauten, sondern auch veränderte Strafsenführungen, die jetzt zum Teil duren eine notwendig gewordene Stadtsanierung durchgeführt worden sind, haben den Charakter der Stadt beträchtlich verandert.

In diesem Buch sollen Fotografien aus den Jahren 1880 bis 1930 noch einmal die Erinnerung an Heinsberg in dieser Zeit wachrufen. Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich überall die Fotografie durch, und es wurde möglich, Ausschnitte aus dem damaligen Leben festzuhalten. Für uns sind diese Aufnahmen wertvolle Dokumente, wenn sie auch nicht die Qualität haben, die wir heute gewohnt sind. Kennzeichnend für sie ist ihr statischer Charakter, der den Bildern aber einen eigenen Reiz verleiht. Die alten, unhandlichen Fotoapparate erlaubten noch keine Momentaufnahmen. Weil man nur 'schöne', repräsentative Bilder haben wollte und deshalb nur die attraktivsten Stellen der Stadt fotografierte, existieren kaum Bilder von den kleinen Heinsberger Strafsen und Gassen, sowie von den Außenbezirken.

Der erste Heinsberger Berufsfotograf Carl Mergelsberg (geboren 1848, gestorben 1929), der zugleich auch Maler und Anstreichermeister war, hielt schon um 1880 mit seiner Plattenkamera, außer Porträtaufnahmen Stadtansichten, Straßenbilder und die beliebten Gruppenaufnahmen, oft vor einer Kulisse fest. Seine beiden Söhne Josef und Anton Mergelsberg halfen ihrn dabei. Nach dem Tode des Vaters führte Anton Mergelsberg das Geschaft eine zeitlang weiter. Amateurfotografen waren bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts selten. Erst um 1914 finden wir Aufnahmen von Rittrneister P. Rolffs und von Kar! von der Bank. Um diese Zeit wurden Stadtansichten als Karten von den Verlagen C. Mergelsberg, H. Wahlen (Heinsberg), H. Jansen und Jac. Krapohl (Mönchengladbach) verkauft.

Durch die Zerstörung der Stadt sind viele Fotografien und Karten verlorengegangen. Das erschwerte die Zusanimenstellung dieses Bildbandes, Häufig fehlten die Datierungen, und die Identifizierung der abgebildeten Personen war nicht immer möglich. Ohne die Hilfe vieler Heinsberger, die durch Leihgaben alter Fotografien oder durch Informationen meine Arbeit unterstützt haben, hätte dieses Buch nicht erscheinen können. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle danken.

QUELLEN

1. Stadtansicht von Westen

2. St.-Gangolphuskirche von Süd-Osten

3. Kocks Wäll'ke

4. Marktplatz

5. Haus van der Straeten

6. Hochstraße 1880

7. Adliges Damenstift

8. Lünenschloß

9. Haus M. Blancke, Hochstraße

10. Alte Bank und Post, Apfelstraße

11. Freiwillige Feuerwehr

12. 'Berliner Hof', Hochstraße

13. Haus Wecks

14. Soldaten in der Hochstraße 1914

15. Mittlere Hochstraße 1914

16. Lazarett in der Schützenhalle

17. Hochstraße am 'Huck'

18. Ehemaliges Poenitentinnenkloster

19. Am Pley

20. Josefstraße mit Mühlenbach

21. Hochstraße (heute Fußgängerzone)

22. Haustüre an der Apotheke

23. Gartenlaube der Familie Prurnmem

24. Hochstraße mit Geburtshaus von Carl Begas

25. Hochstraße an der evangelischen Kirche

26. Haus Alstedt-Zohren

27. Korbflechtschule

28. Häuser am Torbogen (heute Noethlichsstraße)

29. Bliek von der Galerie der Pfarrkirche

30. Inneres der Pfarrkirche

31. Marienaltar

32. Heinsberg. Bliek vorn 'Halben Mond'

33. Der Garten des Hauses Nathan

34. Obere Hochstraïse

35. Goldene Hochzeit

36. Männergesangverein 'Gregorius'

37. Oberer Marktplatz

38. Gaststatte zum 'Deutschen Haus'

39. Höhere Mädchenschule

40. Abselventinnen der Höheren Mädchenschule

41. Konrad Oidtmann

42. Turnverein 'Eintracht'

43. Damenriege des TV 'Eintracht'

44. Obere Apfelstraße

45. Patienten im Krankenhans

46. Apfelstraße arn 'Schwanenkreuz'

47. Schmiede W. Jansen

48. Schützen in der Apfelstraße

49. Spielmannszug

50. Apfelstraße

51. Katholischer Arbeiterverein

52. Patersgasse

53. Das Innere der Paterskirche

54. Das ehemalige Franziskanerkloster

55. Lehrer des Progymnasiums

56. Überschwemmung

57. Klosterhof

58. Karnevalszug 1914

59. Karnevalstreiben

60. Fußballklub 'Alemannia'

61. Ostpromenade

62. Vogelschuß

63. Jagdgesellschaft

64. Schiitzengesellschaft

65. Pavillon im Klevchen

66. Männergesangverein 'Doppelquartett'

67. Bahnhof

68. Molkerei

69. Gasanstalt

70. Katholischer Gesellenverein

71. Straßenbau

72. Möbelschreinerei Melchers

73. Treibriemenfabrik Windelen

74. Spielschar

75. Ochsengespann in der Kirchhovener Straße

76. Kirchberg

Die Heimat 1921-1941

Heimatkalender der Heinsberger Lande 1925-1933 Heirnatkalender des Selfkantkreises 1950-1972 Heirnatkalender des Kreises Heinsberg 1973-1977

Die Kunstdenkmaler des Kreises Heinsberg, Herausgeber Paul Clemen, Düsseldorf 1906

Heinsberg 700 Jahre Stadt, Herausgeber H.-P. Funken, Heinsberg 1956

Die Heinsberger 'Höhere Knabenschule' , H. Wimmers, Heinsberg 1956

Die Kriegsjahre im Heinsberger Land, J. Gaspers, Heinsberg 1960

Heinsberger Volkszeitung

Festschriften der im Bildband erwähnten Vereine

VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN

1. Wer sich der Stadt von Westen näherte, sah vor etwa einhundert Jahren ein ganz anderes Bild als heute. Mächtig erhob sich die St.-Gangolphuskirche mit dem alten, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Turmhelm, der in halber Höhe eine Auskugelung hatte. Rechts im Bild liegt der Schornstein der Baumwollspinnerei Blancke in der Geilenkirchener Straße. Der Betrieb brannte 1861 ab, nur der Schornstein blieb stehen. Vor dem Burgberg, der noch nicht so viele Bäume trug, sind die Rückfronten der Häuser an der Hochstraße und Geilenkirchener Straße zu erkennen. Links im Bild sind die damals neue Fabrikanlage der Juteweberei Blancke und Teile der Unterstadt zu sehen. Die Besiedlung reichte nur bis an die Promenaden. Aufnahme: C. Mergelsberg, um 1880.

2. Von Südosten hatte man diesen Bliek. Hoch lag die Kirche auf dem Kirchberg, davor erkennt man die Befestigungsanlagen des 16. Jahrhundert: links den sogenannten 'Ritterturm' und das Rondell, das in der Verballhornung 'Rolldier' oder 'Kösters Blomejätche' hieß. Im Vordergrund liegen die Gärten mit dem Haus Tellers (links). Dahinter sind heute die Tennisplätze. Die Gebäudegruppe rechts war die alte Talmühle, die schon früh erwähnt wird. Um 1652 lag dort eine Pulvermühle an den großen Teichen, die die Stadt schützten. Diese Mühle wurde vorn Blitz getroffen und flog in die Luft. Bis in unsere Zeit betrieb in der ehemaligen Talmühle die Firma O. Schleicher eine Manufaktur für Korbwaren. Aufnahme: C. Mergelsberg, 1880.

3. Schon im Mittelalter war Heinsberg eine stark befestigte Stadt, Im 16. Jahrhundert wurden die Befestigungsanlagen erneuert und erweitert. Die alten Stadtmauern und Wälle wurden im 19. Jahrhundert abgetragen, die Gräben zum großen Teil zugeschüttet und die Stadttore geschleift. So wurde 1854 das Feldtor im Süden der Stadt, in der Nähe des heutigen Amtsgerichtes, abgerissen und 1894 die Reste der Unterbrucher- oder Bruchtores geschleift, Dieses Tor lag auf dem Gelände der ehemaligen Kohlenhandlung Kocks und zwar dort, wo heute das Haus Melchers steht. Der Abbruch der Tore machte, nach zeitgenössischen Berichten, große Mühe, Erst mit Hilfe starker Rammen konnten die dieken Mauern und Gewölbe zerstört werden. Aufnahme: C. Mergelsberg, 1894.

4. Hohe Linden und Roßkastanien säumten den Marktplatz, auf dem im Mittelalter das Rathaus gestanden haben soll, und auf dem sich auch noch ein größerer Weiher befand. 1908 wurde auf dem Platz ein Krieger- und Kaiserdenkmal errichtet, zur Erinnerung an die Kriege 1868 und 1870-187!. Links im Bild, hinter der Kindergruppe, führte eine Sackgasse zur alten Stadtmauer, sie hieß der 'Hexkes Wall'. Dort wohnte im vorigen Jahrhundert ein Original 'Roches van dr Maat' mit seiner Frau 'Fleck'. Er hatte eine Bockstation. Ganz rechts im Bild sehen wir die katholische Volksschule, die 1906 erbaut wurde. Vorher gingen die Kinder in das ehemalige Franziskanerkloster, Patersgasse, zum Unterricht. Aufnahme: um 1910.

5. Wo heute das Kaufhaus Woolworth steht (Hochstraße), lagen zwei Häuser, die nach dem Brand von 1683 als Rathaus dienten. Im Jahre 1811 gehörten sie dem Bürgerrneister und Tuchfabrikanten Wilh. van der Straeten, der spater der erste preußische Landrat in Heinsberg wurde. In dem spitzgiebligen Haus hatte er seine Wohnung und im großen Haus waren die Amtsstuben. Auch die Landräte Claßen und Jansen nutzten später die Häuser so. 1879 erwarb die Stadt die Gebäude, und sie dienten als Amtsgericht. Das Wohnhaus (links) wurde aufgestockt und bildete nun mit dem großen Haus eine einheitliche Front. Dieses Haus hatte als eines der wenigen alten Häuser den Zweiten Weltkrieg überlebt. 1975 wurde es abgerissen, Aufnahme: um 1875.

6. So sah die Hochstraße 1880 aus. Rechts sehen wir das ehemalige Damenstift. Im heutigen Uhrenhaus Küppers war das Kontor Berens. Die Familie Berens wohnte dort, wo heute die Kreissparkasse steht. Später gehörte das Haus R. Blancke. Das Hotel 'Herfs' daneben wurde um 1900 aufgestockt. Dahinter lagen die Häuser von Birgelen, Wahlen, Bischof, Wallraven, Brandt, Sieburg und Perey. Auf der linken Straßenseite, im ersten Haus, wohnte der Arzt Dr. Hilmann, daneben der Uhrmacher Marx. In dem großen, weißgetünchten Haus mit der Toreinfahrt lebten die Schwestern des Dr. Rey, Deren Nachbar war Schlossermeister F. Mertens, später Musik-Heinrichs, Aufnahme: C. Mergelsberg, 1880.

7. In den Jahren 1546-1554 wurde in der Hochstraße ein neues Stiftsgcbäude der Prämonstratenserinnen erbaut, das im 18. Jahrhundert durch den bekarmten Aachener Architekten Jak. Couven umgestaltet wurde. Das Gebäude hatte zwei vorspringende Flügelbauten und einen reich gestalteten MittelteiL Nach der Auflösung des Stiftes (1802), kam es in Privatbesitz. Links im Vordergrund ist das heute noch bestehende Haus Uhren-Küppers zu erkennen, daneben betrieb M. Delenge eine Lederhandlung und Gerberei (später Lederhandlung F. Heinrichs). Der Mittelbau gehörte der Brennerei Busch und kam dann in den Besitz der Lederwerke Windelen. In einem Teil des Hauses war das erste Heimatmuseum eingerichtet. Im rechten Flügel wohnte zuletzt der Malermeister Seb. StoffeL Aufnahme: P. Rolffs, um 1910.

8. Am heutigen Durchgang Apfelstraße-Hochstraße zur Kreissparkasse lagen, dort wo jetzt das Haus des Zahnarztes E. Claßen steht, zwei zweigeschossige Wohnhäuser aus dem 17. Jahrhundert. Diese Häuser gehörten ursprünglich zum adligen Damenstift. Das Haus links auf der Fotografie befand sich zuletzt im Besitz der Familie von den Driesch und wurde im 19. Jahrhundert durch Veränderung der Front stark entstellt. Das rechte Haus, im Renaissancestil, wurde 1804 vom Notar Lünenschloß bewohnt und später von R. Blancke erworben. Dieses Haus zeigt auf unserem Bild starke Bauschäden. 1933-1936 wurde es renoviert und war dann eines der schönsten Häuser der Stadt. Aufnahme: um 1900.

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